Die Welt ist, wie sie ist, und wie wir sie
sehen. Erkennen kann als eine "wirksame
Handlung" verstanden werden, welche uns
ermöglicht in einem bestimmten Umfeld zu
existieren, indem wir dort unsere Welt
erschaffen. Diese Arbeit ist ein Konstrukt
aus innerer Sicht und äußerer Perspektive,
meiner subjektiven Sicht verbunden mit den
objektiven Gegebenheiten (in diesem Fall
Texte, Zitate etc...) Sie entspringt den
Intensionen das Studium an der HWP
erfolgreich zu beenden und aus persönlichen
Interesse an der vorgestellten "Materie".
Weiterhin wird hier in keinster Weise
Anspruch auf "Wahrheit" oder "absolute
Richtigkeit" beansprucht. Vielmehr ist ein
weiteres (drittes) Ziel dieser Arbeit
erreicht, wenn diese zur Kritik anregt, oder
vielleicht sogar, zu intensivieren
Auseinandersetzung mit diesen Bereichen
anregt und dazu möglicherweise etwas
provoziert... als "Hauptmethode" jedoch der
Radikale Konstruktivismus zur Anwendung
kommt und ergänzend in komparativer und
interpretierender Weise vorgegangen wird.
Die geforderte und gewünschte
Interdisziplinarität findet sich in der
vorliegenden Ausarbeitung in den
Wissenschaftsdisziplinen der Soziologie,
Philosophie, Physik5, Theologie u.a. wieder.
Die vorliegende Arbeit besteht aus sechs
Teilen. Nach der Einführung wird verglichen
inwieweit es Gemeinsamkeiten zwischen
New-Age und Postmoderne8 gibt um im dritten
Teil zu untersuchen, wo ein „Neues Denken“
zu verorten ist. Desweiteren wird
ausgearbeitet welche Ingredienz der Terminus
New-Age beinhaltet. Im abschließenden Teil
der Arbeit wird aufgezeigt ob das Konzept
der "inneren Handlung" ein Ausdruck für ein
„Neues Denken“ sein könnte, gefolgt von
einer Beleuchtung einiger Kritikpunkte am
New-Age. Ein roter Faden der sich
weitestgehend durch die Arbeit zieht, wird
das Prinzip der Polarität sein.
