Vorwort:
Dies ist eine Zusammenfassung der Statistik II Vorlesung, die im Wintersemester 1994495 von Prof. Dr. Kuno Egle gehalten wurde. Sie erhebt weder Anspruch auf Richtigkeit noch Anspruch auf Vollst andigkeit. Da sie mir trotzdem bei der Klausurvorbereitung bisher eine gute Hilfe war, ein zumindest strukturiertes Nachschlagewerk ist und ich nicht zuletzt eine Menge Zeit darin investiert habe, habe ich mich dazu entschloen, sie jedem Interessenten uber die rzstud zu Verf ugung zu stellen. Sie liegt in dem ooentlichen Verzeichnis ~ul544pubb als Postscript-File ab. Von hier aus kann sie sich jeder in ein eigenes Verzeichnis kopieren und von dort aus ausdrucken 'cp ~ul544pubbstatistik.ps.gz .' danach 'lp statistik.ps.gz'.
Uber Erg anzungsvorschl age und Fehlerkorrekturen freue ich mich. Sie k onnen mir per e-mail an ThomasBolz@stud.rz.uni-karlsruhe.de gesendet werden. Karlsruhe, am 14.Februar 1995, Thomas Bolz
INHALTSVERZEICHNIS i
Inhaltsverzeichnis
1 Grundbegriie 1
1.1 Wahrscheinlichkeitsraum 1
1.1.1 Wahrscheinlichkeitsma 1
1.1.2 Sprechweisen 1
1.1.3 Dirac-Ma 1
1.1.4 Laplace scher Wahrscheinlichkeitsraum 1
1.1.5 Poissonverteilung 1
1.1.6 Geometrische Verteilung 2
1.1.7 Kont Wahrscheinlichkeitsma e auf IR 2
1.1.8 Gleichverteilung 2
1.1.9 Exponentialverteilung 3
1.1.10 Standardnormalverteilung N0 1 3
1.1.11 Normalverteilung N 2 3
1.1.12 Dreieckverteilung 3
1.2 Unterraum 3
1.2.1 Spur Algebra 3
1.2.2 Bedingte Wahrscheinlichkeiten 3
1.2.3 Satz von der totalen Wahrscheinlichkeit 4
1.2.4 Satz von Baye s 4
1.3 Produktraum 4
1.3.1 Produkt Algebren 4
1.3.2 Produktwahrscheinlichke i t 4
1.3.3 Diskrete Produktmae 4
1.3.4 Produkt kont Wahrscheinlichkeitsmae auf IR IR 4
1.4 Bildraum 5
1.4.1 Bild Algebra 5
1.4.2 Bildwahrscheinlichke i t 5
1.4.3 Binomialverteilung 5
1.4.4 Transformation kont Verteilungen auf IR 6
1.5 Das Stichprobenmodell unabh angiger Ziehungen 6
1.5.1 Stichprobenmodell 6
2 Lage und Formparameter 6
2.1 Diskrete Verteilungen auf IR bzw IR n 6
2.1.1 Arithmetisches Mittel Mittelwert Erwartungswert 6
2.1.2 Quartile der Ordnung 7
2.1.3 Modus Modalwe r t 7
2.1.4 Varianz: 2 VarP und Standardabweichung 7
2.1.5 Allgemeine Momente zentrale Moment e 7
2.1.6 Klassische Beispiele diskreter parametrischer Verteilungen 7
2.2 Kontinuierliche Verteilungen 8
2.2.1 Arithmetische Mittel Erwartungswert 8
2.2.2 Quantile der Ordnung 8
2.2.3 Modus Modalwert x x mod 8
2.2.4 Varianz: 2 VarP und Standardabweichung 8
ii INHALTSVERZEICHNIS
