Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG 3
1 TERMINOLOGIE 3
1.1 Definition Stoma 3
1.2 Der Beratungsbegriff 4
1.3 Beratung in systematischer prozessualer Form 4
1.4 Beratung in der Pflege 5
1.5 Beratungsfelder in Pflegeberufen 6
2 STOMABERATUNG 6
2.1 Geschichtlicher Rückblick der Stomaversorgung 7
2.2 Das Berufsfeld Stomaberatung 8
2.3 Aufgaben der Stomaberatung 8
2.3.1 Das präoperative Gespräch 9
2.3.2 Die postoperative Beratung 10
2.3.3 Beratung im ambulanten Bereich 10
3 EINFLUSSFAKTOREN IN DER STOMABERATUNG 11
4 DIE DEUTSCHE VEREINIGUNG DER ENTEROSTOMA THERAPEUTEN 11
5 FAZIT 12
LITERATURVERZEICHNIS 13
Einleitung
In dieser Ausarbeitung zum Thema „Stomaberatung“ im Fach Pflegewissenschaft wird eine spezielle Form der Beratung in der Pflege vorgestellt. Der Wettbewerb zwischen den Gesundheitseinrichtungen ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Eine professionelle Beratung in der Pflege ist Teil der Qualitätssicherung und trägt stark zur Patientenzufriedenheit bei. Im Bereich der Stomaversorgung ist die Beratung im pflegerischen Bereich bereits sehr gut organisiert bzw. ausgeprägt. Allein schon mit der Entwicklung des Berufes des Stomatherapeuten hat man erkannt, das Pflegepersonen dieser Aufgabe im pflegerischen Alltag nicht nachkommen können.
Eine gute Beratung trägt zur Sicherung des Behandlungserfolgs bei und nimmt auch aus ökonomischer Sicht einen wichtigen Stellenwert ein. Zu Beginn der Ausarbeitung erfolgt eine allgemeine Beschreibung der Beratung und der Beratung in der Pflege und im zweiten Teil die Ausarbeitung zur Stomaberatung.
1 Terminologie
Um einen Einstieg in die Thematik zu bekommen werden zunächst die Begriffe „Stoma“ und „Beratung“ näher darstellt. Weiter folgt die Beratung in prozessualer Form und die Beratung in der Pflege.
1.1 Definition Stoma
Das Stoma oder die Stomie ( griech.: Mündung, Öffnung) ist eine operativ geschaffene offene Verbindung (=Fistel) zwischen einem inneren Hohlorgan und der äußeren Haut. (Paetz, 1994) In einer anderen Quelle wird zudem angefügt:
...bezeichnet wird damit eine künstlich geschaffene Öffnung in der Bauchdecke, durch die der Darm oder die Harnleiter nach außen geleitet werden. Unterschieden wird dabei in Illeostoma, Urostoma und Colostoma. (http://www.stomawelt.de/lebenmitstoma/behindertenausweis.php)
3
1.2 Der Beratungsbegriff
Beratung lässt sich im psychosozialen Bereich definieren als:
Angebot von Hilfe und Unterstützung:
• bei der Orientierung in Anforderungssituationen und Problemlagen
• bei der Entscheidung über anzustrebende Ziele und Wege
• bei der Planung von Handlungsschritten zur Erreichung der Ziele
• bei der Umsetzung und Realisierung der Planung
• und bei der Reflexion ausgeführter Handlungsschritte und Vorgehensweisen
(nach Sieckendiek, Engel, Nestmann, 1999)
Innerhalb der Krankenpflege gehört Beratung auch immer zu den Aufgaben der Pflegepersonen, d. h. Beratung ist berufsimmanent. Unter dem Gesichtspunkt der Definition von Krankenpflege "Krankenpflege als Beziehungsprozess" ist die helfende Beziehung von großer Bedeutung. Laut Definition von Beratung ist diese immer gekennzeichnet durch eine Beziehungssituation.
Der Begriff Beratung wird vielfältig verwendet und unterschiedlich beschrieben. Das Beratungsgespräch wird in der Krankenpflege als „helfendes Gespräch" bezeichnet. (Juchli, 1997)
In dem Buch „Gestaltberatung“ von Dorothea Rahm wird eine Beratungsdefintion gegeben.
„Mit Beratung in welcher Form auch immer, wird versucht, dem Ratsuchenden eine Änderung seiner Einstellung und seines Verhaltens zu ermöglichen, um ihn dadurch in die Lage zu versetzen, seine Probleme besser zu lösen.“
1.3 Beratung in systematischer prozessualer Form
Wird die Beratung in institutionalisierter Form verstanden, so können folgende Aspekte zu Grunde gelegt werden:
Ziel, Prozess, Methode, Zielgruppe, Intensität, Setting, Fachliche Qualifikation und Selbstverständnis des Klienten.
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Unter dem humanistischen Ansatz versteht man die Beratung als Lösung aktueller Konflikte. Ziel der Beratung ist hier die Selbstverwirklichung des Menschen. Unter dem Begriff Prozess kann der Lern- und Veränderungsprozess verstanden werden. Mit Fortschreiten des Prozesses übernimmt der Mensch immer mehr Verantwortung für sich selbst. Je nach Denk- und Theorierichtung, gibt es verschiedene Methoden der Beratung. Die Art der zwischenmenschlichen Beziehung ist ausschlaggebend für den Erfolg der Beratung und nicht die gewählte Methode. Zielgruppe der Beratung sind erfahrungsgemäß Klienten, die in der Lage sind ihre Lebenssituation noch selbständig zu regeln und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Sie benötigen lediglich in Schwierigkeiten eine Hilfestellung. Je nach Systematisierung und Strukturierung der Beratung kann diese eine unterschiedliche Intensität aufweisen. Von der einfachen Ebene der Reflexion bis zur starken Erlebnisintensität auf emotionaler Ebene. Beim Setting kommen Aspekte wie Zeitdauer der Beratung, Räumlichkeiten, Vereinbarungen und Methoden der Beratung zum tragen. Je nach Arbeitsbereich und seinen theoretischen und methodischen Ansätzen unterscheidet sich die fachliche Qualifikation des Beraters. Die Berater verfügen in der Regel über eine Fachkompetenz und eine methodische Qualifikation, die eine Bildung von personalen Fähigkeiten aufweist. Unter dem Begriff Selbstverständnis kann die Motivation und die Erwartungshaltung des Klienten verstanden werden. Je nach Einstellung wird der Ratsuchende einen bestimmten Zweig der Beratung auswählen und sich entsprechend auf einen Beratungsprozess einlassen. (vgl. Müller, 1998)
1.4 Beratung in der Pflege
„Richtige und rechzeitige Beratung liegt im Aufgabenbereich der Pflege“ so steht es im Fachzeitschriftenartikel des DBfK vom Februar 2006. Bereits mit Beginn der Krankenpflege war die Beratung Teilaufgabe einer Pflegekraft. Diese Beratungsgespräche liefen jedoch zufällig ab und ihre Qualität war von der persönlichen Einsatzbereitschaft, dem Kenntnisstand und den Fähigkeiten, explizit in der Gesprächsführung der einzelnen Pflegekraft, abhängig. Wenn Beratung auch Entscheidungshilfe ist, so findet diese im alltäglichen Handeln der Krankenpflegekraft
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Arbeit zitieren:
Dipl. Pflegewirt (FH) Thomas Lücht, 2006, Stomaberatung in der Pflege, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
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