Inhalt
1. Einleitung 3
2. Zum Begriff - was ist ein Assessment Center? 4
2.1. Geschichtliche Entwicklung - Ursprünge des Assessment-Centers 4
2.2. Anwendungsbereiche 5
3. Phasen des Assessment Centers 6
3.1. Vorbereitungsphase 6
3.1.1. Die Anforderungsanalyse 6
3.1.2. Anforderungs-Verfahrens-Matrix 9
3.2. Durchführungsphase 11
3.2.1. Personen 11
3.2.2. Übungen 12
3.3. Auswertungsphase 13
4. Fazit 14
5. Literatur 15
2
1. Einleitung
Der Erfolg eines Unternehmens hängt heute in hohem Maße von der richtigen Auswahl und Platzierung der Mitarbeiter ab. Fehlentscheidungen können große Auswirkungen haben. Auf Unternehmensseite können ungeeignete Mitarbeiter hohe Kosten nach sich ziehen. Aber auch die Mitarbeiter leiden unter derartigen Fehlentscheidungen. Sie haben ihr altes Dienstverhältnis gekündigt, einen Wohnortwechsel vollzogen, ihr soziales Umfeld verändert. Bei Überforderung entsteht Burnout, bei Unterforderung Unzufriedenheit.
Es gilt also mit Hilfe verschiedener Verfahren die Eignung von Mitarbeitern für das Unternehmen sicherzustellen. Ein Instrument hierfür ist das Assessment Center, das im Folgenden näher beschrieben wird.
Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Darstellung der Vorbereitung eines Assessment Centers, da insbesondere eine sorgfältige Anfertigung einer Anforderungsanalyse für die Qualität der Befunde eine wichtige Rolle spielt.
3
2. Zum Begriff - Was ist ein Assessment Center?
Beim Assessment Center handelt es sich um ein personaldiagnostisches Auswahlinstrument, das durch die Simulation von Arbeitsprozessen, die dem beruflichen Alltag der Zielposition entnommen sind, die Eignung der Teilnehmer feststellt. Meist werden dabei 6-12 Bewerber über die Dauer von 1-3 Tagen von verschiedenen Beobachtern beobachtet. Im Unterschied zu anderen eignungsdiagnostischen Verfahren, wie etwa dem biographischen Fragebogen oder dem multimodalen Interview können hier realitätsnah tatsächliche Verhaltensweisen in verschiedenen Situationen des Arbeitsalltags unmittelbar beobachtet werden.
„Das Assessment-Center-Verfahren ist ein systematisches und flexibles Verfahren zur Kontrollierten und qualifizierten Feststellung von Verhaltensleistungen und -defiziten, das von mehreren Beobachtern gleichzeitig für mehrere Teilnehmer in Bezug auf vorher festgelegte Übungen und bestimmte Anforderungen vornehmlich zur Mitarbeiterauswahl und -weiterentwicklung von vielen Personalentwicklungsabteilungen in Großunternehmen mit Erfolg und steigender Tendenz eingesetzt wird.“ 1
Wichtig ist der „‚Multi’-Gedanke: Es werden simultan mehrere Teilnehmer von mehreren Beobachtern in mehreren Verfahren hinsichtlich mehrerer definierter Anforderungen beurteilt.“ 2
2.1. Geschichtliche Entwicklung - Ursprünge des Assessment Centers Die Ursprünge des Assessment Centers reichen zurück in die Zeit des ersten Weltkriegs. In Deutschland wurden zur Auswahl von Kraftfahrern, Funkern und Piloten psychologische Testverfahren entwickelt und für die Reichswehr ausgewertet. Diese Verfahren - als besonders wichtig galt die führerlose Gruppendiskussion - wurden 1927 zur Auswahl von Offizieren verpflichtend vorgeschrieben. Zu Beginn der NS-Zeit wurde dieses Auswahlverfahren jedoch aufgegeben. Offiziere wurden nicht mehr nach objektiven Kriterien ausgewählt, sondern nach den deutschen Rassenbild und der politischen Einstellung.
1 Fennekels 1987, S.10.
2 Schuler 2001, S. 150 f.
4
Über England gelangte das Verfahren 1942/43 in die USA, um geeignete Bewerber für den Geheimdienst zu testen. Der Psychologe Murray, führend an der Konzeptualisierung, prägte auch den Terminus ‚Assessment Center’. Dieses wurde 1943 auch von der amerikanischen Armee übernommen. In den 50er Jahren setzten amerikanische Großkonzerne das Instrument zur Auswahl von Nachwuchs-Führungskräften ein. So legte 1956 die American Telephone & Telegraph Company (AT&T) die erste AC-Langzeitstudie an, die eine hohe Übereinstimmung zwischen den Prognosen, die im Assessment Center formuliert wurden und den Berufskarrieren, die die Kandidaten gemacht hatten, belegte.