2.2.5 Momente zentrale Momente 8
2.2.6 Klassische Beispiele kont param Verteilungen 9
2.2.7 Mittelwerte und Varianzen von Verteilungen auf IR IR 9
3 Korrelation Faltung zentraler Grenzwertsatz 10
3.1 L 2
IR P 10
3.1.1 Deenitionen 10
3.1.2 Satz von Pythagoras 10
3.1.3 Satz von Bienaim e 10
3 1 4
Ubertragung auf 2 dimensionale Zufallsvariablen 10
3.1.5 Ungleichung von Tschebysch e 10
3.2 Faltung 10
3.2.1 Deenitionen 11
3.2.2 Anwendung 11
3.3 Folgen von Verteilungen zentraler Grenzwertsatz 11
3.3.1 Deenitionen 11
3.3.2 Verteilung des Mittelwertes x aus Transformationen 11
3.3.3 Starkes Gesetz groer Zahlen 12
3.3.4 Zentraler Grenzwertsatz 12
3.3.5 Anwendung 12
4 Elemente der parametrischen Sch atz und Testtheorie 12
4.1 Parametrische statistische Strukturen 12
4.1.1 Parametrische Verteilungsklassen 12
4.2 Statistike n 13
4.2.1 Deenitionen 13
4.2.2 Vollst andigkeit 13
4.2.3 Suuzienz 13
4.2.4 Faktorisierungstheorem von Finster-Neymann 14
4.3 Sch atztheorie Punktsch atzung 14
4.3.1 Deenition: Sch atzer 14
4.3.2 Satz von Lehman Schii e UMVU-Sch atzer 14
4.3.3 Mittlerer quadratischer Fehler MQF 14
4.3.4 Risiko 14
4.3.5 Wichtigste Konstruktionsmethoden 15
4.4 Bereichssch atzung 15
4.4.1 Bereichssch atzer 15
4.5 Testtheorie 15
4.5.1 Optimalit atseigenschaften 15
4.5.2 G utefunktion 16
4.5.3 Deenition von gleichm aig besser 16
1 Elementare Wahrscheinlichkeitstheorie
1 Grundbegriie
=Grundgesamtheit Menge aller Ereignisse, die auftreten k onnen A = -Algebra d.h. alle interessierenden Ereignisse P Wahrscheinlichkeitsma
1.1 Wahrscheinlichkeitsraum
1.1.1 Wahrscheinlichkeitsma
P: A ! 0; 11 heit Wahrscheinlichkeitsma , 1 P=1
2 PA c =1-PA
3 fA n g IN A Familie von disjunkten Teilmengen
P S A n = P
IN IN
1.1.2 Sprechweisen
. . .s i c heres Ereignis ;. . .u n m ogliches Ereignis A . . . Ereignis f!g... Elementarereignis
1.1.3 Dirac-Ma
; A = P; ! 2 fest: Dirac-Ma " ! im Punkt ! : 1 : : : !2 A " A = 1.1.4 Laplace'scher Wahrscheinlichkeitsraum
ist endlich, das Mengensystem A ist die Potenzmenge von , alle Elementarereignisse sind gleich w ahrscheinlich. 6 = ; endlich A = P: ,! 0; 11 deeniert durch PA = A
Anz. Elementarereignisse in
1.1.5 Poissonverteilung
X X 1 1 a k a k
0 0
2 1 GRUNDBEGRIFFE
Pk = a k
k! e ,a Pk gibt Wahrscheinlichkeitdaf ur an, da k Punktereignisse pro Zeiteinheit statttnden, wobei t = a gilt. mit =Ankunftsrate pro Zeiteinheit, t =Zeitspanne Die Poissonverteilung ist f ur n 50 oder p 0; 1 eine N aherung f ur die Binomialverteilung. Dann ist a = n p .
