Einleitung 2
Bedeutung des Critical Care Outreach System 3
Bedeutung des Critical Care Outreach System 5
Situation an meinem Arbeitsplatz 5
ANP in der Intensivpflege am Universitätsspital Zürich 6
1. Präintensivpflege 6
3. Postintensivpflege 8
Das Kontinuum der erweiterten Intensivpflege 9
Fazit 9
Abgrenzung gegenüber anderen Berufsgruppen 11
Ausblick in die Zukunft 11
References 13
ANP in der Intensivpflege: Eine Herausforderung in der Schweiz
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ANP der Intensivpflege: Eine Herausforderung in der Schweiz
Einleitung
In der heutigen Zeit, wo vielfältige Faktoren das Gesundheitswesen beeinflussen, sind Veränderungen unabdingbar. Kostendruck im Gesundheitswesen und demographische Verschiebungen sind Gründe für diese Veränderungen in allen Industriestaaten und somit auch in der Schweiz. In der obligatorischen Krankenpflegeversicherung der Schweiz stiegen die Leistungen von 15’478 Mio. SFr. im Jahre 2000 auf 19’140 Mio. SFr. im Jahre 2004. Die Zunahme der Kosten vom Jahr 2003 zum Jahr 2004 bedeutet eine Steigerung um 6,8% (BAG, 2006). Genau dieser Anstieg zeigt einen Ausblick in die Zukunft. Verursacht werden diese Kosten durch eine erhöhte Lebenserwartung und damit durch die steigende Zahl langlebiger Menschen (Höpflinger, 2003), chronisch kranker und behinderter Menschen, Änderungen in dem System „Familie“ und Veränderungen des sozialen Netzwerkes (Spirig, Petry, Kesselring, & De Geest, 2001). Das gesamte Schweizer Gesundheitswesen steht, genau wie alle anderen Industriestaaten, neuen großen Herausforderungen gegenüber.
Die Aufgaben in der Kranken- und Alterspflege werden komplexer und damit steigen die Anforderungen an professionelle Pflegende. Sie müssen sich immer mehr marktwirtschaftlichen Gesetzen unterwerfen (Linderman, 2000), stets neue Pflegetechniken anwenden und müssen bei wachsendem Wissensstand auf dem Laufenden bleiben. Zukünftige Schwerpunkte in der Praxis und Forschung sind: klinische Pflege, auf Evidenz basierte Pflege, Familienpflege, Gesundheitsförderung, Genetik und Umweltveränderungen (Hinshaw, 2000). Diese Veränderungen verlangen von den Pflegenden neue Kompetenzen und ein erweitertes Wissen und stellen neue Ansprüche an die Ausbildung. Eine Möglichkeit, diesen neuen und zukünftigen
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Anforderungen an die Pflege gerecht zu werden, beschreibt Advanced Nursing Practice (in der
Folge ANP genannt).
In der Definition von (Ann B. Hamric, 2005) bedeutet ANP im primären Kriterium eine
universitäre Ausbildung (Master oder Doktoratslevel) mit entsprechender Praxiserfahrung. Sie ist
fokussiert auf den Patienten oder die Familie in einem speziellen Gebiet oder mit „speziellen
gesundheitlichen Problemen“ (Spirig & De Geest, 2004). Die direkte klinische Praxis ist die
zentrale Kompetenz von ANP. Sie wird von ANP-SpezialistInnen 1 ins Zentrum gestellt und beeinflusst alle Kernkompetenzen.
Kernkompetenzen sind: klinische und professionelle Führungstätigkeit (im weiteren
Leadership genannt), Beratung und Coaching, Konsultation, Forschungsfähigkeit,
Zusammenarbeit und ethische Entscheidungsfindung. Diese ANP-SpezialistInnen sind durch ihre
Teilnahme am Pflegeprozess am besten in der Lage, aktiv die Anpassung des Gesundheitswesens
an die heutige Zeit und die Zukunft mitzugestalten. Die große Autonomie dieser ANP-
SpezialistInnen kommt durch Anwendung neuester Forschungsergebnisse, durch Orientierung an
Patientenresultaten und Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams zum Ausdruck. Mit ANP
ist es möglich, ein erweitertes, breiteres und patientenoptimiertes Pflegeangebot zu erbringen.
