Inhaltsverzeichnis
1. Unterrichtseinheit Seite 3
1.1. Thema der Einheit Seite 3
1.2. Bezug zu den RRL Seite 3
1.3. Ziel der Einheit Seite 3
1.4. Sequenzen der Einheit Seite 3
1.5. Thema der Stunde Seite 3
1.6. Stundentyp Seite 3
2. Ziele Seite 4
2.1. Ziel der Stunde Seite 4
2.2. Teilziele der Stunde Seite 4
2.3. Individualziele Seite 4
3. Lerngruppenbeschreibung Seite 5
3.1. Allgemeine Bemerkungen zum Lern- und Arbeitsverhalten Seite 5
3.2. Allgemeine Bemerkungen zum Sozialverhalten Seite 5
3.3. Individualbeschreibungen Seite 6
4. Sachanalyse Seite 12
5. Lernvoraussetzungen und individuelle Lernausgangslage Seite 16
5.1. Sach- und verfahrensbezogene Lernvoraussetzungen Seite 16
5.2. Individuelle Lernausgangslagen Seite 16
6. Didaktisch-methodisches Konzept Seite 17
6.1. Didaktische Überlegungen Seite 17
6.2. Methodische Überlegungen Seite 19
7. Artikulationsschema Seite 21
8. Stationsplan Seite 23
9. Literaturverzeichnis Seite 28
10. Abkürzungsverzeichnis Seite 29
11. Anhang Seite 30
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Seite 2
1. Unterrichtseinheit
1.1. Thema der Einheit
Anwendung der Grundrechenarten im Zahlenraum bis zur Million
1.2. Bezug zu den RRL
1.3. Ziel der Einheit
1.4. Sequenzen der Einheit
1.5. Thema der Stunde
1.6. Stundentyp
2. Ziele
2.1. Ziel der Stunde
2.2. Teilziele der Stunde Die Schüler sollen …
2.3. Individualziele der Stunde
3. Lerngruppenbeschreibung
In der Klasse 4b lernen insgesamt sieben Schüler, davon ein Mädchen und sechs Jungen im Alter von bis Jahren. Eine Klassengemeinschaft ist hier gut entwickelt. Ich unterrichte in dieser Klasse in fünf Wochenstunden Mathematik, wobei eine davon eigenverantwortlich ist.
3.1. Allgemeine Bemerkungen zum Lern- und Arbeitsverhalten
Grundsätzlich herrscht in dieser Klasse eine positive Einstellung gegenüber dem Mathematikunterricht, was sich nicht zuletzt in einer regen Mitarbeit und einer guten Lernbereitschaft zeigt. Die Schüler sind stets motiviert, neue Probleme zu lösen und warten überwiegend gespannt auf neue Lerninhalte
Leistungsmäßig zeigt sich die Klasse als eine äußerst homogene Lerngruppe. Das fängt schon bei der Vorstellung von Zahlen an. Hier sind einige Schüler, die Zahlen nur nach Auf-forderung in einen praktischen Zusammenhang setzen und eine Vorstellung damit verbinden und diese sonst beim Rechnen scheinbar nur als bloße Zeichenkette wahrnehmen. Andere Widerrum haben eine gute Zahlvorstellung und können Ergebnisse stets auf Anhieb interpretieren. Auch die Automatisierung der Grundaufgaben der Grundrechenarten ist nicht bei allen Schülern zu erkennen. Diese Unterschiedlichkeit zeigt sich zudem in der Konzentrationsfähigkeit, Motivation und Frustrationstoleranz. Ebenso gibt es große Unterschiede im Arbeitstempo und Selbstständigkeit bei der Bearbeitung von Aufgaben. Daraus resultiert eine starke Differenzierung in quantitativer und qualitativer Hinsicht.
Es herrscht stets eine angenehme und lockere Unterrichtsführung, bei der die Schüler stets Probleme artikulieren und sich auch gegenseitig austauschen und helfen können. Zur Steigerung der Motivation und Leistungsbereitschaft verwende ich in dieser Klasse ein Stempelsystem, bei dem die Schüler Stempel sammeln können, welche sie dann für die folgenden Dinge einlösen können (Prozente beziehen sich auf die maximal mögliche Stempelanzahl): einmal keine Hausaufgaben machen (38 %), Selbstbeschäftigung in der letzten Stunde vor den Ferien (50 %), ‚Money Money’ in der letzten Stunde vor den Ferien spielen (75 %) oder eine Eins in Mathe für gute Leistungen und Mitarbeit und ‚Money Money’ (95 %). Allerdings müssen Stempel stets vor den Ferien eingelöst werden, sonst verfällt die Hälfte. Das Sammeln funktioniert so: Es gibt Stempel für
3.2. Allgemeine Bemerkungen zum Sozialverhalten
Das Klassenklima ist zumeist recht ausgeglichen und kameradschaftlich. Konflikte verbaler Art treten hin und wieder auf, werden dann aber zumeist auch verbal gelöst. Nur sehr selten kommt es zu körperlichen Ausschreitungen, die dann über Gespräche der Beteiligten zu Lösen versucht werden.