1.1.6 Geometrische Verteilung
k = 1 , pp k 2 p =Anteil der Einsen, 1 , p =Anteil der Nullen k ist die Wahrscheinlichkeit, bei der k + 1-ten Ziehung einen Mierfolg zu haben, d.h. eine Null zu ziehen, und bei den vorhergehenden k Ziehungen Erfolg
P
n
q k = 1,q n+1
gehabt zu haben. Es gilt:
k=0 1.1.7 Kontinuierliche Wahrscheinlichkeitsma e auf IR Kontinuierliches Wahrscheinlichkeitsma P auf IR wird durch W ahrscheinlichkeitsdichte
Z
1
Zu ' aquivalent ist die Verteilungsfunktion Fa:
Z
a
Fa = P ,1; a = ,1 Eigenschaften von F:
1 F ist monoton steigend 2 F,1 = 0 ; F +1 = 1 3 ' st uckweise stetig F stetig
1.1.8 Gleichverteilung
1
b,a f ur a x b
Fx = x,a b,a a x b
1.2 Unterraum 3
1.1.9 Exponentialverteilung
'x = e ,x x 0
0 0 Exp gibt die Verteilung der Zwischenankunftszeiten pro Zeiteinheit an z.B. Telefonanrufe von Kunden, Ankunft von Personen an der Bushaltestelle. =Ankunftsrate pro Zeiteinheit 1.1.10 Standardnormalverteilung N0; 1 'x = 1
e ,x 2 p
2
Die Verteilungen bekommt man am besten aus Tabellen. Es gilt: ,x = 1 , x
1.1.11 Normalverteilung N; 2
1.1.12 Dreieckverteilung
a+x a 2 f ur: ,a x x 0
1.2 Unterraum
1.2.1 Spur -Algebra 0 ; A : -Algera auf : A 0 : fA 0 j A 2 A g
heit " Spur vonA auf 0 oder " von A auf 0 induzierte -Algebra i . Z . Ist S Erzeuger von A auf , so ist S 0 := fs 0 =s 2 S g Erzeuger vonA 0 .
1.2.2 Bedingte Wahrscheinlichkeiten
0 ; A 0 ; P 0 heit Unterraum
0 8A 2 c 0
4 1 GRUNDBEGRIFFE
1.2.3 Satz von der totalen Wahrscheinlichkeit
Man verschaat sich hier am besten eine
Ubersicht, indem man die gegebenen Wahrscheinlichkeiten am Einheitsquadrat aufzeichnet. 1 f j g IN A Partition von mit h ochstens abz ahlbarem IN; P j
0 8B 2 A :
PB= j = PB j
fB j g IN ist Partition von B, daher ist PB = P
2 wie 1 und auerdem PB 0 F
ist P PB= j P j P k =B = P k B
1.2.4 Satz von Bayes
PA=B = PAB PB = PA PB PB = PA
A; B
2 A
unabh angig
,
PB=A
=
PAB
1.3 Produktraum
1.3.1 Produkt--Algebren
A 1 ; A 2 -Algebren auf 1 bzw. 2 :
Die auf 1 2 von der Menge S aller Rechtecke erzeugte -Algebra A 1 A 2 heit " Produkt von A 1 und A 2 auf 1 2 , kurz " Produkt -Algebra .
1.3.2 Produktwahrscheinlichkeit
1 ; A 1 ; P 1 ; 2 ; A 2 ; P 2 W ahrscheinlichkeitsr aume:
Die Wahrscheinlichkeit P 1 P 2 auf 1 2 ; A 1 A 2 mit P 1 P 2 A 1 A 2 : = P 1 A 1 P 2 A 2 8 A 1 2 A 1 ; A 2 2 A 2 heit Produktwahrscheinlichkeit. 1 2 ; A 1 A 2 ; P 1 P 2 heit Produktraum.
1.3.3 Diskrete Produktmae
P 1 = P
j " ! j diskretes Ma auf 1 mit Masse j in ! j
1 2 mit Massen k j = j k in den Punkten ! j ; ! k . Bedingte Verteilungen sind identisch mit Rand- bzw. Ausgangsverteilungen.
1.3.4 Produkt kontinuierlicher Wahrscheinlichkeitsma auf IR IR P 1 kontinuierliches Wahrscheinlichkeitsma auf IR mit Dichte ' 1 x und Verteilungsfunktion F 1 a
1.4 Bildraum 5
P 2 kontinuierliches Wahrscheinlichkeitsma auf IR mit Dichte ' 2 y und Verteilungsfunktion F 2 a P 1 P 2 ist kontinuierliches Wahrscheinlichkeitsma auf IR IR mit Dichte 'x; y = ' 1 x ' 2 y , x; y unabh angig Fa; b = P 1 P 2 ,1; a ,1; b = F 1 a F 2 b Fa; b = Fa Fb gilt nur, wenn x und y zwei unabh angige Variablen sind. Randdichten: xiere x
Z Z
'
1
x =
'x; y dy
=
'
1
x
'
2
y
dy
7
1 bedingte Dichten:
'x=y : = 'x; y ' 2 y = ' 1 x ' 2 y ' 2 y = ' 1 x , x; y unabh angig
Bedingte Dichten sind identisch mit den Randdichten bzw. urspr unglichen Dichten.
