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Beratung in der Weiterbildung. Beratungsansätze im Vergleich

Title: Beratung in der Weiterbildung. Beratungsansätze im Vergleich

Seminar Paper , 2002 , 35 Pages , Grade: 2

Autor:in: Dipl. Päd., Andragogin Cornelia Leistner (Author)

Pedagogy - Job Education, Further Education
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Beratung gilt zwar als „pädagogische Handlungsform“ (Hornstein, 1976) doch stellt sich die Frage, welchen Platz sie innerhalb der Weiterbildung einnimmt. Aussagen wie „Beratung wird als Strukturelement des Gesamtbildungssystems gesehen. Beratung und WB stehen in einem funktionalen Zusammenhang im Gesamtbildungssystem“ (ebd., 104) betonen die Notwendigkeit einer Beratung innerhalb der Weiterbildung. Tippelt (1997) erwähnt, dass
„Bildungsberatung und auch Weiterbildungsberatung (...) seit dem Strukturplan für das Bildungswesen des Deutschen Bildungsrates als flankierender Bereich der Bildungsreform [gelten]. Weiterbildungsberatung soll insbesondere helfen, pädagogische und bildungspolitische Ziele der Weiterbildung zu erreichen“ (ebd., 1).

Der Begriff der Beratung
Nach Mutzeck (1996) bewegt sich Beratung als Form erzieherischen Handelns zwischen den Polen gezielter Beeinflussung (dann Manipulation) und direkter Lenkung einerseits sowie Selbststeuerung und Hilfe zur Selbsthilfe andererseits. Mutzeck definiert damit Beratung als „besondere zwischenmenschliche Interaktion, die im Gegensatz zum Alltagsgespräch planvoll, fachkundig und methodisch geschult durchgeführt wird und die auf einem arbeitsfördernden Vertrauensverhältnis beruht“ (ebd., 1996).
Der Beratungsprozess gliedert sich in Anlehnung an Schaub und Zenke (1995) in folgende Schritte:
1. Klärung des Beratungsanliegens
2. Entwicklung von verschiedenen Lösungsansätzen
3. Sammlung entscheidungsrelevanter Informationen
4. Gemeinsame Auswertung der Informationen
5. Erarbeitung von Entscheidungskriterien
6. Hilfen beim Entscheidungsprozess
7. Angebote der Realisierungshilfen
Auch die Aufgabenfelder der Beratung sind unterschiedlich. Nach Schaub und Zenke (1995)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

2 Der Begriff der Beratung

3 Beratung in der Weiterbildung

3.1 Formen der Beratung

3.1.1 Trägergebundene Beratung

3.1.2 Trägerübergreifende Beratung

3.2 Ziele der Weiterbildungsberatung

3.3 Funktionen

3.4 Realität und Probleme der Weiterbildungsberatung

4 Darstellung der verschiedenen Beratungsansätze

4.1 Der Beratungsansatz nach Rogers

4.1.1 Kennzeichen

4.1.2 Grundhaltungen des Therapeuten

4.1.2.1 Empathie

4.1.2.2 Akzeptanz

4.1.2.3 Kongruenz

4.1.3 Inadäquate Verhaltensweisen

4.1.4 Abschluss einer erfolglosen Beratung

4.1.5 Fähigkeiten eines Beraters

4.2 Der Beratungsansatz nach Mutzeck: Die kooperative Beratung

4.2.1 Grundlagen und Ziel der kooperativen Beratung

4.2.2 Menschenbildkonzeption

4.2.3 Bestandteile und Ablauf des Beratungsprozesses

4.3 Der Beratungsansatz nach Hermann Gieseck: Beraten als Grundform pädagogischen Handelns

4.4 Der Beratungsansatz nach Schlee: Beratung und Supervision in kollegialen Unterstützungsgruppen

4.5 Der Beratungsansatz nach Schley: Das Konzept der Systemberatung und Organisationsentwicklung

5 Vergleich der dargestellten Beratungsformen

5.1 Vergleich der Ziele

5.2 Vergleich der theoretischen Hintergründe

5.3 Vergleich der Beratungsmerkmale

6 Fazit: Beratungsansätze in der Weiterbildungsberatung

7 Resümee

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Hausarbeit untersucht den Stellenwert und die Notwendigkeit von Beratung innerhalb des Weiterbildungssystems, vergleicht verschiedene theoretische Beratungsansätze und analysiert deren praktische Umsetzbarkeit.

  • Begriffliche Klärung von Beratung und Kontextualisierung im Bereich Weiterbildung.
  • Darstellung klassischer und moderner Beratungsansätze (Rogers, Mutzeck, Giesecke, Schlee, Schley).
  • Vergleichende Analyse der Ansätze hinsichtlich ihrer Ziele, theoretischen Hintergründe und praktischen Merkmale.
  • Kritische Bewertung der Anwendbarkeit verschiedener Beratungsstile im beruflichen Alltag der Weiterbildung.

Auszug aus dem Buch

Der Beratungsansatz nach Mutzeck: Die kooperative Beratung

Der Fokus richtet sich also zu Beginn des Beratungsprozesses zielgerichtet ausschließlich auf die Lösung des Problems: „Beratung bedeutet die zielgerichtete Suche nach der Lösung eines bereits benannten Problems über einen kooperativen Beratungsprozess zwischen Berater und Ratsuchendem“ (ebd., 143f). Ziel der kooperativen Beratung nach Mutzeck ist es, das „die Ratsuchende das Problem a) Aus ihrer Sicht (konstruierte Wirklichkeit) – unterstützt durch Strukturierungs- und Klärungshilfen der Beraterin- exploriert und daß sie b) c) andere Wirklichkeitskonstruktionen des gleichen Problems kennenlernt. Es sind die (möglichen) Sichtweisen der am Problem beteiligten Personen und die theoriestrukturierte Sichtweise der Beraterin“ (ebd., 144). d)

Bei der pädagogisch- psychologischen bzw. kooperativen Beratung wird gemeinsam unter methodischer Leitung des Beraters versucht, den Weg der Klärung und der Lösung des Problems sowie der Umsetzung der erarbeiteten Handlungswege zu gehen. Bei der vertikalen Vorgehensweise befinden sich die beratende und die ratsuchende Lehrkraft über die Annahme der unterschiedlichen Wertigkeit ihrer Wissens- und Handlungskompetenzen in einem hierarchischen Verhältnis. Nach Mutzeck (1996) wäre hier jedoch eine gleichwertige, horizontale Beratungssituation hilfreicher. Obwohl Ratsuchende und Beraterin unterschiedliche Kompetenzen haben, sind die von beiden wichtig, hilfreich und gleichwertig: Die beratende Person verfügt über Beratungskompetenz und- erfahrung sowie über Fachkompetenz, die ratsuchende Person aber kennt sich selbst und ihr Problem. Eine derartige Beratungsstruktur, des gemeinsamen Beratens, bezeichnet Mutzeck (1992) als kooperative Beratung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Hinführung zum Thema und Begründung der Relevanz von Beratung im Kontext der Weiterbildung.

2 Der Begriff der Beratung: Theoretische Herleitung und definitorische Einordnung des Beratungsbegriffs aus erziehungswissenschaftlicher Sicht.

3 Beratung in der Weiterbildung: Analyse der Notwendigkeit, der Formen und der spezifischen Aufgaben von Beratung in der Weiterbildungspraxis.

4 Darstellung der verschiedenen Beratungsansätze: Detaillierte Vorstellung unterschiedlicher theoretischer Konzepte, beginnend mit dem klientenzentrierten Ansatz nach Rogers bis hin zu systemischen Ansätzen.

5 Vergleich der dargestellten Beratungsformen: Gegenüberstellung der vorgestellten Ansätze anhand der Parameter Ziele, theoretische Hintergründe und Beratungsmerkmale.

6 Fazit: Beratungsansätze in der Weiterbildungsberatung: Kritische Würdigung der Anwendbarkeit der diskutierten Konzepte im praktischen Weiterbildungskontext.

7 Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen und Schlussbetrachtung.

Schlüsselwörter

Weiterbildung, Beratung, Beratungsansätze, Rogers, kooperative Beratung, Klientenzentrierung, pädagogisches Handeln, systemische Beratung, Weiterbildungsberatung, Selbsthilfe, Kompetenzentwicklung, Lernberatung, Supervision.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle der Beratung innerhalb der Weiterbildung und stellt verschiedene wissenschaftliche Beratungsansätze vor, um deren Eignung zu vergleichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Beratung, die Notwendigkeit von Beratung in der Weiterbildung, die Vorstellung verschiedener Ansätze sowie deren vergleichende Analyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Bedeutung der Beratung im Rahmen der Weiterbildung aufzuzeigen und zu klären, welcher Beratungsansatz für die spezielle Weiterbildungssituation am besten geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse, in der verschiedene pädagogische und psychologische Beratungskonzepte skizziert und verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Beratung, die Spezifika der Weiterbildungsberatung sowie die detaillierte Darstellung und den anschließenden Vergleich verschiedener Beratungskonzepte von Rogers, Mutzeck, Giesecke, Schlee und Schley.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Weiterbildungsberatung, kooperative Beratung, klientenzentrierter Ansatz, pädagogisches Handeln und Systemberatung charakterisiert.

Warum ist laut Tippelt die Beratung heute bedeutsamer als früher?

Tippelt argumentiert, dass in einer komplexen Gesellschaft die direkte Ratschlagserteilung schwieriger wird und Beratung als Entscheidungsprozess für die Orientierung der Lernenden an Bedeutung gewinnt.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Mutzeck von dem Rogers?

Während Mutzeck auf einer personenzentrierten Gesprächsführung aufbaut, legt er einen stärkeren Fokus auf die horizontale Kooperation und das gemeinsame, zielgerichtete Suchen nach Lösungen für ein konkretes pädagogisches Problem.

Was kritisiert Giesecke am Ansatz von Rogers?

Giesecke kritisiert das bloße „Spiegeln“ und die Annahme, dass der Ratsuchende allein zu einer Lösung gelangt; er betont stattdessen die Notwendigkeit eines argumentativen Austauschs und professioneller Mitgestaltung.

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Details

Title
Beratung in der Weiterbildung. Beratungsansätze im Vergleich
College
University of Bamberg  (Andragogik)
Course
Seminar: Beratung in der Weiterbildung
Grade
2
Author
Dipl. Päd., Andragogin Cornelia Leistner (Author)
Publication Year
2002
Pages
35
Catalog Number
V6983
ISBN (eBook)
9783638144087
ISBN (Book)
9783638697194
Language
German
Tags
Beratung Weiterbildung Beratungsansätze Vergleich Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Päd., Andragogin Cornelia Leistner (Author), 2002, Beratung in der Weiterbildung. Beratungsansätze im Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/6983
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