Nobelpreis an Myron. S. Scholes
Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis
1 Abbildungsverzeichnis 3
2 Zeichen und Symbole 3
3 Einleitung 4
4 Begründung der Jury und Relevanz des Werkes 4
5 Leben und Werk 5
6 Überblick Optionsbewertung 6
7 Das Black-Scholes-Modell zur Optionsbewertung 7
7.1 Modellannahmen 7
7.1.1 Zinsen 7
7.1.2 Kursverlauf der Aktien 7
7.1.3 Auszahlungen des Basispapiers 8
7.1.4 Optionstyp 8
7.1.5 Marktvollkommenheit 8
7.1.6 Spekulation 8
7.2 Herleitung der Black-Scholes-Formel 8
7.3 Interpretation des Modells 10
7.4 Reaktion des Modells auf Parameteränderungen 10
7.4.1 Verhalten bei Zeitvariation 11
7.4.2 Verhalten bei Zinsvariation 12
7.4.3 Verhalten bei Volatilitätsvariation 12
8 Kritik am Black-Scholes-Modell 13
8.1 Kritik an der Bestimmung des Zinses 13
8.2 Kritik an der Annahme der unterstellten Aktienkursverlaufs 14
8.3 Kritik an der Annahme eines vollkommenen Marktes 14
9 Résumé 15
10 Literaturverzeichnis 16
2
1 Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Welthandel mit Derivaten (Mrd. US-$) 4 Abbildung 2: Systematik Optionswertmodelle 6 Abbildung 3: Variation von t und K 11 Abbildung 4: Variation von r und K 12 Abbildung 5: Variation von v und K 13 Abbildung 6: Aktienkursverlauf 14
2 Zeichen und Symbole
µ Momentan erwartete Aktienrendite ('Drift' der Aktienkursentwicklung) B Basispreis des Optionsscheins ('Strikepreis') C Wert der Option K Kurswert der Basispapiere (Aktien) ln natürlicher Logarithmus N () Flächeninhalt unter der Verteilungsdichtefunktion der Standardnormalverteilung r risikoloser Zinssatz p. a. t Zeit (in den Berechnungen p. a.) v 2 Varianz v, σ Standardabweichung
V Wert eines arbitragefreien Portfolios
3 Einleitung
Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen des Seminars zur Wirtschaftstheorie über Leben und Werk der Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften seit dem Jahr 1991 des Instituts für Allgemeine Wirtschafts-forschung an der Albert-Ludwigs-Universtität Freiburg im Wintersemester 2000/2001 angefertigt. Thema dieser Arbeit ist in diesem Sinne das Werk von Myron S. Scholes, welcher im Jahre 1997 zusammen mit dem des Wissenschaftler Robert C. Merton von der Jury der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften durch die Verleihung des Preises gewürdigt wurde. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften genießt hohes Ansehen und einen hohen Grad an Anerkennung, die richtungweisende Wirkung einer Verleihung in Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft hinein ist beachtlich. Jedoch kann eine Untersuchung der bei dieser Preisverleihung gewürdigten Thematik im engen Rahmen dieser Seminararbeit nicht über eine nach didaktischen Gesichtspunkten aufgebaute Darstellung hinausgehen. Eine wissenschaftlich- und mathematisch korrekte und thematisch erschöpfende Untersuchung der zugrundeliegenden Theorien ist in diesem Rahmen nicht möglich.