1.4 Bildraum
1.4.1 Bild -Algebra
f; A ,! E
B f := fB E=f ,1 B 2 A g heit Bild von A mittels f.
1.4.2 Bildwahrscheinlichkeit Die Wahrscheinlichkeit P f = fP mit 8B 2 B : P f B : = Pf ,1 B heit Bildwahrscheinlichkeit, Bild von P in E mittels f, oder Verteilung von f. E;B; P f
Eine mebare Funktion f auf einem Wahrscheinlichkeitsraum ; A; P heit Zufallsvariable reelle Zufallsvariable, falls E = I R; Zufallsvektor, falls E = I R n . f heit P f -verteilt, f selbst ist diskret, kontinuierlich, falls P f diskret auf E, kontinuierlich auf E = I R v erteilt ist.
1.4.3 Binomialverteilung
Stichprobe mit Zur ucklegen
!
n
binomischer
P k Lehrsatz p + 1 , p n = 1 n = 1 = Anwendung: Bei dichotomen nur zwei Auspr agungen Merkmalen k Wahrscheinlichkeit f ur k schlechte Teile bei Stichprobe vom Umfang n und Ausschuanteil p.
6 2 LAGE- UND FORMPARAMETER
1.4.4 Transformation kontinuierlicher Verteilungen auf IR df ,1
Beispiele:
1 x ,! x + f ,1 : x ,! x ,
R
b ' f x dx =
a 2 x ,! x f ,1 : x ,! 1
R
b ' f x dx =
a Formel f ur beliebig diierenzierbare f : I R ,! IR
dx
Z Z
df ,1
ist Wahrscheinlichkeit P f mit Masse nur auf fIR.
1.5 Das Stichprobenmodell unabh angiger Ziehungen
1.5.1 Stichprobenmodell
Ein Stichprobenmodell von M 2 IN unabh angigen Ziehungen mit Zur ucklegen
aus
; A; P bzw. E; B; P f liegt vor, wenn n mit P n bzw. E n mit P f n
versehen ist.
2 Lage- und Formparameter 2.1 Diskrete Verteilungen auf IR bzw. IR n
2.1.1 Arithmetisches Mittel, Mittelwert, Erwartungswert
IN
Transformation: f : I R ,! IR
X
Ef : = EP f = k fx i
Zentrieren: f : x ,! x , Ef = 0
2.1 Diskrete Verteilungen auf IR bzw. IR n 7
2.1.2 Quartile der Ordnung
anderes Konzept: 2 0; 1 : Q = F ,1
2.1.3 Modus, Modalwert Der Modus ist der wahrscheinlichste Wert: k aus k = max N k i.a. mehrdeutig z.B. W urfeln k = 1 6
2.1.4 Varianz: 2 ; VarP, und Standardabweichung
Transformation: f : I R ,! IR
k fx k , Ef 2 Varf = V arP f = IN
Standardisierung f : x ,! x, Ef = 0 ; Varf = 1
2.1.5 Allgemeine Momente, zentrale Momente m x = x , m f m x = x m ; f 0
M m = Ef m = Ex m = P
P f 0
M 0 m = m = IN 2.1.6 Klassische Beispiele diskreter, parametrischer Verteilungen Poissonverteilung: k = a k k! e ,a = a; 2 = a
Hypergeometrische Verteilung: Stichprobe ohne Zur ucklegen N Elemente, M davon sind defekt, N , M sind intakt ! , N,M n,k
M
n
8 2 LAGE- UND FORMPARAMETER
ist die Wahrscheinlichkeit, k defekte Teile bei Ziehung von n Elementen ohne Zur ucklegen zu erhalten. p H = M N Wahrscheinlichkeit, uberhaupt
ein schlechtes Teil zu ziehen =
n
M N
=
n p
H
2
=
n
M N N,M N N,n N,1
=
n p
H
1
,
p
H N,n N,1
F ur groe
N
kann man die Hypergeometrische durch die Binomialverteilung approximieren.
