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Diploma Thesis, 2008, 84 Pages
Author: Janine Erdstein
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Institution/College: Leuphana Universität Lüneburg (Personal und Führung)
Tags: Bedeutung, Vertrauens, Konflikten, Führungskräften, Mitarbeitern, Diplomarbeit, Bereich, Personal, Führung
Year: 2008
Pages: 84
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 65 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-21423-5
ISBN (Book): 978-3-640-21439-6
File size: 760 KB
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Abstract
Konflikte sind in der betrieblichen Realität nicht vermeidbar. Sie entstehen durch Uneinigkeiten zwischen Personen in den verschiedensten Bereichen, wie beispielsweise durch Missverständnisse oder differierende Werte. Jedoch dürfen Konflikte nicht generell als negativ betrachtet werden, denn durch sie werden auch neue Entwicklungen ermöglicht. Sie können auf Probleme im Organisationsablauf hinweisen und die Beteiligten dazu bringen, bisherige Prozesse zu überdenken und diese zu verbessern. Eskaliert jedoch ein anfangs latenter Konflikt, kann er bei ständiger Zuspitzung der Ansichten sogar beide Konfliktbeteiligte ins Unglück stürzen. Diesen Verlauf eines eskalierenden Konflikts stellt Glasl in seinem Modell mit neun zu unterscheidenden Konfliktstufen dar.
Excerpt (computer-generated)
Die Bedeutung des Vertrauens in Konflikten zwischen
Führungskräften und Mitarbeitern
vorgelegt bei
am Fachbereich Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Universität Lüneburg
Janine Erdstein
22.02.2008
Bedeutung von Vertrauen in Konflikten
Janine Erdstein
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1 Problemstellung 1
2 Theoretische und begriffliche Grundlagen 3
2.1
Führungskräfte 3
2.1.1
Definition Führungskräfte 3
2.1.2
Zusammenfassung 4
2.2
Führungsbeziehungen 5
2.2.1
Definition Führungsbeziehung 5
2.2.2
Führung und Macht 6
2.2.3
Ausrichtung von Führungsbeziehungen 8
3 Konflikte 10
3.1
Konfliktbegriff 10
3.1.1
Definition Konflikt 10
3.1.2
Zusammenfassung 12
3.1.3
Konfliktursachen 13
3.2
Konfliktebenen 17
3.3
Konfliktarten 21
3.3.1
Paarkonflikte 21
3.3.2
Organisatorische Konflikte 23
3.3.3
Heiße und kalte Konflikte 24
3.4
Konfliktverlauf 25
3.5
Auswirkungen von Konflikten auf eine Führungsbeziehung 30
3.6
Verhaltensmuster in Konflikten 32
4 Vertrauen 38
4.1
Definition 38
4.2
Abgrenzung 39
4.3
Determinanten 41
4.4
Umstände für Vertrauen 43
4.5
Gründe für Vertrauen 45
4.6
Vertrauensformen 46
4.7
Vertrauen in Führungsbeziehungen 48
II
Bedeutung von Vertrauen in Konflikten
Janine Erdstein
4.8
Vertrauen in Konflikten 50
5 Vertrauen im Eskalationsmodell 52
5.1
Eingrenzung der Konfliktart 52
5.2
Eingrenzung der Vertrauensart 53
5.3
Eingrenzung der Eskalationsstufen 56
5.4
Übergangsmechanismen und Vertrauen 56
5.4.1
Projektionsmechanismus 57
5.4.2
Generalisierungsmechanismus 59
5.4.3
Feindbildmechanismus 62
5.4.4
Interpunktionsmechanismus 64
5.4.5
Mechanismus der sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung 66
5.5
Zusammenfassender Mechanismus 68
6 Schlussbetrachtung 70
Quellenverzeichnis 72
III
Bedeutung von Vertrauen in Konflikten
Janine Erdstein
Abkürzungsverzeichnis
Hrsg Herausgeber
Abb. Abbildung
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Eskalationsmodell 1
Abb. 2: Führungsbeziehung 5
Abb. 3: Konfliktpotenzial 15
Abb. 4: Konfliktebenen 18
