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„Schalom und Grüß Gott“? – Die NGO „Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ in Österreich

Subtitle: Pragmatische Analyse der Grundlinien, Aufgaben und potentieller Zukunftsszenarien der NGO und NPO in Österreich

Scholarly Essay, 2009, 18 Pages
Author: Mag. Georg Schilling
Subject: Jewish Studies

Details

Event: Diversity, Diskurs und Dialog in der Relation Judentum - Christentum in Österreich
Institution/College: University of Vienna
Category: Scholarly Essay
Year: 2009
Pages: 18
Language: German
Archive No.: V127104
ISBN (E-book): 978-3-640-32419-4
ISBN (Book): 978-3-640-32206-0
Notes :
Eine Analyse unter Würdigung von Chancen und Risiken im interreligiösen, zivilgesellschaftlichen, globalen Diversity-Management-Kontext vor der Folie der Botschaft u. a. von Franz KÖNIG, Kurt SCHUBERT, Ulrich TRINKS sowie von „Nostra Aetate“


Abstract

- Was bedeutet "Dialog" zwischen Christen und Juden in Ö? - Wo findet er statt? - Was ist der ö "Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit"? - Wie ist besagter Ausschuss entstanden? - Was sind seine Ziele? - Was kann man Aussagen von "Bischof" Williamson konkret konstruktiv entgegenhalten? - Wo kann man sich als aktiver Christ oder Jude im interreligiösen Diskurs sachlich einbringen? - Wie geht es pro futuro in Ö weiter ev? Diesen Fragen geht die folgende Arbeit unter Würdigung ua der Arbeit von König, Schubert, Trinks, Wahle, Rosenkranz uva wissenschaftlich und klar nach. Dabei wird neben der "Genesis" des Koordinierungsausschusses ua auch auf die Theodizee-Frage im Lichte von zB Auschwitz, Theresienstadt eingegangen. Wie kann ein "Gott", nach KÖNIGs Worten ua ein "allmächtiger" und "barmherziger" Gott dies zulassen? - Fernerhin wird ein geschichtlicher Abriss wichtiger Perso(e)n(lichkeit)en des ö Koordinierungsausschusses vorgenommen. - Sodann werden "Testimonials" und Mitglieder der Gegenwart in Ihren Funktionen in Gesellschaft und Glaubensgemeinschaft dargestellt. - Des weiteren wird, wie bereits in einer der Eingangsfragen angedeutet, der Frage, nach der Möglichkeit eines konstruktiven Engangements in dieser hochinteressanten, inter-religösen NGO und NPO nachgegangen: kann man sich konstruktiv, partiell einbringen? - Eine zentrale Frage dieser wissenschaftlichen, sachlichen und lebensnahen Analyse bildet die Frage: wie kann man als - uU (hochgradig) enttäuschte Christin (als uU sehr frustrierter Christ), etwa im Kontext rund um Aussagen von "Bischof" Williamson sowie etwa um die "Geisteshaltung(en)" etwa von Pfarrer Wagner (in OÖ) sachlich, nüchtern und konstruktiv-progressiv seinem Bedürfnis einer röm.-kath. Kirche, wie sie etwa insbesondere durch die Persönlichkeit Franz (Kardinal) KÖNIGs vermittelt wurde, positiv einen Beitrag leisten? - Ferner wird ua folgender Frage wissenschaftlich und lebensnahe nachgegangen: Wie kann man die Anliegen des II.Vatikanums fördern? Wie kann man - etwa iRd des Koordinierungsausschusses - die Botschaft des Konzilsdokuments "Nostra Aetate" (auf sachlicher, lebensnaher Ebene) - musikalisch gesprochen - zum "Klingen" bringen? - Des weiteren wird besonders auf die Bedeutung der Reduzierung von Informationsasymmetrien eingegangen, wobei ua auch auf die Verdienste etwa Prof. Kurt Rosenkranz' eingegangen wird. - Schließlich wird versucht, konstruktiv (potentielle) Verbesserungsnuancen auszuloten.


