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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung Seite 3
2. Translation Memory Seite 3
2.1. Funktionsweise eines Translation Memory Seite 3
2.2. Vorhandene Programme Seite 5
3. Transit Seite 5
3.1. Systemanforderungen Seite 5
3.2. Produktvarianten der Firma STAR Seite 6
3.3. Das System Seite 6
3.4. Die Module Seite 7
3.5. Arbeitsweise von Transit 3 0 Seite 10
3.5.1. Projektdefinition und Projektmanagement Seite 10
3.5.2. Gestaltung und Funktionen des Editors und der
Hauptarbeitsumgebung Seite 11
3.5.3. XML als Format der importierten Dateien Seite 12
3.5.4. Notizenfenster Seite 12
3.5.5. Wörterbuchfenster Seite 12
3.5.6. Arbeit im Netzwerk Seite 12
3.5.7. Sonstige Funktionen im Hauptarbeitsfenster Seite 13
3.5. Kennzeichen von Transit Seite 14
3.6.1. Unterstützte Sprachen Seite 14
3.6.2. Unterstützte Dateiformate Seite 15
3.6.3. Performance der T-MKomponente Seite 15
3.6.4. Transparenz der T-MKomponente Seite 15
3.6.5. Effektivität der T-MKomponente Seite 15
3.6.6. Interaktives Alignment-Tool Seite 15
4. Persönliche Erfahrungen und Schlussfolgerungen Seite 15
5. Fazit Seite 18
6. Sitz der Firma Seite 20
7. Preisliste Seite 21
8. Danksagung Seite 21
9. Quellenverzeichnis Seite 21
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1. Einleitung
Die gestiegene Nachfrage nach Übersetzungsleistungen aller Art und die immer enger gesetzten Termine, da bei der Herausbringung einer Maschine auch gleichzeitig die dazugehörigen fremdsprachigen Anleitungen mitgeliefert werden müssen, macht den Einsatz unterstützender Translation Tools unabdingbar.
Um diesem Termindruck ohne Qualitätseinbußen gerecht werden zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein – neben der konsequenten Anwendung entsprechender Übersetzungswerkzeuge ist insbesondere die Qualität des Ausgangstextes ein wesentlicher Faktor.
Im Anschluss wird zunächst allgemein die Funktionsweise eines Translation-Memory-Systems beschrieben, um dann detailliert auf das Programm TRANSIT 3.0 der Firma Star GmbH, das nun seit Frühjahr 2000 auf dem Markt ist, einzugehen. Hierfür hat mir die Firma Star GmbH eine Demoversion auf CD-Rom und Informationsmaterial zur Verfügung gestellt.
2. Translation Memory
Definition:
„Ein Translation Memory ist ein mehrsprachiges Textarchiv, das (segmentierte, übereinstimmende, analysierte und eingestufte) mehrsprachige Texte enthält. Es erlaubt die Speicherung und Wiederherstellung der ausgerichteten mehrsprachigen Textsegmente nach verschiedenen Suchkriterien.“ 1
Die Idee eines Translation Memory ist im Grunde einfach. Als Hilfsmittel für den Übersetzer kommen so genannte Translation Memories (TM’s) zum Einsatz, die bereits übersetzte Satz-oder Segment-Paare in der Ausgangs- und Zielsprache enthalten. Wenn also ein ähnlicher oder identischer Satz in einem Dokument enthalten ist, braucht dieser nicht mehr übersetzt zu werden, sondern kann direkt übernommen oder aber weiterbearbeitet werden. Neue Sätze überträgt der Übersetzer einmal in die Fremdsprache; dann stehen sie für weitere Anwendungen in der Datenbank zur Verfügung.
Translation Memories sind bildhaft gesprochen nicht mehr als zwei übereinstimmende Aktenschränke, in denen alle jemals angefertigten Übersetzungen jeweils in Ausgangssprache oder Zielsprache gespeichert sind.
2.1. Funktionsweise eines Translation Memory
Ausgangspunkt der Arbeit mit Translation Memories sind die vom Auftraggeber gelieferten Dateien. Der Übersetzer kann nun direkt mit diesen Dateien arbeiten oder aber er lässt sie durch ein Programm vorübersetzen. In beiden Fällen wird der Text segmentiert. Die Software
1 Übersetzter Auszug aus der Webseite: http://www-lehre.informatik.uniosnabrueck.de/~jwagner/tm/node36.html “A translation memory is a multilingual text archive containing (segmented, aligned, parsed and classified) multilingual texts, allowing storage and retrieval of aligned multilingual text segments against various search conditions."
