Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Subtitle: Durch welche Maßnahmen kann die „Work-Life Balance“ von atypisch Beschäftigten verbessert werden? Eine vertiefende Betrachtung der privaten und beruflichen Situation von Journalist/innen
Diploma Thesis, 2009, 186 Pages
Author: Mag. Daniela Stockinger
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Tags: Work-Life Balance - Atypische Beschäftigung - Journalismus
Year: 2009
Pages: 186
Grade: 2
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-32828-4
ISBN (Book): 978-3-640-32883-3
Eine empirische Bearbeitung der Work Life Balance - Berufsbedingungen von freien Journalist/innen.
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Die vorliegende Arbeit wurde bei der Ausschreibung zum AK-Wissenschaftspreis 2009 als wertvollen wissenschaftlichen Beitrag gewürdigt. Die Jury des Wissenschaftspreises der Kammer für Arbeiter und Angestellte setzte sich aus Professoren der Johannes Kepler Universität Linz, Karl Franzens Universität Graz, Österr. Institut für Wirtschaftsforschung und der Donau-Universität Krems zusammen. Die Diplomarbeit „Work-Life Balance in atypischen Beschäftigungsverhältnissen“ widmet sich vor allem dem aktuellen Thema der atypischen Beschäftigung. Atypische Beschäftigungsverhältnisse sind Neben- und Teilzeitbeschäftigungen, befristete und geringfügige Beschäftigungen, Freie Dienstverträge sowie Leiharbeit. Die bisher als „normal“ geltenden Standards – wie vor allem Vollzeitbeschäftigung, Arbeitnehmereigenschaft und unbefristete Beschäftigung – werden in Frage gestellt, da sich der Arbeitsmarkt durch Zunahme der atypischen Beschäftigung stark verändert. Trotz dieses Anstiegs wird die Arbeits- und Sozialpolitik noch anhand des Wunschbilds der Normalarbeitnehmer betrieben, die mittlerweile eine immer kleiner werdende Gruppe darstellen. Unterschiedliche Entwicklungen am Arbeitsmarkt und der „War for Talent“ um Facharbeitskräfte, verdeutlichen die Notwendigkeit zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit. Arbeitgeber beschäftigen sich mit den Themenbereich „Work-Life Balance“, um „Top Talente“ und Leistungsträger langfristig an ihr Unternehmen zu binden. Viele Freie Dienstnehmer sind „versteckte Arbeitnehmer“ und sollten wie Normalarbeitnehmer behandelt werden. Auch Journalist/innen haben trotz starker Integration und Bindung an das Medienunternehmen häufig nur Freie Dienstverträge. Arbeitsschutzgesetze und Kollektivverträge sollen die maximale Arbeitsdauer und Überstundenentlohnung festlegen. Diese Schutzgesetze gelten nicht für viele Journalist/innen. Der Journalismus wurde als Forschungsfeld gewählt, da in diesem Bereich aufgrund der Art der Tätigkeit und der Schnelllebigkeit der Medienbranche die „Work-Life Balance“ von Journalist/innen auch in Normalarbeitsverhältnissen schwierig zu erreichen ist. Besonders jenen Frauen, die als Freie Dienstnehmerinnen im Journalismus tätig sind, gelingt es besonders schlecht, Beruf-Karriere und Familienleben miteinander zu verbinden, wodurch viele Freie Journalistinnen kinderlos bleiben. Auch bleiben sie hinter dem Einkommen und den Karrieremöglichkeiten ihrer männlichen Kollegen...
Excerpt (computer-generated)
,,Work-Life Balance" in atypischen
Beschäftigungsverhältnissen
Durch welche Maßnahmen kann die ,,Work-Life Balance" von
atypisch Beschäftigten verbessert werden? Eine vertiefende
Betrachtung der privaten und beruflichen Situation von
Journalist/innen
Diplomarbeit
Daniela Stockinger
Wirtschaftsuniversität Wien
Februar 2009
Danksagung
,,Es ist ein langer Weg vom Beginn einer Sache bis zu ihrer Durchführung" -
Molière
Ich möchte mich ganz besonders bei meiner Betreuerin Dr. Angelika Schmidt, meinen
Eltern, Verwandten und Freunden für die großartige Unterstützung während meines
nebenberuflichen Studiums bedanken.