Multinomialverteilung:
2.2 Kontinuierliche Verteilungen
2.2.1 Arithmetische Mittel, , Erwartungswert
R
= EP = Ex : = x ' x dx
anderes Konzept: 2 0; 1 : Q = F ,1
2.2.3 Modus, Modalwert x ; x mod
Der Modus ist der Punkt mit der gr oten Wahrscheinlichkeitsdichte. x aus max 'x = ' = 'x Im allgemeinen ist ' diierenzierbar: x aus d' = 0 dx 2.2.4 Varianz: 2 ; VarP, und Standardabweichung
Transformation f : I R ,! IR V a r f : = V a r P f = Ef 2 , Ef 2
2.2.5 Momente, zentrale Momente m x = x , m f n x = x m ; f 0
R
M 0 m = Ef 0 IR
von P
2.2 Kontinuierliche Verteilungen 9
2.2.6 Klassische Beispiele kontinuierlicher parametrischer Vertei-
lungen
Gleichverteilung: 'x = 1 b,a 1 a;b x = a+b 2 ; 2 = 1 12 b , a 2
x i , 2 x i , s 2 n = 1 s 2 n = 1 x 2 Mit s 2 n wird die tats achli-
n n,1
1 1
che Varianz 2 der Grundgesamtheit gesch atzt, wenn der tats achliche
s 2 n wird dagegen die tats achliche Varianz Mittelwert bekannt ist. Mit
gesch atzt, wenn unbekannt ist.
2.2.7 Mittelwerte und Varianzen von Verteilungen auf IR IR
10 3 KORRELATION, FALTUNG, ZENTRALER GRENZWERTSATZ
R R
x , x y , y 'x; y dydx = Ex y , x y xy = C o vx; y =
Ex y = x y ' x; y dy dx
x y Bemerkung: Corrx; y = Covx;y
x y
3 Korrelation, Faltung, zentraler Grenzwertsatz
3.1 L 2
IR P
3.1.1 Deenitionen
R
Der Vektorraum L 2 IR P mit Skalarprodukt f ; g := Ef g = fx gx 'x dx
und mit Seminorm
kfk
=
p
f ; g
heit Raum der quadratintegrierbaren re-
ellen Funktionen.
Covf;g : = f 0 ; g 0 heit Kovarianz.
Corrf;g : = f 0 ;g 0 kf 0 kk g 0 k = cos heit Korrelation zwischen f und g.
f;g unkorreliert , f 0 ?g 0 , f ; g = 0
3.1.2 Satz von Pythagoras
f;g unkorreliert Varf + g = V arf+Varg
3.1.3 Satz von Bienaim e
m =
P P
m f 1 ; : : : ; f m paarweise unkorreliert Var
1 1
3.1.4 Ubertragung auf 2-dimensionale Zufallsvariablen
; A; P W ahrscheinlichkeitsraum, f = , f 1 : : ,! IR IR
Varf :=VarP =
Covf 1 ; f 2 =
3.1.5 Ungleichung von Tschebyschee
D = EP , d; EP + d ooenes Intervall der L ange 2d, symmetrisch z u fP
PD c 1 d 2 VarP Falls die Distanz nicht symmetrisch z u ist, verwendet
man die Maxmimaldistanz.
3.2 Faltung
Unter Faltung versteht man die Verteilung von aufsummierten Massen.
3.3 Folgen von Verteilungen, zentraler Grenzwertsatz 11
3.2.1 Deenitionen
x; y ,! x + y
n i 2 0; : : : m j 2 0; : : : n P i ; P j bezeichnen hier Zufallsvariablen und
keine Wahrscheinlichkeiten.
