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Presentation (Pre-University), 2001, 5 Pages
Author: Svenja Müller
Subject: Mathematics - Stochastics
Details
Year: 2001
Pages: 5
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-01941-0
File size: 63 KB
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Fulltext (computer-generated)
W1 Wahrscheinlichkeitsrechnung Grundlagen
Zufallsversuche
Experimente oder Vorgänge, deren Ergebnis nicht vorhersehbar ist, nennt
man
Zufallsversuche
. Die möglichen Ergebnisse eines solchen Experiments
werden in der Mathematik auch
Ausfälle
genannt. Alle Ausfälle zusammen
bilden die
Grundmenge
des Zufallsversuches.
Beispiel:
Ein Würfel wird geworfen. Es können die Ausfälle 1, 2, 3, 4, 5
oder 6 vorkommen.
Also ist die Grundmenge
G={1, 2, 3, 4, 5, 6}
Teilmengen von der Grundmenge heißen
Ereignisse
.
Beispiel:
Beim Spielbeginn von ,,Mensch ärgere dich nicht" interessiert
man sich dafür, ob eine 6 fällt oder nicht.
Man will also wissen , ob die gewürfelte Zahl zur Menge
E1={1, 2, 3, 4, 5}
oder zur Menge
E2={6}
gehört.
Häufigkeiten
Bei einem Zufallsversuch weiß man in der Regel nicht, wie oft ein
bestimmter Ausfall vorkommt. Um darüber Aufschluss zu bekommen,
bestimmt man in vielen Versuchen die
relative Häufigkeit
des Ausfalls.
Beispiel:
Jemand überquert jeden Morgen auf dem Schulweg eine
Kreuzung mit Ampel und will wissen, wie oft diese Rot zeigt,
wenn er sie passiert. Er führt eine Liste, in der er 60 Tage lang
einträgt, ob die Ampel auf Rot oder auf Grün steht.
Sein Ergebnis: 37mal Rot und 23mal Grün.
Er werte die Liste aus indem er die Anzahl der Tage, an denen
die Ampel Rot war
(=absolute Häufigkeit)
, durch die Anzahl der
gemachten Versuche teilt. So erhält er die relative Häufigkeit.
Absolute Häufigkeit des Ausfalls
Relative Häufigkeit eines Ausfalls=
----------------------
Anzahl der gemachten Versuche
1
Das entspricht in diesem Fall
37
--
0,62
60
Und nun kann man sagen: An etwa 62% aller Tage steht die
Ampel auf Rot.
Wahrscheinlichkeit
- eines Ausfalls
Die relative Häufigkeit eines Ausfalls bei einem Zufallsversuch nähert sich
immer an einen bestimmten Wert an, wenn das Experiment oft genug
durchgeführt wird. Also liegt es nahe, diesen Wert als die
Wahrscheinlichkeit
eines Ausfalls zu bezeichnen.
Beispiel:
Beim 200maligen werfen einer Reißzwecke stellt man fest,
dass sie 70mal in der Lage ,, ,, liegen bleibt. Nach 500
Wür-
fen ist sie 162mal so liegengeblieben.
70 162
Da -- -- 2 sagt man nun:
200 500
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Reißzwecke in der Lage ,, ,,
liegen bleibt, ist 2.
Man meint damit, dass die Reißzwecke auch in Zukunft bei
z.B. 30 Würfen in ca. 2
30 = 10
Fällen so liegt.
- eines Ereignisses
Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten, da entweder alle Ausfälle eines
Zufallsversuches gleichwahrscheinlich sein können oder auch nicht.
Beim Würfeln mit einem Würfel trifft jeder mögliche Ausfall, also 1, 2, 3,
4, 5 oder 6, mit einer Wahrscheinlichkeit von 5 ein, also sind alle Ausfälle
gleichwahrscheinlich
.
Es wird nun mit einem roten und einem weißen Würfel gewürfelt. Mit
welcher Wahrscheinlichkeit erzielt man eine Augenzahl von 5?
Es gibt insgesamt 36 gleichwahrscheinliche Möglichkeiten, wie zwei
verschiedenfarbige Würfel fallen können. Die Fälle, bei denen die
Augensumme 5 ist, sind
roter Würfel 1 2 3 4
------------------------
weißer Würfel
4 3 2 1
2
In 4 von 36 Fällen ist die Augensumme 5.
Anzahl der zum Ereignis gehörenden Ausfälle
Wahrscheinlichkeit des Ereignisses= ------------------------------
Anzahl der möglichen Ausfälle
Die Wahrscheinlichkeit der Augensumme 5 ist also
4
-- =
8
36
Wahrscheinlichkeiten werden oft anstatt in Bruchteilen auch in Prozent
angegeben. In diesem Fall: 8 0,1111 11,11%.
Nehmen wir nun ein anderes Beispiel, in dem die Ausfälle
nicht
gleichwahrscheinlich
sind.
Ein Würfel wurde verändert: Aus der ,,1" wurde eine ,,2" gemacht. Wie
groß ist die Wahrscheinlichkeit für das Ereignis ,,gerade Zahl fällt"? Das
Ereignis ,,gerade Zahl fällt" wird durch
E={2, 4, 6}
beschrieben. Die
Wahrscheinlichkeit für ,,2" ist also (25), die für ,,4" und ,,6" je 5. Die
Wahrscheinlichkeit eine gerade Zahl zu werfen, ist also
2 4
-- +
5
+
5
= -- =
B
6
6
Die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses ist Die
Summe der
Wahrscheinlichkeiten aller Ausfälle, die zu dem Ereignis gehören
.
3
Übungsaufgaben
1.)
Herr Nowak hat in seiner Tasche fünf Schlüssel S1, S2, S3, S4 und S5,
von denen nur S1 bei seiner Haustür passt. Er zieht zwei Schlüssel
gleichzeitig heraus.
a) Welche Schlüssel könnte er in der Hand haben? Schreibe alle
Möglichkeiten als Grundmenge G auf!
b) Schreibe das Ereignis ,,Der passende Schlüssel ist nicht dabei" als
Teilmenge der Grundmenge auf! (alle Möglichkeiten)
c) Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass Herr Nowak den
passenden Schlüssel in der Hand hat?
2.)
Bei einem Quiz, das im Fernsehen jeden Monat läuft, darf der
Hauptgewinner mit verbundenen Augen in eine Kiste greifen, in der ein
100-DM-Schein, zwei 500-DM-Scheine und ein 1000-DM-Schein liegen,
und einen dieser Scheine als Gewinn ziehen. Was kostet diese Verfahren
die Fernsehanstalt ,,im Mittel"?
4
Comments
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28.02.2007 21:39:11
Danke für die Anschaulichen Beispielaufgaben!
02.04.2007 09:08:44
danke hab ich danách gesucht sehr gut gestaltetes referat!