Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Diplomarbeit, 2004, 149 Seiten
Autor: Mag. Egon Ostermann
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Tags: Benchmarking, Anwendbarkeit, Messung, Dienstleistungsqualität, Hilfe, Mystery, Shopping, Beispiel, Nationalpark, Kalkalpen
Jahr: 2004
Seiten: 149
Note: Sehr Gut
Literaturverzeichnis: ~ 59 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-24788-2
ISBN (Buch): 978-3-640-24811-7
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
Benchmarking ist ein aus den Vereinigten Staaten von Amerika stammendes Managementwerkzeug, dass dazu dient, die Best Practices bei einem Vergleich mit ausgewählten Benchmarking-Partnern zu identifizieren, um aus diesen Erkenntnissen zu lernen und die eigene Position am Markt zu verbessern. Hohe Servicequalität bei vertretbaren Kosten ist der wohl wichtigste Faktor in der täglichen Arbeit von Nationalparks. Ziel ist es, Standards oder Bezugspunkte (Benchmarks) zu finden, an denen sich der Nationalpark Kalkalpen messen kann. Es geht um den Versuch, im Vergleich die Leistungsstärken einzuschätzen und Schwachstellen darzustellen, um von den Erkenntnissen und Erfahrungen anderer zu profitieren. Aufgrund der Tatsache, dass jede Nationalparkregion in einem unterschiedlichen touristischen Umfeld agiert, ist es notwendig, ein Benchmarking-Objekt zu finden, welches möglichst gering durch dieses Umfeld berührt wird. Die Dienstleistungserstellung in Nationalparkzentren scheint dieser Anforderung am besten zu entsprechen. Im empirischen Teil, dem Mystery Shopping, wurden sechs unterschiedliche Anfragen durch vier verschiedene Kommunikationskanäle an die acht Nationalparks geschickt: E-Mail in Deutsch, E-Mail in Englisch, Fax, postalische Anfrage, Telefonanfrage und Beschwerdeschreiben. Außerdem wurden einer Nationalparkregion noch Anfragen an landesweite, regionale und lokale Tourismusverbände, sowie an angrenzende Orte einer Nationalparkregion, gestellt. Anhand dieser zweiten, indirekten Methode zur Messung der Qualität von Nationalparks, soll das touristische Umfeld und deren Nationalpark-Kooperationsbereitschaft analysiert werden. Zur Beantwortung von Anfragen wurden Servicestandards definiert, um in späterer Folge diese mit den eigentlichen Antworten der Nationalparks, mittels eines Bewertungsbogens, zu vergleichen. Somit können die Nationalparks klassifiziert und verglichen werden und dadurch die Differenz zum maximalen Richtwert aufgezeigt werden. Insgesamt wurden 165 Mystery Shopping-Runden durchgeführt.
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
DIPLOMARBEIT
Titel der Diplomarbeit:
Benchmarking und dessen Anwendbarkeit zur Messung der
Dienstleistungsqualität mit Hilfe von Mystery Shopping am
Beispiel Nationalpark Kalkalpen
Eingereicht von: Egon Ostermann
Betrieb:
Nationalpark Kalkalpen/
Oberösterreich Tourismus
30. Jänner 2004
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 5
1.1. PROBLEMLANDSCHAFT 5
1.2. ZIELSETZUNG 5
1.3. GANG DER ARGUMENTATION 7
2. BENCHMARKING 9
2.1. EINFÜHRUNG IN DAS BENCHMARKING 9