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versucht dann, gleiche oder ähnliche Segmente zu finden. Ergebnis dieses Abgleichs sind je nach Übereinstimmungsgrad so genannte Exact Matches oder Fuzzy Matches: Ein Exact Match stimmt zu 100% mit dem Segment der Ausgangssprache überein und kann ohne weiteres Bearbeiten direkt in die Übersetzung übernommen werden. Ein Fuzzy Match liefert ähnliche, aber nicht identische Sätze oder Segmente, die Alternativen angeben; das Zielsegment muss also noch in bestimmtem Umfang bearbeitet werden. Weicht die angebotene Lösung stark vom Ausgangssatz ab, überträgt der Übersetzer den Satz gegebenenfalls komplett neu in die Zielsprache. Diese neue Form wird dann in das Translation Memory übernommen und steht beim nächsten ähnlichen Ausgangssatz wiederum als Exact Match oder als Fuzzy Match zur Verfügung.
Der Übersetzer beginnt seine Arbeit mit einem neuen, zunächst noch leeren Translation Memory, welches durch seine Einträge im Laufe der Zeit wächst. Das Füllen eines TMs kann jedoch auch durch das Hinzufügen schon geleisteter Übersetzungen geschehen; dies erfolgt unter Zuhilfenahme so genannter Alignment Tools. Dabei werden Ausgangstext und Zieltext in Segmente aufgesplittet, eindeutig zugeordnet und in das TM übernommen.
Für kunden- oder projektbezogene Arbeiten kann der Übersetzer – abhängig vom verwendeten Übersetzungsprogramm – zudem verschiedene Filter setzen, um unterschiedliche Terminologien voneinander abzugrenzen und nur die jeweils gültige für die zu erstellende Übersetzung zu nutzen.
Das Arbeiten mit Translation Memories bringt zusammenfassend die folgenden Vorteile mit sich:
• Hat man eine TM-Datenbank erst einmal gefüllt, ergibt sich daraus eine Arbeits- und damit Zeit- und Kostenersparnis
• Sie garantieren die Qualität und Konsistenz der Übersetzung. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn mehrere Übersetzer – unter Umständen räumlich voneinander getrennt – mit dem gleichen TM arbeiten.
• Sie ermöglichen durch die Nutzung bestimmter Filter darüber hinaus das Bearbeiten von Formaten, die andernfalls nicht ohne weiteres importierbar und exportierbar wären, wie z.B. FrameMaker.
Der Einsatz von Translation Memories macht nur dann Sinn, wenn ein hoher Wiederholungsgrad innerhalb eines Textes oder einer ganzen Reihe von Texten (z.B. Updates, Produktgruppen) gegeben ist. Werbetexte, Briefe, Berichte o.ä. übersetzt man hingegen meist ohne Übersetzungsprogramme; die Vorbereitung, die für jedes der Programme nötig ist, stünde in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Hardware:
In jedem Fall sollte man beim Einsatz dieser Systeme nicht bei der Rechnerausstattung sparen, da bei großen Textbeständen (dann lohnt sich der Einsatz von TM ja erst richtig) und zum Teil aufwendigen Abgleichprozeduren schnellere Prozessoren und Festplatten für ein komfortables Arbeiten erforderlich sind.
Auf dem Markt werden verschiedene Translation-Memory-Tools angeboten, wobei in Europa die Programme Transit und Translator's Workbench die größte Akzeptanz und Verbreitung
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finden. Nachfolgend werden die gängigsten TM-Tools aufgezählt und das Programm Transit 3.0 vorgestellt.
