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Autor: Markus Heidler
Fach: Wirtschaft - Handel und Distribution
Details
Institution/Hochschule: Hochschule Harz - Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH) (FB Wirtschaftswissenschaften)
Tags: Risiken, Außenhandel, Akkreditiv, Zinsrisiko, Wechselkursrisiko, politisches Risiko, rechtliches Risiko, wirtschaftliches Risiko
Jahr: 2002
Seiten: 39
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 410 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-16766-6
Textauszug (computergeneriert)
Risiken im Außenhandel und Instrumente
zur Absicherung - ein Überblick
von Markus Heidler
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 5
2. Begriffsdefinition
und Abgrenzung des Themas 6
3. Risiken im Außenhandel
und Instrumente zur Absicherung 8
3.1 Rechtliche Risiken 8
3.2 Politische Risiken
und Instrumente zur Absicherung 11
3.2.1. Politische Risiken 11
3.2.2 Instrumente zur Absicherung
politischer Risiken 15
3.3 Wirtschaftliche Risiken
und Instrumente zur Absicherung 18
3.3.1 Permanente wirtschaftliche Risiken 18
3.3.2 Instrumente zur Absicherung
permanenter wirtschaftlicher Risiken 20
3.3.3 Zeitlich bedingte wirtschaftliche Risken 26
3.3.4 Instrumente zur Absicherung
zeitlich bedingter wirtschaftlicher Risiken 29
4. Zusammenfassung und Schlussbetrachtung 33
II Abkürzungsverzeichnis
III Abbildungsverzeichnis
IV Literaturverzeichnis
III Abbildungsverzeichnis
3-1 Erklärung INCOTERMS
3-2 Ablauf eines Bestellerkredit
3-3 Arten des Dokumenten Akkreditivs
3-4 Ablaufschema eines Akkreditivs
3-5 Ablaufschema eines Dokumenteninkasso
3-6 Gewinn/ Verlustsituation bei unterschiedlichen Wechselkursen
3-7 Gewinn/ Verlustsituation bei unterschiedlichen Zinssätzen
3-8 Vergleich zwischen Fortfaitierung und Factoring
1. Einleitung
Mit in Kraft treten des Maastrichter Vertrages zum 1.1.1999 wurde in 11 (bzw. später mit Griechenland 12) EU Staaten der Euro als Buchgeld eingeführt. Seit dem 1.1.2002 ist der Euro in zwölf der fünfzehn EU Staaten offizielles Zahlungsmittel. Dies ist aber nur ein Beispiel der voranschreitenden Globalisierung. Die nächsten Meilensteine dürften die Osterweiterung der EU im Jahr 2004 sowie der Beitritt Chinas zur WTO sein. Als unterstützende Faktoren der Globalisierung sind der technologische Fortschritt (z.B. in der Transport- und Telekommunikationsindustrie) und der Abbau von Handelsbarrieren (z.B. GATT) zu nennen. Immer mehr Unternehmen nutzen die sich bietenden Chancen auf den neuen Märkten. So verkauft BMW beispielsweise fast 75% seiner Fahrzeuge im Ausland, obwohl ca. 75% davon in Deutschland produziert werden.
Im März 2002 wurde jedoch wieder einmal sichtbar, dass der Welthandel noch lange nicht unabhängig von der Politik und staatlichen Grenzen ist. US-Präsident George W. Bush verhängte Importzölle auf Stahl, um so amerikanische Stahlproduzenten vor Konkurrenz aus anderen Ländern zu schützen. Dies ist aber nur ein Beispiel, das belegt, dass sich Binnen- und Außenhandel wesentlich voneinander unterscheiden. So treten die Risiken des Binnenhandels im Außenhandel verstärkt auf. Außerdem gibt es zusätzliche Risiken, die im inländischen Geschäftsverkehr nicht vorkommen.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, die Risiken des Außenhandels zu verdeutlichen und Instrumente aufzuzeigen die es ermöglichen diesen vorzubeugen und sich dagegen abzusichern. Dazu sollen zunächst die in diesem Kontext wichtigsten Begriffe erläutert und voneinander abgegrenzt werden. Anschließend werden rechtliche, politische und wirtschaftliche Risiken des Außenhandels dargestellt und am Ende des jeweiligen Abschnitts entsprechende Instrumente zur Absicherung aufgezeigt. Der Schwerpunkt soll hierbei auf den wirtschaftlichen Risiken liegen. Aus diesem Grund werden diese noch einmal in permanente und zeitlich bedingte wirtschaftliche Risiken unterteilt. Den Abschluss dieser Arbeit bildet eine Zusammenfassung sowie ein kurzer Ausblick auf andere, in diesem Kontext erwähnenswerte Aspekte.
2. Begriffsdefinition und Abgrenzung des Themas
Im Nachfolgenden sollen die zum Verständnis der Hausarbeit und die zur Abgrenzung des Themas notwendigen Begriffe definiert werden. Hier nicht genannte, aber im Verlauf der Hausarbeit verwendete Begriffe, werden bei deren erstmaligen Gebrauch erläutert. Wirtschaftliche Auslandsaktivitäten von Unternehmen lassen sich prinzipiell in zwei verschiede Vorgänge differenzieren. Unternehmen können zum einen im Rahmen des Außenhandels (i.S.v. Import und Export) tätig werden, zum anderen können sie direkt im Ausland investieren (Direktinvestition). Direktinvestitionen haben die Gründung ausländischer Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen bzw. die Beteiligung oder den Erwerb ausländischer Unternehmen zum Ziel. Dabei geht es vorrangig um die Sicherung von Rohstoffquellen, die Nutzung von Kostenunterschieden sowie den erleichterten Zugang zu Absatzmärkten. Von den Unternehmen getätigte Auslandsinvestitionen sind von anderen Aktivitäten im Rahmen des Außenhandels zu trennen und werden somit in dieser Hausarbeit nicht weiter behandelt. Dennoch treffen viele der aufgeführten Risiken auch für Direktinvestitionen im Ausland zu, einige sogar verstärkt.
Als Außenhandel wird der grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsverkehr, dem entgegengesetzte Zahlungsströme zugrunde liegen bezeichnet. Dabei ist in Import, Wareneinfuhr und in Export, Warenausfuhr zu unterscheiden. Das Volumen des Außenhandels ist u.a. von der Ausstattung mit Produktionsfaktoren, dem technischen Entwicklungsstand, dem Wechselkurs, sowie von Transportkosten und Käuferpräferenzen abhängig. Die Bundesrepublik Deutschland belegte 2001 im Welthandel nach den USA den zweiten Rang. Der Wert der Ausfuhren betrug insgesamt 637,3 Milliarden Euro, der der Einfuhren 550,3 Milliarden Euro. Demnach erreichte Deutschland im Jahr 2001 ein Ausfuhrüberschuss (Differenz zwischen Export und Import) von 87 Milliarden Euro.
Die später noch darzustellenden Risiken des Außenhandels, werden verdeutlichen, dass dieser einer besonderen Abwicklung und Besicherung bedarf. Diese Abläufe werden unter dem Begriff Außenhandelsfinanzierung zusammengefasst. Unter Außenhandelsfinanzierung versteht man
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