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Qualitätsmanagement - ein Vergleich unterschiedlicher Ansätze: TQM, ISO 9000ff, ... close

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Qualitätsmanagement - ein Vergleich unterschiedlicher Ansätze: TQM, ISO 9000ff, EFQM

Scholary Paper (Seminar), 2008, 22 Pages
Author: B.A. Erik Silge
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 22
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 6  Entries
Language: German
Archive No.: V116881
ISBN (E-book): 978-3-640-18988-5

File size: 1900 KB
Notes :
6 Einträge im Literaturverzeichnis, davon 2 Internetquellen.


Abstract

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass dem schärferen Wettbewerb und den gesellschaftlichen Unsicherheiten mit herkömmlichen Unternehmensführungskonzepten nicht mehr begegnet werden kann. Bislang bewährte Grundsätze und Leitbilder unternehmerischen Handelns stehen angesichts veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf dem Prüfstand. Heutzutage gibt es immer wieder neue, mehr oder weniger erfolgreiche Managementkonzepte. Doch warum ist gerade Qualitätsmanagement in den letzten 20 Jahren so erfolgreich geworden? In dieser Arbeit soll ein Überblick über wesentliche Qualitätsmanagementkonzepte und deren Begründung gegeben werden. Wie versuchen Unternehmen die veränderten Forderungen der Kunden nach mehr bzw. höherer Qualität bestmöglich umzusetzen? Um diese Fragen zu beantworten werden ein eigenständiges Konzept - das „Total Quality Management“ -, mit der Normenreihe ISO 9000ff ein integriertes - d.h. andere Managementmethoden ergänzendes - Konzept, sowie ein System zur Verleihung eines Preises für hervorragendes Qualitätsmanagement - des European Quality Awards - betrachtet. Zum Schluss wird kritisch bewertet inwiefern Qualitätsmanagement auf dieser Grundlage zukunftsfähig ist.


Excerpt (computer-generated)

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Fakultät II: Informatik, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften








Ausarbeitung zum Referat ,,Qualitätsmanagement"

Seminar Organisation Sommersemester 2007

Ergänzungsbereich














Datum der Abgabe: 3.07.2007

Verfasser:

Erik Silge


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2

2. Rahmenbedingungen und Ziele von Qualitätsmanagement

2

3. Drei ausgewählte Konzepte

5

3.1. Total Quality Management

5

3.2. Die Normenreihe ISO 9000ff

8

3.3. Die European Foundation for Quality Management

10

4. Fazit

15

5. Literaturverzeichnis

16

6. Anhang

6.1. Aufgabe mit Lösung

6.2. Handout

6.3. Beispiel ISO 9001-Zertifikat

1


1. Einleitung

Immer mehr Unternehmen erkennen, dass dem schärferen Wettbewerb und den

gesellschaftlichen Unsicherheiten mit herkömmlichen Unternehmensführungskonzepten nicht

mehr begegnet werden kann. Bislang bewährte Grundsätze und Leitbilder unternehmerischen

Handelns

stehen

angesichts

veränderter

gesellschaftlicher

und

wirtschaftlicher

Rahmenbedingungen auf dem Prüfstand. Heutzutage gibt es immer wieder neue, mehr oder

weniger erfolgreiche Managementkonzepte. Doch warum ist gerade Qualitätsmanagement in

den letzten 20 Jahren so erfolgreich geworden? In dieser Arbeit soll ein Überblick über

wesentliche Qualitätsmanagementkonzepte und deren Begründung gegeben werden.

Wie versuchen Unternehmen die veränderten Forderungen der Kunden nach mehr bzw.

höherer Qualität bestmöglich umzusetzen?

Um diese Fragen zu beantworten werden ein eigenständiges Konzept - das ,,Total Quality

Management" -, mit der Normenreihe ISO 9000ff ein integriertes - d.h. andere

Managementmethoden ergänzendes - Konzept, sowie ein System zur Verleihung eines Preises

für hervorragendes Qualitätsmanagement - des European Quality Awards - betrachtet.

Zum Schluss wird kritisch bewertet inwiefern Qualitätsmanagement auf dieser Grundlage

zukunftsfähig ist.

2. Rahmenbedingungen und Ziele von Qualitätsmanagement

Um die Notwendigkeit von Qualitätsmanagement heutzutage nachvollziehen zu können, muss

man sich mit der historischen Situation, aus der heraus das Konzept entwickelt wurde,

auseinandersetzen.

Der

Begriff

,,historisch"

ist

hierbei

relativ,

zumal

ein

Qualitätsmanagementsystem erstmals vor ca. 25 Jahren in Japan eingeführt wurde.

