Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Was ist Kommunikation? 3
3. Die Kommunikationstheorie nach Schulz von Thun 4
3.1 Die Senderseite 5
3.1.1 Die vier Seiten einer Nachricht 5
3.1.1.1 Der Sachinhalt 5
3.1.1.2 Die Selbstoffenbarung 5
3.1.1.3 Die Beziehung 6
3.1.1.4 Der Appell 6
3.1.2 Explizite und implizite Botschaften 7
3.1.3 Kongruente und inkongruente Nachrichten 7
3.2 Die Empfängerseite 8
3.2.1 Mit vier Ohren empfangen 8
3.2.1.1 Das Sach-Ohr 8
3.2.1.2 Das Selbstoffenbarungs-Ohr 9
3.2.1.3 Das Beziehungs-Ohr 9
3.2.1.4 Das Appell-Ohr 9
3.2.2 Die konstruierte Nachricht des Empfängers 10
4. Fallbeispiel 11
5. Analyse des Beispiels mit der Theorie von Schulz von Thun 12
6. Resümee 14
7. Literaturverzeichnis 15
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1. Einleitung
Während des Seminars „Kommunikation und Interaktion in beruflichen Lehr-Lernprozessen“ haben wir uns eingehend mit Kommunikationsstörungen und deren Folgen sowie der Analyse der Probleme mit Hilfe von verschiedenen Kommunikationsmodellen beschäftigt. Angeregt durch die diversen Beispiele und die dadurch hervorgerufenen Erinnerungen an mein Schulpraktikum an einer berufsbildenden Schule im Februar dieses Jahres sowie an meine eigene Zeit als Berufsschüler und den dadurch wieder belebten Ereignissen habe ich mich deshalb entschlossen, ein Fallbeispiel aus dem Bereich der Lehrer-Schüler-Kommunikation zu erörtern und dieses mit der Theorie von Friedemann Schulz von Thun zu analysieren, um so zu einer möglichen Lösung der Kommunikationsstörung zu gelangen.
Die Fragen, die sich für mich bei der Problemstellung ergeben haben, lauten: Wie lassen sich Kommunikationsprobleme an berufsbildenden Schulen, durch die es zu einer Behinderung in der Wissens- und Kompetenzvermittlung kommt, mithilfe der Kommunikationswissenschaft vermeiden?
Welches Wissen von Kommunikationstheorien sollten vor allen Dingen Lehrer aufweisen können, damit sie den richtigen Umgang mit ihren Schülern pflegen und so die berufliche Entwicklung dieser fördern können?
Ist es nicht auch sinnvoll, dass die Schüler theoretische Kenntnisse über den Ablauf von Kommunikation besitzen, um in schwierigen Situationen zwischen Lehrern und Schülern, aber auch untereinander, richtig reagieren zu können? Lässt sich das Modell von Friedemann Schulz von Thun sinnvoll für den Unterricht an einer berufsbildenden Schule umsetzen?
Zur Klärung dieser Fragen werde ich im folgenden Kapitel darstellen, was Kommunikation eigentlich bedeutet und beinhaltet. In Kapitel 3 werde ich das Theoriemodell von Friedemann Schulz von Thun skizzieren, in dem darauf folgenden Kapitel möchte ich mein Fallbeispiel einer Kommunikationsstörung vorstellen, welches ich mir aus verschiedenen Begebenheiten während meines Schulpraktikums und meiner eigenen Berufsschulzeit zusammengesetzt habe. In Kapitel 5 werde ich dann das
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Theoriemodell von Schulz von Thun an meinem Fallbeispiel anwenden um aufzuzeigen, wo während des Lehrer-Schüler-Gespräches Fehler gemacht wurden und wie diese hätten vermieden werden können. Im abschließenden Resümee möchte ich die Ergebnisse noch einmal aufgreifen und aufzeigen, ob sich meine anfänglichen Fragestellungen geklärt haben.