Inhaltsverzeichnis
1
Einleitung 1
2
Begriffsdefinition ,,Work-Life Balance" 4
2.1
,,Work-Life Balance"-Konzepte und atypische Beschäftigung 4
2.2
Probleme bei Unausgeglichenheit 7
2.2.1 Stress-Modell anhand kritischer Lebensereignisse 8
2.2.2 Stressauslöser 8
2.3
,,Atypische Beschäftigung" Begriffsdefinition 10
2.4
Prekäre Arbeitsmarktsituation 11
2.5
Formen atypischer Beschäftigung 13
2.5.1 Teilzeitarbeit 13
2.5.2 Freie Dienstnehmer (Scheinselbständigkeit bei abhängig Beschäftigten) ...14
2.5.3 Befristete Beschäftigung 15
2.5.4 Zeitarbeit bzw. Leiharbeit - Arbeitskräfteüberlassung 16
2.5.5 Geringfügig Beschäftigte - Minijobs 18
3
Gründe für das zunehmende Interesse am Thema ,,Work-Life Balance" 20
3.1
Arbeitsmarktentwicklungen 20
3.1.1 Demographische Entwicklung 21
3.1.2 Entwicklung der Teilzeitbeschäftigung in Österreich 23
3.1.3 Entwicklung der Freien Dienstverträge in Österreich 25
3.1.4 Entwicklung der Leiharbeit in Österreich und Deutschland 26
3.1.5 Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung bzw. Nebenbeschäftigung ...28
3.1.6 Entwicklung befristeter Dienstverträge in Österreich und Deutschland 30
3.1.7 Entwicklung der Lage der Arbeitszeit 31
3.1.8 Langfristige Erhaltung der Leistungsfähigkeit 31
3.1.9 Arbeitszufriedenheit 33
3.2
Erklärungsansätze für die Zunahme an atypischer Beschäftigung 34
3.2.1 Wandel der Unternehmensorganisation 34
3.2.2 Wandel des Arbeitsmarkts 34
3.2.3 Wandel der Arbeitnehmerpräferenzen 36
3.2.4 Änderung der arbeitspolitischen Unternehmensstrategien 37
3.2.5 Flexibilisierungsbedarf 40
3.3
,,Work-Life Balance"-Maßnahmen 42
3.3.1 Gründe für die Einführung von ,,Work-Life Balance"-Maßnahmen 42
3.3.2 Flexible Arbeitszeitmodelle 47
3.3.3 Arbeit auf Abruf 52
3.3.4 Telearbeit 53
3.3.5 Betriebliche Gesundheitsförderung 55
3.3.6 Weitere betriebliche Services 56
3.4
,,Work-Life Balance" von atypisch Beschäftigten 58
3.4.1 Vergleich von atypischen Beschäftigungen mit Normalarbeitsverhältnissen58
3.4.2 Auswirkung der unterschiedlichen Arbeitsbedingungen 60
4
,,Work-Life Balance" am Beispiel des Journalismus: Mitarbeiter/innen im
Bereich Journalismus 65
4.1
Berufsbild Journalist/in 65
4.2
Verschiedene Journalismusbereiche 74
4.3
Vertragsarten: Normalarbeitsverträge oder Freie Dienstverträge 83
4.4
,,Work-Life Balance" von Journalist/innen 86
4.4.1 Besondere Situation von Frauen im Journalismus 89
4.4.2 Gesundheitliche Situation von österreichischen Journalist/innen 96
5
,,Work-Life Balance" von oberösterreichischen Journalist/innen 98
5.1
Ausgangslage: Arbeitsmarkt Oberösterreich am Beispiel der Journalist/innen.98
5.2
Empirische Vorgangsweise 105
5.3
Durchführung der Erhebung 107
5.4 Ergebnisse der quantitativen Untersuchung und der Interviews mit oberöster-
reichischen Journalist/innen 115
6
Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der ,,Work-Life Balance" von atypisch
Beschäftigten 127
6.1
Arbeitgeberbezogene Maßnahmen zur Verbesserung der ,,Work-Life Balance"
im Journalismus 128
6.2
Überbetriebliche Maßnahmen zur Verbesserung der ,,Work-Life Balance" im
Journalismus 133
6.2.1 Gesetzliche Verbesserungsmöglichkeiten auf europäischer Ebene 134
6.2.2 Erneuerungsbedarf des Arbeitsrechts 134
