Universität Karlsruhe, Institut für Berufspädagogik
Einreichungsdatum: 03.09.2007, SoSe 2007
Hauptseminar: Führungskompetenzen
Sozialkompetenz fördern
von
Jörg Leistenschneider
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung... 1
2. Die Vielfältigkeit der Sozialkompetenz... 3
2.1. Was ist soziale Kompetenz?... 3
2.2. Komponenten sozialer Kompetenz... 4
3. Sozialkompetenz fördern... 7
3.1. Lernen durch die soziale Situation... 7
3.2. Lernen in sozialen Situationen... 8
3.3. Lernen sozial positiv bewerteter Handlungen... 8
3.4. Gestaltung des Lernprozesses für Sozialkompetenzen... 9
4. Kommunikation als Kernstück der Sozialkompetenz... 11
5. Wege zur sozialen Kompetenz... 14
6. Fazit und Ausblick... 16
7. Literatur- und Quellenverzeichnis... 18
1. Einführung
Seit geraumer Zeit wird soziale Kompetenz als Schlüsselqualifikation verstärkt gefordert und gefördert und steht damit heute mehr denn je im Fokus der Gesellschaft.
„Ohne soziale Kompetenz der Mitarbeiter hat heutzutage kein Unternehmen, das auf Dauer auf dem Weltmarkt bestehen will, eine Chance. Sie ist der Schlüssel zum Erfolg, das künftige Lebenselixier der Wirtschaft“(Faix & Laier, 1996, S.41).
Durch gesellschaftliche sowie technisch-organisatorische Veränderungen im Betrieb kommt der sozialen Kompetenz verstärkte Aufmerksamkeit zu. So müssen Fachkräfte immer häufiger in der Lage sein ihr Produkt nicht nur zu berechnen und zu konstruieren, sondern auch zu vermitteln, erklären und zu präsentieren. Daraus resultieren neue Anforderungen an das Verhalten der Interaktionspartner.
Auch Führungskräfte benötigen verstärkt Sozialkompetenzen, um die Kreativität und aktive Mitarbeit ihrer Mitarbeiter zu fördern und sie auf eine kooperativ entwickelte Unternehmensstruktur auszurichten. Fachkräfte benötigen sie, um ihre Sach- und Fachkompetenzen in die teamorientierte Bewältigung komplexer Problemstellungen einzubringen (vgl. Jetter & Skrotzki, 2005, S.51). In nahezu jeder Stellenausschreibung sowie im neu eingeführten Lernfeldkonzept der Berufsschule kommt der Sozialkompetenz höchste Bedeutung zu. Unternehmen verlangen ganzheitlich ausgebildete Fachkräfte, die im Sinne der Handlungskompetenz, planen, ausführen, und bewerten. Dabei sollen die Mitarbeiter selbstständig die gestellten Aufgaben lösen und jederzeit in der Lage sein kommunikativ diese Ergebnisse zu präsentieren. Deshalb wird auch in der Berufsschule den angesprochen Kompetenzen eine immer größere Beachtung geschenkt. Der Trend geht: folglich vom Spezialisten zum Generalisten. Wo früher noch perfekt ausgebildete Fachkräfte (z.B. Dreher) gesucht wurden, deren Einsatz sich größtenteils nur auf ihr Spezialgebiet (z.B. Drehbank) bezog, werden heute Allroundtalente eingestellt, die neben der Konstruktion bis hin zur Präsentation des Produktes ganzheitlich einsetzbar sind. Oft wird hier von den so genannten Schlüsselqualifikationen (Präsentationsfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit,…) gesprochen. All diese Umschreibungen sind auch Teil der Sozialkompetenz. Demnach hat der Begriff Sozialkompetenz viele Gesichter und wird je nach Aktionsraum unterschiedlich aufgefasst. Eine der Grundvoraussetzungen ist die Persönlichkeitsstruktur des Menschen, die in Interaktion mit ihrem Umfeld tritt (vgl. Langmaack, 2004, S.9).
Soziale Kompetenz kann nicht erlernt werden, indem man ein Buch liest. Sie bildet sich mit der Entwicklung des Menschen in seinem jeweiligen Umfeld mit aus. Soziale Kompetenz wird ein Leben lang gelernt, weil man sich in immer neuen Situationen neu bewähren muss.
Die meisten Bausteine sozialer Kompetenzen sind seit jeher bekannt, werden im Alltagsleben gelernt und anerkannt, wie z.B. Respekt voreinander und Toleranz füreinander. Im Rahmen der sozialen Kompetenz sind Konfliktsituationen im Beruf und im Alltag und deren Bewältigung von besonderem Interesse. Soziale Kompetenz beinhaltet vor allem auch Gefühle, die erwachsen gelebt werden, und eine konstruktive Werteinstellung. Fachlichkeit, unabhängig wie hoch qualifiziert ausgebildet und wissenschaftlich belegt, kann persönliche Zuwendung, Toleranz oder eine grundsätzlich positive Einstellung zu Menschen nicht ersetzen. Diese Voraussetzungen für Teamfähigkeit drücken sich in Sprache und Verhalten aus (vgl. Langmaack, 2004, S.20). Demzufolge wird nicht nur von Mitarbeitern, sondern auch von Führungskräften ein immer höheres Maß an Sozialkompetenz verlangt. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der vielfältigen Begrifflichkeit sowie mit dem Verständnis von Sozialkompetenz und wie diese gefördert und erlangt werden kann.
2. Die Vielfältigkeit der Sozialkompetenz
In Zeitschriften und der einschlägigen Literatur findet sich eine Vielzahl von Meinungen und Definitionen zur Sozialkompetenz. Dabei werden oft konkrete Definitionen sowie verschiedene Auflistungen von Begriffen, wie Teamfähigkeit oder Konfliktfähigkeit synonym genannt.
2.1. Was ist soziale Kompetenz?
[...]
Arbeit zitieren:
Dipl.Ing. Jörg Leistenschneider, 2007, Sozialkompetenz fördern, München, GRIN Verlag GmbH
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DOI
Soziale Kompetenz - Ein Überblick über verschiedene Definitionen
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