2.2. GESCHICHTE DES BENCHMARKING 9
2.3. DEFINITION 10
2.4. BEGRIFFSABGRENZUNG 11
2.4.1. Marktforschung 12
2.4.2. Wettbewerbsanalyse 12
2.5. GRUNDLAGEN DES BENCHMARKINGS 14
2.5.1. Benchmarking-Zeitpunkt 14
2.5.2 Benchmarking-Hintergrund 14
2.5.3. Benchmarking-Objekt 15
2.5.4. Benchmarking-Partner 17
2.5.5. Benchmarking-Informationsquellen 18
2.5.6. Benchmarking-Grundprinzipien 18
2.6. BENCHMARKING-ARTEN UND DEREN EINSATZGEBIETE 19
2.6.1. Orientierung am Vergleichspartner 20
2.6.1.1. Internes Benchmarking 20
2.6.1.2. Externes Benchmarking 21
2.6.2. Orientierung an der Zeitkomponente 23
2.6.2.1. Strategisches Benchmarking 23
2.6.2.2. Operatives Benchmarking 23
2.6.3. Orientierung am Objekt 24
2.6.3.1. Prozessbenchmarking 24
2.6.3.2. Produktbenchmarking 24
2.6.4. Orientierung an der Zielkomponente 24
2.6.4.1. Kostenorientiertes Benchmarking 24
2.6.4.2. Kundenorientiertes Benchmarking 25
2.6.4.3. Quantitatives Benchmarking 25
2.6.4.4. Qualitatives Benchmarking 25
2.6.5. Vor- und Nachteile der verschiedenen Benchmarking-Arten 26
2.7. DER BENCHMARKING-PROZESS 27
2.7.1. Das Fünf-Phasen-Modell des Benchmarking-Prozess 28
2.7.1.1. Phase 1 Planung 29
2.7.1.2. Phase 2 Analyse 31
2.7.1.3. Phase 3- Integration 32
2.7.1.4. Phase 4 Aktion 33
2.7.1.5. Phase 5 Reife 34
2.8. VORAUSSETZUNGEN UND ERGEBNIS EINES ERFOLGREICHEN BENCHMARKING-PROJEKTES 35
2.9. EXKURS: BENCHMARKING IM TOURISMUS 36
2.9.1. Problemlandschaft Tourismus 36
2.9.2. Benchmarking-Anwendungsbereiche im Tourismus 37
2.9.3. Benchmarking von Tourismusorganisationen 38
2.9.4. Grundsätze für Benchmarking in Tourismusorganisationen 39
3. MYSTERY SHOPPING 40
3.1. EINFÜHRUNG IN DAS MYSTERY SHOPPING 40
Egon Ostermann
- 2 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
3.2. DEFINITION 40
3.3. ANWENDUNGSBEREICHE VON MYSTERY SHOPPING 41
3.4. SYSTEMATISIERUNG DES VERFAHRENS 41
3.5. VOR- UND NACHTEILE VON MYSTERY SHOPPING 42
3.5.1. Nachteil: Ethik 42
3.5.2. Nachteil: Scheinkunden 42
3.5.3. Vorteil: Qualitätswahrnehmung des Kunden 43
3.5.4. Vorteil - Strukturierter Bewertungsbogen 43
3.5.5. Vorteil: Reales Kunden Mitarbeiter Verhalten 43
3.6. QUALITÄT 46
3.7. DIENSTLEISTUNG 48
3.8. DIENSTLEISTUNGSQUALITÄT 49
3.9. KUNDENZUFRIEDENHEIT 50
3.10. EXKURS: DIENSTLEISTUNGSKETTE 50
4. IUCN-NATIONALPARK 53
4.1. BEGRIFFBESTIMMUNG IUCN 53
4.1.1. IUCN Kategorie II - Definition von Nationalpark 53
4.1.2. IUCN Kategorie II - Managementziele für Nationalparks: 54
4.1.3. IUCN Kategorie II Empfehlung für die Auswahl: 54
4.1.4. IUCN Kategorie II - Organisatorische Verantwortung 55
4.1.5. IUCN Kategorie II Verbindlichkeit der Nationalparkkriterien 55
4.2. INTERNATIONALE ANERKENNUNG VON NATIONALPARKS 55
4.3. NUTZUNGSMÖGLICHKEITEN - ZONIERUNGSMODELLE 56
4.4. GESCHICHTE DER NATIONALPARKS - URSPRÜNGE IN DEN USA 56
4.5. GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 57
4.6. DIE ÖSTERREICHISCHEN NATIONALPARKS 58
4.6.1. Hohe Tauern 58
4.6.2. Nationalpark Kalkalpen 59
4.6.3. Nationalpark Gesäuse 60
4.6.4. Nationalpark Neusiedler See Seewinkel 61
4.6.5. Nationalpark Donauauen 62
4.6.6. Nationalpark Thayatal 63