2.2. Vorhandene Programme
Auf dem Markt werden verschiedene Translation-Memory-Tools angeboten:
• TRANSLATORS WORKBENCH, Fa. Trados, Stuttgart http://www.trados.com/
• TRANSIT, Fa. Star GmbH, Böblingen http://www.star-ag.ch/
• TRANSLATION MANAGER, Fa. IBM, Heidelberg http://www.ibm.com/software/ad/translat/tm/
• DEJA-VU, Fa. Atril http://www.atril.com/
• SDLX, Fa. SDL-International, http://www.sdlintl.com/
• OPTIMIZER, Fa. Eurolang, München
3. Transit
Transit (Translate it) ist ein professionelles Translation-Memory (TM) System entwickelt auf der Basis der langjährigen praktischen Erfahrung von STAR, eines der größten und erfolgreichsten Übersetzungsunternehmens der Welt. Die Kunden von STAR kommen aus der Automobilindustrie, der Informationstechnologie und dem Bereich Maschinenbau. Transit, das seit 1994 kommerziell als Produkt vertrieben wird, erschien im Frühjahr 2000 als 32-Bit-Version mit Unicode- und XML-Unterstützung als Version 3.0 auf den Markt. 2
3.1. Systemanforderungen
Für die Systemkonfiguration für Transit 3.0 sind folgende Mindestanforderungen an das Rechnersystem gestellt:
• PC mit Intel Pentium CPU 133 MHz oder höher
• Arbeitsspeicher: - 32 MByte RAM oder mehr für Windows 95
- 48 MByte RAM oder mehr für Windows 98/ NT/ 2000.
• Der Festplattenkapazität: mindestens 80 MByte Freitag
• SVGA-Grafikkarte mit einer Mindestauflösung von 800 x 600 Bildpunkten Als 32-Bit-Anwendung läuft Transit jetzt nur noch unter Windows 95, 98, NT oder 2000
2 Die STAR Firmengruppe ( http://www.star-group.net ) mit Hauptsitz in der Schweiz wurde vor 15 Jahren gegründet und hat sich vor allem auf den Bereich technische Dokumentation spezialisiert. Das Transit System wird seit Ende der 80er Jahre von der STAR Deutschland GmbH entwickelt und ist seit 1990 bei STAR intern im Einsatz.
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3.2. Produktvarianten der Firma STAR
Die Firma STAR bietet Transit in verschiedenen Varianten mit unterschiedlichem Funktionsumfang an, so dass für die unterschiedliche Einsätze in multilingualen Übersetzungsprojekten die Anforderungen der jeweiligen Produktgruppen gedeckt werden können.
1. Für den Übersetzer: Transit und Termstar 3.0
• Workstation 3 (Diese Variante enthält alle Funktionen von Transit Professional,
• Smart (Diese Variante enthält die Funktionen für Projektverwaltung und
2. Für den Projektmanager für multilinguale Übersetzungsprojekte: Transit und Termstar 3.0
• Professional 4 (Diese Variante enthält alle Funktionen für Projektmanagement
3. Für Arbeitsgruppen, Übersetzungsunternehmen und Übersetzungsabteilungen: Transit und Termstar 3.0
• Center Suite
• Corporate Suite
• Verschiedene Bundels
4. Für den Projektmanager für multilinguale Übersetzungsprojekte mit QuarkXPress Dokumenten :
• Xgate
5. Für die Terminologieverwaltung von internationale operierende Unternehmen:
• Webterm (Webterm ermöglicht, dass weltweit in allen Niederlassungen eines Grossunternehmens die selbe Terminologie verwendet werden kann.)
3.3. Das System
Transit ist laut Prospekt der Firma Star Deutschland GmbH ein leistungsstarkes System zur computerunterstützten Übersetzung, dessen vorrangiges Ziel es ist, die
3 Workstation entspricht der früheren Lightversion.
4 Professional entspricht der früheren Vollversion.
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Übersetzungsproduktivität durch automatisches Vorübersetzen (Translation Memory Technik), sowie durch ausgereifte, übersetzungsspezifische Funktionalität mit voll kompatiblen Schnittstellen zu den gängigen Textverarbeitungs- und Desktop-Publishing-Systemen zu steigern.
Transit soll den Übersetzer nicht ersetzen, sondern neben der Produktionssteigerung durch automatisches Übersetzen auch vor allem zur Verbesserung der Übersetzungsqualität beitragen.
Transit wurde speziell für die Übersetzungsarbeit entwickelt, d.h. der Übersetzer kann sich voll und ganz auf die eigentliche Übersetzungsarbeit konzentrieren. Zusätzlicher Aufwand wie Formatierungsarbeit (Desktop-Publishing) oder Einarbeitung in verschiedenste, wechselnde Zielsysteme entfällt.
