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Unethisches Handeln in und zwischen Unternehmen aufgrund wirtschaftlicher Aktivitäten

Scholarly Research Paper, 2002, 19 Pages
Author: Mario Lohfing
Subject: Ethics

Details

Category: Scholarly Research Paper
Year: 2002
Pages: 19
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V12481
ISBN (E-book): 978-3-638-18353-6
ISBN (Book): 978-3-638-74672-4
File size: 267 KB

Abstract

Seit einigen Jahren ist in marktwirtschaftlich orientierten Unternehmen ein gestiegenes Interesse an ethischen Fragestellungen zu beobachten. Die Gründe dafür liegen in dem gewachsenen Problembewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Ethische Aspekte kommen im unternehmerischen Handeln an vielen verschiedenen Stellen zum Tragen: Innerbetriebliche Probleme von ethischer Dimension können etwa im Umgang oder der Führung von Mitarbeitern auftreten. „Mobbing“ ist in diesem Zusammenhang ein viel zitiertes Schlagwort. Die Fülle der zwischenmenschlichen Beziehungen erfordert ein moralisches Bewusstsein im ökonomisch motivierten Handeln zwischen den Akteuren.


Excerpt (computer-generated)

Fachhochschule Schmalkalden
Studienarbeit
Wintersemester 2001/2002
Unternehmensethik

Thema:

Unethisches Handeln in und zwischen Unternehmen
aufgrund wirtschaftlicher Aktivitäten

Mario Lohfing

Inhaltsverzeichnis  I

1. Themendefinition  1

2. Begriffserklärung  2
2.1 Ethik  2
2.2 Wirtschaftsethik  3
2.3 Unternehmensethik  4

3. Unethisches Handeln in der Marktwirtschaft  4
3.1 Systemzwang Marktwirtschaft  5
3.2 Die Soziale Marktwirtschaft als Lösungsversuch  6

4. Ethisches Handeln im Unternehmen  7
4.1 Organisationsbedingte Restriktionen  7
4.1.1 Organisationsstruktur als Barriere  7
4.1.2 Organisationskultur als Barriere  9
4.2 Unternehmensführung als Handlungsträger unethischen Verhaltens  10
4.2.1 Opportunismus in der Führungsebene  10
4.2.2 Der Führungsstil  11

5. Entgeltsystem - gibt es den gerechten Lohn?  14

6. Resümee  16

Quellenverzeichnis  II

 

1. Themendefinition

Seit einigen Jahren ist in marktwirtschaftlich orientierten Unternehmen ein gestiegenes Interesse an ethischen Fragestellungen zu beobachten. Die Gründe dafür liegen in dem gewachsenen Problembewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Ethische Aspekte kommen im unternehmerischen Handeln an vielen verschiedenen Stellen zum Tragen: Innerbetriebliche Probleme von ethischer Dimension können etwa im Umgang oder der Führung von Mitarbeitern auftreten. „Mobbing“ ist in diesem Zusammenhang ein viel zitiertes Schlagwort. Die Fülle der zwischenmenschlichen Beziehungen erfordert ein moralisches Bewusstsein im ökonomisch motivierten Handeln zwischen den Akteuren. Auch nach außen, also im Markthandeln der Wirtschaftssubjekte untereinander, spielen ethische Aspekte eine Rolle. Ein funktionierendes Wirtschaftssystem ist ohne eine funktionierende Wirtschaftsmoral undenkbar. Plakativ heißt dies: Selbst religiöse Gebote wie „Du sollst nicht betrügen“ oder „Du sollst nicht stehlen“ sind von unmittelbarer Bedeutung im täglichen Wirtschaftsverkehr. Zwar wirken Begriffe wie „Gewinnorientierung“ und „Ethik“ auf den ersten Blick streng antagonistisch, dennoch, und dies lässt sich nach den einleitenden Ausführungen feststellen, bestehen durchaus Verknüpfungen zwischen beiden Handlungsfeldern.

Die folgende Arbeit soll ethische Problemfelder aufgrund wirtschaftlicher Tätigkeit aufzeigen. Auf die Festlegung der grundlegenden Begrifflichkeiten folgt ein Abriss über ethische Perspektiven eines Wirtschaftssystems. Anschließend wird der Blick auf ethische Einflussfelder innerhalb eines Unternehmens gerichtet und abschließend folgt ein kurzer Exkurs über die viel diskutierte Frage der Lohngerechtigkeit.

2. Begriffserklärung

2.1 Ethik

Ethik (von griechisch ethos: Herkommen, Sitte, Gewohnheit) ist ein Teil der Philosophie. Sie ist die wissenschaftliche Lehre von allem Sittlichen.1 Die Grundfragen der Ethik richten sich auf das „Gute“ und dienen als Richtschnur für vernünftiges Handeln. Ihre methodisch und inhaltlich ausgerichteten Aussagen sollten ihrer Maxime entsprechend allgemein gültig und – gemäß dem Kantschen Prinzip - vernünftig einsehbar sein. Die Ethik versucht die menschliche Lebensführung theoretisch zu durchleuchten und das Handeln eines Subjektes näher zu hinterfragen.2 Abzugrenzen ist der Begriff „Ethik“ von den Termini „Moral“ und „Sittlichkeit“. Die Moral umfasst das Normen- und Wertegefüge eines abgegrenzten Kulturkreises und bezieht sich dabei auf das praktische Handeln im Leben eines Einzelnen oder der gesamten Gesellschaft. Die Sittlichkeit kann von gesetzlichen Vorschriften abweichen.3

Die Ethik kann in Teildisziplinen gegliedert werden:

. Deskriptive Ethik
Diese Teildisziplin versucht die moralischen Auffassungen eines Individuums oder ganzer sozialer Gruppen zu analysieren und zu erfassen. Dabei beschreibt sie, wie ein Mensch sich tatsächlich verhält.

. Normative Ethik
Bei der normativen Ethik wird dem Menschen eine sittliche Verantwortlichkeit unterstellt. Sie hat zum Ziel, moralische Forderungen an Personen aufzustellen, sie zu begründen und die jeweiligen Handlungssituationen sowie deren Folgen aufzuzeigen.4

2.2 Wirtschaftsethik

Auf der Makroebene stellt die Wirtschaftsethik die Frage nach dem gerechten Wirtschaftssystem. Dabei steht die Anwendung moralischer Maßstäbe in der Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik im Vordergrund. Die Wirtschaftsethik stellt ethische Rahmenbedingungen, in denen sie begründete Normen für ein gutes Wirtschaften definiert. Vor diesem Hintergrund untersucht die Wirtschaftsethik gesamtwirtschaftliche Handlungsweisen im Hinblick auf ihre moralischen Konsequenzen.5 Die Wirtschaftsethik lässt sich auf die Alternativen ihrer Anwendungen zurückführen. Hierbei unterscheidet man zwei Betrachtungsweisen:6

 

[....]


1 Vgl. Kreikebaum, Helmut: Grundlagen der Unternehmensethik, Stuttgart 1996, S.9 (kurz: Kreikebaum, Grundlagen der Unternehmensethik)
2  Vgl. Hesse, Helmut: Wirtschaftswissenschaft und Ethik, 2.Aufl., Berlin 1989, S.35 (kurz: Hesse, Wirtschaftswissenschaft und Ethik)
3  Vgl. Kreikebaum, Grundlagen der Unternehmensethik, S.10
4 Vgl. ebd.
5  Vgl. Kreikebaum, Grundlagen der Unternehmensethik, S.14f.
6  Vgl. ebd., S.15f.


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