4.6.7. Nationalparks Austria 64
5. NATIONALPARKTOURISMUS IN ÖSTERREICH 66
5.1. DEFINITION NATIONALPARKTOURISMUS 66
5.2. SPANNUNGSFELD TOURISMUSNUTZUNG UND NATIONALPARK 66
5.3. NATIONALPARKINFORMATIONSZENTRUM 67
5.4. TOURISTISCHE ORGANISATION IN DEN NATIONALPARKREGIONEN 68
5.5. TOURISTISCHE ECKDATEN DER SECHS NATIONALPARKREGIONEN 70
5.6. ENTWICKLUNGSTENDENZEN IM TOURISMUS 71
5.6.1. Weltweiter Tourismustrend 71
5.6.2. Trend in den Nationalparkregionen 71
5.7. EXKURS: NEUE INFORMATIONSTECHNOLOGIEN UND DEREN CHANCE FÜR DEN TOURISMUS 73
5.7.1. Kommunikationsmittel E-Mail 75
5.7.2. Direkt Marketing 76
6. ABLAUF DES MYSTERY UNTERSUCHUNG 77
6.1. FORMULIERUNG DER ZIELSETZUNGEN 78
6.2. DEFINITION VON SERVICESTANDARDS 78
6.3. AUSWAHL DER TESTPERSONEN 78
6.4. FESTLEGUNG DES FORSCHUNGSDESIGNS 79
Egon Ostermann
- 3 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
6.4.1. Auswahl der Nationalparks 79
6.4.2. Umfang der Untersuchung 79
6.4.3. Entwicklung des Bewertungsbogens 81
6.4.3.1. Post Anfrage nach hochqualitativem Angebot (Pre-Phase) 82
6.4.3.2. E-Mail Standardanfrage (Pre-Phase) 84
6.4.3.3. E-Mail ,,Touristisches Umfeld" (Pre-Phase) 86
6.4.3.4 Fax Familienanfrage (Pre-Phase) 89
6.4.3.5. Telefon "Business to Business" (Pre-Phase) 90
6.4.3.6. Vorortanfrage Pensionistenanfrage (Ist-Phase) 92
6.4.3.7. Beschwerdeschreiben (After-Phase) 97
7. AUSWERTUNG DER ANTWORTEN 100
7.1. GESAMTBEWERTUNG NACH NATIONALPARKREGION 100
7.2. GESAMTBEWERTUNG NACH KOMMUNIKATIONSWEG 102
7.3. BEWERTUNG NACH TOURISTISCHEN PHASEN 104
7.3.1. Bewertung der Pre-Phase 104
7.3.1.1. Bewertung Post - Anfrage nach hochqualitativem Angebot 106
7.3.1.2. Bewertung E-Mail Standardanfrage in deutscher Sprache 109
7.3.1.3. Bewertung E-Mail Standardanfrage in englischer Sprache 111
7.3.1.4. Bewertung E-Mail Standardanfrage an ,,Touristisches Umfeld" 113
7.3.1.5. Bewertung Fax Familienanfrage 118
7.3.1.6. Bewertung Telefon ,,Business to Business" 120
7.3.2. Bewertung der Ist-Phase - Vorortanfrage 122
7.4. BEWERTUNG DER BEURTEILUNGSDIMENSIONEN 126
7.4.1. Reaktionszeit 126
7.4.2. Persönlicher Ton 128
7.4.3. Individualität der Leistung 129
7.4.4. Beratungsqualität 130
8. SCHLUSSBETRACHTUNG 132
9. AUSBLICK 134
10. LITERATURVERZEICHNIS 136
10.1. VERZEICHNIS PRIMÄR ZITIERTEN QUELLEN 136
10.2. VERZEICHNIS SEKUNDÄR ZITIERTEN QUELLEN 138
10.3. VERZEICHNIS DER DIPLOMARBEITEN: 138
10.4. VERZEICHNIS DER ELEKTRONISCHEN QUELLEN 139
10.5. VERZEICHNIS SONSTIGER QUELLEN 140
11. ABBILDUNGSVERZEICHNIS 142
12.ANHANG 142
Egon Ostermann
- 4 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
1. Einleitung
1.1. Problemlandschaft
Nationalparks sind ein weltweit eingesetztes Instrument der
Naturschutzpolitik
, um
einzigartige Landschaften und Lebensräume dauerhaft für nachfolgende Generationen zu
erhalten. Neben dem Schutzgedanken haben Nationalparks allerdings auch die Aufgabe,
Erholungsraum für die ansässige Bevölkerung zu sein und dieses Wissen über die geschützte
Natur zu vermitteln. Es steht also der Naturschutz der
touristischen Öffnung
und
Vermarktung von Nationalparks gegenüber.
