II
Gliederung
Abbildungsverzeichnis III
1. Einführung. 1
2. Abgrenzung und Aufbau der Arbeit 2
3. Repatriierungsprobleme der Expatriats und der Unternehmen 3
3.1. Repatriierungsprobleme der Expatriats. 3
3.2. Resultierende Probleme für multinationale Unternehmen. 4
4. Rekrutierung von Expatriats für den Auslandseinsatz 6
4.1. Einsatz der Signalling-Theorie 7
4.2. Überwindung der Informationsasymmetrie zuungunsten
der Expatriats durch potenzielle Signale der Unternehmen. 9
4.3. Überwindung der Informationsasymmetrie zuungunsten der
Unternehmen durch das zentrale potenzielle Signale der
Expatriats : „Auslandserfahrung“ 11
5. Fazit 12
Literaturverzeichnis 13
1
1. Einführung
Laut DELLER kommt, den im Ausland tätigen Mitarbeitern in internationalen Unternehmen, eine entscheidende Schlüsselrolle zu (vgl. DELLER 1996, 283). Daher ist für multinationale Unternehmen die Rekrutierung von qualifizierten Fach-und Führungskräften für die Besetzung einer Position im Ausland eine Aufgabe von strategischer Bedeutung (vgl. u.a. WEBER 2001, 107).
In multinationalen Unternehmen stellen sich, innerhalb des Rekrutierungsprozesses, die Fragestellungen hinsichtlich der Beschaffungsmethoden und bezüglich der Auswahlmethoden noch komplexer dar, als bei der Stellenbesetzung auf nationaler Ebene, weil noch mehr Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren berücksichtigt werden müssen (vgl. WEBER 2001, 107). Für Unternehmen besteht die Herausforderung bei der Rekrutierung darin, aus einem Kreis von Bewerbern 1 diejenigen Bewerber zu rekrutieren, welche am besten für den jeweiligen Arbeitsplatz geeignet sind. Demnach gilt es bei der Rekrutierung der Expatriats 2 zum einen genau zu prüfen, ob der Bewerber unter anderem auch über die Fähigkeiten verfügt, sich in der jeweiligen Landeskultur zurechtzufinden, damit es während des Auslandseinsatzes zu keinen Problemen kommt (vgl. KAMMEL 1994, 67). Einen Expatriat jedoch nur danach auszuwählen, dass während des Auslandseinsatzes keine Probleme auftreten, ist nur eine Seite der Medaille. Probleme die nach dem Auslandseinsatz, also bei der Repatriierung der Expatriats auftreten können und welche beträchtliche Kosten für die Unternehmen verursachen, werden bei der Rekrutierung meist nicht beachtet. Im Rahmen dieser Arbeit wird anhand der Forschungsfrage, „Sollten multinationale Unternehmen bereits bei der Rekrutierung von Expatriats die Problematik der Repatriierung nach dem Auslandseinsatz berücksichtigen?“, genau dies untersucht.
1 Der Kreis von Bewerbern setzt sich bei der Rekrutierung in multinationalen Unternehmen aus
unternehmensinternen und -externen Bewerbern zusammen. Zudem kommt auf internationaler Ebene
noch die Entscheidung nach der Herkunft der potenziellen Arbeitnehmer hinzu. So stehen (1)
Angehörige des Stammlands (parent county nationals - PCNs), (2) Angehörige des Gastlands (host
country nationals - HCNs) und (3) Angehörige eines Drittlands (third country nationals - TCNs) zur
Verfügung (Vgl. SCHERM/SÜß 2002, S. 851). Die Entscheidung einer prinzipiellen
Stellenbesetzungspolitik (ethnozentrisch, polyzentrisch, geozentrisch, regiozentrisch), sowie deren
Begründung ist eine wichtige strategische Entscheidung jedes Unternehmen. Sie wird aber im
Rahmen dieser Arbeit nicht berücksichtigt. Aufgrund der gestellten Forschungsfrage begrenzt sich der
Bewerberkreis auf unternehmensexterne PCNs.
2 Als Expatriat bezeichnet man Führungskräfte international tätiger Unternehmen im Auslandseinsatz
(vgl. GABLER 2000).
2
2. Abgrenzung und Aufbau der Arbeit
Da sich die zu bearbeitende Forschungsfrage mit der Berücksichtigung der Repatriierung 3 bei der Rekrutierung von Expatriats befasst, ist eine Abgrenzung dieser Arbeit zum Themengebiet „Entsendung“ erforderlich. Die Repatriierung bildet, nach der Auswahlphase, der Vorbereitungsphase und der Einsatzphase die letzte Phase im Entsendungsprozess (vgl. SCHERM 1999, 196). Somit ist die Planung von Repatriierungsprozessen, um Expatriats bei Repatriierungsschwierigkeiten zu unterstützen, eine Aufgabe des internationalen Personaleinsatzes (vgl. WEBER 2001, 137), und wird deshalb im Rahmen dieser Arbeit nicht thematisiert. Um die Forschungsfrage allerdings beantworten zu können, müssen jedoch die Probleme die bei der Repatriierung von Expatriats auftreten können, aufgezeigt werden.
Nachdem in der Einführung ein kurzer Überblick über die Problemstellung dieser Arbeit, sowie notwendige Begriffserklärungen und die Abgrenzung zu anderen Themengebieten erfolgt sind, beschäftigt sich das 3. Kapitel mit den beruflichen und privaten Repatriierungsproblemen der zurückkehrenden Expatriats. In diesem Zusammenhang wird im Gliederungspunkt 3.2. ebenfalls aufgezeigt, welche Folgeprobleme für Unternehmen, aufgrund der aufgezeigten Repatriierungsschwierigkeiten der Expatriats, resultieren können.
Das 4. Kapitel zeigt die Herausforderungen, die bei der Rekrutierung von Expatriats mit Hinblick auf die Repatriierungsproblematik bestehen, auf. Dazu wird im Gliederungspunkt 4.1. die Signalling-Theorie nach SPENCE dargestellt. Aufbauend auf der SPENCEschen Theorie werden dann, auf der Basis von Plausibilitätsüberlegungen, potenzielle Signale der Unternehmen (4.2.) und der Expatriats (4.3) abgeleitet, um die bestehenden Informationsasymmetrien abzubauen.
3 Die Repatriierung bezeichnet den Abschluss eines vorübergehenden Auslandseinsatzes, d.h. die
Rückkehr des entsandten Mitarbeiters, unabhängig von seiner funktionalen oder hierarchischen
Position, in die Heimatunternehmung (vgl. SCHERM 1999, 207). Inhaltlich umfasst dieser Vorgang
sowohl Aspekte der beruflichen Reintegration in das Stammhaus, als auch die Wiedereingliederung in
das private Umfeld im Heimatland (vgl. WEBER 2001, 189). Diese Phase durchläuft jeder, in das
Ausland entsandte und in das Stammhaus (entsendendes Unternehmen), zurückkehrender Mitarbeiter.
Andere, in der Literatur, synonym verwendete Begriffe für die Repatriierung sind
Wiedereingliederung, Reentry, Reintegration oder Rückgliederung (WEBER & FESTING 1996, 457).
Arbeit zitieren:
Diplom-Kaufmann Patrick Mackert, 2006, Sollten multinationale Unternehmen bereits bei der Rekrutierung von Expatriats die Problematik der Repatriierung nach dem Auslandseinsatz berücksichtigen?, München, GRIN Verlag GmbH
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