MEDIENWIRKUNGSFORSCHUNG:
DIE THEORIE DER KOGNITIVEN DISSONANZ
VON LEON FESTINGER
Hausarbeit für das Proseminar „Medien im Alltag von Jugendlichen“
im SS 2000
vorgelegt von
Marcus Reiss
Dortmund, 2000
Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung ... Seite 1
2. Was sind Medien? ... Seite 2
3. Phasen der Medienwirkungsforschung ... Seite 3
4. Theorie der kognitiven Dissonanz ... Seite 5
4.1. Kognitionen ? ... Seite 5
4.2. Relevante und irrelevante Beziehungen von Kognitionen ... Seite 5
4.3. Relevante Beziehungen: Konsonanz und Dissonanz ... Seite 6
4.4. Entstehung von Dissonanz ... Seite 7
4.5. Dissonanzstärke und Änderungsresistenz ... Seite 7
4.5.1. Dissonanzstärke ... Seite 7
4.5.2. Änderungsresistenz ... Seite 8
4.6. Gründe und Möglichkeiten Dissonanz zu reduzieren ... Seite 10
5. Kognitive Dissonanz und Medien ... Seite 12
6. Zur Kritik der Theorie ... Seite 14
Literaturverzeichnis
1. Einleitung
In der heutigen Zeit ist jeder mehr oder minder in der Lage, sich durch die vorhandene Vielzahl von Medien über aktuelle Begebenheiten, nötige Daten aller Art und vieles mehr zu informieren. Dieser alltägliche Vorgang scheint auf den ersten Blick wenig interpretationswürdig, gehört er doch zu den immer wieder praktizierten Verhaltensweisen im Leben eines jeden Menschen. Warum jedoch die Interessen im Hinblick auf diese Nutzung so sehr variieren und die Themenvielfalt, die in den Medien herrscht, tatsächlich auch genutzt wird, ist ein sehr wohl zu hinterfragendes Phänomen.
Hauptthema dieser Arbeit wird sein, die Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger darzustellen, die diese Fragen eventuell klären und Ansatzpunkte dafür liefern kann, warum nun Mediennutzer selektieren und nach welchen Gesetzmäßigkeiten dies geschehen könnte.
Zu Beginn ist es jedoch notwendig den Begriff des Mediums zu definieren, auf den sich Festingers Thesen anwenden lassen. Desweiteren werde ich kurz erläutern, in welchen zeitlichen Kontext sich die Formulierung der Theorie einordnen läßt und welche Entwicklungen und Ansichten in der Sozialpsychologie während dieser Periode stattgefunden haben bzw. prägend waren. Die Theorie selbst nimmt den umfangreichsten Teil dieser Hausarbeit ein. Was nach Festinger Grundannahmen darstellen, wie diese auf die kognitiven Fähigkeiten des Menschen anwendbar sind und zu welchen Schlüssen er hinsichtlich des Grundes von selektivem Verhalten kommt, wird später erläutert werden.
Aufgrund der Tatsache, daß diese Theorie nicht allein auf die Medienrezeption ausgelegt ist, sondern alle grundlegenden Sinneseinflüsse, aufgrund derer unser Verhalten und Einstellung modifiziert wird, miteinbezogen werden, ist der Zusammenhang von Medium und Nutzer darzustellen, der auf der Basis der Feststellungen Festingers erläutert werden wird. Im letzten Kapitel werde ich die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen, um mittels eines kurzen Rückschau die elementarsten Punkte dem Leser auf einen Blick zugänglich zu machen. Zudem werde ich noch kurz auf Probleme aufmerksam machen, die eine Interpretation der Theorie aufwerfen und auch häufig Anlass zur Kritik waren und noch sind.
2. Was sind Medien?1
Der Begriff des Mediums oder auch der der Medien ist nicht auf die gängige Vorstellung zu reduzieren, dass einzig Institutionen oder etwa technische Geräte als Übermittler diverser Informationen verschiedenster Art dienen. Da eine solche Begriffsbestimmung bzw. –vorstellung zu eng gefaßt wäre, soll nun kurz dargestellt werden, in welchen Bereichen der Kommunikationsforschung, außer dem oben angeführten, Definitionen des Begriffs eine Rolle spielen und welches Verständnis die Grundlage dafür bildet.
1.) Der universalistisch – kulturphilosophische Ansatz:
Grundlage allen menschlichen Lebens bildet die Sprache und deren Verschriftlichung in all ihren Formen. Wir tauschen Informationen bzw. drücken Gefühle, Ansichten und Einstellungen hauptsächlich über die Sprache aus, die somit zu einem Mittel oder einem Medium der Kommunikation mit anderen wird, das normaler Weise jedem zugänglich und verfügbar ist.
2.) Der pädagogisch – didaktische Ansatz:
Geräte, die von Lehrenden oder Lernenden dazu eingesetzt werden, Material optisch aufzubereiten oder Prozesse zu veranschaulichen, um die betreffenden Inhalte plastischer und einprägsamer darzustellen, werden ebenfalls als Medien bezeichnet. Unter diese Bestimmung fallen zum Beispiel Overhead- und auch Diaprojektoren.
3.) Der kommunikationswissenschaftliche Medienbegriff:
[...]
Arbeit zitieren:
Marcus Reiß, 2000, Medienwirkungsforschung - die Theorie der kognitiven Dissonanz von Leon Festinger, München, GRIN Verlag GmbH
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