Excerpt (computer-generated)

Wissenschaftliche Untersuchungen der Gegenwart des

interreligiösen Diskurses

,,Schalom und Grüß Gott"? ­ Die NGO

,,Koordinierungsausschuss für christlich-

jüdische Zusammenarbeit" in Österreich

Pragmatische Analyse der Grundlinien, Aufgaben und potentieller

Zukunftsszenarien der NGO und NPO ,,Koordinierungsausschuss für

christlich-jüdische Zusammenarbeit" in Österreich unter Würdigung

von Chancen und Risiken im interreligiösen, zivilgesellschaftlichen,

globalen Diversity-Management-Kontext vor der Folie der Botschaft

ua von Franz KÖNIG, Kurt SCHUBERT, Ulrich TRINKS sowie von

,,Nostra Aetate"

Mag. Georg Schilling

Wien, 2.5.2009


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3

1.1 Einführung 3

1.2 Gang der Untersuchung 4

1.3 Die ,,Genesis" des Koordinierungsausschusses in Ö 5

1.3.1 Die Vereinsgründung durch Prof Dr Kurt SCHUBERT anno 1956 5

1.3.2 Die Gründung der Quartalszeitschrift ,,Dialog-Du Siach" anno 1990 7

1.3.3 Die aktuellen Themen des Koordinierungsausschusses 8

1.3.4 Perso(e)n(lichkeiten) und ,,Testimonials" der Organisation 9

1.3.5 ,,Beitreten, Mitmachen, Unterstützen"? 11

1.3.6 ,,Diversity" ­ Chancen der Vielfalt in dieser NGO? 11

1.3.7 Ein Ausblick mit Kardinal Franz KÖNIG ? 12

1.4 Zusammenfassung und Ausblick 14

2


1 Einleitung

1.1 Einführung

Die Bedeutung von Kontroversen etwa in Wirtschaft und Recht etwa darf durchaus

als bekannt bezeichnet werden. Mitunter ist sie auch von (unsachlicher, bissiger)

Polemik gekennzeichnet. Damit verbindet sich eine alte (bedauerliche) ,,Tradition" u

auch zwischen der einen oder anderen (Welt-) Religion. Dieser (bedenkliche) Tradition,

die nicht selten (bis) zu Pogromen1 führte, wird insbesondere in Gestalt des

Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit ein sachlicher und

spannender Kontrapunkt interreligiösen Diskurses2 entgegengesetzt. Die Frage ist auch,

welche Aufgaben diese Einrichtung, die zahlreichen Menschen etwa der christlichen

Religion als nicht bekannt kommentiert wird, in der Zukunft haben könnte. Jüngste

(verrückte) Behauptungen des röm.-kath. ,,Bischofs"3 Richard Nelson WILLIAMSON

oder etwa die Aussagen etwa (zT) im Zuge des Werbens um Teilnahme an so genannten

,,Anti-Gentechnik-Demonstrationen"4 [sic!] oder etwa Schmierereien in der einen oder

anderen Wiener ,,Linie" oder (aufgeheizte, überzogene, geradezu kriminelle

1 Wer in Wien etwa das ­ hoch interessante -

Jüdische Museum

besucht, wo etwa das Denkmal

betreffend die tausenden Opfer in den KZs unweit sich befindet, wird ua auch den Begriff der so

genannten ,,Gezera" lesen. Fraglich könnte sein, wie sehr in einem so genannten ,,Allgemeinbewusstsein"

der Wiener Bevölkerung das Wissen um die historische Existenz dieser Pogrome (allgemein hin) existent,

bewusst ist.

2 Zum sog ,,

abrahamischen Dialog

" betreffend etwa Christen und Muslime siehe ua SCHIMMEL

2002: 1ff. Der Autor dankt für Wertungen zu diesem Werk recht herzlich Herrn Pastoralassistent Hans

KOUBA.

3 Das Wort steht insofern unter Anführungszeichen als etwa zufolge (dem sehr anspruchsvolle,

lebensnahe und abwechslungsreiche Predigten haltenden) Msgr DDr. Werner REISS solange jemand sich

(selber) von der Gemeinschaft der röm.-kath. Kirche ,,exkommuniziert" habe, insoweit er den Holocaust

leugne, wie dies DDr. Werner REISS in einer Messe am 15.2.2009 unter Beiseins ua von Em. Prof. Dr.

Norbert LESER anschaulich, lebensnah und verständlich und mit mutig-sachlicher Klarheit darlegte.