P i diskret: l =
P i kontinuierlich: z =
0 Beispiele:
Binm; p Binn; p = Binm + n; p
N 1 ; ; 2 N 2 ; ; 2 = N 1 + 2 ; 2 2
3.2.2 Anwendung
Seien f : : ,! IR; g : : ,! IR z w ei Funktionen Zufallsvariablen mit Vertei-
lung P 1 = P f bzw. P 2 = P g in IR. Sind f;g unabh angig, so ist P f P g ihre
gemeinsame Verteilung auf IR IR. Also ist P a = P f P g , Bild von P f P g ,
Verteilung von f + g bei Unabh angigkeit. Die Summe von 2 unabh angigen Zufallsvariablen ist " P f P g -verteilt. Es gilt:
Ef + g = EP f P g = Ef + Eg = EP f + EP g
Varf + g = V arP f P g = V arf + V arg = V arP f + V arP g 3.3 Folgen von Verteilungen, zentraler Grenzwertsatz
3.3.1 Deenitionen
Sei ; A; P ein Wahrscheinlichkeitsraum, ff n g IN eine " unabh angige, iden-
tisch v erteilte F olge von Zufallsvariablen f n : : ,! IR
identisch v erteilt: alle f n haben dieselbe Bildverteilung, Bild von P in IR:
P
fn
=
P,
also ist
E
fn
=
EP
=
;
Varf
n
= V arP =
2
unabh angig: Bild von P n
auf IR n . f 1 : : : f n : : n ,! IR n
3.3.2 Verteilung des Mittelwertes x aus Transformationen
P
n f i : I R n ,! IR: f n = 1 n 1
P P f i ! i = n f i ! i ,! ! 1 ; : : : ; ! n ,! f 1 ! 1 ,! f n ! 1 ; : : : ; ! n = 1 ; : : : ; f n ! n
x 1 ; : : : ; x n = 1
n
1
124 ELEMENTE DER PARAMETRISCHEN SCH ATZ- UND TESTTHEORIE
P
n
Zentrieren von
f 0 ! 1 ; : : : ; ! n = 1
1
3.3.3 Starkes Gesetz groer Zahlen
Eine unabh angige, identisch v erteilte Folge ff n g IN gen ugt lim n!1 = 0 fast sicher.
Erl auterung:
Auf einem Wahrscheinlichkeitsraum gilt P fast sicher , P2!j:Ef!g = 0
3.3.4 Zentraler Grenzwertsatz
n a n!1 ,! a gleichm asig n ,! N0; 1 bzw. F P
Die Binomial- und die Hypergeometrische Verteilung lassen sich durch
N;
2
approximieren, wenn 1 , p N,n N,1 9 oder n n 30 bzw. n p 1 , p 9 oder
n n 30 ist. Stetigkeitskorrektur 0; 5 und Normierung k, p 2 nicht v ergessen.
3.3.5 Anwendung
Approximation von Verteilungen durch I N:
n N
0;05
HN;M;n
Bn;
M N
B 0 n; pNp; p1,p
Pa nn20 Na; a
2 nn30 Nn; 2n
4 Elemente der parametrischen Sch atz- und Test-
theorie
4.1 Parametrische statistische Strukturen
4.1.1 Parametrische Verteilungsklassen
geg: ; A; P " Grundraum, Population ist Wahrscheinlichkeitsraum mit un-
bekanntem P . E;B " Zustands-, Beobachtungsraum ist Menge von Aus-
pr agungen eines Merkmals, das an Individuen ! 2 beobachtet wird.
4.2 Statistiken 13
ges: f: : ,! E mebare Abbildung, " Zufallsvariable P sei ein Bild von P P ,! P in E, die " Verteilung v on f P sei unbekannt.
Grundannahme der parametrischen Sch atztheorie: P ebenso P F ge-horcht einem bekannten Bildungsgesetz f ur Massen k bzw. Dichten 'x und geh ort zu einem sogenannten " Verteilungstyp . Zur optimalen Anpassung an Daten ist P parametrisch durch P arameter aus einem Parameterraum : Die Massen k und die Dichten ' x v on P sind variabel in : P = P mit Massen k bzw. Dichten ' x; P = P = fP g
Deenitionen: Falls IR k k k 1, heit P = fP g parametrische sta-
tistische Struktur auf E;B analog:
P
n
stische Struktur auf E
n
;
B
n
.
P ; P F
Bemerkung: In allen klassischen F allen besteht zwischen und den Lage-und Formparametern von P ein unmittelbarer Zusammenhang.
