1. Einführung in das Thema 1.1 Über die Notwendigkeit des Change Managements 1.2 Begriffsbestimmung- Change Management 2. Widerstand im Change Management 2.1 Was ist Widerstand 2.2 Gründe für Widerstände 2.3 Anzeichen für Widerstand 2.4 Umgang mit Widerstand 3. Coaching 3.1 Begriffsbestimmung 3.2 Coaching Varianten 3.3 Bewertung des Coachings 4. Schlussbetrachtung Literatur- u. Internetquellenverzeichnis
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1. Einführung in das Thema
Veränderung ist in unserem täglichen Leben ein bestimmendes Element. Sei es der Kauf eines neuen Autos oder der Umzug in eine neue Stadt, der durch eine berufliche Versetzung hervorgerufen wurde. Schon im kleinen privaten Bereich kommt es dabei oft zu Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. Ungleich höher erscheinen diese Herausforderungen bei einem transnational agierendem Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern. Um diesen Anforderungen nun gewahr zu werden, gibt es das Change Management, welches der Veränderung einen organisatorischen Rahmen gibt. Dennoch treten bei Veränderungsprozessen oft ungeahnte Schwierigkeiten auf und eine Vielzahl getroffener Maßnahmen führt nicht zum gewünschten Erfolg. Eine Ursache liegt dabei oft im Faktor Mensch. Change Management muss auch immer gegen stabilisierte Gewohnheiten ankämpfen. Dabei können auftretende Widerstände auch als Chance betrachtet werden, Mitarbeiter einzubinden und getroffene Maßnahmen zu verbessern. Notwendig ist dafür allerdings der offene und aktive Umgang mit den Beteiligten. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob Coaching, als Team- und Einzel- Coaching, eine Möglichkeit darstellt, Widerstände im Change Management zu beseitigen. Dabei werden zunächst die veränderten Rahmenbedingungen beschrieben, um die Notwendigkeit von Veränderungen im Unternehmen zu erläutern. Daraufhin soll der Begriff Change Management definiert werden, um danach das Problem Wider-stand genauer zu untersuchen. Dabei werden Gründe, Anzeichen und mögliche Gegenmaßnahmen thematisiert. Schließlich soll es dann im letzten Teil um das Coaching gehen. Nachdem der Begriff Coaching und seine Varianten geklärt wurden, soll es zu einer abschließenden Bewertung des Coachings als Maßnahme zur Beseitigung von Widerständen kommen.
Die Literatur zum Thema Change Management erscheint unerschöpflich. Dabei stellt wohl Dopplers und Lauterburgs `Change Management` ein Standardwerk dar. Für den Bereich Coaching ist das Gegenstück das `Handbuch Coaching` von Rauen. Zu erwähnen wäre noch Greifs `Erfolge und Misserfolge beim Change Ma- nagement`, das auch das Thema Widerstände erörtert.
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Doch bevor sich nun eingehender mit der Thematik befasst wird, sollen anhand einer Definitionen und Zustandsbeschreibungen die Grundlagen für die untersuchte Problematik geschaffen werden. 1.1 Über die Notwendigkeit der Veränderung
Globalisierung, Internationalisierung oder postmoderne Informationsgesellschaft sind einige Schlagwörter, die oft benutzt werden, um die heute vorherrschenden Rahmenbedingungen zu beschreiben. Und tatsächlich gelten heute radikal veränderte Umstände des Wirtschaftens, wirft man den Blick nur 50 Jahre in die Vergangenheit. Dabei gibt es viele Faktoren, die ihre Wirkung auf das Unternehmen entfalten. Die wichtigsten sollen nun im Folgenden beschrieben werden. Unser Leben ist heute um einiges schneller geworden. Ursache dafür ist die zunehmende Bereitstellung von Informationen. Fast jeder Haushalt verfügt heute über einen Internetzugang und kann sich in Echtzeit über die Vorgänge am anderen Ende der Welt informieren. Neben den Massenmedien führt auch die gestiegene Mobilität des Einzelnen dazu, dass sich Informationen rasend schnell verbreiten. Für die Unternehmenswelt hat das dahingehend Auswirkung, dass Entscheidungen schnell und vor allem flexibel getroffen werden müssen. Gut sein allein reicht nicht mehr. Gefragt ist die schnelle und sichere Reaktion auf ein instabil gewordenes Umfeld. 1
Der Konkurrenzkampf zwischen den agierenden Unternehmen hat sich verschärft. Die Globalisierung, die nur als ein Faktor zu nennen ist, hat dazu geführt, dass sich die Anzahl der am Wettbewerb Teilnehmenden vergrößert hat und sich die Produktionskosten auch an denen von vormals unterentwickelten Ländern wie China oder Indien orientieren. Dem gestiegenen Konkurrenzdruck wird mit dem permanenten Streben nach wirtschaftlicher Effizienz begegnet. Rationalisierung und Stellenabbau sind nur einige Auswüchse der Reaktion auf die Globalisierung. Das Kostendenken ist zum bestimmenden Element der Unternehmenspolitik geworden. 2 Das Wirtschaften in der Wissensgesellschaft führt außerdem zu einer gesteigerten