Mit Transit arbeitet der Übersetzer in nur einer vertrauten Systemumgebung. Der bisher notwendige Wechsel von einer Systemumgebung in eine andere für verschiedene Kunden wird überflüssig. Viele zeitraubende Aufgaben wie Formatierung oder Typographie, die mit dem Übersetzungsvorgang an sich nichts zu tun haben, entfallen.
Transit dient als Plattform und kombiniert zwei integrierte Komponenten, Translation Memory und Translation Editor, mit einem eigenständigen Modul, der Terminologie-Datenbank TermStar und noch zusätzlich das sogenannte Notizbuch.
Im Gegensatz zur Konzeption bei TRADOS wird als Editor nicht ein Standard-Textverarbeitungssystem benutzt, sondern ein eigens für Transit geschaffener Editor, der fest in das Programm integriert ist. Die Terminologiekomponente wird von TermStar gebildet, das allerdings, wie bei der Konkurrenz, auch als eigenständiges
Terminologieverwaltungsprogramm mit einer eigenen Schnittstelle zu Microsoft Word – und gegen Aufpreis zu FrameMaker – genutzt werden kann. Das Notizbuch ist eine Einrichtung, die zumindest in dieser Form bei keinem der Konkurrenten verfügbar ist: es können Notizen gezielt zu bestimmten Übersetzungseinheiten („Segmenten“) gemacht werden, die in einem eigenem Fenster verwaltet werden.
Der größte konzeptionelle Unterschied zu allen anderen auf dem Markt verfügbaren Konkurrenten liegt jedoch nach wie vor in der Organisation der Translation-Memory-Komponente. Während bei allen anderen integrierten Übersetzungswerkzeugen das Translation Memory in Form einer Datenbank vorliegt, in der ausgangs- und zielsprachliche Übersetzungseinheiten paarweise gespeichert sind, besteht es bei Transit aus Paaren von ausgangs- und zielsprachlichen Texten („Referenztexten“ bzw. „Referenzmaterial“), die im Transit-eigenem Format vorliegen und in Übersetzungseinheiten („Segmente“) gegliedert („segmentiert“) sind.
3.4. Die Module
• Translation Memory
• Translation Editor
• TermStar
• Alignment Tool
Das Translation Memory speichert jede einmal überarbeitete Texteinheit, auf welche dann zurückgegriffen werden kann. Transit segmentiert dabei beide Texte und nummeriert die Segmente durch. Anhand der Segmentnummer sind diese mit der anderen Sprache verknüpft. Diese gelten als Sprachpaare. Transit nutzt diese Sprachpaare (Ausgangstext und Zieltext), die vom Benutzer als Referenzdateien angegeben werden. Das TM besteht also nicht aus einer
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Datenbank, sondern aus einem Assoziativen Netz, das aus Referenzdateien beim Start des Programms aufgebaut wird. Dadurch können identische Segmente in der Vorübersetzung übernommen werden. Das System liefert auch Übersetzungen ähnlicher Einheiten, Fuzzy Match, bei der Suche kann eine Mindestübereinstimmung in Prozent festgelegt werden. Unterschiede werden dabei farbig hervorgehoben, so dass sie dann angepasst werden können.
Der Translation Editor bietet alle übersetzungsrelevanten Funktionen. Der Editor stellt eine automatische Synchronisierung der Fenster für Ausgangssprache, Zielsprache, Terminologie und Notizen bereit. Er weist mehrere übersetzungsspezifische Funktionen auf, wie die farbige Hervorhebung verschiedener Informationen und des Übersetzungsstatus. Außerdem ist ein Falten des Textes möglich, d.h. die ausschließliche Anzeige von Übersetzungseinheiten, die an besondere Bedingungen geknüpft sind.
TermStar nennt sich das eigenständige Terminologieverwaltungssystem. Es arbeitet im Hintergrund und sucht während der Übersetzung ständig nach bereits in der Datenbank vorhandenen Terminologie. Gefundenes wird dabei farbig hervorgehoben, und die Übersetzung wird dabei im Terminologiefenster eingeblendet. Die Sprachrichtung kann jederzeit geändert werden. Noch nicht erfasste Termini können jederzeit per Mausklick/Tastendruck in eine Datenbank aufgenommen werden.
