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Softwarelokalisierung: Wie werden Softwareoberflächen lokalisiert?

Hausarbeit, 2007, 18 Seiten
Autor: Christiana Halsdorfer
Fach: Dolmetschen / Übersetzen

Details

Veranstaltung: Prosemniar:Globalisierung, Lokalisierung, Internationalisierung: Schreiben und Übersetzen von Texten in der Softwareindustrie
Institution/Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Anglistik, Amerikanistik und Anglophonie)
Tags: Softwarelokalisierung, Softwareoberflächen, Prosemniar, Globalisierung, Lokalisierung, Internationalisierung, Schreiben, Texten, Softwareindustrie
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2007
Seiten: 18
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 3  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V114384
ISBN (E-Book): 978-3-640-15261-2

Dateigröße: 816 KB

Zusammenfassung / Abstract

Auf die Problematik des Lokalisierens von Softwareoberflächen trifft man als Übersetzer im Fachbereich Informatik, wenn es darum geht, die Software eines Programms zu übersetzen, bzw. zu lokalisieren. Hier soll erörtert werden, welcher Methoden und Werkzeuge sich der Übersetzer bei seiner Aufgabe des Lokalisierens von Softwareoberflächen bedienen kann und auf welche Schwierigkeiten er beim Einsatz dieser stößt. Es wird auf die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Vorgehensweisen eingegangen, um dem Leser eine Orientierung zu verschaffen und ihn mit dem grundlegenden theoretischen Wissen aus der Perspektive eines Übersetzers auszustatten. Als erstes wird ein Einblick in die Softwarelokalisierung gewährt, gefolgt von einigen Definitionen aus dem Softwarebereich. Im Anschluss wird die Erstellung von Software erläutert, daraufhin Programmelemente bzw. Interaktionselemente, das sind Textelemente, die für den Übersetzer nicht ohne weiteres zugänglich sind. Dann wird auf den Übersetzungsprozess eingegangen; einige allgemeine Richtlinien, die beim Lokalisieren von Software-Oberflächen zu beachten sind, werden im Anschluss aufgeführt. Am Schluss werden Softwarelokalisierungs-Tools vor einer Zusammenfassung mit Ausblick behandelt.


Textauszug (computergeneriert)

Globalisierung, Lokalisierung, Internationalisierung:

Schreiben und Übersetzen von Texten in der Softwareindustrie

Sommersemester 2007

Softwarelokalisierung:

Wie werden Softwareoberflächen lokalisiert?

von

Christiana Halsdorfer


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Was ist Softwarelokalisierung? ­ Einblicke 3

3. Einige Definitionen aus dem Softwarebereich 4

4. Erstellung von Software 5

5. Programmelemente bzw. Interaktionselemente 5

6. Der Übersetzungsprozess 7

6.1. Methoden zur Übersetzung der Textelemente 7

6.2. Formate und wie sie übersetzt werden 8

7. Einige allgemeine Richtlinien beim Lokalisieren von Software-Oberflächen 10

8. Software-Lokalisierungs-Tools 12

8.1. Lokalisierungs-Software und Source-Editor 12

8.2. Bearbeitung der Benutzeroberflächen-Texte mit Lokalisierungssoftware 12

9. Zusammenfassung und Ausblick 14

Literaturverzeichnis 15

2


1. Einleitung

Auf die Problematik des Lokalisierens von Softwareoberflächen trifft man als Übersetzer im

Fachbereich Informatik, wenn es darum geht, die Software eines Programms zu

übersetzen, bzw. zu lokalisieren. Hier soll erörtert werden, welcher Methoden und

Werkzeuge sich der Übersetzer bei seiner Aufgabe des Lokalisierens von

Softwareoberflächen bedienen kann und auf welche Schwierigkeiten er beim Einsatz dieser

stößt. Es wird auf die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Vorgehensweisen

eingegangen, um dem Leser eine Orientierung zu verschaffen und ihn mit dem

grundlegenden theoretischen Wissen aus der Perspektive eines Übersetzers auszustatten.

Als erstes wird ein Einblick in die Softwarelokalisierung gewährt, gefolgt von einigen

Definitionen aus dem Softwarebereich. Im Anschluss wird die Erstellung von Software

erläutert, daraufhin Programmelemente bzw. Interaktionselemente, das sind Textelemente,

die für den Übersetzer nicht ohne weiteres zugänglich sind. Dann wird auf den

Übersetzungsprozess eingegangen; einige allgemeine Richtlinien, die beim Lokalisieren

von Software-Oberflächen zu beachten sind, werden im Anschluss aufgeführt. Am Schluss

werden Softwarelokalisierungs-Tools vor einer Zusammenfassung mit Ausblick behandelt.