Inhaltsverzeichnis
1. TEIL: Vorwort, Einführung und Methodenauswahl
1.1. Prolegomenon
1.2. Einleitung
1.3. Zur Methodik; Bemerkungen zum Radikalen Konstruktivismus
1.4. Zusammenfassung
2. TEIL: Postmoderne oder New-Age
2.1. Einleitung
2.2. New-Age
2.2.1. Versuch einer Definition
2.2.2. Wichtige Grundzüge des New-Age
2.2.3. New-Age als Zeitalter des Wassermanns
2.3. Postmoderne
2.3.1. Einleitung
2.3.2. Ist die Moderne unweigerlich abgeschlossen?
2.3.3. Lyotards Postmoderne
2.3.4. Der Aspekt der Pluralität im Postmoderne Diskurs
2.3.5. Die Postmoderne ist stark ästhetisch signiert
2.3.6. Schwächen des Begriff Postmoderne
2.4. Zusammenfassung
3. TEIL: Neues Denken
3.1. Einleitung
3.2. Grundlagen eines neuen Denkens
3.2.1. Die neue Physik als naturwissenschaftliche Grundlage eines neuen Denkens
3.2.1.1. Was ist eigentlich Altes Denken?
3.2.1.2. Relativitätstheorie und Quantenmechanik
3.2.1.3. Die Doppelnatur der Materie
3.2.1.4. EX.: Die Cylotronen-Experimente
3.2.1.5. Die Bootstrap-Theorie
3.2.1.6. Theorie und Bewußtsein
3.2.2. Chaos Theorie
3.2.2.1. Neues Denken und die Chaostheorie
3.2.2.2. Nicht lineare Systeme und determin. Chaos
3.2.2.3. Chaostheorie und Gesellschaft
3.2.2.4. Fraktale, Mandelbrot
3.3. Religion, Mystik und neue Physik/Chaostheorie
3.4. Alte Philosophie in der Neuen Physik
3.5. Zusammenfassung
TEIL 4: Wichtige Prämissen des New-Age
4.1. Einleitung
4.2. Transformation im New-Age
4.2.1. Prigogines dissipative Strukturen
4.2.2. Gesellschaft + System = dissipative Strukturen?
4.3. Pluralität oder Einheit?
4.3.1. Der Holismus
4.3.1.1. Das Holon
4.3.1.2. Die Gruppe als soziales Holon
4.3.2. Die Gaia-Hypothese
4.3.2.1. Ursprünge und Entstehung der Gaia-Hypothese
4.3.2.2. Biologistische Systemtherorie
4.3.3. Die Noosphäre und der Punkt Omega
4.3.4. Das Prinzip der Dialektik
4.3.5. Polarität oder Dualität
4.3.5.1. Polarität
4.3.5.2. Dualität
4.3.5.3. EX.: Antimaterie und Materie
4.3.6. Pluralität oder Einheit als Dissens oder Konsens?
4.4. EX: Macht
4.5. EX: Zeitlosigkeit bzw. Gleichzeitigkeit
4.6. Zusammenfassung
Teil 5: Handlungstheorie und das Konzept der inneren Handlung
5.1. Einleitung
5.2. Handlung und Struktur in der Soziologie
5.2.1. Die verschiedenen Ausprägungen des Handlungsbegriffes in der allgemeinen Soziologie
5.2.2. EX: Giddens Handlungsbegriff
5.2.3. Kritik am Konzept des Intentionalen Handelns
5.2.3.1. Joas
5.2.3.2. EX: Giddens
5.2.4. EX: capability und knowlegeability
5.2.5. EX: Struktur Der allgemeine Strukturbegriff
5.2.6. EX: Giddens Struktur Begriff
5.2.7. EX: Das Konzept der Dualität von Struktur
5.2.8. Zwischenbetrachtung
5.3. Ein Beispiel für den Ausdruck eines neues Denkens: Das Konzept der inneren Handlung
5.3.1. Innen und Außen
5.3.1.1. Allgemeines
5.3.1.2. Innen- bzw. Außen-Lenkung
5.3.1.3. Innen und Außen bei Teilhard de Charding
5.3.1.4. Weitere Differenzierungen
5.3.2. Das Konzept des Inneren Handelns
5.3.2.1. Einleitendes und allgemeines
5.3.2.2. Meditations- und Entspannungstechniken
5.3.2.3. Inneres Handeln und das absolute Sein
5.3.2.4. EX: Erleuchtung als primäres Ziel
5.3.2.5. Kosmisches Bewußtsein und Erleuchtung
5.4. Zusammenfassung
Teil 6: Schlußbetrachtungen
6.1. Einleitung
6.2. Kritik am New-Age
6.2.1. Kritik einer Kritik
6.2.2. Totalität und Gurus
6.2.3. Personenkult und Abhängigkeit von Gurus
6.2.4. Weitere gängige Kritiken
6.3. Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse
6.4. Fazit
6.5. Epilog
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Konzept des "Neuen Denkens" im Kontext der New-Age-Bewegung und vergleicht dieses mit postmodernen Ansätzen sowie naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, um die Bedeutung der "inneren Handlung" als möglichen Ausdruck dieses Denkens zu analysieren.
- Interdisziplinärer Vergleich zwischen New-Age, Postmoderne und moderner Wissenschaft (Physik, Chaostheorie).
- Analyse des "Neuen Denkens" und dessen holistischer Weltsicht.
- Untersuchung der "inneren Handlung" als Methode zur Transformation des Bewußtseins.
- Kritische Reflexion über Machtstrukturen und Personenkult im New-Age-Kontext.
Auszug aus dem Buch
1.1. Prolegomenon
Nichts ist wie es scheint - denn der Schein trügt...
