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Six Sigma als Methode des Qualitätsmanagements

Titel: Six Sigma als Methode des Qualitätsmanagements

Seminararbeit , 2007 , 36 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Nietz (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Zuge immer schneller werdender Internationalisierung und Globalisierung der Märkte entsteht ein extremer Verdrängungswettbewerb. Dies hat einen enormen Kostendruck auf die Unternehmen zur Folge. Um in diesem Wettbewerb zu bestehen ist es für Unternehmen mehr denn je wichtig, den steigenden Kundenanforderungen an Produkte und Dienstleistungen gerecht zu werden. Einen entscheidenden Einfluss hat hierbei die Qualität der betrieblichen Prozesse; es gilt sie als bestimmenden Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit wahrzunehmen.
Bereits in der Vergangenheit wurden Qualitätsmanagementkonzepte wie das Total Quality Management (TQM)* entwickelt, mit dem Ziel der Einführung von kundenorientierten Qualitätsstandards, die bei gleichzeitiger Kostenminimierung dauerhafte Unternehmenserfolge garantieren sollen. Die Six - Sigma - Methode geht nun darüber hinaus. Sie zeichnet sich durch ihren datenorientierten Ansatz und die Verwendung statistischer Messungen der Prozessleistung aus, mit dem Ziel der Null- Fehler-Qualität. Hierbei betrachtet man Variationen als Fehler und die Hauptursache für Kundenunzufriedenheit in Form von Beschwerden, Garantiefällen, Rücknahmen, Projektüberschreitungen, Nacharbeit, Überproduktion, Lieferverspätungen, mangelnder Zuverlässigkeit und Verschwendung im Design. Die Six - Sigma - Methode ist eine Systematik, die zur Vermeidung von Variationen führen soll.
Das Ziel dieser Arbeit ist es nun, die Six - Sigma - Methode vorzustellen und zu bewerten, inwiefern ihr Einsatz für ein Unternehmen lohnenswert ist. Hierbei beginne ich damit, die Entstehung der Methode zu erläutern und sie generell zu definieren. Darüber hinaus sollen hier die wichtigsten Voraussetzungen für einen Einsatz von Six Sigma aufgezeigt werden, die statistischen Grundlagen erläutert und die Problematik der sogenannten qualitätsbezogenen Kosten behandelt werden. Anschließend geht es generell um die Implementierung von Six Sigma anhand des DMAIC-Zyklus für bereits bestehende Prozesse und des „Design for Six Sigma“ zur Entwicklung neuer Prozesse, wobei letzteres nur schemenhaft erläutert werden soll. Im Anschluss daran werde ich versuchen, Schwächen und Barrieren der Methodik zu identifizieren und kurz zu erklären, bevor ich abschließend versuchen werde, Six Sigma als Methode des Qualitätsmanagements und dessen effizienten Einsatz zu bewerten. Abgerundet werden soll die Arbeit mit einem kurzen Fazit und einem Ausblick.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Six - Sigma - Methode

2.1 Entstehung

2.2 Definition

2.3 Voraussetzungen für Six Sigma

2.3.1 Der Prozessgedanke

2.3.2 Absolute Kundenorientierung

2.3.3 Commitment und pro-aktives Management

2.4 Statistische Grundlage

2.5 Die Problematik der qualitätsbezogenen Kosten

3. Die Implementierung von Six Sigma

3.1 Der DMAIC - Zyklus

3.1.1 Define

3.1.2 Measure

3.1.3 Analyze

3.1.4 Improve

3.1.5 Control

3.2 Design for Six Sigma (DFSS)

4. Hindernisse und Barrieren von Six Sigma

5. Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von Six Sigma

6. Fazit und Ausblick

7. Anhänge

Zielsetzung und Themen

Diese Seminararbeit untersucht die Six-Sigma-Methodik als strategischen Ansatz im Qualitätsmanagement, um durch datenorientierte Prozessoptimierung eine Null-Fehler-Qualität zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, inwiefern der Einsatz von Six Sigma für Unternehmen lohnenswert ist und welche Voraussetzungen sowie Barrieren bei der Implementierung beachtet werden müssen.

  • Historische Entwicklung und statistische Definition von Six Sigma
  • Kritische Erfolgsfaktoren wie Prozessgedanke und Management-Commitment
  • Implementierung durch den DMAIC-Zyklus und das Design for Six Sigma (DFSS)
  • Analyse der qualitätsbezogenen Kosten und Einsparungspotenziale
  • Bewertung der Anwendbarkeit, insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen

Auszug aus dem Buch

2.1. Entstehung

Die strategische Initiative zur Anwendung von Six Sigma fiel erstmals Mitte der 1980er Jahre beim US-amerikanischen Unternehmen Motorola. Die Methode lehnt sich an Modelle wie Kaizen* und TQM, die damals bereits seit Jahrzehnten besonders in japanischen Unternehmen Verwendung fanden, an. Einen großen Anstoß zur Entwicklung des Konzeptes gab der leitende Motorola - Mitarbeiter Art Sundry, der bei einem Managementmeeting mit folgendem Ausspruch Aufsehen erregte: " Das eigentliche Problem bei Motorola ist, dass unsere Qualität zum Himmel stinkt!".