Der Tourismus besitzt in den Nationalparkregionen für die Tourismuswirtschaft Österreichs
einen beachtlichen Stellenwert. Die Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr werden
in Österreich zu etwa einem Drittel auf Basis traditioneller Wettbewerbsvorteile
erwirtschaftet, zu denen die reichliche Ausstattung mit natürlichen Ressourcen in Verbindung
mit der günstigen geographischen Lage zählen. Eine Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung
nach den Prinzipien einer
nachhaltigen Tourismuspolitik
in diesen Regionen verstärkt für
Österreich nicht nur die Wettbewerbsvorteile, sondern auch die umweltqualitätsbezogenen
Positionierung des Tourismussektors bzw. angebotes in Österreich. Damit kann das Image,
die Auslastung, der Marktanteil und schließlich das
Qualitätswachstum
verbessert werden.
1.2. Zielsetzung
Der Nationalpark Kalkalpen möchte in Zukunft durch verbesserte Beantwortung der
Gästeanfragen einerseits Kosten optimieren und andererseits die daraus resultierende
Kundenzufriedenheit erhöhen. Diese Steigerung der Dienstleistungsqualität ist auch im
aktuellen
,,Kursbuch Tourismus- und Freizeitwirtschaft Oberösterreich"
festgehalten.
Projektschwerpunkte dieses Kursbuches sind:1
· Klare Profilierung
als ,,die grüne Oase Oberösterreichs" durch Qualitätssteigerung und
einem verbesserten Informationsnetzwerk
· Entwicklungspartnerschaft
zwischen
Tourismus-
und
Freizeitwirtschaft,
Landwirtschaft und Nationalpark
1 vgl. Oberösterreich Tourismus: 2003, www.oberoesterreich-tourismus.at
Egon Ostermann
- 5 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
· Innovative Produkt- und Themenentwicklung
(Produkte mit starkem Nationalpark
Bezug - Angebotsvernetzung) mit den Angebots- und Vertriebspartnern (Nationalpark,
Betriebe, Oberösterreich Tourismus)
· Implementierung eines modernen Dienstleistungsdenkens in der Region bei
Institutionen und Betrieben (touristisch und nicht-touristisch)
· Steigerung der Dienstleistungsqualität
· Erhöhung der tourismus- und freizeitwirtschaftlichen Wertschöpfung
(durch
Reisevermittler
Systeme
für
organisierte
Tourismuswertschöpfung;
z.B.
Reisegruppen, Seminare, Symposien,
Bildungstourismus)
Auf der Basis des ,,Kursbuch Tourismus- und Freizeitwirtschaft Oberösterreich" ist die
Zielsetzung der Diplomarbeit
, die Servicequalität des Nationalpark Kalkalpen zu
verbessern. Dazu sollen folgende Fragen beantwortet werden:
· Ist Benchmarking ein sinnvolles Instrument zur Überprüfung der Servicequalität bei
Nationalpark-Besucherzentren?
· Welcher Nationalpark erreicht das beste und das schlechteste Gesamtergebnis bei
dieser Untersuchung? Welcher Nationalpark erreicht jeweils das beste und
schlechteste Ergebnis bei den unterschiedlichen Anfragemethoden?
· Welcher Anfrage-Kommunikationsweg schneidet bei der Beantwortung von Anfragen
am Besten ab?
· Inwieweit unterstützen andere touristische Institution in einer Nationalparkregion
(Lokalverbände, Regionalverbände, Landesverbände) das ,,Produkt Nationalpark?"
· Wie schneidet der Nationalpark Kalkalpen im Verhältnis dazu ab? Wo hat der
Nationalpark Kalkalpen Defizite, wo hat er Potential? Welche Folgerungen kann man
auf Grund dieses Benchmarkings für den Nationalpark Kalkalpen abgeben?
Für die empirische Erhebung wurde die Methode der
teilnehmenden Beobachtung
gewählt.