Bei kleineren Auffälligkeiten im Verhalten (z.B. ständiges „vor sich hin reden“, Kritik der Arbeit oder Arbeitsweise eines Schülers durch einen anderen) wird oftmals durch Mitschüler getadelt, wodurch schnell ein Wortgefecht entsteht und Unruhe ausbricht.. Aus diesem Grunde ist es auch nötig, derlei Unruhen schon am Anfang einzudämmen. Einige Schüler müssen auch noch lernen, sich nicht ständig an solche Unruheherde anzuschließen und mit unangebrachten Kommentaren oder unpassenden Fragen den Unterrichtsverlauf zu beeinflussen.
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3.3. Individualbeschreibungen
Schüler 1 B. Connataler Hydrocephalus, Störung der Sensorischen Integration (10; 7 Jahre)
Schüler 1 ist ein freundlicher Junge, der stets interessiert ist, Neues zu lernen. Er erzählt gern und hat Freude dabei, hält jedoch kaum Blickkontakt, schaut in der Gegend herum. Olli verfügt bei einfachen Aufgaben über ein sicheres Aufgabenverständnis. Bei komplexeren Anweisungen sind Wiederholungen ratsam. Oft beginnt er mit der Arbeit unverzüglich nach einer sprachlichen Anweisung, ohne abzuwarten. Durch eine Hypotonie beim Sprechen wirkt seine Sprache monoton und teilweise undeutlich.
Aufgrund der Störungen in der Sensorischen Integration wirken Olli’s Bewegungen unsicher, beim Sitzen ändert er ständig seine Haltung, bewegt Hände und Arme. Dies könnte einen Versuch zur Gleichgewichtsgewinnung darstellen. Eine mögliche Selbststimulierung Aktivierung/ Aufrechterhaltung des Körperschemas zeichnet sich durch das Zupfen an der eigenen Kleidung und das Spielen mit Gegenständen ab. Dadurch entsteht ein recht unruhiger Eindruck, der sich aber mit dem mangelnden Körperschema aufgrund der eingeschränkten Selbstwahrnehmung begründen lässt. Bei der Orientierung im Raum hat Schüler 1 keine Probleme. Mathematik
Schüler 1 verfügt über gute mathematische Fähigkeiten. Er beherrscht die mündlichen und schriftlichen Grundrechenarten und hat eine gute Zahlvorstellung. Olli ist durchaus in der Lage, eigene Ideen zu entwickeln und diese umzusetzen. Bei der verbalen Beschreibung dieser Ideen braucht er aber hin und wieder Anstöße, um die richtigen Worte zu finden. Beim Auswählen des eigenen Schwierigkeitsniveaus traut er sich selbst mittlerweile auch die schwereren Aufgaben zu. Bei Unterforderung kommt es schneller zu Unkonzentriertheit und Flüchtigkeitsfehlern.
Schüler 2 ist ein aufgeschlossener, freundlicher und hilfsbereiter Junge. Er hat ein großes Interesse an musischen und gestalterischen Tätigkeiten. Auch seine Fähigkeiten hierzu sind gut ausgeprägt. So kann er schöne Bilder zeichnen und gut musizieren. Auch hört er gern Musik.
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Schüler 2 macht auch gern seine Späße, neigt dann aber leicht zu Übertreibungen und wird dann schnell provokativ. Bei einer schlechten Tagesform kam es häufig dazu, dass Schüler 2 seinen Launen freien Lauf ließ. Er schlug dann z.B. einen Ball mitten durchs Klassenzimmer und schmiss die Materialien seiner Mitschüler runter, nahm anderen etwas weg und provozierte auch den Lehrer.
Aufgrund derartiger Verhaltensprobleme kam Schüler 2 zu Anfang des Jahres in psychotherapeutische Behandlung. Seit April durfte er dann anfangs für drei Stunden täglich, später für vier Stunden und mittlerweile für den ganzen Schultag in die Schule. Seine Verhaltensauffälligkeiten haben sich sichtlich verbessert. Er hat immer ein kleines Heft mit, in das die Lehrer eintragen, wie es im Unterricht gelaufen ist. Wegen seiner Therapie ist es ihm bis jetzt allerdings nicht möglich - so sagt er - seine Hausaufgaben zu machen, was meine grundsätzlichen Überlegungen zum Lernen sehr stört. Im Unterricht ist er sehr bemüht mitzuarbeiten und sein Verhalten angemessen zu regulieren. Dennoch kommt es bei fachlichen Schwierigkeiten dazu, dass er sich schnell aufgibt und weinerlich äußert, dass er etwas nicht könne oder weiß. Beim gemeinsamen Arbeiten jedoch zeigt sich, dass er mit nur geringer Hilfestellung in der Lage ist, die gestellten Aufgaben lösen kann. Ein großes Defizit sind also derzeit seine Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.