Die Welt ist, wie sie ist, und wie wir sie sehen. Erkennen kann als eine "wirksame Handlung" verstanden werden, welche uns ermöglicht in einem bestimmten Umfeld zu existieren, indem wir dort unsere Welt erschaffen. Diese Arbeit ist ein Konstrukt aus innerer Sicht und äußerer Perspektive, meiner subjektiven Sicht verbunden mit den objektiven Gegebenheiten (in diesem Fall Texte, Zitate etc...) Sie entspringt den Intensionen das Studium an der HWP erfolgreich zu beenden und aus persönlichen Interesse an der vorgestellten "Materie". Weiterhin wird hier in keinster Weise Anspruch auf "Wahrheit" oder "absolute Richtigkeit" beansprucht. Vielmehr ist ein weiteres (drittes) Ziel dieser Arbeit erreicht, wenn diese zur Kritik anregt, oder vielleicht sogar, zu intensivieren Auseinandersetzung mit diesen Bereichen anregt und dazu möglicherweise etwas provoziert. Daher liegt es nun auf der Hand, daß der Methoden-Mix der vorliegenden Arbeit "fröhlicher Eklektizismus" ummantelt von etwas "Prosa" (und dazu ein wenig Lyrik...) beinhaltet, als "Hauptmethode" jedoch der Radikale Konstruktivismus zur Anwendung kommt und ergänzend in komparativer und interpretierender Weise vorgegangen wird. Die geforderte und gewünschte Interdisziplinarität findet sich in der vorliegenden Ausarbeitung in den Wissenschaftsdisziplinen der Soziologie, Philosophie, Physik, Theologie u.a. wieder.
Zusammenfassung der Kapitel
1. TEIL: Vorwort, Einführung und Methodenauswahl: Einführung in das Thema und Erläuterung des methodischen Rahmens des Radikalen Konstruktivismus.
2. TEIL: Postmoderne oder New-Age: Untersuchung der Begrifflichkeiten New-Age und Postmoderne sowie deren mögliche Überschneidungen.
3. TEIL: Neues Denken: Analyse naturwissenschaftlicher Grundlagen des Neuen Denkens, insbesondere durch moderne Physik und Chaostheorie.
TEIL 4: Wichtige Prämissen des New-Age: Betrachtung zentraler Konzepte wie Transformation, Holismus und Gaia-Hypothese.
Teil 5: Handlungstheorie und das Konzept der inneren Handlung: Theoretische Herleitung des Begriffs der inneren Handlung unter Einbezug soziologischer Handlungstheorien.
Teil 6: Schlußbetrachtungen: Kritische Auseinandersetzung mit dem New-Age, totalitären Tendenzen und Zusammenfassung der Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
New-Age, Postmoderne, Neues Denken, Innere Handlung, Radikaler Konstruktivismus, Quantenphysik, Chaostheorie, Holismus, Gaia-Hypothese, Bewußtsein, Transformation, Polarität, Dualität, Strukturierungstheorie, Erleuchtung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das New-Age-Gedankengut im Kontext eines "Neuen Denkens" und setzt dieses in Bezug zu modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen und soziologischen Theorien.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der interdisziplinären Verknüpfung von New-Age-Spiritualität mit moderner Physik, Chaostheorie, Handlungstheorien und der kritischen Reflexion über diese Strömungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, das Konzept der "inneren Handlung" als Ausdruck eines Neuen Denkens zu untersuchen und dabei sowohl seine theoretischen Grundlagen als auch seine praktische Relevanz zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt primär den Radikalen Konstruktivismus als methodische Basis, ergänzt durch komparative und interpretierende Ansätze, um eine interdisziplinäre Untersuchung zu ermöglichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von New-Age und Postmoderne, den Grundlagen des Neuen Denkens (Physik, Chaostheorie), den zentralen Prämissen (Holismus, Gaia) sowie der Handlungstheorie und dem Konzept der inneren Handlung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind New-Age, Transformation, Holismus, Polarität, Bewußtsein, Strukturierungstheorie und interdisziplinärer Diskurs.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Polarität und Dualität?
Der Autor versteht Polarität als eine lebendige, sich ergänzende Konstellation, während Dualität für ihn ein rationales "Entweder-Oder"-Denken beschreibt, das die Wirklichkeit destruktiv spaltet.
Welche Rolle spielt die Chaostheorie für das Verständnis der Gesellschaft?
Die Chaostheorie wird genutzt, um soziale Systeme als nichtlineare, komplexe Gebilde zu begreifen, in denen Ordnung und Unordnung in einem dynamischen, dialektischen Verhältnis zueinander stehen.
- Quote paper
- Diplom-Sozialwirt Wolfhardt Stöwsandt (Author), 1997, Neues Denken im "New Age", dargestellt am Beispiel der inneren Haltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/65799