4 Begründung der Jury und Relevanz des Werkes
Das Nobelpreiskommitee begründete Ihre Preisverleihung u. a. mit folgenden Worten:
"[...] in Zusammenarbeit mit Fischer Black, der leider vor zwei Jahren verstorben ist, haben
Sie eine neue Methode entwickelt, um den Wert von Derivaten zu bestimmen. Ihre Methode
hat den Weg für wirtschaftliche Bewertungen in vielen Bereichen geebnet. Sie hat auch neue
Finanzierungsinstrumente geschaffen und wirksameres Risikomanagement in der Gesellschaft
ermöglicht. " [Rede des Nobelpreiskommitees am 14.10.97]
Der Nobelpreis im Jahre 1997 wurde an Robert C. Merton und Myron M. Scholes für ihre Beiträge zur modernen Finanzmathematik verliehen, eine Leistung, deren zentrale Publikation mittlerweile 25 Jahre zurückliegt. Im Jahre 1973 erschien im
Journal of Political Economy ein Beitrag von Fischer Black und Myron Scholes zur Bewertung von Optionsscheinen, in welchem es um die Herleitung der sog. Black-Scholes-Formel geht 1 . Im selben Jahr veröffentlichte Robert Merton, der mit den beiden anderen Wissenschaftlern vorher am Massachusetts Institute of Techonology (MIT) zusammenarbeitete, im Abbildung 1: Welthandel mit Derivaten (Mrd. US-$) Bell Journal of Economics and Management Science, einen
Artikel zum selben Thema. Robert Merton und Myron Scholes erhielten beide für Ihre Leistungen den Nobelpreis, Fischer Black ist bereits im Jahre 1995 verstorben und konnte somit nicht mehr geehrt werden 1 .
Terminkontrakte sind seit Jahrhunderten bekannt. Bereits im 17. Jahrhundert wurden in Holland Optionsscheine auf noch noch nicht aufgegangene Tulpen gehandelt, bereits Aristoteles beschrieb
1 Der Artikel erschien erst, nachdem sich bereits renomierte Wissenschaftler für ihn eingesetzt hatten in dieser für diese Thematik oh-
nehin ungewöhnlichen Zeitschrift. Zunächst wurden entsprechende Publikationsgesuche von verschiedenen Redaktionn abgelehnt.
optionsähnliche Verträge. Der organisierte und börsenmäßige Handel wird jedoch erst seit 1973 2 betrieben. Seit dem wächst die Produktpalette kontinuierlich und auch das Handelsvolumen vergrößert sich ständig. Allein in Deutschland hat sich der Handel mit Optionen seit Eröffnung er Deutschen Terminbörse im Jahr 1990 verzehnfacht. 3 Der Wert derivativer Finanzinstrumente für institutionelle Kapitalanleger liegt einerseits in der sich eröffnenden Möglichkeit des gezielten Risikomanagements sowie in den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten.
Das Hauptproblem beim Handel mit Derivaten ist jedoch deren korrekte Bewertung. Die explosive Zunahme des Welthandelsvolumens 4 mit Derivaten wird daher auch den drei Wissenschaftlern zugerechnet, die den Einzug anspruchsvoller Mathematik in das internationale Börsengeschehen forciert haben.
5 Leben und Werk
Myron S. Scholes wurde am 1. Juli 1941 in Timminis im Bundesstaat Ontario, U.S.A. als Sohn eines Zahnarztes und einer Geschäftsfrau geboren. Durch seine Eltern und Verwandten interessierte er sich früh für Finanzen und Wirtschaft und investierte daher schon während seiner High-School-Zeit in Aktien. Er studierte an der McMaster-Universität Geisteswissenschaften mit Schwerpunkt Ökonomie und interessierte sich früh für die Schriften Milton Friedmans und George Stiglers. Daher absolvierte er sein Graduiertenstudium an der Univestität Chicago. Dort arbeitete er mit den damaligen Doktoranden der damals jungen Finanzwirtschaft Michael Jensen und Richard Roll zusammen und schärfte dadurch sein Verständnis für das Finanzwesen.
