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Die fördernde Prozesspflege

Subtitle: Das ABEDL-Strukturierungsmodell von Monika Krohwinkel

Scholary Paper (Seminar), 2008, 18 Pages
Author: Sandra Schultheis
Subject: Nursing Science

Details

Event: Theorien und Modelle in der Pflege
Institution/College: University of Applied Sciences Mainz (Gesundheit und Pflege)
Tags: Prozesspflege, Theorien, Modelle, Pflege
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 18
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V118149
ISBN (E-book): 978-3-640-21289-7

File size: 106 KB

Abstract

„Wenn ich etwas mehr über die individuelle Person eines Menschen erfahren will, dann muß ich ihn als Einheit, als Eines, als Ganzes ansehen…die reduktive Analyse ist hierfür ungeeignet“ (Krohwinkel 1998, S.135) Sich für Monika Krohwinkel als Thema meiner Hausarbeit zu entscheiden, lag eigentlich direkt auf der Hand. Seit 1993 arbeite ich immer wieder für den Caritas, dessen Leitbild sich an das Pflegemodell von Krohwinkel anlehnt und dessen AEDL - Strukturierungsmodell in den Pflegeheimen des Caritasträgerwerks St. Martin eingesetzt wird. Durch die Auseinandersetzung mit Krohwinkel als Theoretikerin während des Seminars und der praktischen Arbeit mit ihrem Modell der Fördernden Prozesspflege wurde mir klar, wie intensiv sich das Caritas Altenheim St.Josefstift mit diesem Pflegemodell auseinandergesetzt hat, ganz gleich wie explizit Mitarbeiter darüber informiert sind oder nicht. Das bedeutet, Mitarbeiter aller internen Berufsgruppen orientieren sich in ihrem Arbeitsablauf an der Prozesspflege nach Krohwinkel, meist ohne es zu wissen. Diese ganzheitliche – wenn auch unbewusste - Umgangsweise mit einem Pflegemodell zeigt, wie aktuell und lebbar es ist. Es bleibt nicht bei einer theoretischen Betrachtungsweise, sondern ist in unseren Alltag integriert. Die Vorstellung, dass eine Theorie für die Pflege in der Praxis durchaus nicht nur Theorie bleibt, warf bei mir die Frage auf: Woher kommt meine Praxis und welche Theorie steckt dahinter? Wieso handle ich in meinem Pflegealltag so und nicht anders? Und letztlich: Wie muss ein Pflegemodell aussehen, damit es den Menschen weiterhin individuell sein lässt, ihn aber gleichzeitig integriert in eine geplante Pflege? Aus diesen Überlegungen heraus versuche ich hier, ihr Modell der Fördernden Prozesspflege mit seinen einzelnen Teilmodellen darzustellen. Insbesondere gehe ich auf das ABEDL – Strukturierungsmodell ein, das im Jahr 2007 neu überarbeitet und erweitert wurde. So fließen in die schriftliche Ausarbeitung auch die aktuellsten Entwicklungen und Sichtweisen von Monika Krohwinkel ein.


Excerpt (computer-generated)

Hausarbeit zum Seminar: Theorien und Model e in der Pflege

Die fördernde Prozesspflege

Das ABEDL-Strukturierungsmodell von Monika Krohwinkel

Katholische Fachhochschule Mainz

Fachbereich: Gesundheit und Pflege

Studiengang: Pflegepädagogik, 1. Semester

Vorgelegt von:

Sandra Schultheis


Inhaltsverzeichnis

Einleitung 3

1

Zur Person Monika Krohwinkel 4

2

Grundlagen und Entwicklung der Theorie nach Krohwinkel 5

3

Das Model der Fördernden Prozesspflege 6

3.1 Model e, Konzepte, Kategorien und Prinzipien 6

3.1.1

Schlüsselkonzepte des pflegerischen Paradigmas 7

3.1.2 Prinzipien zur fähigkeitsorientiert - fördernden Prozesspflege 9

3.2 AEDL ­ Strukturierungsmodel 9

3.3 ABEDL ­ Strukturierungsmodel 11

3.4

Das Rahmenmodel 13

3.5

Das Pflegeprozessmodel 13

3.6

Das Managementmodel 14

3.7

Das Qualitätsentwicklungsmodel mit integriertem Model zum

reflektierenden Erfahrungslernen 14

4

Eigene Stel ungnahme 15

Literaturverzeichnis: Bücher 17

2


Einleitung

,,Wenn ich etwas mehr über die individuelle Person eines Menschen erfahren will,

dann muß ich ihn als Einheit, als Eines, als Ganzes ansehen...die reduktive Analyse

ist hierfür ungeeignet"

(Krohwinkel 1998, S.135)

Sich für Monika Krohwinkel als Thema meiner Hausarbeit zu entscheiden, lag

eigentlich direkt auf der Hand. Seit 1993 arbeite ich immer wieder für den Caritas,

dessen Leitbild sich an das Pflegemodel von Krohwinkel anlehnt und dessen AEDL -

Strukturierungsmodel in den Pflegeheimen des Caritasträgerwerks St. Martin

eingesetzt wird.