1 Vgl. DOPPLER, K./LAUTERBURG, C. 2002, S. 24ff.
2 Vgl. SCHIRKS, A. 1994, S. 19ff.
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Komplexität im Handeln. Die Faktoren, die das eigene Handeln beeinflussen, sind kaum noch überblickbar. Eine Naturkatastrophe in Südostasien, kann auf Unternehmensentscheidungen ebenso viel Einfluss nehmen, wie ein Regierungswechsel in Südamerika. Neben außenpolitischen Gesichtspunkten können aber auch innenpolitische Faktoren das Handeln nachhaltig beeinflussen. Nicht immer geht der Weg zu effizienterem Wirtschaften über den Stellenabbau. Viele der Entlassenen finden keine neue Arbeitsstelle. Das hat einerseits zur Folge, dass neue Arbeitslose gesteigerte Kosten für das soziale System bedeuten, welche in Deutsch-land hauptsächlich durch Lohnnebenkosten getragen werden, die wieder direkten Einfluss auf die Unternehmensführung haben. Andererseits verfügen Arbeitslose nicht über die Kaufkraft, die sich die Wirtschaft von Konsumenten verspricht. Unternehmensführer müssen daher bei Entscheidungen immer mehrere Faktoren berücksichtigen. 3
Innovations- und Kostendruck sowie gestiegene Komplexität, haben nicht nur Auswirkung auf die Entscheidungen der Unternehmensführung, sondern auch auf das Kapital des Unternehmens - den Menschen. In fast jeder großen Firma gibt es die ´Human Ressource` -Abteilung, die sich mit dem wichtigsten Element des Unternehmens befasst. Auch in Zeiten der Automatisierung gibt es Arbeiten, die nicht von Maschinen übernommen werden können. Außerdem machen es die gestiegenen Anforderungen notwendig, dass die Arbeitnehmer gut ausgebildet und flexibel sind. Und umso besser ein Unternehmen seine Mitarbeiter auf die Anforderungen vorbereitet, desto besser können diese bewältigt werden. Da die Vorbereitungen natürlich Geld und Zeit kosten, ist dem Unternehmen daran gelegen, auch auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter einzugehen. „Der Mensch, der Arbeitnehmer, ob Mitarbeiter oder Manager, rückt mit allen seinen Bedürfnissen und Erwartungen vermehrt ins Zentrum.“ 4
Neben den hier angesprochenen Faktoren, gibt es noch eine lange Liste von Fak-toren wie beispielsweise veränderte Gesetze oder Kundenbedürfnisse, die die Unternehmenspolitik beeinflussen. Das Unternehmen muss darauf eine Antwort finden und reagieren.
3 Vgl. DOPPLER, K./LAUTERBURG, C. 2002, S. 30ff.
4 SCHIRKS, A. 1994, S. 35.
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Doppler nennt vier wesentliche Vorraussetzungen, die ein Unternehmen schaffen muss, um konkurrenzfähig zu bleiben:
- Nähe zum Markt und zum Kunden;
- rasche Reaktionsfähigkeit und hohe Flexibilität;
- Steigerung der Produktivität und der Qualität;
- Optimierung der Kosten. 5 1.2 Begriffsbestimmung- Change Management
In diesem Zusammenhang hört man oft den Begriff `Change Management`. Aber was versteht man nun genau darunter. Betrachtet man zunächst den Begriff `Change`, so unterscheidet Reiß Strategie-, Struktur-, und Ressourcenveränderungen. Veränderte Strategien können sich auf mehr Kundenorientierung oder Konzentration auf Kernbereiche richten. Bei den Ressourcen, gibt es vor allem Veränderungen, die den Mensch im Unternehmen betreffen, als Änderungen im Human Ressource Bereich. Außerdem können Veränderungen sich auf die Technologie, beispielsweise ein neues EDV System, beziehen. Schließlich gibt es noch Veränderungen in der Unternehmensstruktur, die sich tief greifend auf Aufbau, Prozessorganisation und Ablaufstruktur im Unternehmen auswirken können. 6 Unter dem Begriff `Management` werden allgemein die Maßnahmen verstanden, die der „Planung, Organisation, Leitung und Kontrolle von Personen oder von Arbeitsaktivitäten“ 7 zur effizienten Zielerreichung dienen. Change Management vereint nun beide Definitionen und geht noch einen Schritt weiter, indem auch antizipierte Probleme behandelt werden. Demnach ist Change Management „die Exploration, Analyse, und Evaluation und das Managen vieler kleiner und großer, vorhersehbarer und unvorhersehbarer Probleme und Misserfolgsrisiken sowie der Erfolgsfaktoren und -chancen.“ 8 Dabei ist das anvisierte Ziel
5 Vgl. DOPPLER, K./LAUTERBURG, C. 2002, S. 53f.
6 REIß, 1997, S. 7ff.
7 GREIF, S./ RUNDE, B./ SEEBERG, I. 2004, S. 53.
8 Ebenda.
Arbeit zitieren:
Stefan Kuhles, 2006, Coaching zur Beseitigung von Widerständen im Change Management, München, GRIN Verlag GmbH
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Diese Studienarbeit bleibt absolut an der Oberfläche und läßt jeglichen wissenschaftlichen Ansatz leider vermissen. Die Bezüge zur aktuellen Literatur sind äußerst dürftig.
am Tuesday, November 18, 2008-