Transit ist also eine Arbeitsoberfläche, auf der die Möglichkeit geboten wird, mit drei integrierten Komponenten zu arbeiten. Der Übersetzungsprozess findet dabei im integrierten Editor statt.
Hinzu kommt noch das Alignment Tool. Übersetzungen, die nicht mit Transit erstellt wurden, liegen im Original-Dateiformat vor. Transit kann diese Übersetzungen jedoch nur dann als Translation-Memory (Referenzmaterial) nutzen, wenn sie im Transit-Dateiformat vorliegen.
Um solche Übersetzungen in das Transit-Dateiformat zu konvertieren, muss ein „Alignment“ durchgeführt werden. Dazu werden schon vorhandene Dokumente zusammen mit den Übersetzungen importiert. Die Alignment-Funktion stellt die Dateien gegenüber und vergleicht Satz für Satz, ob die Segmentierungen der Ausgangssprache und Zielsprache übereinstimmen. Wenn Transit Abweichungen findet, können die Unterschiede korrigiert werden. Transit findet die Unterschiede und schlägt die Korrektur vor, die man manuell bestätigen muss. Den Prozentsatz der Übereinstimmung, ab der man manuell mitwirken möchte, kann man einstellen, ebenso wie zahlreiche andere Vorgänge (z.B. ob das Verschieben von Segmenten zulässig sein soll, ob Transit Segmente automatisch zusammenfügen soll u.s.w.).
Dadurch wird für jede Ausgangsdatei mit ihrer dazugehörigen Übersetzung ein Sprachpaar erzeugt, das man als Translation-Memory (Referenzmaterial) nutzen kann.
Wenn man in dem System arbeitet, erstellt man zunächst ein eigenes Benutzerprofil. Dabei bestimmt man die Dialogsprache, die 1. Zielsprache, die 2. Zielsprache, die Fensteroptionen und die Editorattribute. Eine Projektdefinitionsdatei wird geladen und erstellt, in der die übersetzungsrelevanten Informationen gespeichert sind. Die zu übersetzenden Dateien müssen ins System importiert werden, dabei wird der Text in Segmente zerlegt. Das Translation-Memory-Programm Transit von Star konvertiert die zu übersetzenden Dateien zunächst in einem Importschritt in das Transit-Format. Dabei entstehen AS-Dateien und ZS-Dateien mit Dateinamenserweiterungen wie etwa "ger" für deutschsprachige und "eng" für englischsprachige Dateien. Hierzu ist zu beachten, dass Dateien sich nur durch ihre Namenserweiterung unterscheiden, vor dem Import umbenannt werden müssen. Während des Imports kann optional eine Vorübersetzung mit Exact Matches durchgeführt werden. Der zu übersetzende Text muss nun in den Editor geladen werden. Dabei legt Transit automatische
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ein Sprachpaar an, d.h. zusätzlich zu dem Ausgangstext wird ein Dokument für den Zielsprachentext geöffnet.
In der Arbeitsoberfläche sind beim Übersetzungsprozess verschiedene Fenster möglich: Das Ausgangsfenster enthält den Originaltext. Text und Steuerzeichen sind dabei schreibgeschützt. Im Wörterbuch gefundene Termini werden dort farbig angezeigt. Im Zieltextfenster wird der Übersetzungsprozess durchgeführt. Wahlweise kann es sich dabei um eine Kopie des Ausgangstextes oder ein leeres Dokument handeln. Auch hier sind die Termini des Wörterbuchs farbig hervorgehoben und die TAGs schreibgeschützt. Das Wörterbuchfenster zeigt die Termini des aktuellen Segments an, das im TermStar Wörterbuch gefunden wurde. Zur Übernahme in den Zieltext stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung.
Das Assoziativfenster zeigt Einträge des assoziativen Netzes an, die Ähnlichkeiten mit dem zu übersetzenden Segment haben. Dieses Fenster liegt standardgemäß im Hintergrund und wird per Tastendruck aufgerufen.
Nach der Durchführung der Übersetzung sind die Segmente in der Zieldatei entsprechend ihrem Status gekennzeichnet nach: vollständig übersetzt, teilweise übersetzt oder unvollständig übersetzt.