In der Betriebswirtschaftslehre wird Qualität klassischerweise als etwas Technisches

beschrieben, was durch marketingspezifische Aspekte ergänzt wird. Gemeint sind hiermit die

Beschaffenheit und das Aussehen des Produkts. Dementsprechend gilt dieser Begriff im

Rechnungswesen als Kostenfaktor, denn höhere Qualitätsstandards bedeuten auch höhere

Kosten zum Beispiel für bessere Maschinen oder hochwertigere Materialien. Diese Sicht

unterscheidet sich deutlich von modernen Qualitätsmanagementkonzepten; diese gehen davon

aus, dass Qualität auch ein Leistungsfaktor ist. Daraus resultiert eine neue Definition: die

2


Qualität des Produktes soll durch den Grad der Erfüllung der Kundenbedürfnisse beschrieben

werden.

Dieser Wandel in der Betrachtungsweise begann zu Anfang der 80er Jahre in Japan. Das

Gütesiegel ,,Made in Japan" stand damals, zumindest in Europa, für eher minderwertige

Massenware. Um dieses Image ins Positive zu wandeln, wurden in der japanischen Industrie

so genannte Qualitätszirkel eingeführt. Dazu bildet man kleine Gruppen auch auf den unteren

Unternehmensebenen, die sich regelmäßig treffen und mit Hilfe eines Moderators aus den

eigenen Reihen Probleme im Betriebsablauf und Vorschläge zur Optimierung diskutieren.

Durch die Einführung dieser Maßnahme wurde das moderne Qualitätsmanagement begründet,

zumal die Resultate, wie zum Beispiel deutliche Verbesserungen im Produktionsablauf,

erfolgsversprechend waren. Dementsprechend vertrauen heutzutage auch viele Europäer auf

die Qualität der Produkte aus Fernost.

Abbildung 1: Acceptable Quality Level1

Zum Vergleich: das ,,alte" Verständnis von Qualität bezog die Kundenwünsche nicht mit ein,

was zur Folge hatte, dass die Unternehmen unter Kostenaspekten ihre Produktion planten. Um

das Qualitätsniveau, zu dem am günstigsten produziert werden konnte, zu berechnen, wurden

Fehlerkosten und Vorbeugungs- und Prüfkosten gegenüber gestellt; dabei bedeuten niedrige

Prüfkosten (z.B. werden weniger Kontrollen durchgeführt) hohe Fehlerkosten (z.B. erhöhen

sich Garantieleistungen), wodurch das Qualitätsniveau sinkt. Umgekehrt können Fehlerkosten

durch starke Erhöhung der Prüf- und Vorbeugungskosten gesenkt werden, allerdings nur mit

hohem Aufwand. Vorteil ist jedoch, dass das Qualitätsniveau steigt. Die Unternehmen haben

1 Quelle: Ebel, Bernd (2003): Qualitätsmanagement, 2. Auflage Berlin: Verlag Neue Wirtschafts-Briefe GmbH

& Co., S. 194

3


nun den einfachen Schluss gezogen, dass auf dem Qualitätsniveau produziert werden muss,

bei dem die Summe der Kosten am geringsten ist (hier: es entsteht im

Qualitätskostenoptimum ein Qualitätsniveau von ca. 55%, vgl. Abb. 1).

Wie bereits erwähnt, hat sich diese Betrachtungsweise geändert. Ein neues gesellschaftliches

Bewusstsein, auch der Wandel der Gesellschaft hin zur informierten Konsumgesellschaft

stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Kunden emanzipieren sich; genügt ein

Produkt, sei es eine Ware oder eine Dienstleistung, ihren Ansprüchen nicht, informieren sie

sich über alternative Produkte bzw. Hersteller. Somit liegt es im Interesse der Produzenten,

die Qualität der Produkte den Kundenanforderungen anzupassen, um Kunden zu halten, zu

gewinnen oder von anderen Unternehmen dank höherer Qualitätsstandards abzuwerben.

Auch die Wettbewerbsintensivierung sowie die fortschreitende Globalisierung erhöhen den

Erfolgsdruck auf Unternehmen; mittels höherer Qualitätsstandards haben sie die Möglichkeit,

sich von ihren Konkurrenten abzuheben.

Einer

der

Hauptgründe

für

die

Entwicklung

bzw.

Einführung

von

Qualitätsmanagementsystemen

ist

jedoch

die

zunehmende

Vernetzung

der

Herstellungsprozesse, beispielsweise durch die Bildung von Netzwerken.

Zu Taylors Zeiten war es üblich, dass ein Unternehmen ein Produkt komplett selbstständig

fertigt. Heutzutage sind die meisten Unternehmen auf Zwischenhändler und Zulieferer

angewiesen. Auch fordern zunehmend komplexere Produkte und Technologien nach einer

zuverlässigen und fehlerfreien Produktion. Diese sind die Ansatzpunkte eines

Qualitätsmanagementsystems; Qualität soll nicht mehr durch getrennte Produktionsschritte

wie etwa ex-post-Kontrollen gewährleistet, sondern in den Herstellungsprozess integriert

werden.

Im Anschluss an dieses Kapitel werden drei Konzepte vorgestellt, die eben dies bewirken

sollen.

4



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