Von ANP-SpezialistInnen geführte Pflegeangebote sind in den angloamerikanischen Ländern
Alltag. In der Schweiz sind sie im Aufbau und somit möchte ich den Blickwinkel dieser Arbeit
auf ein mögliches ANP-Pflegeangebot in der Intensiv- und Notfallpflege lenken. Bedeutung des Critical Care Outreach - System
Lange hat man der Rettungskette in einem Spital sehr wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Critical
Care Outreach: zielt auf eine spitalweite Zusammenarbeit in der Pflege kritischer kranker
Patienten und Notfallpatienten ab. Häufig bestehen Mängel im frühzeitigen Erkennen von
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Notfallsituationen bzw. im Erkennen von Anzeichen einer physiologischen Instabilität auf der Allgemeinen Abteilung. Die Ärzte sind sehr spezialisiert in ihrer Fachrichtung und durch den immer höher werdenden Arbeitsaufwand steht vielfach sehr wenig Zeit zur Verfügung, um Symptome der klinischen Verschlechterung zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Interventionen der Reanimationsteams erfolgen vielfach dann, wenn es für Hilfe schon zu spät ist (Valentin A., 2005). Die Erfolgsquote besteht auch nur bei 17-24 % (Gwinnutt, Columb, & Harris, 2000; Skogvoll, Isern, Sangolt, & Gisvold, 1999). Oftmals sind Pflegefachkräfte diejenigen, die Zeichen einer aufkommen Notfallsituation oder Instabilität erkennen und erkennen müssen. Critical Care Outreach ist eine organisatorische Annäherung innerhalb des Spitals, um für alle kritisch kranken Patienten eine optimale Behandlung, Betreuung und Pflege, unabhängig ihres Aufenthaltsortes spitalweit zu sichern.
Mehrere Studien (Goldhill & Sumner, 1998) und aktuelle Reports (Culliane M., 2005) in England und Australien zeigen, dass eine suboptimale Pflege von instabilen Patienten vor dem Eintritt in die Intensivpflegestation eine Zunahme der Mortalität zur Folge hat. Unter suboptimaler Pflege versteht man das Übersehen von Verschlechterungen des Zustandes von Patienten, eine ungeeignete Therapie und Ereignisse, die vom Pflege- oder medizinischen Personal zwar erkannt und dokumentiert werden, aber ohne Konsequenzen bleiben. 36% der Patienten erhielten eine suboptimale Pflege vor dem Eintritt in die Intensivpflegestation und 41% der Aufnahmen auf die Intensivpflegestation wären möglicherweise vermieden worden (McGloin, Adam, & Singer, 1999; McQuillan et al., 1998). Suboptimale Pflege bedeutet ebenso, dass die Zeit, die vom ersten Anzeichen der Instabilität bis zur ersten Intervention beim Patienten vergeht, zu lang ist. Dazu zählen aber auch die Zeit bis zur Einweisung auf eine Intensivpflegestation und der Betreuungsbeginn dort. McQuillen et al. (1998) haben
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nachgewiesen, dass es nur 36% „gut-gemanagte“ Patienten und 56% „suboptimal-gemanagte“
Patienten gab (McQuillan et al., 1998), siehe Diagramm 1.
Outreach - Prozesse
Die frühe Identifikation von Risiko - Patienten durch Assessment-Systeme ist von großer
Bedeutung. Stenhouse beschreibt im Intensivpflege-Jahrbuch 2001 Vorhersagevariablen des
Risikos (Stenhouse, 2001), die für das Critical Care Outreach System angepasst wurden, siehe
auch Tabelle 1 (Buist et al., 2002). So lassen sich Patienten mit entsprechendem Risiko leichter
erkennen und entsprechende MET 2 oder PERT 3 können gerufen werden. Eine schnelle Überweisung an Expertenhilfe kann durch diese Rufmöglichkeit gesichert werden. Frühe
Interventionen und rechtzeitiger Transfer auf eine Intensivpflegestation, wären möglich.
Critical Care Outreach sorgt für eine sichere Entlassung des Patienten von der
Intensivstation zurück auf die Abteilung. Das bedeutet, dass Patienten stabile Vitalwerte
aufweisen und die Readmissionswahrscheinlichkeit relativ gering ist. Eine frühzeitige
Austrittsplanung auf der Intensivpflegestation ist dazu Voraussetzung. Die Genesung von
kritischen Erkrankungen betrifft vor allem die Unterstützung des Abteilungspersonals. Follow-
up’s auf der Abteilung und vor allem die Schulung von Fertigkeiten im Erkennen und Handeln
bei kritischen Patientensituationen bilden die Grundlage dieser Unterstützung. Die
Koordinierung der interdisziplinären Zusammenarbeit ist immens wichtig für die Kontinuität der
Pflege. Eine ständige Überprüfung und Verbesserung der Standards der Intensivpflege (Culliane
M., 2005) ist ein notwendiger, dynamischer und sich ständig weiterentwickelnder Prozess. Situation an meinem Arbeitsplatz
Am Universitätsspital Zürich ist diese Art eines Critical Care Outreach - Systems, ein
übertragenes oder ähnliches System, nicht implementiert. Das Institut für Anästhesiologie
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Joachim König, 2005, ANP in der Intensivpflege: Eine neue Herausforderung in der Schweiz, Munich, GRIN Publishing GmbH
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