Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 1
2. Orientalischer Bericht 2
2.1. Biographie 2
2.2. Die Jami al-Tawarikh 3
2.3. Quellenkritik 4
3. Schlußbetrachtung 5
Literaturverzeichnis 6
1. Einleitung
Das umfangreichste Schrifttum über die Herrschaft der Mongolen in Iran ist in persischer Sprache abgefaßt. Die Darstellungen in persischer Sprache sind meißtens von Personen geschrieben worden, die im Dienste der mongolischen Herrscher standen. Die wichtigsten orientalischen Quellen sind Juveynis Ta`rih-e gehan-gosa und Rashid ad-Dins Jami al-Tawarikh. Juveyni befaßt sich außer mit der Geschichte der Mongolen noch mit derjenigen der Uiguren und Assassinen.Rashid ad-Din geht im Gegensatz zu Juveyni, neben der allgemeinen Geschichte der Mongolen von Tschingis Khan bis Ghazan Khan, stärker auf die Geschichte des persischen Ilkhanats ein. Beide Geschichtsschreiber waren zugleich hohe Staatsmänner und standen im Dienste von mongolischen Herrschern.
In dieser Hausarbeit soll versucht werden, auf die Werke Rashid ad-Dins einzugehen und zu behandeln. Zuerst wird die Person Rashid ad-Din und dessen beachtliche Karriere vorgestellt, um danach näher auf die Jami al-Tawarikh, seine historischen Werke, eingehen zu können. Im letzten Teil werden seine Werke kritisch betrachtet und die Schwachstellen dargestellt.
2. Orientalischer Bericht
2.1. Biographie
Rashid ad-Din wurde im Jahre 1247, 21 Jahre nach Guwaini, in Hamadan als Sohn eines jüdischen Apothekers geboren. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung zum Arzt nahm er am mongolischen Hof des Herrscher Abaqa ( 1265-1282 ) seine Arbeit auf. Er sollte noch über ein halbes Jahrhundert lang unter den mongolischen Ilkhanen dienen. Schon während seiner Ausbildung wechselte er zum Islam über und wurde sogar unter dem Ilkhan Ghazan (1295-1304) im Jahre 1298 zum Wezir (Staatsminister) ernannt. 1 Rashid ad-Din hatte als Wezir große Macht und konnte Einfluß ausüben, wie alle Minister der Ilkhane. So kam es, daß sie in kurzer Zeit wohlhabend wurden. Er besaß in mehreren Städten Häuser und Plantagen und zählte zu den einflußreichsten und reichsten Männern des Ilkhanats. Sein
1 vgl. Encyclopaedia of Islam, Leiden-Leipzig 1960, S. 443f
Reichtum vermehrte sich besonders schnell unter dem Khan Öljeitü, der zwischen 1304 und 1316 das Ilkhanat regierte. Er wurde natürlich von vielen Menschen beneidet und hatte mehrere Rivalen. Sein schärfster Konkurrent war Taj ad-Din `Ali-Shah, der durch den Ilkhan Öljeitü zum Wezir ernannt wurde. Rashid ad-Din wurde nicht entlassen, so daß Öljeitü das Land in zwei Verwaltungseinheiten aufteilen mußte. 2
Die Rivalität der beiden Staatsminister hielt bis zum Tode von Öljeitü im Jahre 1316 an und zwei Jahre später hatten die Intrigen des Wezir Taj ad-Din `Ali-Shah Erfolg. Er warf Rashid ad-Din vor, den Ilkhan Öljeitü vergiftet zu haben, so daß dieser mit einem seiner 14 Söhne, Ibrahim, im Jahre 1318 hingerichtet wurde. Aber in der darauffolgenden Herrschaft folgte Rashid ad-Dins Sohn Ghiyath ad-Din seinem Vater im Amt des Weziren. 3
Rashid ad-Din war nicht nur in der Verwaltung eines Landes erfolgreich, sondern auch als Schriftsteller. Nachdem er zum Islam übertrat, schrieb er einige Bücher über den Islam, z.B. die Miftah al-Tafasir („Key to the Commentaries“) oder ein Buch, in dem er über das
Verhalten einiger Tiere schreibt, das Kitab al-Ahya wa-l-Athar („Book of Animals and Monumants“). 4
Rashid ad-Din hat unter dem Ilkhan Ghazan wesentlich auf das große Projekt der Verwaltungsreformen Einfluß genommen. Daraufhin bekam er von Ghazan-Khan den Auftrag, eine Universalhistorie über die Mongolen zu schreiben. Rashid ad-Din wurde erst durch diese historische Arbeit berühmt.
2.2. Die Jami al-Tawarikh
Diese Universalhistorie ist eine Sammlung der Geschichten, die für die Mongolen und im Auftrag von Ghazan Khan geschrieben wurde. Ghazan Khan kannte sehr wohl die Geschichte seines Volkes und wurde zugleich zum Informanten Rashid ad-Dins, der noch über andere direkte mündliche Quellen verfügte. Außerdem konnte er die in den Archiven
2 vgl. ( Rashid ad-Din ), The Successors of Genghis Khan, übersetzt aus dem Persischen von John Andrew Boyle,
New York and London 1971
3 vgl. Encyclopaedia of Islam, a.a.O.
4 vgl. ( Rashid ad-Din ), The Successors of Genghis Khan, a.a.O.
Arbeit zitieren:
MA Kamuran Kayhan, 1997, Orientalische Berichte: Rashid ad-Din, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 35 Seiten
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 15 Seiten
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 25 Seiten
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 20 Seiten
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Hausarbeit, 14 Seiten
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Skript, 46 Seiten
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Vorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren
Ausarbeitung, 39 Seiten
Kamuran Kayhan hat den Text Orientalische Berichte: Rashid ad-Din veröffentlicht
Kamuran Kayhan hat einen neuen Text hochgeladen
Nizam Ad-Din Awliya: Morals for the Heart: Conversations of Shaykh Niz...
Nizamuddin, Bruce B. Lawrence
Nizam Ad-Din Awliya: Morals for the Heart: Conversations of Shaykh Niz...
Nizamuddin, Bruce B. Lawrence
D de Smet
Einführung in die Osteuropäische Geschichte
Ekaterina Emeliantseva, Arié Malz, Daniel Ursprung
Osteuropäische Geschichte in Wien
100 Jahre Forschung und Lehre ...
Arnold Suppan, Marija Wakounig, Georg Kastner
Juristenausbildung in Osteuropa bis zum Ersten Weltkrieg
Rechtskulturen des modernen Os...
Zoran Pokrovac
0 Kommentare