Es werden potentielle Gästeanfragen an Österreichische Nationalparks geschickt, um
herauszufinden, ob und wie diese beantwortet werden. Zur Beantwortung von Anfragen
werden Servicestandards definiert, um in späterer Folge diese mit den eigentlichen Antworten
der Nationalparks zu vergleichen. Somit können die Nationalparks klassifiziert und verglichen
werden und dadurch die Differenz zum maximalen Richtwert/Erfüllungsgrad aufgezeigt
werden.
Egon Ostermann
- 6 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
1.3. Gang der Argumentation
In den folgenden Kapiteln werden die in Kapitel 1.2. genannten Fragen mit Hilfe von
Literatur, Expertengesprächen und einer teilnehmenden Beobachtung (Mystery Shopping)
beantwortet.
Des weiteren werden die Anfänge und die Geschichte von Benchmarking erläutert, sowie eine
Begriffsdefinition gegeben. Darüber hinaus wird auf die Anwendungsmöglichkeiten dieses
Konzepts eingegangen und die verschiedenen Arten und Formen von Benchmarking erklärt
und aufgelistet. Aufbauend auf diesen Grundlagen wird der Ablauf eines Benchmarking-
Prozesses theoretisch ermittelt.
Im dritten Kapitel wird Mystery Shopping, das Instrument der empirischen Untersuchung,
theoretisch beschrieben. Es erfolgt eine nähere Definition sowie eine Erläuterung über die
Anwendungsbereiche des Begriffs. Anschließend werden Vor- und Nachteile des Verfahrens
aufgelistet. Außerdem werden wichtige Begriffe wie Dienstleistung, Qualität und
Kundenzufriedenheit für die Verständnisgrundlage der empirischen Untersuchung definiert.
Am Schluss dieses Kapitels wird die Dienstleistungskette aus der Sicht des Kunden in Form
eines Exkurses erörtert.
Das vierte und fünfte Kapitel erklärt wichtige Grundlagen der Nationalparkidee, die
Klassifizierung der verschiedenen Schutzgebiete, die Einführung international anwendbarer
Richtlinien, die gesetzlichen Grundlagen und das Konzept der Zonierung. Weiters wird eine
Übersicht über die bestehenden Nationalparks in Österreich gegeben, sowie deren
Dachorganisation ,,Nationalpark Austria" vorgestellt. Aufgabenfelder von Besucherzentren,
touristische
Eckdaten
der
Nationalparkregionen,
Tourismustrends
und
Entwicklungstendenzen in den Österreichischen Nationalparkregionen runden das Kapitel ab
und dienen in erster Linie als Basis für die empirische Untersuchung. In einem Exkurs werden
neue Informationstechnologien und deren Chancen für den Tourismus aufgezeigt.
Im Folgekapitel wird die empirische Methodik der Untersuchung beschrieben. Es wird der
Ablauf dieses Mystery Shoppings, der die Ziele und den Umfang der Untersuchung
beinhaltet,
theoretisch
skizziert.
Anschließend
werden
die
unterschiedlichen
Anfragemethoden in drei touristische Phasen gegliedert. In weiterer Folge werden sämtliche
Anfragen aufgelistet und deren maßgeschneiderte Bewertungsbogen beschrieben.
Egon Ostermann
- 7 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
Im Kapitel sieben erfolgt die Auswertung und Interpretation der auf Grund der Untersuchung
gewonnenen Informationen. Die daraus resultierende Schlussbetrachtung für den
Nationalpark Kalkalpen wird im Kapitel acht zusammengefasst.
Im letzten Kapitel der vorliegenden Arbeit wird ein Ausblick dargestellt und davon werden
mögliche positive Entwicklungsperspektiven bzw. Zukunftsvisionen für den Nationalpark
Kalkalpen abgeleitet.
Egon Ostermann
- 8 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
2. Benchmarking
,,Es ist nicht gesagt, dass es besser wird,
wenn es anders wird.
Wenn es aber besser werden soll
muss es anders werden."
Georg Christoph Lichtenberg
2.1. Einführung in das Benchmarking
Aufgrund der Globalisierung, verkürzter Produktlebenszyklen, wechselnder und gestiegener
Kundenanforderungen
sowie
der
zunehmenden
Komplexität
haben
sich
die
Marktbedingungen in den letzten Jahren in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft drastisch
verschärft und zu einer Intensivierung des Wettbewerbs geführt.
