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Kommentierte Übersetzung des Zeitungsartikels: Coppie di fatto e fatti di coppia

Termpaper, 2007, 26 Pages
Author: Dipl.-Übersetzerin Andrea Koschützke
Subject: Interpreting / Translating

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 26
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V126711
ISBN (E-book): 978-3-640-32946-5
ISBN (Book): 978-3-640-33131-4

Abstract

In der folgenden Arbeit wird ein selbst ausgewählter, noch nicht übersetzter italienischer Text anhand von Übersetzungstheorien analysiert und die im Anschluss selbst verfasste Übersetzung kommentiert. Hierbei ist vor allem die Übersetzungsstrategie wichtig. Als Grundlage für die Übersetzung dient ein fiktiver Übersetzungsauftrag. Die Auswahl des Textes ist auf einen Artikel aus der italienischen Tageszeitung La Stampa gefallen. Es handelt sich um das Thema der „eheähnlichen Gemeinschaft“. Der Artikel birgt viele Übersetzungsprobleme, unter anderem Metaphern und Wortspiele, die bei der Übersetzung besonders berücksichtigt werden müssen. Eine wörtliche Übersetzung kann für den Zieltext oft nicht einfach übernommen werden. Somit bietet dieser Text eine gute Diskussionsgrundlage und eignet sich gut zu einer Analyse des Ausgangs-, und Zieltextes. Bei der Analyse und Übersetzung ist es wichtig, eine bestimmte Methodik zu verfolgen. Hier sollen mir vor allem die theoretischen Grundlagen, Methoden und didaktischen Anwendungen einer übersetzungsrelevanten Textanalyse in Bezug auf textexterne- und interne Faktoren von Christiane Nord dienen, die in ihrem Werk Textanalyse und Übersetzen nachzulesen sind.


Excerpt (computer-generated)

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Ausgangstext im Original 3

3. Übersetzungsrelevante Analyse des Ausgangstextes 4

3.1 Allgemeines zu den Faktoren der Ausgangstextanalyse 4

3.2 Textexterne Faktoren 4

3.2.1 Textproduzent versus Sender 4

3.2.2 Senderintention 5

3.2.3 Empfänger 5

3.2.4 Medium/Kanal 5

3.2.5 Ort 5

3.2.6 Zeit 6

3.2.7 Kommunikationsanlass 6

3.2.8 Textfunktion 6

3.2.9 Interdependenz 6

3.3 Textinterne Faktoren 7

3.3.1 Thematik 7

3.3.2 Textinhalt 7

3.3.3 Präsuppositionen 7

3.3.4 Textaufbau 7

3.3.5 Nonverbale Elemente 8

3.3.6 Lexik 8

3.3.7 Syntax 8

3.3.8 Suprasegmentale Merkmale 9

3.3.9 Interdependenz 9

4. Potentielle Übersetzungsaufträge 10

4.1 Übersetzungsauftrag Süddeutsche Zeitung 10

4.2 Übersetzungsauftrag Fan Club Guido Ceronetti 10

4.3 Übersetzungsauftrag Italienisches Kulturinstitut Frankfurt 10

4.4 Auswählen eines Übersetzungsauftrages 11

5. Ausgangstext mit Auslassungen 12

6. Übersetzung 13

7. Übersetzungsprobleme 15

8. Kommentar 22

9. Schlusswort 24

10. Literaturverzeichnis 25


1. Einleitung

In der folgenden Arbeit wird ein selbst ausgewählter, noch nicht übersetzter

italienischer Text anhand von Übersetzungstheorien analysiert und die im

Anschluss selbst verfasste Übersetzung kommentiert. Hierbei ist vor allem die

Übersetzungsstrategie wichtig. Als Grundlage für die Übersetzung dient ein

fiktiver Übersetzungsauftrag.

Die Auswahl des Textes ist auf einen Artikel aus der italienischen Tageszeitung

La Stampa

gefallen. Es handelt sich um das Thema der ,,eheähnlichen

Gemeinschaft". Der Artikel birgt viele Übersetzungsprobleme, unter anderem

Metaphern und Wortspiele, die bei der Übersetzung besonders berücksichtigt

werden müssen. Eine wörtliche Übersetzung kann für den Zieltext oft nicht

einfach

übernommen

werden.