2. Was ist Kommunikation?
Bei der Frage, was Kommunikation ist, glaubt man schnell zu wissen, worum es dabei geht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Eine Kommunikation besteht grundsätzlich aus mehreren Teilen. Der Begriff Kommunikation leitet sich vom lateinischen Wort „communicare“ ab, was übersetzt „etwas gemeinsam machen“, oder „einander miteilen“ bedeutet. Der Brockhaus definiert Kommunikation als:
» Austausch, Verständigung, der Prozeß [sic] der Übermittlung und Vermittlung von Information durch Ausdruck und Wahrnehmung (Transaktion) von Zeichen aller Art, systematisch einzuordnen auf einer biophys. Ebene (körperl. Berührungen und Affekte wie Lachen und Weinen), einer motor. (Körperhaltung, Mimik, Gestik), einer lautl. (Geräusch und Sprache) und einer technischen Ebene (Medien). Bestimmte kommunikative Fähigkeiten, z. B. auf der biophys. Zeichenebene, sind angeboren, andere werden erlernt. Sie sind nicht nur lebens- und sozialgeschichtl. Veränderungen unterworfen, sondern auch kulturell unterschiedlich. Intrapersonale K.-Vorgänge (in ein und derselben Person) sind Denken und Fühlen. Interpersonale K., auch Interaktion genannt, geschieht in ihrer einfachsten Form zw. zwei Personen …«
Nach Meyers Konversationslexikon gibt es drei Hauptformen der Kommunikation:
1. intrapersonal als Austausch innerhalb eines Individuums; 2. interpersonal als Austausch zwischen wenigstens 2 Individuen; 3. mediengebunden als Austausch zwischen einer Gruppe von Kommunikatoren (z. B. Journalisten) und der Gruppe von Rezipienten (z. B. Zeitungsleser). Eine Kommunikation verläuft über mindestens drei Stationen: Verschlüsselung (Enkodierung), Übermittlung (Signalisierung) und Entschlüsselung (Dekodierung, Interpretation).
Nach Watzlawick ist es unmöglich, nicht zu kommunizieren. 1 Jeder Mensch sendet laufend Signale aus, und sei es nur durch Gestik, Mimik oder Körperhaltung, auch diese Signale haben einen kommunikativen Charakter.
1 Vgl. Watzlawick, Paul, Beavin, Janet H., Jackson, Don D., Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien., Bern Göttingen Toronto Seattle 2000, 50.
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3. Die Kommunikationstheorie nach Schulz von Thun
Auch bei dieser Theorie gibt es einen Sender, der seine Mitteilung in erkennbare Zeichen enkodiert, also die Nachricht, die er übermitteln will. Dem Empfänger obliegt es, diese verschlüsselte Botschaft zu dekodieren und so für sich verständlich zu machen. Im Normalfall stimmen gesendete und empfangene Nachricht weitgehend überein, sodass man behaupten kann, dass die Kommunikation funktioniert hat. Häufig gibt es eine Rückmeldung von dem Empfänger zum Sender, die dem Sender die Möglichkeit gibt nachzuvollziehen, wie seine Nachricht bei seinem Gegenüber angekommen ist. Gleichzeitig erfährt der Empfänger durch seine Rückmeldung, ob er den Inhalt der gesendeten Nachricht richtig verstanden hat. Solch eine Rückmeldung bezeichnet man auch als Feedback. 2 Der generelle Ablauf einer Kommunikation vom Sender zum Empfänger ist in der nachstehenden Abbildung zu erkennen. In diesem Schaubild sind auch die vier Seiten einer Nachricht ersichtlich, die ich im nächsten Kapitel ausführlicher erläutern möchte.
Abb. 1: Die vier Seiten einer Nachricht 3
2 Vgl. Schulz von Thun, Friedemann, Miteinander reden I, Reinbeck bei Hamburg 2000, 25.
3 Vgl. a. a. O., 30.
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Arbeit zitieren:
Dipl.-Ing. Klaus Wewer, 2006, Analyse eines Lehrer-Schüler-Verhaltens auf Basis der Kommunikationstheorie von Friedemann Schulz von Thun, München, GRIN Verlag GmbH
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