Qualitätssteigerung
,
Kundenorientierung, und Innovationsförderung sind die Herausforderungen, denen sich
weltweit die Unternehmen stellen müssen. Um langfristig erfolgreich zu sein, werden die
Unternehmen immer stärker gezwungen, ihre Arbeitsabläufe effektiver und effizienter zu
gestalten. Benchmarking ist hierfür eine Management-Methode zur kontinuierlichen Suche
nach Verbesserungspotentialen. Ein Unternehmen kann durch den Vergleich mit dem ,,Besten
der Besten" seine Dienstleistungen und Produkte sowie die unternehmensinternen
Geschäftsprozesse signifikant verbessern, indem es von den Stärken anderer, erfolgreicher
Unternehmen lernt.2
2.2. Geschichte des Benchmarking
,,Management by benchmarking" ist ein Schlagwort des 20. Jahrhunderts, das es schon bei
den Steinzeitmenschen gab, die, um überleben zu können, ihre Jagdmethoden von wilden
Tieren abgeschaut haben.3
Benchmarking gibt es schon, seit es Menschen gibt. Zu Beginn zwar noch in einfacher Form,
aber auch dies konnte man bereits als Benchmarking bezeichnen. Das bloße Überleben oder
2 vgl. Wöber K. W.: 2002, Vorwort
3 vgl. Meyer J.: 1996, S. 6
Egon Ostermann
- 9 -
Fachhochschul-Studiengang für Tourismus-Management
auch die Aussicht ein besseres Leben als sein Nachbar oder Konkurrent führen zu können,
waren die Ursprünge des Benchmarking.4
Auch Unternehmen unterliegen einem ständigen Überlebenskampf und so begann der Begriff
Ende der siebziger Jahre Eingang in die Betriebswirtschaftslehre zu finden. Einzelne
Unternehmen versuchten auf Basis von Vergleichs- oder Richtwerten anderer führender
Unternehmen, nachhaltige Verbesserungen innerhalb des eigenen Unternehmens zu
realisieren.5
Den Durchbruch schaffte dieses Lernen aus Erfahrungen anderer durch die Firma Rank
Xerox6 Mitte der achtziger. Rank Xerox kam infolge von Qualitäts- und Kostenproblemen in
Schwierigkeiten. Um aus dieser Misere herauszukommen versuchte Xerox zunächst durch die
Form des Reverse Engineerings, das bedeutet durch eine genaue Analyse von
Konkurrenzprodukten und deren Komponenten und später durch interne und externe Analyse
der Arbeitsprozesse, Verbesserungen zu erlangen.7 Im Mittelpunkt der Untersuchungen
standen Qualitätsverbesserungen sowie die Erhöhung der Kundenzufriedenheit.8
2.3. Definition
In der Literatur gibt es zahlreiche unterschiedliche Interpretationen des Begriffs
Benchmarking. Nachfolgend werden einige Begriffsbestimmungen angeführt, welche die
Spannweite kennzeichnen. So definiert
Kreuz
in seinen Ausführungen Benchmarking als
,,...eine objektive, vergleichende Bewertung von Strategien, Prozessen, Funktionen und Verhaltensweisen mit
Hilfe von quantitativen Indikatoren und qualitativen Messgrößen, die sich aus der direkten Analyse von Daten
und Informationen einer repräsentativen Gruppe von ähnlichen oder konkurrierenden Unternehmen ergeben,
die als die Weltbesten gelten."9
Bei der Begriffsbestimmung von
Camp
geht es nicht nur ums Messen, sondern bei ihm steht
das Aufspüren von Verbesserungspotentialen im Vordergrund.
,,...das systematische Suchen nach rationellen Vorgangsweisen und nach gezielt besseren Lösungen."10
4 vgl. Patterson J. G.: 1996, S. 16 f.
5 vgl. Töpfer A.: 1997, S. 202
6 Die Firma Xerox mit Sitz in Nordamerika ist einer der führenden Kopiergerätehersteller der Welt.
7 vgl. Meyer J.: 1996, S. 56 f.
8 vgl. Pieske R.: 1995, S. 12
9 Kreuz W.: 1995, S. 23
10 Camp R.: 1994, S. 16
Egon Ostermann
- 10 -
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: