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Scholary Paper (Seminar), 2002, 25 Pages
Author: Anna Shkonda
Subject: Pedagogy - Job Education, Occupational Training, Further Education
Details
Institution/College: Otto-von-Guericke-University Magdeburg (Erziehungswissenschaft)
Tags: Handeln, Sprechen, Rahmen, Therapie, Beratung, Methodenseminar, Handeln, Sprechen
Year: 2002
Pages: 25
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-17402-2
ISBN (Book): 978-3-638-64175-3
File size: 272 KB
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Abstract
In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit den Kommunikations- und Handlungsprozessen im Rahmen der systemischen Therapie und Beratung. Im ersten Teil erläutere ich die theoretischen Grundlagen der Kommunikation und gehe ausführlich auf die Methoden der Systemischen Therapie und Beratung ein. Im zweiten Teil der Arbeit wende ich die theoretischen Ansätze an einem Ausschnitt aus der systemischen Familienberatung an.
Excerpt (computer-generated)
Handeln und Sprechen im Rahmen
der systemischen Therapie und Beratung
von Anna Shkonda
Inhalt
I. "Man kann nicht nichtkommunizieren"
1. Kreislauf der Kommunikation
2. Helfende Kommunikation
II. Methoden der systemischen Therapie und Beratung
1. Was ist ein System?
2. Inhalte und Ziele der systemischen Therapie und Beratung
3. Systemisches Fragen als eine der zentralen Methoden
der systemischen Therapie und Beratung
3.1. Zirkuläres Fragen
3.2. Inhaltsbereiche systemischer Gesprächsführung
3.2.1. Fragen zur Wirklichkeitskonstruktion oder Gegenwartsfragen
3.2.1.1. Fragen zum Auftragskontext
3.2.1.2. Fragen zum Problemkontext
3.2.2. Fragen zur Möglichkeitskonstruktion
3.2.2.1. Lösungsorientierte Fragen oder "Verbesserungsfragen"
3.2.2.2. Problemorientierte Fragen oder "Verschlimmerungsfragen"
3.2.2.3. Problem- und Lösungsszenarien
3.3 Allgemeine Regeln des zirkulären Fragens
III. "Man kann nicht nicht Intervenieren"
1. Handeln und Sprechen im Rahmen
der systemischen Therapie und Beratung
2. Ein Fallbeispiel
3. Zusammenfassung
Literatur
I. "Man kann nicht nichtkommunizieren"
1. Kreislauf der Kommunikation
Menschen verbringen eine geraume Zeit ihres alltäglichen Lebens damit, miteinander zu reden und es scheint eine recht problemlose Hauptbeschäftigung zu sein. Im Sinn des von Watzlawick formulierten Axiom: "Man kann nicht nichtkommunizieren"1, hat jedes Verhalten in einer zwischenpersönlichen Situation Mitteilungscharakter. Irgendetwas wird also immer kommuniziert. Schulz von Thun beschreibt den Grundvorgang der zwischenmenschlichen Kommunikation folgendermaßen:
Da ist ein Sender, der etwas mitteilen möchte. Er verschlüsselt sein Anliegen in erkennbare Zeichen - wir nennen das, was er von sich gibt, seine Nachricht. Dem Empfänger obliegt es, dieses wahrnehmbare Gebilde zu entschlüsseln. In der Regel stimmen gesendete und empfangene Nachricht leidlich überein, so daß eine Verständigung stattgefunden hat.2
Scheint alles einfach zu sein. Wir verstehen uns doch wenn wir reden? Ja, verstehen tun wir, aber was? Es wird nicht immer das empfangen was gesendet wird. Kommunikationspartner senden Botschaften gemäß ihren Absichten, sie wünschen sich, daß der andere einen bestimmten Eindruck von ihnen bekommt, daß er ihre Meinungen teilt, daß er seine Einstellung ändert, daß er sich in einer bestimmten Weise verhält, usw. Da der andere ebenfalls Absichten hat, verfügt er über die Freiheit, sich den Absichten des Partners zu widersetzen, die Annahme der Botschaften zu verweigern. Er kann die Mitteilung entgegen der Intention des Senders interpretieren. Zwei Partner können sich sowohl "zusammensprechen" als auch "auseinandersprechen"3.
Warum kommt se zu solchen "Störungen"? Laut Schulz von Thun liegt es daran, daß einerseits jede Nachricht, die vom Sender gesendet wird, vier Botschaften enthält
(Sachinhalt, Selbstoffenbarung, Beziehung, Appell) und andererseits der Empfänger, der diese Nachricht empfängt, empfängt sie mit vier Ohren (Sachohr, Beziehungsohr, Selbstoffenbarungsohr, Appellohr). Was zwischenmenschliche Kommunikation so kompliziert macht, ist: Der Empfänger hat prinzipiell die freie Auswahl, auf welche Seite der Nachricht er reagieren will. Das bedeutet, daß ein Sender nie sicher sein kann, daß seine Botschaft in der von ihm beabsichtigten Weise vom Empfänger interpretiert wird.
Den oben beschriebenen Kreislauf der Kommunikation kann man schematisch folgendermaßen darstellen:
[...]
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