4.2 Statistiken
4.2.1 Deenitionen
Einen mebare Abbildung : E n ; B n ,! F; heit Statistik. F ur F = I R
bzw. IR
n
heit skalar oder reel bzw. vektoriell. Bez uglich
P
heit zentriert
, 8
P
2
P
:
E
= 0
4.2.2 Vollst andigkeit
E;B;P heit vollst andig , die einzige reele Statistik f : E ,! IR mit uberall : E n ,! F vollst andig , E f = 0 f ur alle ist die Nullfunktion fast
F;Bild--Algebra,P
F
v ollst andig P nicht v ollst andig
, 9
f
8
:
E
f =
0, aber f 6 = 0
4.2.3 Suuzienz
: E n ,! F
x 1 ; : : : x n ,! x 1 ; : : : x n = y heit suuzient ersch opfend f ur alle P , kurz f ur , 8 y 2 F 8 2 : P n jB y unabh angig , ist im Term nicht mehr vorhanden von mit B y = fx i jx i = yg; x i = x 1 ; : : : x n . Suuzienzkriterium = Konstruktionsprinzip
144 ELEMENTE DER PARAMETRISCHEN SCH ATZ- UND TESTTHEORIE
4.2.4 Faktorisierungstheorem von Finster-Neymann
:
x
i
,!
y
suuzient f ur
,
P
x
1
; : : : x
n
=
g
x
1
; : : :
n
h
x
1
; : : : x
n
| z
mit mebarem
g
8 2
;
h
Hierbei ist im diskreten Fall P = Massenverteilung und im kontinuierlichen Fall P = ' Dichte. g ist eine Funktion der Statistik und des Parameters g y. h ist eine Funktion der x i hx i ; manchmal 1. Kann man nachweisen, da eine Verteilung zur Exponentialfamilie geh ort, so ist dies unter Umst anden auch ein Weg die Suuzienz einer Statistik nachzuweisen s. Ubung 50.
4.3 Sch atztheorie Punktsch atzung
4.3.1 Deenition: Sch atzer
x = s n : E n ; B n ; P n ,! oder s : F;C; P F ,! heit Eine Statistik
Sch atzer von Sch atzfunktion.
s n heit erwartungstreu , 8 2 : E s n = Erwartungswert des Sch atzers = P arameter s n heit asymptotisch erwartungstreu , 8 2 : E s n n!1 ,! s n heit konsistent erwartungstreu , 8 2 : 8d d 0 : P n
d
Es gilt bei Unabh angigkeit von x i : V arianz der Summe = Summe der Varianz.
4.3.2 Satz von Lehman Schii e UMVU-Sch atzer
x suuzient und vollst andig
fx
erwartungstreu f ur tzer GBE-Sch atzer, UMVU-Sch atzer.
4.3.3 Mittlerer quadratischer Fehler MQF
Mit dem Erwartungsert E , 2 k ann die G ute einer Sch atzfunktion be-
MQF = E , 2 = E 2 , 2 + 2 = E 2 , 2 E + 2 + E 2 , E 2 = V ar + , E 2
BiasVerzerrung
Bei erwartungtreuen Sch atzfunktionen gilt wegen E = : M Q F = V ar, d.h. es liegt kein Bias vor.
4.3.4 Risiko
Bez uglich einer Schadensfunktion u : ,! IR + heit die Schadenserwar-
R s = E u; s = F s : F ,! .
4.4 Bereichssch atzung 15
s 2 S heit extremer Sch atzer minimaler Varianz, gleichm aig minimal varianter erwartungstreuer Sch atzer oder gleichm aig bester erwartungstreuer Sch atzer f ur , 8 s 2 S 0 ; 8 2 : V ar s Var s
Andere Optimalit atskonzepte s 0 Minimax f ur , 8 s : sup R s 0 sup R s
4.3.5 Wichtigste Konstruktionsmethoden
Maximum-Likelihood Methode:
geg: E n ; B n ; P n ; festes Ereignis, Beobachtung B E n ges: F;C; P F ; festes Ereignis , Beobachtung B F Methode der gr oten Plausibilit at oder Maximum-Likelihood Methode: Jedes 2 erkl art B oder C am plausibelsten, das B oder C die gr ote Wahrscheinlichkeit gibt.
ges: aus sup P B oder aus sup P 0 C, im allgemeinen ist B einele-
mentig:
B
=
fx
1
; : : : x
n
g.
8
P n B : : :
:
Likelihoodfunktion in ; x 1 : : : x n Die ML-Methode gibt die Wahrscheinlichkeit an,da die Stichprobe x 1 ; : : : x n bei Vorliegen des Parameters realisiert wird. Das , f sten. Man setzt also dLx Ableitung noch nachpr ufen, ob L x f wird.