Durch die Auseinandersetzung mit Krohwinkel als Theoretikerin während des

Seminars und der praktischen Arbeit mit ihrem Model der Fördernden

Prozesspflege wurde mir klar, wie intensiv sich das Caritas Altenheim St.Josefstift mit

diesem Pflegemodel auseinandergesetzt hat, ganz gleich wie explizit Mitarbeiter

darüber informiert sind oder nicht. Das bedeutet, Mitarbeiter al er internen

Berufsgruppen orientieren sich in ihrem Arbeitsablauf an der Prozesspflege nach

Krohwinkel, meist ohne es zu wissen. Diese ganzheitliche ­ wenn auch unbewusste -

Umgangsweise mit einem Pflegemodel zeigt, wie aktuel und lebbar es ist. Es bleibt

nicht bei einer theoretischen Betrachtungsweise, sondern ist in unseren Al tag

integriert.

Die Vorstel ung, dass eine Theorie für die Pflege in der Praxis durchaus nicht nur

Theorie bleibt, warf bei mir die Frage auf: Woher kommt meine Praxis und welche

Theorie steckt dahinter? Wieso handle ich in meinem Pflegeal tag so und nicht

anders? Und letztlich: Wie muss ein Pflegemodel aussehen, damit es den Menschen

weiterhin individuel sein lässt, ihn aber gleichzeitig integriert in eine geplante Pflege?

Aus diesen Überlegungen heraus versuche ich hier, ihr Model der Fördernden

Prozesspflege mit seinen einzelnen Teilmodel en darzustel en. Insbesondere gehe

ich auf das ABEDL ­ Strukturierungsmodel ein, das im Jahr 2007 neu überarbeitet

und erweitert wurde. So fließen in die schriftliche Ausarbeitung auch die aktuel sten

Entwicklungen und Sichtweisen von Monika Krohwinkel ein.

3


1

Zur Person Monika Krohwinkel

Monika Krohwinkel wird 1941 in Hamburg geboren. Sie absolviert eine Ausbildung

zur Krankenpflegerin und Hebamme in Deutschland und Groß-Britannien sowie eine

Weiterbildung, die sie zur Lehrtätigkeit an Krankenpflegeschulen befähigt. Ein an

der ,,Victoria University" in Manchester/ Groß-Britannien absolviertes Studium der

Pflegewissenschaft sowie der Erziehungswissenschaft schließt sie 1988 ab. Fortan

ist sie in verschiedenen Bereichen ihrer Ausbildung im In-und Ausland tätig. So

arbeitet sie sowohl als Hebamme und Krankenschwester als auch als Lehrkraft in

den Bereichen Pflegepädagogik, Pflegeforschung und Pflegewissenschaften in Fort-

und Weiterbildungsorganisationen der Pflege.

Monika

Krohwinkel

wirkte

als

stel vertretende

Direktorin

der

Krankenpflegehochschule des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe (DBfK)

auch

bei

praxisorientierten

Pflegeforschungsprojekten

mit.

Für

das

Bundesministerium für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit führt sie 1988 -

1991 eine Studie durch zur ,,Erfassung und Entwicklung Ganzheitlich-

Rehabilitierender Prozesspflege", die unter dem Titel ,,Der Pflegeprozess am Beispiel

von Apoplexiekranken" 1993 veröffentlicht wurde und das als Grundlage ihrer

Theorie der fördernden Prozesspflege gilt. In dieser Studie wird der Begriff der

AEDLs erstmals in Zusammenhang mit einem Strukturmodel verwendet (Krohwinkel

1998).

Als Instituts- und Forschungsleiterin baut sie für den DBfK 1988 das eigene Agnes -

Karl - Institut für Pflegeforschung auf. In diesem Jahr veröffentlicht sie auch erstmals

das unten aufgeführte Rahmenmodel . 1993 wird sie Gründungsprofessorin für

Pflegewissenschaften. In der folgenden Zeit übernimmt sie eine Vielzahl von

Tätigkeiten, so z. B. Beratungs- und Ausschusstätigkeiten in verschiedenen

nationalen und internationalen Arbeitsgruppen und Organisationen der Pflegepraxis,

Pflegeforschung sowie Pflegewissenschaft (Roth-Langhorst 2000).

1989 übernimmt sie die wissenschaftliche Leitung und den Vorsitz beim 1.

Internationalen Pflegeforschungskongress in Deutschland.

1993 wird sie Mitglied der interdisziplinären Ethikkommission innerhalb des DBfK und

des Deutschen Vereins zur Förderung von Pflegewissenschaft und Pflegeforschung.

Von 1993 bis 1999 war sie als Professorin für Pflegewissenschaft im Fachbereich

Pflege- und Gesundheitswissenschaften an der Evangelischen Fachhochschule

Darmstadt tätig (Roth-Langhorst 2000).

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