Der Befehl
Transit bietet zusätzlich noch die Möglichkeit einer Rechtschreibprüfung und eines Terminologiechecks. Die fertige Übersetzung kann aus dem System in das ursprüngliche Format exportiert werden.
Die nachstehende Abbildung zeigt uns das Arbeitsfenster von Transit.
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3.5. Arbeitsweise von Transit 3.0
Die größten Neuerungen in Transit 3.0 im Vergleich zu den Vorgänger-Versionen betreffen im Wesentlichen zwei Bereiche:
• Projektdefinition und Projektmanagement
• Gestaltung und Funktionen des Editors und der Hauptarbeitsumgebung
3.5.1. Projektdefinition und Projektmanagement
Einen bedeutenden Schritt nach vorne stellt die stark überarbeitete Konzeption der Projektdefinition und des Projektmanagement dar. Der Benutzer wird von einem „Assistenten“ schrittweise durch die Definition eines neuen Projekts geführt, wobei er eine Reihe von Vorgaben nutzen und damit auf frühere Projektdefinitionen zurückgreifen kann. In einem ersten Schritt wird dementsprechend angegeben, ob es sich um ein völlig neues Projekt handelt, oder ob es ein Folgeprojekt darstellt, für dessen Einstellungen Vorgaben aus einem früheren Projekt genutzt werden können. Solche Vorgaben können natürlich in den nachfolgenden Schritten jeweils auch wieder geändert werden. In einem zweiten Schritt werden Ausgangssprache und - evtl. auch mehrere – Zielsprachen festgelegt. Diese bedeutet auch, dass bei einem umfangreichen Projekt, das die Übersetzung aus einer Ausgangssprache in mehrere Zielsprachen umfasst, alle Einstellungen in einer gemeinsamen Projektdefinition vorgenommen werden können.
Ein wichtiger Schritt besteht in der Festlegung einer Ablagehierarchie für die projektbezogenen Dateien, wobei die Ordnerstruktur von Transit selbst angelegt wird.
In dem in diesem Schritt angelegten Projektordner werden beim Import der zu bearbeitenden Teste die importierten, d.h. konvertierten, segmentierten und evtl. vorübersetzten Texte, abgelegt; zudem wird ein Ordner für die Ablage der exportierten Texte nach Fertigstellung der Übersetzung definiert. Es werden allerdings keine Ordner angelegt, in die die zu importierenden Originale und die zu benutzenden Referenztexte kopiert werden. Normalerweise liegen natürlich die Originale und das Referenzmaterial auf der Festplatte an einem bestimmten Ort, der bei der weiteren Definition der Projekts auch angegeben wird, so dass sie dort für die Importphase gefunden werden. Es könnte jedoch durchaus sinnvoll sein, wirklich alle zu einem Projekt gehörigen Materialen innerhalb der extra für das Projekt angelegten Ablagehierarchie bereitzustellen.
Damit beim Import der zu übersetzenden Dateien der korrekte Filter ausgewählt wird, ist in einem nächsten Schritt der Dateityp festzulegen. Aus einer Liste kann aus den Dateitypen ausgewählt werden, für die Filter vorhanden sind. Daneben können je nach gewähltem Typ noch verschiedene spezifische Einstellungen vorgenommen werden. So kann z.B. festgelegt werden, ob im Original-Dokument vorhandene Indexeinträge beim Import an ihrer ursprünglichen Stelle belassen oder zur übersichtlicheren Bearbeitung jeweils ans Absatzende verschoben werden sollen.
In einem weiteren Schritt sind schließlich die zu importierenden Dateien auszuwählen.
Wie unter Windows gewöhnt, wählt man über die Schaltfläche „Datei auswählen...“ den Ordner und schließlich den Dateinamen der zu übersetzenden Originaldateien aus. Eine neue, benutzerfreundlich Option besteht hierbei darin, dass für die Anzeige der Dateien während der Bearbeitung in Transit vom Benutzer ein selbst gewählter, aussagekräftiger „Arbeitsname“ (Anzahl der Buchstaben ist hierbei nicht eingeschränkt) angegeben werden kann. Noch benutzerfreundlicher wäre diese Funktion jedoch, wenn an dieser Stelle tatsächlich diese Dateien – vielleicht sogar unter ihrem „Arbeitsnamen“ – in die für das Projekt angelegte
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Ordnerstruktur kopiert würden und nicht nur ein Verweis auf ihren ursprünglichen Standort angelegt würde.