4.4 Bereichssch atzung
geg:F;C; P F ; System von Bereichen ges: Bereichssch atzer s : y ,! y y , in der der wahre Parameter aufgrund von vermutet wird.
4.4.1 Bereichssch atzer
Eine Statistik s : y ,! y heit Konndenz- Bereichssch atzer von . Sie ist f ur IR y = = 1 y; 2 y ein Intervallsch atzer von . Die Zahl s = 1 , inf P c heit Konndenzniveau von s. s heit Bereichssch atzer zum Niveau , s .
4.5 Testtheorie
4.5.1 Optimalit atseigenschaften
geg: F;B n ; P F ; 2 disjunkte Teilmengen 0 ; 1 2 statistische Hypothesen: H 0 , 2 0 ; H 1 , 2 1 2 E n tscheidungen aufgrund von Beobachtungen y 2 F: Annahme von H 0 , 2 0
164 ELEMENTE DER PARAMETRISCHEN SCH
ATZ- UND TESTTHEORIE
Annahme von H 1 , 2 1
H 0 : Nullhypothese H 1 : Alternative falls 1 = c 0 : H 1 Gegenhypothese ges: kritischer Bereich F 1 Eine Strategie s : F ,! f 0; 1g heit deterministischer Test von H 0 gegen H 1 . F 0 = s ,1 0 heit Annahmebereich v on H 0 , F 1 = s ,1 1 = F c 0 heit Ablehnungssbereich oder kritischer Bereich.
Fehler 1.Art: H 0 wird abgelehnt, obwohl H 0 gilt.
Fehler 2.Art: H 0 wird nicht abgelehnt, obwohl H 0 nicht gilt.
Vorgehensweise beim Testen:
1 Aufstellen H 0 und H 1
2 Festlegen der relevanten Verteilung, z.B. x i N; 2 3 Bestimmung einer Teststtatistik suuzient! 4 Berechnen des kritischen Bereichs F 1 zu vorgegebenem Signiikanzniveau mit sup 0 P 2 0 2 kritischer Bereich = sup 0 PFehler 1.Art bei
2 F 1 H 0 nicht ablehnen aber nicht: H 0 annehmen beob =
4.5.2 G utefunktion
s : = P F 1 auf 0 1 heit G utefunktion des Tests s = 1 F 1 . s 1
heit Sch arfe, Macht oder Entdeckunswahrscheinlichkeit f ur H 1 . Die Zahl s := sup 0 s heit Signiikanzniveau von s. s heit unverf alscht zum Niveau s , s j 1 s s j 1 = P F 1 . Die G utefunktion gibt f ur jedes die Wahrscheinlichkeit an, da H 0 abgelehnt wird.
4.5.3 Deenition von gleichm aig besser
Ein Test s von H 0 gegen H 1 heit gleichm aig besser oder UMP-Test uni-
s
= formly most powerful zum Niveau
,
UMP-Test
s
sch opft aus
,
s
=
Quote paper:
Michael Hildebrandt, 1999, Statistik I, Munich, GRIN Publishing GmbH
This text can be quoted and accessed from this url:
Embed
DOI
Formatvorlage (Microsoft Word) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Ha...
Für MS Word 2003 - Update 2010
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Formatvorlage (OpenOffice) für eine Diplomarbeit, Masterarbeit, Hausar...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 35 Pages
Formatvorlage / Vorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit, Bachelorarb...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 15 Pages
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Für MS Word 2007 - dotx
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 25 Pages
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wisse...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 20 Pages
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Termpaper, 14 Pages
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Bibliografieren - Reden - Schr...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Script, 46 Pages
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - ...
Presentations, Models, Tutorials, Instructions
Elaboration, 39 Pages
Michael Hildebrandt has published the text Statistik I
Michael Hildebrandt has uploaded a new text
Physik - Statistik - Information
Wolfgang Eisenberg, Uwe Renner, Steffen Trimper, B. Fritzsche, Kiaus Vogelsang
Verfahren, Fallstudien, Progra...
Helmut Pruscha, Holger Dette, Wolfgang Härdle
0 comments