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Adolf Reichwein - Ein Lebensbild

Subtitle: Die Volkshochschule Jena - Der Hungermarsch durch Lappland

Scholary Paper (Seminar), 2008, 17 Pages
Author: Daniel Werner
Subject: Pedagogy - Adult Education

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 17
Bibliography: ~ 12  Entries
Language: German
Archive No.: V117867
ISBN (E-book): 978-3-640-20994-1
ISBN (Book): 978-3-640-20975-0
File size: 158 KB

Abstract

In der nun folgenden Hausarbeit, die ein Bestandteil des Seminars „Neue Richtung“ des Master Studiums Erwachsenenpädagogik/LLL ist, möchte ich mich mit dem pädagogischen Schaffen von Adolf Reichwein beschäftigen. Da Reichwein eine Vielzahl von pädagogischen Aktivitäten unternommen hat, werde ich mich in dieser Arbeit auf drei Schwerpunkte beziehen. Dabei soll es um ein Lebensbild von Adolf Reichwein gehen, um sein Wirken an der Volkshochschule Jena und um eine seiner vielen Reisen, den „Hungermarsch durch Lappland“. In dem ersten Abschnitt dieser Hausarbeit geht es um die Kindheit, das Elternhaus und die Sozialisation von Reichwein. Des Weiteren soll Reichweins Studienzeit in Frankfurt am Main und Marburg, seine Reisen und sein letzter großer Lebensabschnitt von 1928 bis 1944 beleuchtet werden. Der zweite große Abschnitt soll sich mit dem Bildungsverständnis Reichweins beschäftigen. Dabei ist auch ein fächerübergreifender Zusammenhang der Erwachsenenpädagogik zu erkennen, hier zu der Vorlesung von Prof. Dr. Benner – Einführung in die Pädagogik. Weiterhin soll es in diesem Abschnitt um Reichweins Zeit an der Volkshochschule Jena gehen. In dem letzten Kapitel möchte ich eine Reise von Adolf Reichwein näher beschreiben und schildern. Die Reise mit seinen Schülern aus der VHS Jena gehört zu einer der bekanntesten Reisen Reichweins. Zum Schluss soll ein kurzes Fazit über die Arbeit des Protagonisten Reichweins gezogen werden. Als Junge vom Lande, aus einer Lehrerfamilie stammend, gibt es viele spannende Punkte in seinem Leben, die es wert sind, beschrieben zu werden. Dazu tragen nicht zuletzt sein fächerübergreifendes Studium und deren nachfolgende Arbeit bei. Leider kann in dieser Arbeit auf seine ehrenamtliche Tätigkeit bei den Wandervögeln oder seine tiefen Schicksalsschläge in seinem privaten Leben nur kurz eingegangen werden.


Excerpt (computer-generated)

Adolf Reichwein

Ein Lebensbild ­ Die Volkshochschule Jena ­

Der Hungerma

rsch durch Lappland

Institut für Erziehungswissenschaften

Abteilung Erwachsenenbildung und Weiterbildung

Humboldt-Universität zu Berlin

vorgelegt von

Daniel Werner

1, Semester MA ­ EP/LLL

WS 2007/2008

_______________________

Eingereicht am: 12. März 2008


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG 3

1

ADOLF REICHWEINS SOZIALISATION UND LEBENSGESCHICHTE 4

1.1

Elternhaus und Schulzeit 4

1.2

Studium in Frankfurt am Main und Marburg 5

1.3

Adolf Reichweins Reisen 5

1.4

Adolf Reichwein von 1928 bis 1944 6

2

ADOLF REICHWEINS BILDUNGSVERSTÄNDNIS IN VERBINDUNG MIT DER

VOLKSHOCHSCHULE IN JENA 7

2.1

Adolf Reichweins Bildungsverständnis 7

2.2

Adolf Reichweins Zeit an der Volkshochschule Jena 8

3

DER HUNGERMARSCH DURCH LAPPLAND 11

3.1

Die Vorbereitung der Reise nach Skandinavien 11

3.2

,,Der Marsch" 11

3.3

Adolf Reichweins pädagogische Zielsetzungen 13

4

FAZIT 15

LITERATURVERZEICHNIS 16

LITERATUR 16

INTERNET 16

Seite 2


Adolf Reichwein

Ein Lebensbild ­ Die Volkshochschule Jena ­ Der Hungermarsch durch Lappland

Daniel Werner

Einleitung

In der nun folgenden Hausarbeit, die ein Bestandteil des Seminars ,,Neue Richtung"

des Master Studiums Erwachsenenpädagogik/LLL ist, möchte ich mich mit dem

pädagogischen Schaffen von Adolf Reichwein beschäftigen. Da Reichwein eine Vielzahl

von pädagogischen Aktivitäten unternommen hat, werde ich mich in dieser Arbeit auf

drei Schwerpunkte beziehen. Dabei soll es um ein Lebensbild von Adolf Reichwein

gehen, um sein Wirken an der Volkshochschule Jena und um eine seiner vielen Reisen,

den ,,Hungermarsch durch Lappland".

