Inhaltsverzeichnis
Seite Inhalt
1 Titelblatt
2 Inhaltsangabe
3 1. Einleitung
4 2. Menschenbilder
5 3. Über den Menschen im Naturzustand
5 3.1. Die Eigenschaften
7 3.2 Die Lebensweise
8 4. Fazit
9 Literaturverzeichnis
10 Eigenständigkeitserklärung, Anhang
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1. Einleitung
Welche Eigenschaften und Lebensweisen machten den Naturmenschen, wie Jean-Jacques Rousseau Ihn sah aus? So lautet die zentrale Frage dieser Hausarbeit, die anhand von Rousseaus „Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen“ geklärt werden soll. Genauer betrachtet wird dabei der 1. Teil von Rousseaus Abhandlung, die im Original Discours sur l’orginie et les fondements de l’integralité parmi les hommes heißt, und die Rousseau 1755 verfasst hat. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass der Naturmensch in der Form wie Rousseau Ihn beschreibt nie existiert hat. Zu unwahrscheinlich ist der Gedanke, dass sich die Menschheit in Ihrer Trägheit aus dem Naturzustand befreien konnte, um sich im Anschluss so immens zu entwickeln.
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2. Menschenbilder
Rousseau unterscheidet in seiner Abhandlung zwei unterschiedliche Arten von Menschen. In einer anfänglichen Überlegung geht er davon aus, dass der Mensch von je her so existierte wie Rousseau ihn kannte. (vgl. Rousseau, J-J: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen, S.35). Diese Annahme bedeutet für Rousseau, dass der Mensch zwar eine geistige Entwicklung hinter sich gebracht hat, sich jedoch physisch seit dem Bestehen der Menschheit kaum oder gar nicht entwickelt hat.
Rousseau unterscheidet den Menschen im Naturzustand und den zivilisierten Menschen. Er verweist auf unbenannte Quellen, in denen Philosophen davon ausgehen dass der Mensch im Naturzustand mehr dem Tier gleicht als dem Menschen im zivilisierten, geistig entwickelten Zustand (vgl. Rousseau, J-J: Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen, S.45). Wo das Tier jedoch immer ein Tier bleiben wird, sich nicht entwickelt, da hat der Mensch die Möglichkeit sich zu entwickeln, denn Er allein hat die Freiheit seine Handlung selbst zu bestimmen und sich der Natur zu verweigern.
Der Mensch ist, betrachtet man all Seine Eigenschaften im Naturzustand, ein eher durchschnittliches Tier, dessen Fähigkeiten oft anderen Tieren unterliegen. Er hat jedoch einen großen Vorteil. Er besitzt die Gabe sich durch Beobachtung und Nachahmung die besten Eigenschaften aller Tiere rauszufiltern und für sich selbst zu verwenden oder nachzuahmen. Nun blieb der Naturmensch jedoch auf diesem Level stehen und entwickelte sich zu einem robusten Wesen, das lernte mit dem Gegebenen umzugehen. Der Zivilisierte Mensch jedoch entwickelte sich weiter, entdeckte neue Wege und entdeckte die Gesellschaft. Dabei verlor Er aber auch positive Eigenschaften die dem Naturmenschen inne waren. Rousseau schreibt, „dass man leicht die Geschichte der menschlichen Krankheit schreiben könnte, indem man der Geschichte der zivilen Gesellschaft folgt“ (Rousseau, J-J: Ab-handlung über den Ursprung und die Grundlagen der Ungleichheit unter den Menschen, S.41)
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Arbeit zitieren:
cand.paed Florian Hering, 2004, Eigenschaften und Lebensweisen des Naturmenschen laut Jean-Jacques Rousseau, München, GRIN Verlag GmbH
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