Mathematik
Schüler 2 kennt die Grundrechenarten und verfügt über eine geringes Zahlvorstellungsvermögen. Probleme zeigen sich bei den Grundaufgaben der einzelnen Rechenarten, was die Anwendung bei den schriftlichen Rechenverfahren erheblich erschwert. Er kennt auch die Verfahren der schriftlichen Grundrechenarten. Dabei kommt es allerdings hin und wieder zu Verwechslungen, wenn verschiedene Aufgaben nacheinander gerechnet werden sollen.
Wegen seiner Therapie ist es ihm bis jetzt allerdings nicht möglich - so sagt er - seine Hausaufgaben zu machen, was meine grundsätzlichen Überlegungen zum Lernen sehr stört. Im Unterricht ist er sehr bemüht mitzuarbeiten und sein Verhalten angemessen zu regulieren. Dennoch kommt es bei fachlichen Schwierigkeiten dazu, dass er sich schnell aufgibt und weinerlich äußert, dass er etwas nicht könne oder weiß. Beim gemeinsamen Arbeiten jedoch zeigt sich, dass er mit nur geringer Hilfestellung in der Lage ist, die gestellten Aufgaben lösen kann. Ein großes Defizit sind also derzeit seine Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit und der damit verbundene schnelle Motivationsverlust.
Schüler 3 K. Schwierigkeiten im emotionalen Bereich (12; 0 Jahre)
Schüler 3 ist ein fröhlicher, aufgeschlossener und hilfsbereiter Junge, der in seiner Körpergröße allen Mitschülern unterliegt. Dennoch ist er gut in den Klassenverband integriert. Er ist bei allen beliebt. Seine Lerneinstellung hat sich deutlich verbessert, das Lernen bereitet ihm Freude und bei entsprechender Motivation und persönlichem Zuspruch gelingt ihm eine selbstständige und zügige Arbeitsweise, intensive und eifrige Mitarbeit und somit eine Bereicherung des Unterrichts.
Aufgrund angeblich verheerender Verhältnisse im Elternhaus und weil er jünger, zierlicher und kleiner als der Alterdurchschnitt wirkt und deswegen oft gehänselt wurde, kam es zur Flucht in eine Traumwelt oder zu Wutausbrüche. Schüler 3 verweigerte den Unterricht und drohte mit Autoaggressionen. Es kam zum Wechsel zwischen Resignation und Aggression. Im Juli bis November 2004 war er in stationärer kinderpsychiatrischer Behandlung, wo die Lernfreude, Neugier und Arbeitsbereitschaft wiedererwacht sind. Doch bei der Rückkehr ins Elternhaus kehrten alte Verhaltensmuster wieder ein. Aus diesem Grunde wurde er in das Internat der Schule aufgenommen, was zu deutlichen Verbesserungen führte. Schüler 3 möchte stets in das Unterrichtsgeschehen mit einbezogen werden (Blickkontakt, gezielte Aufgaben), daher ist es sehr wichtig, seine Wünsche und Ideen zu beachten und ernst zu nehmen. Aber er muss auch lernen, sich der Gruppe unterzuordnen bzw. sich einzuordnen, was ihm zunehmend besser gelingt.
Schüler 3 erfasst Aufgabenstellungen schnell und bemüht sich um zügige Umsetzung. Er freut sich dabei sichtlich über Erfolge. Sein Lern- und Leistungsvermögen entspricht voll und ganz dem Klassenniveau. Er hat aber Schwierigkeiten, Bedürfnisse zu artikulieren, reagiert dann brummig, verschlossen und unnahbar und es kann dann zu einer Explosion in einem Wutausbruch kommen. Inzwischen haben sich diese Verhaltensmuster wesentlich verbessert und sind nur noch selten und nicht mehr in vollem Ausmaß zu beobachten. Mithilfe von persönlichen Zuspruch und der Möglichkeit sich auf der Matte im Klassenraum zu regenerieren kann dem zusätzlich entgegen gesteuert werden. Mathematik
Schüler 3 kann große Freude an der Mathematik zeigen. Er beherrscht die Grundrechenarten sicher im Kopf. Selbst schwierigere Aufgaben versucht er im Kopf zu lösen. Die Zeit, die er beim Kopfrechnen braucht muss man ihm zugestehen, um Misserfolgen vorzubeugen. Die Fähigkeiten in den schriftlichen Rechenverfahren sind auch vorhanden, müssen allerdings noch automatisiert werden.
Bei zu hohen oder komplexen Anforderungen oder androhender Überanstrengung zeigt sich meist schon ein Abschalten von Schüler 3 an. Durch behutsamen Zuspruch und Körperkontakt lässt er sich aber durchaus neu motivieren. Ebenso förderlich können spezielle Aufgaben sein wie z.B. das Rechnen an/ hinter der Tafel.
Arbeit zitieren:
Thomas Schrowe, 2007, Wiederholung der Grundrechenarten im Zahlenraum bis zur Million (Unterrichtsentwurf Mathematik), München, GRIN Verlag GmbH
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