Sommersemester 2001
Hausarbeit: Modul 2.4
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Ist er am Ende?
Verfasser: Michaela Eisele Abgabetermin: 2. Juli 2001
Inhalt
1 Einleitung 2
2 Definition 3
3 Die Phasen 3
3.1 Diagnosephase 4
3.1.1 Einleitungsphase 4
3.1.2 Pflegeanamnese 5
3.2 Planungsphase 6
3.3 Ausführungsphase 7
3.4 7
3.5 Bewertungsphase 7
3.5.1 Prozessesbeendigung und Gesamtbewertung 8
4 Aspekte im Vergleich 8
4.1 Subsumationslogisches Verfahren des Pflegeprozesses 8
4.2 Eingeschränkte Autonomie der Pflegeberufe 9
4.3 Berufliche Erfahrung contra Bevormundung 9
4.4 Patient als Problemkomplex 10
4.5 Fehlende Differenzierung zwischen Aufgaben und Problemen 10
4.6 Fallbesprechung als mögliche Lösung 11
4.7 Fazit von Andreas Fischbach 11
5 Fazit 12
6 Literaturverzeichnis 13
1
1 Einleitung
In der Pflegezeitschrift „Die Schwester, Der Pfleger“, Ausgabe 2/01 fand ich Anfang des Jahres einen Aufsatz über den Pflegeprozess von Andreas Fischbach, „Vom Ende des Pflegeprozesses“ der mich einwenig verunsicherte. Andreas Fischbach, Fachkrankenpfleger für Psychiatrie und Lehrer für Pflegeberufe, stud. soz., stellt eine meiner Meinung nach wagemutige These über den, seiner Meinung nach am Ende stehenden Pflegeprozess auf. Für die Ablehnung des Pflegeprozesses seitens der Pflege führt er folgende Aspekte auf:
• Das subsumtionslogische Verfahren des Pflegeprozesses
• Die eingeschränkte Autonomie der Pflegeberufe
• Die Verleugnung der intuitiven beruflichen Erfahrung bei gleichzeitiger Bevormundung der Pflegenden in ihrer Berufspraxis
• Die Unverträglichkeit des Pflegeprozesses mit der Forderung nach ganzheitlicher Pflege durch Reduktion des Menschen zum Problemkomplex (statische Auffassung vom Menschen)
• Die fehlende Differenzierung zwischen Aufgaben und Problemen. (A. Fischbach, 2001, 173)
Als mögliche Lösung oder Ablösung des Pflegeprozesses schlägt Andreas Fischbach Fallbesprechung oder Patientenorientierte Mitarbeiterbesprechungen vor und eine verbesserte Pflegedokumentation. Als Fazit schreibt er:
„Der Begriff Pflegeprozess ist nur noch haltbar, wenn man damit zum Ausdruck bringen will, dass die professionelle Beziehung zwischen Pflegenden und Gepflegten eine dynamische, dem Wandel unterliegende Form der Interaktion ist und ein spezielles Geflecht von wechselseitig mehr oder weniger abhängiger Menschen darstellt, das der besonderen Beachtung und Reflexion bedarf.“ (A. Fischbach, 2001, 175)
Folgend habe ich mir zum Ziel gesetzt die These von Andreas Fischbach unter die Lupe zu nehmen. Zur Strukturierteren Darstellung werde ich mich im ersten Teil am Verlauf der Phasen des Pflegeprozesses orientieren und den Pflegeprozess Revue passieren lassen. Vorab werde ich eine kurze Definition das Pflegeprozesses anführen. Im zweiten Teil meiner Arbeit möchte ich dann auf die Aspekte zu sprechen kommen, die Andreas Fischbach für die Ablehnung des Pflegeprozesses seitens der Pflege für verantwortlich hält und kurze Ausführungen geben inwieweit ich sie für dem Prozess entsprechend halte. Zum
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Abschluss meiner Arbeit möchte ich meinen persönlichen Gesamteindruck vom Pflegeprozess schildern mit der Antwort darauf ob der Prozess meiner Meinung nach am Ende ist.
2 Definition
Generell seih gesagt, dass es in der Literatur keine einheitliche Meinung über die Definition des Begriffes „ Pflegeprozess“ gibt. Der Begriff Prozess umschreibt im allgemeinen ein dynamisches Geschehen, ein Vorgang oder eine Entwicklung.
Der Pflegeprozess kann so als eine Summe von Aktivitäten aufgefasst werden durch die, die pflegerische Arbeit systematisch durchgeführt wird. Somit ist der Pflegeprozess der gesamte Verlauf der Pflege, der genau betrachtet mit dem ersten Zusammentreffen der Pflegekraft mit dem Patienten/ Klienten beginnt. Der Pflegeprozess ist ein Problemlösungs- und Beziehungsprozess, der Grundpflege, Medizinisch- Pflegerische Tätigkeiten und Gefühlsarbeit beinhaltet. Er wird in vier bis sechs Phasen eingeteilt, je nach Zuordnung der einzelnen Punkte, welche sich nach Zustand und benötigtem Hilfeanspruch des Patienten in einem Kreislauf befinden.
3 Die Phasen
Bei der Phasen Einteilung möchte ich mich an die bei uns üblichere Vier-Phasen-Einteilung halten.
Die Unterteilung in Phasen ist in erster Linie für die Pflegekraft von Bedeutung. Dadurch erhält der Pflegende eine Übersicht über erreichte Ziele, bestehende Probleme oder im Laufe des Aufenthaltes dazugekommene Probleme. Hier soll der Pflegeprozess als Hilfsmittel dienen um über Lösungsmöglichkeiten nachzudenken.
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Quote paper:
Michaela Baumann, 2001, Der Pflegeprozess - Ist er am Ende?, Munich, GRIN Publishing GmbH
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