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Forschungsarbeit, 2003, 44 Seiten
Autor: Joachim Schobermaier
Fach: Statistik
Details
Institution/Hochschule: PädAk (Pädagogisches Institut)
Tags: Zusammenhang, Risikofaktor, Erkunden, Erforschen, Erkennen
Jahr: 2003
Seiten: 44
Note: Sehr Gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-16850-2
Dateigröße: 910 KB
Diese Arbeit befasst sich mit dem BMI (Body Mass Index) und veranschaulicht durch Statistiken die Risikofaktoren die bei Übergewicht auftreten. 1,1 MB
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Textauszug (computergeneriert)
DER ZUSAMMENHANG VON BMI UND
RISIKOFAKTOR ÜBERGEWICHT
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. ,,Weg mit dem Speck" 3
2.1 Fettsucht bei Kindern: Gefährliche Pfunde 3
2.2 Fettsucht: Wann ist ein Kind "dick?" 5
2.3 Was ist der Body Mass Index ? 6
3. Etwa jeder zweite Erwachsene hat Übergewicht 11
4. Hypothesen 14
4.1 Hypothese 1: 14
4.2 Hypothese 2: 14
4.3 Hypothese 3: 14
5. Beschreibung der Stichprobe 14
5.1 Hypothese 1: 14
5.2 Hypothese 2: 20
5.3 Hypothese 3: 27
6. Folgeerscheinungen & Therapiemöglichkeiten 33
6.1 Fettsucht bei Kindern: Ursachen und Folgen 33
6.2 Was ist ein Cushing-Syndrom ? 34
6.3 Warum bekomme ich ein Cushing-Syndrom ? 35
6.4 Woran erkennt man ein Cushing-Syndrom ? 36
6.5 Wie behandelt man ein Cushing-Syndrom ? 37
6.6 Fettsucht: Warum Radikal-Diäten nichts helfen 39
6.7 Allgemeine Regeln fürs Abnehmen (für Kinder wie auch Erwachsene) 41
6.8 10 spezielle Regeln fürs Abnehmen (für Kinder wie auch Erwachsene) 41
6.9 Die Folgeerkrankungen 43
7. Literatur 44
1. Einleitung
Im Zuge unserer Ausbildung wurden wir auf diverse Seminaraktivitäten hingewiesen. Da jetzt die Frühlingszeit anbricht und immer mehr Menschen das Bedürfnis haben den Winterspeck loszuwerden, ist es uns ein wichtiges Anliegen über dieses Thema einige Informationen zu geben. Zusätzlich wurden wir auch durch Medien und Zeitungsartikel auf den Risikofaktor Übergewicht aufmerksam.
Etwa jeder zweite Erwachsene ist übergewichtig. Gut jeder zehnte ist nach einer Erhebung von April 1999 sogar stark übergewichtig. Besonders stark betroffen waren Männer: 56 Prozent der Männer und nur 39 Prozent der Frauen brachten zuviel Gewicht auf die Waage. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach einer Befragung von 380.000 erwachsenen Bundesbürgern mit.
In Europa und den Vereinigten Staaten hat die Prävalenz der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in den letzten zehn Jahren enorm zugenommen. So stieg etwa in Deutschland zwischen 1996 und 2000 die Rate betroffener Mädchen von 6 auf 13 Prozent, bei Buben von 11 auf 20 Prozent an.
2. ,,Weg mit dem Speck"
2.1 Fettsucht bei Kindern: Gefährliche Pfunde
"Unsere Kinder bewegen sich zu wenig und haben es verlernt, sich zu bewegen"
In Zeiten von Fertiggerichten, Fast Food, Fernseher und PC-Spielen steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit mäßigem oder starkem Übergewicht kontinuierlich an. Ein alarmierender Befund: Nach der jüngsten Expertise der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist etwa jedes fünfte Kind in Deutschland zu dick. Einige Fachleute gehen sogar davon aus, dass bis zu 60 Prozent der Kinder
und Jugendlichen zu viel auf die Waage bringen. Damit ist hohes Körpergewicht inzwischen eine der häufigsten chronischen Krankheiten zwischen Kindergarten und Schulabschluss. Demzufolge verbringen die Kids den Tag hauptsächlich im Kindergarten oder in der Schule. Danach sind zu Hause und schauen in die "Glotze" oder spielen mit dem PC. Das sind die top Renner der Kinderbeschäftigung heutzutage.
Rund 10 bis 15 Prozent der Fünft- bis Siebtklässler leiden unter einer besonders schweren Form des Übergewichts, die eine Vielzahl von Folgeerkrankungen mit sich ziehen kann: Fettleibigkeit oder Fettsucht, medizinisch als Adipositas bezeichnet. Von Adipositas ist die Rede, wenn der Körper übermäßig viel Fettgewebe angesammelt hat. Da in der Pubertät das Körpergewicht ohne hin zunimmt, steigt der Anteil der adipösen Jugendlichen auf bis zu 20 Prozent.
Hilfe für adipöse Kinder und Jugendliche bietet eine langfristige Therapie, die dauerhafte Ernährungsumstellung mit körperlicher Aktivität verbindet und die Familie einbezieht. Denn ohne Eltern läuft gar nichts. Zum einen sind die Sprösslinge täglich auf die Mithilfe der Eltern bei der Erstellung des Speisezettels und auf seelischen Zuspruch angewiesen. Hinzu kommt, dass die Krankenkassen Adipositas bei Heranwachsenden in der Regel nicht als chronische Krankheit anerkennen. Die Konsequenz daraus ist, dass Eltern, die sich für eine fachgerechte Behandlung ihrer Kinder entscheiden, diese oft aus eigener Tasche finanzieren müssen.
2.1.1 Lebensmittel für Kinder sind nicht immer kindgerecht
Die ernährungsspezifischen Ursachen von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen haben eine weitere Ursache: Sie gelten als attraktive Zielgruppe der Ernährungswirtschaft. Problematisch sind in diesem Zusammenhang auch Lebensmittel, die häufig mit ansprechenden Verpackungen sowie Zugaben zum eigentlichen Produkt (Sammelbilder, Spiele etc.) locken. Leider sind die für Kinder und Jugendliche bestimmten Produkte nicht immer so gesund, wie man es erwarten müsste, was zahlreiche Tests (z.B. der Stiftung Warentest) gezeigt haben. Produkte wie Milchschnitte, Fruchtzwerge, im Fachjargon ,,Lunchables" genannt sind meist optisch ansprechend, sie tragen jedoch nicht immer zur gesunden Ernährung bei. Zweifellos mögen Kinder viel lieber die bunten Verpackungen und das häufig beigefügte Spielzeug. Viele Eltern lassen sich von Hinweisen über zugegebene Vitamine und andere Nährstoffe überzeugen.
Tatsächlich sind aber gerade diese Lebensmittel für Kinder häufig ungeeignet, denn sie enthalten zu viel Fett oder Zucker und zum Teil auch mehr Emulgatoren, Farb- und Konservierungsstoffe als in herkömmlichen Lebensmitteln.
Zum Problem können nicht nur die falschen Lebensmittel, sondern auch ungeeignete Getränke werden. Der Konsum zuckergesüßter Getränke steht im Zusammenhang mit der Entwicklung eines deutlichen Übergewichts bei Kindern und Jugendlichen. Der gewohnheitsgemäße Konsum von Limonaden und Säften sowie Veränderungen im Trinkverhalten schlugen sich deutlich in der Häufigkeit von Übergewicht als auch im Körpermassenindex wider. Dieser Zusammenhang erwies sich als unabhängig von Einflussgrößen wie Alter, Größe, Geschlecht, sexueller Reife oder sonstiger Ernährung. Für Diätprodukte mit künstlichen Süßungsmitteln war ein solcher Zusammenhang nicht nachweisbar.
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