6.2.3 Weiterbearbeitung der bisherigen Verbesserungen der Arbeitsbedingungen
für Freie Dienstnehmer 135
6.2.4 Gewerkschaftliche Verbesserungsmöglichkeiten 137
6.2.5 Ansatzpunkte zur Regulierung atypischer Beschäftigung (am Beispiel
Frankreichs) 140
6.3
Arbeitnehmerbezogene Möglichkeiten zur Verbesserung der ,,Work-Life
Balance" von Journalist/innen 142
6.3.1 Selbstorganisation 142
6.3.2 Die Auswahl eines ,,Work-Life Balance"-fördernden Arbeitgebers 144
6.3.3 Eigenverantwortung 145
7
Conclusio 146
Literaturverzeichnis 153
Internetressourcen 159
Abbildungsverzeichnis 166
Tabellenverzeichnis 169
Abkürzungsverzeichnis 170
1 Einleitung
Das köstlichste Gut, das ein vernünftiger Mensch besitzt, ist seine Zeit. (Ernst, Paul)
Der Begriff ,,Work-Life Balance" soll nicht nur die richtige Balance zwischen Arbeit und
Leben zum Ausdruck bringen, sondern auch ,,Work-Life Integration", d.h. wie Arbeit am
besten in das Lebenskonzept integriert wird. Die Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens,
daher sollten Arbeit und Freizeit keine Gegensätze darstellen, sondern - da sie um den
Faktor Zeit konkurrieren - so gut wie möglich in die Lebensplanung jedes einzelnen
Menschen integriert werden.1
Die Sphären von Arbeit und Familie, die während der Industriellen Revolution getrennt
wurden, rücken nun im Informationszeitalter wieder enger zusammen.2 Die Trennung
zwischen bezahlter Arbeit und Familienleben, die während der Industriellen Revolution
stark ausgeprägt wurde, bewirkte auch die Stereotypisierung und definierte Rollenbilder,
wie die starke Verbindung von Männern mit bezahlter Arbeit und von Frauen mit dem
Familienleben.3
«Wir können dem Leben nicht mehr Tage geben, aber den Tagen mehr Leben». Diese
amerikanische Manager-Weisheit zeigt auf, dass es darauf ankommt, was wir aus der uns
zur Verfügung stehenden Zeit machen.
Dauerbelastung, Erfolgsdruck, Überstunden, verlängerte Arbeitszeit bis zur Pensionierung
führen zu steigender körperlicher und seelischer Belastung, denen im schlimmsten Fall
auch ein ,,Burn-out" folgen kann.
Die unternehmerische Prävention von ,,Burn-outs" durch die Einführung von ,,Work-Life
Balance"-Maßnahmen kann zusätzlich auch weitere Vorteile mit sich bringen:
Qualitätssicherung, Stärkung der Identifikation mit dem Unternehmen, Steigerung der
Leistungsmotivation, Reduktion von Fehlzeiten, Imageverbesserung sowie einer geringere
Mitarbeiterfluktuation und dadurch einen Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen
generieren.
1 Ungerson/Yeandle (2005), S. 246
2 Vgl. Kossek/Lambert (2005), S. 7.
3 Gambles/Lewis/Rapoport (2006), S. 11.
Seite 1
Im sogenannten ,War for Talent′, dem einige Branchen bereits teilweise unterliegen, kann
die Einführung von ,,Work-Life Balance"-Maßnahmen nicht nur zur Attraktivität bei der
Wahl des Arbeitgebers beitragen, sondern auch dazu, die ,,Top Talents" und ,,High
Performers" an das Unternehmen zu binden.
Die vorliegende Arbeit beschreibt im zweiten Abschnitt die umfassenden ,,Work-Life
Balance"-Begriffe und -Maßnahmen, zeigt die Auswirkungen, falls kein entsprechender
Ausgleich stattfindet und definiert die Beschäftigungsarten, die man unter dem Begriff
,,atypische" bzw. ,,prekäre" Beschäftigung versteht.