In dem ersten Abschnitt dieser Hausarbeit geht es um die Kindheit, das Elternhaus

und die Sozialisation von Reichwein. Des Weiteren soll Reichweins Studienzeit in

Frankfurt am Main und Marburg, seine Reisen und sein letzter großer Lebensabschnitt

von 1928 bis 1944 beleuchtet werden. Der zweite große Abschnitt soll sich mit dem

Bildungsverständnis Reichweins beschäftigen. Dabei ist auch ein fächerübergreifender

Zusammenhang der Erwachsenenpädagogik zu erkennen, hier zu der Vorlesung von

Prof. Dr. Benner ­ Einführung in die Pädagogik. Weiterhin soll es in diesem Abschnitt

um Reichweins Zeit an der Volkshochschule Jena gehen. In dem letzten Kapitel möchte

ich eine Reise von Adolf Reichwein näher beschreiben und schildern. Die Reise mit

seinen Schülern aus der VHS Jena gehört zu einer der bekanntesten Reisen Reichweins.

Zum Schluss soll ein kurzes Fazit über die Arbeit des Protagonisten Reichweins gezogen

werden. Als Junge vom Lande, aus einer Lehrerfamilie stammend, gibt es viele

spannende Punkte in seinem Leben, die es wert sind, beschrieben zu werden. Dazu

tragen nicht zuletzt sein fächerübergreifendes Studium und deren nachfolgende Arbeit

bei. Leider kann in dieser Arbeit auf seine ehrenamtliche Tätigkeit bei den Wandervögeln

oder seine tiefen Schicksalsschläge in seinem privaten Leben nur kurz eingegangen

werden.

Seite 3


Adolf Reichwein

Ein Lebensbild ­ Die Volkshochschule Jena ­ Der Hungermarsch durch Lappland

Daniel Werner

1 Adolf Reichweins Sozialisation und Lebensgeschichte

In diesem ersten Kapitel dieser Arbeit möchte ich die Biographie Adolf Reichweins

vorstellen und in einen Zusammenhang mit der damaligen Zeit bringen.

1.1 Elternhaus und Schulzeit

Adolf Reichwein wird am 03. Oktober 1898 in Bad Ems (Hessen) geboren. Er ist das

dritte Kind der Lehrerfamilie von Karl Gottfried und Anna Maria Reichwein. Neben

seinen beiden jüngeren Geschwistern, Klara und Richard, wächst er im hessischen Ober-

Rosbach bei Friedberg auf (vgl. freenet-homepage.de/reichweinverein/Vita.html). Hier

versucht der sozialdemokratische Volkshochschullehrer Karl Gottfried Reichwein, seine

reformpädagogische Arbeit in Ruhe umzusetzen. Nebenbei dient er ehrenamtlich als

Organist in der Kirche des Ortes.

Adolf Reichwein ist Schüler seines Vaters und wird daher sehr früh mit

fortschrittlicher Schularbeit vertraut gemacht. Zu diesem Zeitpunkt erhält Reichwein die

ersten aktiven Prägungen der schulischen Arbeit seines Vaters und muss diesen, sogar

nach dem Einzug zum Kriegsdienst, in der Schule vertreten. Bereits 1906 hat Reichwein

den ersten Kontakt zu der Jugendbewegung der Wandervögel. Diese Bewegung wollte

dem damals herrschenden autoritären Druck der Gesellschaft durch eine Flucht in die

Natur entgehen. Dort wollten sie ihr Leben nach eigenen Überzeugungen gestalten. 1911

wird Reichwein offizielles Mitglied und bereits 1916 Führer der Ortsgruppe der

Wandervögel.

,,Der erste Weltkrieg bereitete Adolf Reichweins unbeschwerter Jugend in der

Wetterau ein jähes Ende." (Koppmann, 1998, S. 30) 1914 meldet Reichwein und sein

Vater sich freiwillig zum Kriegsdienst, er wird aber erst 2 Jahre später eingezogen. Bei

den an der Front eingesetzten Kameraden bestehen keine Unterschiede der sozialen

Herkunft mehr. Hier haben sich die Werte vollkommen verändert und ein ganz neuer

Zusammenschluss der Kameraden ist nötig, um die Strapazen in den Schützengräben zu

ertragen. Reichwein freundet sich trotzdem überwiegend mit Kameraden aus seiner

bürgerlichen Schicht an (vgl. Koppmann, 1998, S. 33). Der erste Weltkrieg soll für Adolf

Reichwein ein traumatisches Erlebnis bleiben und stellt ihm die Lebensfrage ­ ,,Wie

können Kriege vermieden, wie die Klassenunterschiede aufgehoben werden?"

(Koppmann, 1998, S. 34)

Seite 4



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