Seit den 70er Jahren findet das Assessment Center zunehmend in europäischen, auch deutschen, Unternehmen Anwendung als Instrument der Personalauswahl und -entwicklung. 3
2.2. Anwendungsbereiche
Das Assessment Center findet in erster Linie bei der (internen oder externen) Personalauswahl seine Anwendung. Mehrere geeignete Kandidaten werden mit Blick auf eine (oder zwei) freie Stellen in ihren Eigenschaften beurteilt. Den am meisten geeigneten Kandidaten wird ein Stellenangebot unterbreitet. Aber auch bei der Personalplatzierung sowie bei der Personalentwicklung wird es eingesetzt. Im Kontext der Personalplatzierung erfolgt im Anschluss eine Selektion passender Arbeitsplätze. Im Rahmen der Personalenwicklung können die Beobachter aus dem konkreten Verhalten der Mitarbeiter konkrete Verbesserungsvorschläge ableiten, die in einem späteren Verhaltenstraining modifiziert werden können. 4
Ferner kann das Assessment Center auch für die Potentialanalyse eingesetzt werden. Die zentrale Frage lautet hier: Bringt der Bewerber hinreichendes Potential für eine spätere Führungsposition mit? Die auf diese Fragestellung hin ausgerichteten Aufgaben können die Bewerber zwar noch nicht ideal lösen, jedoch kann festgestellt werden, welcher Kandidat am vielversprechendsten ist. 5
3 vgl. Fisseni/Fennekels 1995, S. 6f.
4 vgl. Kanning 2004, S.436.
5 vgl. ebd.
5
Arbeit zitieren:
Diplom-Religionspädagoge Guido Kattwinkel, 2005, Personalentwicklung in der Praxis: Das Assessment Center, München, GRIN Verlag GmbH
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Einbetten
DOI
Funktion einer Marke - Penaten
BWL - Marketing, Unternehmenskommunikation, CRM, Marktforschung
Hausarbeit, 9 Seiten
Business success in an international environment - Global leadership
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Hausarbeit, 13 Seiten
Das Assessment Center als Instrument der Personalentwicklung - Herausf...
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 27 Seiten
Testverfahren im Rahmen der Personalbeschaffung
BWL - Personal und Organisation
Referat (Ausarbeitung), 20 Seiten
Das Assessment Center als Verfahren zur Personalauswahl
Entwicklung des Assessment Cen...
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 23 Seiten
Effizienz interner und externer Personalwirtschaft
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit, 16 Seiten
Kritische Betrachtung des Assessment Centers als moderne Personalentwi...
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 91 Seiten
Einkaufscontrolling - Aufgaben und Instrumente des Einkaufscontrolling...
Ingenieurwissenschaften - Wirtschaftsingenieurwesen
Seminararbeit, 24 Seiten
Das Gold in den Köpfen der Mitarbeiter - Zur Integration von Ideen- un...
Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft
Doktorarbeit / Dissertation, 227 Seiten
Eigenkapitalveränderungsrechnung im IFRS-Abschluss
BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Seminararbeit, 23 Seiten
Mentoring - Ein Erfolgskonzept der Personalentwicklung
BWL - Personal und Organisation
Seminararbeit, 20 Seiten
Instrumente der strategischen Unternehmensanalyse - Darstellung und Kr...
BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Studienarbeit, 41 Seiten
Personalmanagement in KMU am Beispiel der Unternehmensgruppe Lück
BWL - Personal und Organisation
Diplomarbeit, 157 Seiten
Rolle und Aufgabe des Wissensmanagement im Rahmen der Personalentwickl...
BWL - Personal und Organisation
Hausarbeit (Hauptseminar), 27 Seiten
Mentoring - bedeutendes Instrument der Personalentwicklung
BWL - Personal und Organisation
Studienarbeit, 21 Seiten
Guido Kattwinkel hat den Text Personalentwicklung in der Praxis: Das Assessment Center veröffentlicht
Guido Kattwinkel hat einen neuen Text hochgeladen
Assessment Center als Instrument der Personalentwicklung
Schlüsselkompetenzen, Qualität...
Arbeitskreis Assessment Center.
Das Assessment Center in der betrieblichen Praxis
Erfahrungen und Perspektiven
Arbeitskreis Assessment Center
Assessment-Center-Training für Hochschulabsolventen
Bachelor - Master - Diplom - M...
Christian Püttjer, Uwe Schnierda
Assessment-Center-Training für Führungskräfte
Die wichtigsten Übungen - die ...
Christian Püttjer, Uwe Schnierda
0 Kommentare