Im dritten Abschnitt werden die jüngsten Entwicklungen am Arbeitsmarkt berücksichtigt.
Es wird gezeigt, dass der Trend weg von traditionellen regulären und unbefristeten
Dienstverhältnissen geht und der Anteil an Teilzeit-Stellen bzw. prekären Beschäftigungs-
verhältnissen weiterhin steigt.
Die bisher als ,,normal" geltenden Standards wie vor allem Vollzeitbeschäftigung,
Arbeitnehmereigenschaft und unbefristete Beschäftigung werden aufgrund des hohen
Bedarfs an Flexibilisierung in Frage gestellt. Zusätzlich wird hervorgehoben, warum das
Thema ,,Work-Life Balance" sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber von
Interesse ist und sich eine steigende Anzahl an Studien mit diesem Forschungsgebiet
auseinandersetzt.
Im vierten Kapitel wurde der Journalismus als besonderes Forschungsfeld gewählt, da
gerade in diesem Bereich aufgrund der Art der Tätigkeit und der Schnelllebigkeit der
Medienbranche die ,,Work-Life Balance" von Journalist/innen mit Normalarbeits-
verhältnissen bereits schwieriger zu erreichen ist, als in anderen Branchen oder Stellen
mit ,,klassischen Bürotätigkeiten".
Vor allem Journalist/innen mit Freien Dienstverträgen sind bereits von Gesetzes wegen
und aufgrund der geringeren finanziellen Absicherung im Vergleich zu ihren Kollegen mit
Normalarbeitsverträgen schlechter gestellt. Besonders jenen Frauen, die als Freie
Dienstnehmerinnen im Journalismus tätig sind, gelingt es besonders schlecht, Beruf-
Karriere und Familienleben miteinander zu verbinden.
In unserer Gesellschaft ist es üblich, sich im Beruf durch verschiedene Medien zu
informieren, bzw. diese auch in der Freizeit zu nützen. Vor allem Tageszeitungen und
Fernsehprogramme sind ein wichtiger Bestandteil unserer heutigen Freizeitgestaltung.
Seite 2
Wie die Arbeit und Lebensbedingungen der Menschen, die hinter diesen Medien stehen,
im Detail aussehen, darüber wissen wir, meiner Meinung nach, noch viel zu wenig.
Verschiedene ,,Work-Life Balance"-Maßnahmen werden im Einzelnen vorgestellt. In der
vorliegenden Arbeit soll gezeigt werden, welche dieser Maßnahmen in Medienbetrieben
bereits implementiert sind und ob die genannten Maßnahmen die ,,Work-Life Balance" von
Journalist/innen verbessern bzw. welche anderen Faktoren dafür eine Rolle spielen.
Zusätzlich werden im fünften Abschnitt, dem empirischen Teil der Arbeit,
Verbesserungsmöglichkeiten für die Berufsgruppe der Journalist/innen konkret
hervorgehoben. Die derzeitige Situation der Journalist/innen, die in den verschiedensten
Bereichen wie Print-, Online-, Rundfunk- oder Fernsehjournalismus tätig sind, wird durch
qualifizierte Interviews mit Kontakten im Medienbereich und Literaturrecherche
beschrieben.
Im letzten Teil der Arbeit werden Maßnahmen aufgezeigt - betriebliche oder
überbetriebliche - durch welche die ,,Work-Life Balance" für Beschäftigte in atypischen
Beschäftigungsverhältnissen verbessert werden können.
Vor allem sollen Möglichkeiten gezeigt werden, wodurch die ,,Work-Life Balance" von
Journalist/innen, die in überwiegendem Maße in Freien Dienstverhältnissen beschäftigt
sind, verbessert werden könnte. Zu diesen Maßnahmen gehören nicht nur die
Aktualisierung des Arbeitsrechts, die bessere gewerkschaftliche Organisation der
Journalist/innen, um deren Ansprüche besser geltend machen zu können, sondern auch
freiwillige Interessensvertretungen wie Journalistenverbände, aber auch die richtige Wahl
des Arbeitgebers.