In Chicago beschäftigte er sich lange hauptsächlich mit der Entwicklung von Computerprogrammen zu Forschungszwecken, u. a. für Merton Miller und Gene Fama. In seiner Dissertation versuchte er, die Nachfragekurve gehandelter Wertpapiere zu bestimmen. Später beschäftigte er sich mit Problemen wie den Auswirkungen von Differentialrisiken auf Wertpapiererträge oder der Bestimmung der Zusammenhänge zwischen buchhalterischen und marktbestimmenden Risikomaßen. Im Jahre 1968 wurde er Assistenzprofessor für Finanzwirtschaft an der Sloan School of Management des MIT, seine neuen Kollegen waren z. B. Paul Coolner und Franco Modigliani. Hier hatte er seinen ersten Kontakt mit Fischer Black. Mit ihm zusammen arbeitete er an der Überprüfung des Capital-Asset-Pricing-Modells. Im Jahre 1973 erschien im Journal of Political Economy ein Beitrag von Fischer Black und Myron Scholes zur Bewertung von Optionsscheinen, in welchem die beiden Wissenschaftler eine neue Möglichkeit der Bewertung von Optionsscheinen aufzeigen. Ergebnis dieser Veröffentlichung ist die später so genannte Black-Scholes-Formel 1 . Die beiden Kollegen wechselten 1973 wieder zur Universität Chicago. Scholes untersuchte hier in der Folgezeit die Auswirkungen der Besteuerung auf die Anlagepreise und engagierte sich am Forschungszentrum für Wertpapierkurse an der Universität Chicago, bis er 1981 seine Arbeit an der juristischen und wirtschaftlichen Fakultät
1 Der Nobelpreis wird grundsätzlich nicht posthum verliehen.
2 Gründung der Chicago Board Options Exchange (CBOE).
3 vgl. Rolfes/Dartsch (1997).
4 Weltweit stieg das Handelsvolumen derivativer Finanzinstrumente zwischen 1986 und 1996 von 618,3 Mrd. US-$ auf 9881,6 Mrd.
US-$, also um das 16-fache.
Arbeit zitieren:
Dr. rer. pol. Christoph Sprich, 2000, Leben und Werk des Nobelpreisträgers Myron S. Scholes, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Optionsbewertung nach Black und Scholes - Modell und Praxisbezug
BWL - Investition und Finanzierung
Seminararbeit, 19 Seiten
Didaktische Modelle: Bildungstheoretische und Lerntheoretische Didakti...
Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie
Zwischenprüfungsarbeit, 33 Seiten
Balanced Scorecard - angewandt an einem fiktiven Beispielunternehmen
Wissenschaftlicher Aufsatz, 26 Seiten
Der Zusammenhang von Qualitätszirkeln und Arbeitszufriedenheit
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Hausarbeit, 41 Seiten
Die Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Unternehmensfü...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 27 Seiten
Arbeitsmigration und Fremdenfeindlichkeit
Soziologie - Arbeit, Beruf, Ausbildung, Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 20 Seiten
Vom Taylorismus zum humanistischen Führungskonzept
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 39 Seiten
Führung als Spezialfall der sozialen Interaktion
Psychologie - Sozialpsychologie
Referat (Ausarbeitung), 23 Seiten
Anlageinnovationen und Finanzierungsmöglichkeiten durch Optionsanleihe...
BWL - Bank, Börse, Versicherung
Studienarbeit, 26 Seiten
Christoph Sprich's Text Leben und Werk des Nobelpreisträgers Myron S. Scholes ist nun auf dem Buchmarkt erhältlich
Christoph Sprich hat den Text Leben und Werk des Nobelpreisträgers Myron S. Scholes veröffentlicht
Christoph Sprich hat einen neuen Text hochgeladen
Valentin Tomberg. Band 1. Leben - Werk - Wirkung
Leben-Werk-Wirkung 1900-1944
Elisabeth Heckmann
Outlines & Highlights for Taxes & Business Strategy by Myron S. Schole...
Cram101 Textbook Reviews
Heinz Mack. Leben und Werk. Ein Buch vom Künstler über den Künstler 19...
Heinz Mack, Ute Mack
Schmittiana. Beiträge zu Leben und Werk Carl Schmitts / SCHMITTIANA.
Beiträge zu Leben und Werk Car...
Piet Tommissen
Lilly Keller. Das Leben. Das Werk.
Das Leben. Das Werk
Andreas Bellasi, Ursula Riederer, Konrad Tobler
0 Kommentare