Abb. 5: Konfliktverlauf 26
Abb. 6: Eskalationsmodell 26
Abb. 7: Verhaltensmuster in Konflikten 32
Abb. 8: Vertrauensabgrenzungen 40
Abb. 9: Vertrauensdeterminanten 42
Abb. 10: Umstände für Vertrauen 43
Abb. 11: Projektionsmechanismus 58
Abb. 12: Projektionsmechanismus inkl. Vertrauen 59
Abb. 13: Generalisierungsmechanismus 61
Abb. 14: Generalisierungsmechanismus inkl. Vertrauen 62
Abb. 15: Feindbildmechanismus 63
Abb. 16: Feindbildmechanismus inkl. Vertrauen 64
Abb. 17: Interpunktionsmechanismus 65
Abb. 18: Interpunktionsmechanismus inkl. Vertrauen 66
Abb. 19: Mechanismus der sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung 67
Abb. 20: Mechanismus der sich-selbst-erfüllenden Prophezeiung inkl. Vertrauen ... 68
Abb. 21: Gesamtmodell 69
IV
Bedeutung von Vertrauen in Konflikten
Janine Erdstein
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Konfliktthemen 16
Tabelle 2: Konfliktebenen 17
Tabelle 3: Merkmale eines interpersonellen Konflikts 20
Tabelle 4: Einsatzmöglichkeiten der Konfliktstrategien 37
Tabelle 5: Determinanten des Vertrauens 42
Tabelle 6: Gefangenendilemma 54
V
1 Problemstellung
Konflikte sind in der betrieblichen Realität nicht vermeidbar. Sie entstehen
durch Uneinigkeiten zwischen Personen in den verschiedensten Berei-
chen, wie beispielsweise durch Missverständnisse oder differierende Wer-
te. Jedoch dürfen Konflikte nicht generell als negativ betrachtet werden,
denn durch sie werden auch neue Entwicklungen ermöglicht. Sie können
auf Probleme im Organisationsablauf hinweisen und die Beteiligten dazu
bringen, bisherige Prozesse zu überdenken und diese zu verbessern.
Eskaliert jedoch ein anfangs latenter Konflikt, kann er bei ständiger Zuspit-
zung der Ansichten sogar beide Konfliktbeteiligte ins Unglück stürzen. Die-
sen Verlauf eines eskalierenden Konflikts stellt Glasl in seinem Modell mit
neun zu unterscheidenden Konfliktstufen dar.
Abb. 1: Eskalationsmodell1
1 Glasl (1994), S. 216
1
Das Eskalationsmodell zeigt unterschiedlich starke Ausprägungen von
Konflikten, welche durch die neun Stufen repräsentiert werden. Die
nächsttiefere Eskalationsstufe wird symbolisiert durch eine in Richtung Ab-
grund absinkende folgende Stufe.
In der ersten Phase entsteht eine win-win-Situation, in der alle Konfliktbe-
teiligten ein positives Ergebnis aus dem Konflikt erzielen. In der zweiten
win-lose-Phase hingegen wird nur eine Partei gewinnen und in der lose-
lose-Phase geht es für beide Beteiligten nur noch um die Schädigung des
Anderen. An dieser Stelle ist bereits erkennbar, dass ein Konflikt in Stufe I
eine andere Auswirkung auf die Führungsbeziehung hat als ein Konflikt in
Stufe III.
Ziel dieser Arbeit soll es sein, den Mechanismus zwischen den einzelnen
Konfliktstufen mit seinen unterschiedlichen Ausprägungen und Ansichten
der beteiligten Parteien zu erläutern und herauszustellen, wie sich die Be-
dingungen und Denkweisen in diesem Zusammenhang ändern. Insbeson-
dere die Veränderung des gegenseitigen Vertrauens in einer Führungsbe-
ziehung beim Übergang auf die nächsttiefere Konfliktstufe in Verbindung
mit dem zuvor verdeutlichten Mechanismus soll erörtert werden.
Aufbauend auf diesen Überlegungen ergeben sich folgende zu beantwor-
tende Fragen für die vorliegende Arbeit:
· Was ist ein Konflikt? Gibt es verschiedene Arten von Konflikten?
Wodurch entsteht ein Konflikt? Wie ist der Verlauf? Was geschieht
auf den einzelnen Konfliktstufen?