2. Was ist Softwarelokalisierung? ­ Einblicke

,,Die Erstellung von sprachlich, kulturell und technisch an einen bestimmten lokalen Markt

angepassten Produkten und Dienstleistungen nennt man heute Lokalisierung."

(Reineke/Schmitz 1) Demzufolge ist die entsprechende Anpassung von Software die

Definition für Softwarelokalisierung.

Mit der Entwicklung und Verbreitung des PCs seit Beginn der 80er Jahre benötigt man

ausführliche Dokumentation zur Installation und Benutzung von Hard- und Software für

EDV-Laien sowie Benutzeroberflächen in der Sprache der Benutzer. Softwareentwickler,

meist in den USA ansässig, haben dies erkannt und orientieren sich seit Anfang der 90er

Jahre verstärkt auf nicht englischsprachige Märkte. (Schmitz/Wahle 1)

Softwarelokalisierung ist zu ,,einem enormen Wirtschaftsfaktor in einem stark wachsenden

Markt mit über 30 % Wachstum pro Jahr geworden" (Schmitz/Wahle 1). Wichtigste

Zielmärkte sind: Japan, der deutsch-sprachige Raum, der französisch-sprachige Raum und

der spanisch-sprachige Raum. Die Lokalisierungs-Aktivitäten werden meist durch große,

weltweit operierende Lokalisierungs-Unternehmen mit Sitz in den USA oder in Europa

(vorwiegend in Irland) koordiniert. (Schmitz/Wahle 1)

3


Die sich abzeichnende Tendenz weist dahingehend, dass große, ,,global operierende

Unternehmen die Lokalisierung für viele regionale Märkte als kompletten Auftrag

übernehmen" (Schmitz/Wahle 7). Wichtig ist hierbei die Versorgung der Freiberufler mit

entsprechenden Werkzeugen, Terminologiebeständen, Übersetzungsspeicher und

eventuelle Vorgängerversionen der zu lokalisierenden Software. (Schmitz/Wahle 7)

Um diese Werkzeuge und die zu lokalisierende Software zu verstehen, bedarf es der

Kenntnis einiger grundlegender technischer Begriffe der Informatik.

3. Einige Definitionen aus dem Softwarebereich

Hier werden einige Begriffe aus dem Softwarebereich geklärt, die dem Lokalisierer bei

seiner Arbeit begegnen.

Software

ist die immaterielle Komponente eines elektronischen Daten-verarbeituns-

Systems, also alle Arten von Programmen und Daten, die immer in Verbindung mit

Hardware vorhanden sind. (Schmitz/Wahle 31)

Da wäre dann als erstes die

System-Software

zu nennen. ,,System-Software besteht aus

Programmen, die für den korrekten Ablauf eines Daten-verarbeitungssystems

verantwortlich sind." (Schmitz/Wahle 31) Dazu gehören

Betriebssysteme, die für den

Datenfluss zwischen Hardware und Software erforderlich sind. Compiler sind Programme

zum Übersetzen von Programmier-Sprachen. Sie wandeln den Quellcode (in

Programmiersprachen wie z. B. C++ oder Java geschrieben) in die Maschinensprache um,

die aus einer Folge von Nullen und Einsen besteht und vom Computer verstanden wird.

Sie kompilieren den Quellcode. Gerätetreiber sind Programme zur Steuerung eines

Peripheriegerätes wie Bildschirm, Tastatur, Maus, Drucker oder Scanner.

Dienstprogramme (Utilities) dienen organisatorischen Aufgaben: Sie steuern System- und

Datenverwaltung, Datenträgerformatierung und Nachrichten-übermittlung. Mit

Testwerkzeugen überprüft man die Funktionalität eines Betriebssystems oder eines

Anwendungsprogramms. (Schmitz/Wahle 32)

Anwendungs-Software

sind

Programme, die für einen bestimmten Anwen-dungsbereich

bzw. für spezifische Benutzeranforderungen entwickelt werden. Hierzu gehören

Datenbanken (z. B. MS Access für Adress- und Stammdaten-Verwaltung),

Tabellenkalkulation (z. B. MS Excel), Textverarbeitung (z. B. MS Word), Grafikgestaltung

(z. B. Präsentationsprogramme, CAD-Programme, Fotobearbeitung), DTP-Programme

(Desktop-Publishing) ­ für das Layout von Drucksachen, Branchenspezifische

Softwarelösungen (z. B. Produktions-planungs-Programme, Programme für Arztpraxen,

4



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