Nachdem die Projekteinstellungen bis zu diesem Punkt von dem in Transit 3.0 neuen „Assistenten“ geführt vorgenommen wurden, werden die ausgewählten Einstellungen noch einmal zusammenfassend aufgelistet und endgültig bestätigt.
Die weiteren Projekteinstellungen, die anschließend noch vorzunehmen sind, unterscheiden sich nur unwesentlich von den in der Vorgängerversion verfügbaren Schritten. Sie sind übersichtlich über ein Fenster mit einer Reihe von Registerkarten zugänglich. Über dieses Einstellungsfenster können im übrigen auch die zuvor beschriebenen Schritte nachträglich noch einmal überprüft und z.T. modifiziert werden.
Zunächst ist – sofern vorhanden – das zu benutzende Referenzmaterial zusammenzustellen; dabei können sowohl einzelne Dateipaare als auch das komplette Material aus früheren Projekten ausgewählt werden. Auch hier wäre es sicherlich hilfreich, wenn die bereffenden Referenzdateien der Übersichtlichkeit halber in die projektspezifische Ordnerstruktur kopiert würden, unabhängig davon, wo sie ursprünglich abgelegt waren. Vor dem Import der zu übersetzenden Dateien können Einstellungen zur Segmentierung und zu Vorübersetzung vorgenommen werden.
Soll während des Imports eine Vorübersetzung auf der Basis des ausgewählten Referenzmaterials stattfinden, können an dieser Stelle ansprechende Einstellungen vorgenommen werden. Unter anderem kann hier festgelegt werden, dass eine Vorübersetzung nur bei einer 100%igen Entsprechung zwischen Segmenten im Referenzmaterial und neu zu übersetzenden Segmenten durchgeführt werden soll.
In einem letzen Schritt der Projektdefinition kann schließlich noch festgelegt werden, welche TermStar-Wörterbücher in das Projekt eingebunden werden sollen.
Das auf die beschriebene Weise definierte Projekt kann vom Projektmanager nach dem Import der Texte über die Option „Projekt versenden“ mit allen Komponenten (auch den Wörterbüchern) in eine komprimierte Datei „verpackt“ und an die beteiligten Übersetzer versendet werden. Der Empfänger an einem Arbeitsplatz mit Transit Professional oder Transit Workstation verfügt über die Option „Projekt empfangen“, mit der er dieses Projektpaket entpacken kann. Die fertige Übersetzung kann dann wiederum verpackt und an den Projektmanager zurückgeschickt werden.
Der Verlauf der Arbeiten an einem Projekt kann vom Projektmanager durch die regelmäßige Erstellung von Statusberichten verfolgt werden. Diese enthalten u.a. Auswertungen des laufenden Projekts nach Anzahl importierter, vorübersetzter, übersetzter, geprüfter usw. Segmente. Diese Funktion ermöglicht dem Projektmanager und auch dem allein arbeitenden Übersetzer eine genauere Planung der vorhandenen zeitlichen und personellen Ressourcen.
3.5.2. Gestaltung und Funktionen des Editors und der Hauptarbeitsumgebung
Transit 3.0 bietet nach außen deutlich sichtbar einen wesentlich verbesserten Editor mit Quasi-WYSIWYG-Modus; damit ist die Hauptarbeitsumgebung, in der der Übersetzer den größten Teil seiner Arbeit mit Transit erledigt, um einiges benutzerfreundlicher geworden. Transit stellt also den Text in der neuen Version in einer Quasi-WYSIWYG-Ansicht („What You See Is What You Get“) dar, d.h. zumindest Schriftauszeichnungen (fett, kursiv u.a.) aber auch Tabellen werden so angezeigt, wie sie auch im Originalformat erscheinen. Steuerzeichen (<…>) und Segmentgrenzen und Segmentnummern können teilweise oder ganz ausgeblendet werden. Sie sind standardmäßig vor versehentlichem überschreiben geschützt.
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Elisabetta D'Amato, 2001, Translation Memories am Beispiel von Transit 3.0, Munich, GRIN Publishing GmbH
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