· Was ist Vertrauen? Wie entsteht Vertrauen? Gibt es verschiedene
Formen von Vertrauen? Warum vertraut man? Wie ist das Vertrau-
en in Führungsbeziehungen und in Konflikten?
· Wodurch wird ein Übergang von einer Konfliktstufe zur nächsttiefe-
ren hervorgerufen? Was für ein Mechanismus spielt sich an dieser
Stelle ab? Inwieweit wird das Vertrauen in diesem Mechanismus
angesprochen? Wie ändert sich das Vertrauen beim Übergang auf
eine andere Stufe?
2
2 Theoretische und begriffliche Grundlagen
Zu Beginn der Arbeit sollen einige grundlegende Begriffe erläutert werden,
deren Verständnis für die weiteren Erörterungen notwendig ist.
2.1 Führungskräfte
2.1.1 Definition Führungskräfte
In der wissenschaftlichen Literatur findet sich keine einheitliche Definition
für eine Führungskraft. Nach Joppe können die diversen vorhandenen An-
sätze in Richtungen gegliedert, nach denen der Begriff der Führungskraft
definiert werden kann:
· Führung durch Macht,
· Führung durch Motivation,
· Führung versus Leitung,
· Führungstätigkeiten.2
Diese Ansätze haben unterschiedliche Ausgangspunkte aus denen sich
ihre Definition ableiten lässt.
Ursprünglich wurden Führungskräfte als das obere, mittlere und untere
Management zusammengefasst, wobei die Stellung des Vorgesetzten,
das Beaufsichtigen und das Führen von Mitarbeitern als Kriterien gelten.3
Diese Betrachtungsweise beruht auf der Machtbeziehung zwischen Füh-
rungskräften und ihren Mitarbeitern.
Im Laufe der Zeit wandelte sich der Führungsbegriff jedoch von der
machtorientierten zur motivationsorientierten Führung.4 So beschreibt
Seidel Führung als Zusammenfassung materieller und menschlicher
2 Vgl. Jopp (1994), S. 5 ff.
3 Vgl. Boeker (1978), S. 103
4 Vgl. Jopp (1994), S. 7
3
Mittel ,,[...] in dynamischen Organisationseinheiten, die ihre Ziele zur
Zufriedenheit derer erreichen, für die sie arbeiten, und zwar mit hoher
Arbeitsmoral bei denen, die die Arbeit leisten"5, wobei Seidel den
Führungsbegriff von der Motivation der Mitarbeiter abhängig macht.
Ein weiterer Ansatz zur Definition von Führung ist die Abgrenzung zur Lei-
tung. Oft werden die beiden Begriffe synonym verwendet. Hentze und
Brose unterscheiden jedoch die Leitung als die Behandlung von organisa-
torischen Sachproblemen ,,[...] übergeordneter Instanzen" und die Führung
als ,,[...] Problem der Mitarbeiterbeeinflussung [...]".6 Erkennbar ist an die-
ser Stelle die Einbeziehung eines humanen Aspektes als Teil der Defini-
tion von Führungskräften.
Weiterhin kann eine Führungskraft über die ausgeübten Tätigkeiten defi-
niert werden. Wild beschreibt diese Aktivitäten als eine Beeinflussung von
Verhaltensweisen, die sowohl direkt als auch indirekt erfolgen kann7, wo-
bei die Zielerreichung der Beeinflussung eine entscheidende Rolle spielt8.
2.1.2 Zusammenfassung
Die in Punkt 2.1.1. erläuterten Ansätze zur Definition von Führungskräften
bedienen sich unterschiedlicher Ausgangspunkte und verfolgen verschie-
dene Ziele. Jopp hat unter Berücksichtigung der bisher verwendeten Krite-
rien eine eigene Definition erstellt, die folgende Voraussetzungen für Füh-
rungskräfte enthält:
· ,,[...] Qualitativer Entscheidungsbedarf, Kreativität, und Führungs-
verantwortung [...]"9 als fachliche und persönliche Merkmale,
5 Vgl. Seidel (1978), S.94
6 Vgl. Hentze/Brose (1990), S.26
7 Vgl. Wild (1974), S.154
8 Vgl. Timmermann/Esser (1977), S.22
9 Vgl. Jopp (1994), S.17
4
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