Somit

bietet

dieser

Text

eine

gute

Diskussionsgrundlage und eignet sich gut zu einer Analyse des Ausgangs-, und

Zieltextes.

Bei der Analyse und Übersetzung ist es wichtig, eine bestimmte Methodik zu

verfolgen. Hier sollen mir vor allem die theoretischen Grundlagen, Methoden und

didaktischen Anwendungen einer übersetzungsrelevanten Textanalyse in Bezug

auf textexterne- und interne Faktoren von Christiane Nord dienen, die in ihrem

Werk

Textanalyse und Übersetzen

1 nachzulesen sind.

1

Nord, C. (31995):

Textanalyse und Übersetzen: theoretische Grundlagen, Methoden und

didaktische Anwendungen einer übersetzungsrelevanten Textanalyse.

Heidelberg: Groos

2


2. Ausgangstext im Original

Quelle:

Ceronetti, Guido (2006):

Coppie di fatto e fatti di coppia.

Online:

http://www.lastampa.it/redazione/default.asp [Stand 18.12.2006]

3


3. Übersetzungsrelevante Analyse des Ausgangstextes

Der

Übersetzungsprozess

beginnt

zunächst

mit

der

Durchführung

einer

Textanalyse des Ausgangstextes. Er wird in Bezug auf die in ihm enthaltenen

sprachlichen und funktionalen Merkmale sowie mögliche Übersetzungsprobleme

untersucht.

Danach

folgt

die

Interpretation

des

Übersetzungsauftrages

(Ausgangskultur versus Zielkultur) durch den Übersetzer. Schließlich werden die

relevanten Ausgangstext-Elemente gemäß ihrer Funktion in der Zielkultur in die

Zielsprache transferiert und ein Zieltext produziert, der den Vorgaben der

Zielkultur entspricht und damit funktionsgerecht ist.

Bei der Textanalyse werde ich mich vor allem auf die theoretischen Grundlagen,

Methoden

und

didaktischen

Anwendungen

einer

übersetzungsrelevanten

Textanalyse bezüglich textexternen- und internen Faktoren von Christiane Nord

stützen.

3.1 Allgemeines zu den Faktoren der Ausgangstextanalyse

Bei

einem

Text

ist

die

kommunikative

Funktion

entscheidend.

Der

kommunikativen

Funktion

des

Ausgangstextes

bzw.

den

Faktoren

der

kommunikativen Situation, in der er diese Funktion erfüllt, kommt damit auch für

die Textanalyse eine entscheidende Bedeutung zu. Christiane Nord bezeichnet

diese Faktoren als

textexterne

und

textinterne Faktoren.

Bei der Textanalyse ist eine Bearbeitung ,,von außen nach innen" empfehlenswert.

Sie beginnt also mit den textexternen Faktoren.

3.2 Textexterne Faktoren

3.2.1 Textproduzent versus Sender

Im

vorliegenden

Text

ist

Guido

Ceronetti

gleichzeitig

Sender

und

Verfasser/Textproduzent2. Es handelt sich bei dem Text um einen Zeitungsartikel,

bei dem der Name des Verfassers gleich am Anfang genannt wird. Ceronetti will

mit dem Text etwas erreichen, etwas mitteilen. Die äußere Gestaltung des Textes

obliegt einer anderen Person, bzw. dem Herausgeber der Zeitung.

2 vgl. Nord, C. (31995): 48-49

4


3.2.2 Senderintention

Mit der Senderintention ist gemeint, was

der Sender mit dem Text beim

Empfänger erreichen will. Ceronetti

will die Leser, also Empfänger auf das

Thema

in

seinem

Artikel

aufmerksam

machen

und

informieren

(

Darstellungsintention

). Er tut dies mit sprachlichen Stilmitteln, wie Vergleichen

und Metaphern, die daraufhin deuten, dass er auch die Absicht hat an den

Empfänger zu appellieren, um in ihm eine bestimmte Reaktion auszulösen

(

Apellintention

).3 Zudem will Ceronetti viele Menschen mit seinem Text

erreichen, da die italienische Zeitung

La Stampa

in einer großen Auflage

erscheint.

3.2.3 Empfänger

Der Rezipient des Ausgangstextes ist der Käufer der

La Stampa

, einer

überregionalen, nicht parteigebundenen Tageszeitung, die in Turin erscheint. Der

Leser ist vor allem politikinteressiert. Über den Empfänger lässt sich also sagen,

dass er in jedem Fall am kulturellen und politischen Geschehen in seinem Lande

interessiert ist.

Bei der späteren Übersetzung ist es wichtig den Empfänger des Zieltextes zu

definieren, denn dieser kann sich, je nach Übersetzungsauftrag, von dem

Empfänger des Ausgangstextes unterscheiden.(siehe Kapitel 4)

3.2.4 Medium/Kanal

Das hier verwendete Medium ist die Zeitung. Der Text steht in einer schriftlichen

Kommunikationssituation. Dies wirkt sich vor allem auf die Präsentation bzw.

Konstitution des Textes aus, d.h. die Darstellung des Inhalts und die sprachliche

Gestaltung des Textes.4

Die italienische Zeitung

La Stampa

erscheint in einer großen Auflage, worauf sich

Rückschlüsse auf die Intention des Senders ziehen lassen. (siehe 3.2.2)

3.2.5 Ort

Die Ortspragmatik bezieht sich vor allem auf die Umgebung von Sender und

Textproduzent.5 Dieser befindet sich in Italien, beziehungsweise Turin, dem

3 vgl. Nord, C. (31995): 54-56

4 vgl. Nord, C. (31995): 64

5 vgl. Nord, C. (31995): 69

5


Wohnort des Senders und Textproduzenten und dem Sitz der Redaktion. Die

Region ist hier allerdings nicht ausschlaggebend, da der Artikel ein Thema

behandelt das ganz Italien betrifft und nicht nur bestimmte Regionen.

3.2.6 Zeit

Der Zeitpunkt der Textproduktion ist ein wichtiges Zeichen für den historischen

Sprachzustand, den der Text präsentiert.6 Die Sprache ist einem ständigen Wandel

unterworfen. Der Text ist am 18. Dezember 2006 erschienen. Grundsätzlich sagt

dies noch nichts über das Entstehungsdatum aus. Die Aktualität ist jedoch für die

Aussage des Textes sehr wichtig, d.h. er muss kurz zuvor verfasst worden sein

und demnach wurde die Gegenwartssprache verwendet.

3.2.7 Kommunikationsanlass

Mit Kommunikationsanlass ist der Grund, bzw. Anlass gemeint, aus dem der Text

geschrieben

oder

gesendet

wurde.7

Anlass

ist

die

Diskussion

über

Zusammenleben eheähnlicher Gemeinschaften in Italien. Ceronetti möchte auf

dieses Thema aufmerksam machen und den Empfänger informieren.(siehe 3.2.2)

3.2.8 Textfunktion

Hierunter ist der kommunikative Zweck eines Textes in einer konkreten

Kommunikationssituation zu verstehen, also wie die bereits oben genannten

textexternen Faktoren miteinander funktionieren.8

Der Text ist auf Grund des miteinander Harmonierens der externen Faktoren gut

verständlich. Die Funktion kommt klar und deutlich beim Leser an und deckt sich

mit der Intention des Senders.

Je nach Übersetzungsauftrag, kann sich die Funktion des Zieltextes mit dem des

Ausgangstextes decken oder nicht.

3.2.9 Interdependenz

Die textexternen Faktoren hängen teilweise voneinander ab oder sind miteinander

verknüpft.9

6 vgl. Nord, C. (31995): 72

7 vgl. Nord, C. (31995): 76

8 vgl. Nord, C. (31995): 79

9 vgl. Nord, C. (31995): 85

6



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