In den folgenden Jahrzehnten entdeckten viele Unternehmen die Methode für sich. Besonders hervorzuheben ist hierbei jedoch General Electrics unter der Führung von Jack Welch. Er beschreibt Six Sigma “als die wichtigste Initiative, die General Electrics jemals angeschoben hat“. Unter seiner Leitung wurde im Jahre 1995 jeder Geschäftsbereich von General Electrics, angefangen vom Kreditkartenservice, über Fabriken für Flugzeugmotoren bis hin zum NBC-Fernsehsender, danach ausgerichtet. Im Zuge dessen, implementierten Anfang und Mitte der 1990er Jahre viele andere renommierte US-amerikanische Unternehmen wie Kodak oder Allied Signal die Six Sigma Methode erfolgreich.

In einer zweiten „Welle“ Ende der 1990er Jahre, erhielt Six Sigma auch Einzug in Europa, da die US-amerikanischen Unternehmen, die die Methode bereits praktizierten nun von ihren europäischen Lieferanten verlangten ihre Prozesse mit den Six - Sigma - Methoden zu strukturieren und zu verbessern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den durch Globalisierung verursachten Verdrängungswettbewerb und stellt Six Sigma als datenorientierte Methode zur Prozessoptimierung und Fehlervermeidung vor.

2. Die Six - Sigma - Methode: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung bei Motorola, definiert Six Sigma als statistisches und ganzheitliches Konzept und benennt Voraussetzungen wie Prozessorientierung und Management-Commitment.

3. Die Implementierung von Six Sigma: Hier werden die methodischen Vorgehensweisen DMAIC für bestehende Prozesse und Design for Six Sigma (DFSS) für Neuentwicklungen detailliert beschrieben.

4. Hindernisse und Barrieren von Six Sigma: Das Kapitel analysiert Risiken wie mangelnde Akzeptanz, hohe Kosten durch Spezialisierung und die Problematik bei der Einbindung externer Zulieferer.

5. Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von Six Sigma: Es erfolgt eine kritische Würdigung der Anwendbarkeit, wobei insbesondere die Herausforderungen für kleine und mittelständische Unternehmen hervorgehoben werden.

6. Fazit und Ausblick: Abschließend wird Six Sigma als exzellente Systematik zur langfristigen Prozessverbesserung bewertet, deren prägende Bausteine auch zukünftig von hoher Bedeutung bleiben.

7. Anhänge: Die Anhänge enthalten ein Glossar der Fachbegriffe sowie ein Abbildungs-, Literatur- und Quellenverzeichnis.

Schlüsselwörter

Six Sigma, Qualitätsmanagement, DMAIC, Prozessoptimierung, Kundenzufriedenheit, Null-Fehler-Qualität, Prozessfähigkeit, Statistische Grundlage, Kosten-Nutzen-Analyse, Varianz, Design for Six Sigma, Management-Commitment, Qualitätskosten, Standardabweichung, Prozesshandbuch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit Six Sigma als umfassende Methode des Qualitätsmanagements zur systematischen Optimierung betrieblicher Prozesse durch statistische Datennutzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die theoretischen Grundlagen, die praktische Implementierung über den DMAIC-Zyklus, die betriebswirtschaftliche Bewertung und die Analyse potenzieller Barrieren.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist die Vorstellung und kritische Bewertung der Six-Sigma-Methodik, um aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen ihr Einsatz für Unternehmen ökonomisch lohnenswert ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der existierende Konzepte, statistische Modelle und praktische Erfolgsfaktoren von Six Sigma zusammengeführt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen, den Implementierungsprozess (DMAIC und DFSS), die Identifikation von Hindernissen sowie die Bewertung der Einsatzchancen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Prozessorientierung, statistische Fehlermessung, Kundenzufriedenheit, Prozessfähigkeit und das Management-Commitment.

Worin liegt der Unterschied zwischen DMAIC und Design for Six Sigma?

DMAIC dient der Optimierung bereits bestehender Prozesse durch schrittweise Fehlerreduktion, während Design for Six Sigma auf die Neugestaltung von Prozessen abzielt, um von Anfang an ein hohes Qualitätsniveau zu erreichen.

Warum ist Six Sigma für kleine und mittelständische Unternehmen oft schwierig umzusetzen?

Der hohe Bedarf an internen Experten, die notwendigen Schulungen und die kontinuierliche Betreuung durch externe Berater sind für kleinere Unternehmen mit begrenzten personellen und finanziellen Kapazitäten oft nicht effizient tragbar.

Welche Rolle spielen die qualitätsbezogenen Kosten (COPQ)?

COPQ-Kosten sind ein wesentlicher Indikator; Six Sigma zielt darauf ab, diese durch Fehlervermeidung massiv zu senken, was erheblichen Einfluss auf das Betriebsergebnis und die Wettbewerbsfähigkeit hat.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Six Sigma als Methode des Qualitätsmanagements
Hochschule
Hochschule Merseburg
Veranstaltung
Qualitätsmanagement
Note
1,3
Autor
Martin Nietz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
36
Katalognummer
V75533
ISBN (eBook)
9783638718875
ISBN (Buch)
9783638719025
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sigma Methode Qualitätsmanagements Qualitätsmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Nietz (Autor:in), 2007, Six Sigma als Methode des Qualitätsmanagements, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/75533
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Leseprobe aus  36  Seiten
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