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Hausarbeit, 2003, 19 Seiten
Autor: Silke Hegemann
Fach: Pflegewissenschaften
Details
Institution/Hochschule: Hochschule für Sozialwesen Esslingen (Fachbereich Gesundheit und Pflege)
Tags: Aspekte, Frauenerwerbstätigkeit, Krankenpflege, Sackgasse, Frauen, Organisation, Planung, Fort-, Weiterbildung
Jahr: 2003
Seiten: 19
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-18021-4
Dateigröße: 225 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Aspekte von Frauenerwerbstätigkeit: Krankenpflege,
eine berufliche Sackgasse für Frauen?
von Silke Hegemann
Inhalt
1 Einleitung 4
2 Anspruch auf Bildung und Erwerbstätigkeit
für Frauen: geschichtlicher Überblick 4
3 Die Pflege als Frauenberuf:
geschichtliche Entwicklung und heutiger Stand 7
3.1 Die Entwicklung der Krankenpflege zum Beruf 7
3.2 Die Entwicklung der pflegeberuflichen Bildung 10
3.3 Pflegeausbildung heute 11
3.3.1 Aktuelle Situation in Aus- und Weiterbildung 11
3.3.1.1 Ausbildung 11
3.3.1.2 Weiterbildung 12
4 Karrierechancen für Frauen im Pflegeberuf 12
5 Eigene Stellungnahme 15
6 Literatur 18
1 Einleitung
Schlecht bezahlt, gesellschaftlich kaum anerkannt, keinesfalls ein Karrieresprungbrett, sondern vielmehr eine Sackgasse: Pflegeberufe.
Noch heute werden sie von vielen Menschen als typische, ja ideale Frauenberufe betrachtet, da die Fähigkeit für andere zu sorgen, sie zu pflegen als natürliche weibliche Fähigkeit gilt. Professionalisierungsbemühungen der Pflege werden oft belächelt und in Frage gestellt.
Die folgende Hausarbeit soll aufzeigen, wie diese Situation entstanden ist, wobei sie sich auf die Krankenpflege in der Bundesrepublik Deutschland beschränkt. Wenn im folgenden von Pflegenden die Rede ist, sind in der Krankenpflege tätige Personen gemeint.
Ich möchte zunächst einen Überblick über die Geschichte der Frauenbildung geben: Warum blieb Frauen über eine so lange Zeit hinweg der Zugang zu (beruflicher) Bildung verwehrt? Seit wann sind Frauen berufstätig? Wann haben Frauen begonnen, sich für ihr Recht auf Arbeit und Bildung einzusetzen?
Im Anschluss daran möchte ich beschreiben, wie und warum sich der Pflegeberuf zum typischen Frauenberuf entwickelt hat, auch dazu werde ich erst einen geschichtlichen Überblick geben, um danach die aktuelle Situation sowohl in der Pflegeausbildung als auch in der Weiterbildung in den Pflegeberufen kurz zu erläutern. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Kapitel über die Karrierechancen, die sich Frauen in der Pflege bieten oder besser gesagt nicht bieten. In diesem Abschnitt werden Hintergründe und Ursachen für diese Sackgassen-Situation in der Pflege dargestellt und eventuelle Chancen auf Verbesserung näher erläutert.
2 Anspruch auf Bildung und Erwerbstätigkeit für Frauen: geschichtlicher Überblick
Dass Frauen einen Anspruch auf Bildung und Ausbildung haben, scheint heute selbstverständlich, ist jedoch das Ergebnis einer langwierigen Entwicklung, da es über weite Strecken als normal und gottgegeben galt, dass die Frau ihrer natürlichen Berufung als Ehefrau und Mutter nachkommt - Tätigkeiten, für die Bildung als eher hinderlich gilt.
Im folgenden Abschnitt wird ein Überblick über die diese Entwicklung gegeben:
Lesen und schreiben zu können galt im Mittelalter als "′weibisch und pfaffisch′" (Blochmann, 1990, S.1), wie Weinhold (1882) von Blochmann zitiert wird. Der Großteil der Bevölkerung, ob männlich oder weiblich, konnte weder lesen noch schreiben, dies war wenigen vorbehalten, die überwiegend in Klosterschulen unterrichtet wurden.
Die Bildung breiterer Volksschichten gewann erst zur Zeit des Humanismus und der Reformation an Bedeutung, da eine Erweiterung der bisher rein theologischen Bildungsinhalte um weltliche Bereiche erfolgte. Nach Blochmann (1990) machte sich schon zu diesem Zeitpunkt ein Unterschied in der Bildung der Geschlechter bemerkbar:
[...]
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