4 So wollte etwa eine Dame dem Verfasser dieser Zeilen weißmachen, dass an ,,allem" (vor allem dem

­ wie sich herausschälte ­ so genannten ,,

Demokratiedefizit

" der EU, ,,der Rothschild", ebenso wie etwa

an der Finanzkrise etc.) schuld sei: hier zeigt sich, wie sehr Stereotype und Verschwörungstheorien den

Menschen in einen (gefährlichen) Bann ziehen vermögen, ohne generaliter zivilgesellschaftliche

Engagements hiermit in Frage stellen zu wollen oder den Ausbau von mehr Demokratie diskreditieren zu

wollen. Fraglich könnte sohin sein, ob nicht ­ mehr den je ­ die Politik der Zukunft gefragt sein könnte,

gegen derlei (verrückte) ,,

Verschwörungstheorie

"-Bedrohungen nüchtern, sachlich und fachlich

präventive konstruktiv-sachliche, aufklärende Kontrapunkte zu setzen. Zur besonderen

Verschwörungstheorie um ,,den" Rothschild bzw. ,,die" Rothschilds siehe ua WIKIPEDIA ­ DIE FREIE

ENZYKLOPÄDIE, (http://de.wikipedia.org/wiki/Rothschild#Verschw.C3.B6rungstheorien, Suchbegriff

,,Rothschild", Abrufdatum 2.5.2009).

3


Überzeichnungen und Vergleiche im Kontext des so genannten ,,Nahost-Konflikts")

zeigen (klar) auf, (nachdringlich und deutlich), welche Bedeutung diesen Frage(n)5

zukommt, insoweit, als sie belegen, wie wichtig der christlich-jüdische Dialog ist, wie

wichtig die Kenntnis ,,des" ,,Anderen", wie bedeutend (sachliche, nüchterne und

ausgewogene, profunde Information) über ,,die" Sichtweisen ,,des" Anderen sind) und

wie sehr dieser etwa durch Spinner und (ultra-) reaktionäre Strömungen, etwa in

manchen Teilen etwa der röm.-kath. Kirche6 erodiert werden kann.

1.2

Gang der Untersuchung

Zu Beginn wird ein kurzer Abriss der Geschichte des ö7 Koordinierungsausschusses für

christlich-jüdische Zusammenarbeit vorgenommen unter Würdigung ua der Leistungen

von Kurt und Ursula SCHUBERT sowie Franz Kardinal KÖNIG, sodann wird auf die

Aufgaben des Koordinierungsausschusses in der Gegenwart eingegangen, abschließend

wird der Versuch unternommen, mögliche Zukunftslinien der weiteren Entwicklung des

Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit anzuskizzieren.

5 Siehe nur etwa ua MAYER auf der HP des FOCUS am 7.2.2009

(http://www.focus.de/politik/ausland/vatikan-vs-williamson-holocaust-leugner-bleibt-

uneinsichtig_aid_369197.html, ,,Vatikan vs. Williamson: Holocaust-Leugner bleibt uneinsichtig",

Abrufdatum 30.4.2009), siehe ferner etwa WENSIERSKI auf der HP des SPIEGEL

(http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,603618,00.html, ,,Katholische Kirche:

Rechtsextremisten feiern Holocaust-Leugner Williamson", Abrufdatum 30.4.2009).

6 Zu einer Antwort auf die ,,Spitzenleistung" etwa von Dr. RATZINGER jüngst siehe etwa auf der HP

des INTERNATIONAL COUNCIL OF CHRISTIANS AND JEWS, von BRANDT, MÜNNICH und

SCHULZ-JANDER vom 26.1.2009 (http://www.jcrelations.net/de/?item=3060 , ,,Bestürzung und

Entsetzen. Brief an Papst Benedikt XVI.", Abrufdatum 1.5.2009).

7 Zum d sog ,,Koordinierungsrat" siehe insbes die HP des DEUTSCHEN

KOORDINIERUNGSRATES DER GESELLSCHAFTEN FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE

ZUSAMMENARBEIT e.V. (http://www.deutscher-koordinierungsrat.de/09_01.php , ,,Gesellschaften für

Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Deutscher Koordinierungsrat (DKR) e.V.", Abrufdatum 1.5.2009).

4



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