Seite 3
2 Begriffsdefinition ,,Work-Life Balance"
Im folgenden Abschnitt wird unter dem Aspekt der ,,Work-Life Balance" dieser Begriff
zunächst definiert und verschiedene Gesichtspunkte erläutert, die für einen guten
Ausgleich zwischen Arbeit und Freizeit wesentlich sind.
Die Belastungen, die auf eine Person auf einem bestimmten Arbeitsplatz einwirken
können, werden gezeigt, sowie die Stressauslöser und die Auswirkungen, falls kein
entsprechender Ausgleich stattfindet. Weiters werden die verschiedenen
Beschäftigungsarten, die man unter dem Begriff ,,atypische" bzw. ,,prekäre" Beschäftigung
versteht, vorgestellt.
2.1 ,,Work-Life Balance"-Konzepte und atypische Beschäftigung
,,Der Begriff ,,Work-Life Balance" bedeutet eine neue, intelligente Verzahnung von Arbeits-
und Privatleben vor dem Hintergrund einer sich dynamisch verändernden Arbeits- und
Lebenswelt."4
Das Leben eines Menschen wird laut dem ,,Work-Life Balance"-Konzept in zwei große
Abschnitte geteilt: das Erwerbsleben und das Privatleben. Arbeit und Privatleben
konkurrieren miteinander um einen wesentlichen Aspekt des Lebens: nämlich den Faktor
Zeit!5
Arbeit und Privatleben sind nicht nur aufgrund des Zwecks der Arbeit als
Existenzsicherung eng miteinander verknüpft, sondern können nicht unabhängig von
einander betrachtet werden, da sie sich gegenseitig beeinflussen und aufgrund ihrer
Wechselwirkung nicht völlig voneinander getrennt werden können.
4 Meyer/Dunkel/Praschak (2005), S. 185
5 Ungerson/Yeandle (2005), S. 246
Seite 4
Daher beschreibt der Begriff ,,Work-Life Integration" diese wechselseitige Beeinflussung
und Verbundenheit noch besser als eine Balance, bei der die Verbesserung auf der einen
Seite notwendigerweise zu einer Verschlechterung auf der anderen darstellt. Häufig wird
der Begriff ,,Work-Life Balance" vor allem von Unternehmern als Nullsummenspiel
gesehen.6
Drei verschiedene Rollenkonflikte des ,,work-family conflicts" werden von Greenhaus und
Beutell7 beschrieben:
· zeitliche Einschränkungen, wenn Engagement in einer Rolle Zeitdruck in der
anderen Rolle auslöst
· Folgewirkungen, wenn das Verhalten in einer Rolle Spannungen in der anderen
auslöst
· Verhaltensänderungen, die auftreten, wenn das Ausführen einer Rolle schwieriger
wird durch das erforderliche Verhalten in der anderen Rolle.8
Ob eine ,,Work-Life Balance" bzw. eine ,,Work-Life Integration" möglich ist, hängt von den
wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Ressourcen
9 einer Person ab:
-
Wirtschaftliche Ressourcen:
laufendes Einkommen, Kaufkraft, Reserven
Bei Vorhandensein von entsprechenden wirtschaftlichen Ressourcen wird es
ermöglicht, sich für mehr Zeit zum Arbeiten zu entscheiden und entsprechend in
eine Tagesmutter oder andere individuelle Kinderbetreuung, eine Putzfrau,
einen
Steuerberater
etc. zu investieren, um mehr Zeit für die subjektiv
wesentlichen Aktivitäten außerhalb der Arbeit wie Hobbies und soziale Kontakte
zur Verfügung zu haben.
Eine andere Entscheidung kann für mehr Freizeit ausfallen, indem man nur
noch
Teilzeit arbeitet. Diese Entscheidung ist mit finanziellen Einbußen
einhergehend
und daher nur bei entsprechend vorhandenen wirtschaftlichen
Ressourcen
möglich.
6 Harvard Business Review (2000), S. 3
7 MacDermid (2005), S. 23 ff.
8 MacDermid (2005), S. 23 ff.
9 Warhurst (2008), S. 13 ff.
Seite 5
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: