Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Konsumausgaben und Einkommen. Eine Kointegrationsanalyse für die BRD close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Konsumausgaben und Einkommen. Eine Kointegrationsanalyse für die BRD

Termpaper, 2008, 43 Pages
Author: Sven Stumpf
Subject: Statistics

Details

Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 43
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V128440
ISBN (E-book): 978-3-640-34773-5
ISBN (Book): 978-3-640-34804-6

Abstract

Aus Sicht der wirtschaftlichen Realität bestimmt eine Vielzahl von Einflussfaktoren den gesamtwirtschaftlichen Konsum. Erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts gelang es dem Ökonomen John Maynard Keynes eine Verknüpfung zwischen den Veränderungen im Realeinkommen und dem privatem Konsum herzustellen. Was zunächst trivial klingt, war zuvor jahrzehntelang von Neoklassikern nicht abgebildet worden. Die keynessche Konsumfunktion betrachtet den privaten Konsum in der Periode t in Abhängigkeit vom Einkommen. Aus der Konsumfunktion ergibt sich für ein gegebenes Einkommensniveau ein bestimmtes Konsumniveau; somit wird ein kausaler Zusammenhang angegeben. Zu dieser Verknüpfung und der ökonomischen Theorie, in der Hypothesen deterministisch betrachtet werden, was unter Beachtung der ceteris-paribus-Klausel eine Rechtfertigung findet und die Möglichkeit schafft, modellmäßig die Wirkung von Einflussgrößen auf ökonomische Variablen isoliert zu betrachten, nimmt diese Arbeit Bezug. Sie untersucht Keynes Zusammenhang in Bezug auf ein Beispiel ökonomischer Daten der Bundesrepublik Deutschland unter Verwendung ökonometrischer Analysemethoden. Mit Hilfe einer Kointegrationsanalyse, deren Grundidee es ist, dass eine stabile langfristige Relation zwischen den einbezogenen Variablen bestehen kann , soll die Entwicklung der Konsumausgaben der privaten Haushalte in Relation zur Entwicklung des verfügbaren Einkommens der Volkswirtschaft (VW) gesetzt werden und die bestehende Beziehung herausgearbeitet werden. Zu Beginn dieser Arbeit soll der Leser anhand ökonomischer Grundlagen für das Thema Konsum und Einkommen sensibilisiert werden und einen ersten Einblick erhalten. In Kapitel 3 folgt eine ausführliche Erläuterung der ökonometrischen Grundlagen einer Kointegrationsanalyse. Zunächst wird auf grundlegende Konstrukte der Zeitreihenanalyse wie Stationarität und Integration eingegangen. Im Anschluss wird das Phänomen der Spurious Regression erläutert. Im nächsten Schritt wird die Aufdeckung von Stationarität mittels des Augmented-Dickey-Fuller-Tests behandelt. Kapitel 4 ist der empirischen Umsetzung gewidmet. Die zuvor erläuterten ökonometrischen Verfahren werden hier eingesetzt um die in Kapitel 2 dargestellte öknonomische Theorie zu bestätigen oder zu widerlegen. Zunächst wird der Datensatz kurz vorgestellt und anschließend die Stationaritäts- und Kointegrationsprüfung mit ausführlicher Darstellung der Ergebnisse vorgenommen. Die Arbeit endet mit einer kritischen Würdigung.


Excerpt (computer-generated)

Johannes Gutenberg-Universität

Mainz

Fachbereich Rechts- und

Wirtschaftswissenschaften

Institut für Statistik und Ökonometrie

Statistisch-Ökonometrisches Seminar

Wintersemester 2007/2008

Konsumausgaben und Einkommen

Eine Kointegrationsanalyse für die BRD

Abgabetermin: 22. April 2008

Cora Heckelmann

Sven Stumpf


Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis I

1.

Problemstellung 1

2.

Ökonomische Grundlagen 3

3.

Ökonometrische Grundlagen 5

3.1

Stationarität und Integration 5

3.2

Spurious Regression 7

3.3

Methoden der Stationaritätsprüfung 8

3.4

Kointegration 13

3.5

Fehlerkorrekturmodelle 15

4.

Empirische Umsetzung 16

4.1

Vorstellung des Datensatzes 16

4.2

Stationaritätsprüfung 19

4.3

Kointegrationsprüfung 21

4.4

Regression 22

5.

Kritische Würdigung 23

Anhang II

Abbildungsverzeichnis XI

Tabellenverzeichnis XII

Literaturverzeichnis XIII


Abkürzungsverzeichnis

I

Abkürzungsverzeichnis

ADF

Augmented-Dickey-Fuller

AIC

Akaikes

Informationskriterium

AKF

Autokorrelationsfunktion

BA

(statistisches)

Bundesamt

BIC

bayesschen

Informationskriteriums

BMWi

Bundesministerium für Wirtschaft und

Technologie

BRD

Bundesrepublik

Deutschland

CRDW Cointegrating-Regression-Durbin­Watson-Test

DBB

Deutsche

Bundesbank

DF

Dickey-Fuller

DSP

differenzstationärer

Prozess

DW

Durbin-Watson

EG-ADF Engle-Granger-Augmented-Dickey-Fuller

OLS

ordinary least squares

PAKF

partielle

Autokorrelationsfunktion

TSP

trendstationärer

Prozess

VGR

Volkswirtschaftliche

Gesamtrechnung

VW

Volkswirtschaft


1. Problemstellung

1

1. Problemstellung

Aus Sicht der wirtschaftlichen Realität bestimmt eine Vielzahl von

Einflussfaktoren den gesamtwirtschaftlichen Konsum. Erst zu Beginn

des letzten Jahrhunderts gelang es dem Ökonomen John Maynard

Keynes eine Verknüpfung zwischen den Veränderungen im

Realeinkommen und dem privatem Konsum herzustellen. Was

zunächst trivial klingt, war zuvor jahrzehntelang von Neoklassikern

nicht abgebildet worden. Die keynessche Konsumfunktion betrachtet

den privaten Konsum

C

in der Periode t in Abhängigkeit vom

t

Einkommen

Y

:1

t

C

=

C

+

c Y

+

(1.1)

t

0

1

t

t

Aus der Konsumfunktion (1.1) ergibt sich für ein gegebenes

Einkommensniveau ein bestimmtes Konsumniveau; somit wird ein

kausaler Zusammenhang angegeben.2

Zu dieser Verknüpfung und der ökonomischen Theorie, in der

Hypothesen deterministisch betrachtet werden, was unter Beachtung

der ceteris-paribus-Klausel eine Rechtfertigung findet und die

Möglichkeit schafft, modellmäßig die Wirkung von Einflussgrößen auf

ökonomische Variablen isoliert zu betrachten, nimmt diese Arbeit

Bezug. Sie untersucht Keynes Zusammenhang in Bezug auf ein

Beispiel ökonomischer Daten der Bundesrepublik Deutschland

(BRD) unter Verwendung ökonometrischer Analysemethoden. Mit

Hilfe einer Kointegrationsanalyse, deren Grundidee es ist, dass eine

stabile langfristige Relation zwischen den einbezogenen Variablen

bestehen kann3, soll die Entwicklung der Konsumausgaben der

privaten Haushalte in Relation zur Entwicklung des verfügbaren

Einkommens der Volkswirtschaft (VW) gesetzt werden und die

bestehende Beziehung herausgearbeitet werden.

1 Vgl. Eckey/Kosfeld/Dreger (2004), S. 4.

2 Vgl. Eckey/Kosfeld/Dreger (2004), S. 4.

3 Vgl. Eckey/Kosfeld/Dreger (2004), S. 241.


1. Problemstellung

2

Zu Beginn dieser Arbeit soll der Leser anhand ökonomischer

Grundlagen für das Thema Konsum und Einkommen sensibilisiert

werden und einen ersten Einblick erhalten. In Kapitel 3 folgt eine

ausführliche Erläuterung der ökonometrischen Grundlagen einer

Kointegrationsanalyse. Zunächst wird auf grundlegende Konstrukte

der Zeitreihenanalyse wie Stationarität und Integration eingegangen.

Im Anschluss wird das Phänomen der Spurious Regression erläutert.

Im nächsten Schritt wird die Aufdeckung von Stationarität mittels des

Augmented-Dickey-Fuller-Tests behandelt. Kapitel 4 ist der

empirischen Umsetzung gewidmet. Die zuvor erläuterten

ökonometrischen Verfahren werden hier eingesetzt um die in Kapitel

2 dargestellte öknonomische Theorie zu bestätigen oder zu

widerlegen. Zunächst wird der Datensatz kurz vorgestellt und

anschließend die Stationaritäts- und Kointegrationsprüfung mit

ausführlicher Darstellung der Ergebnisse vorgenommen. Die Arbeit

endet mit einer kritischen Würdigung. Dabei werden die Ergebnisse

der Arbeit auch im Hinblick auf bereits bestehende

Veröffentlichungen hinterfragt und Anknüpfpunkte für weiterführende

Analysen gesetzt.


2. Ökonomische Grundlagen

3

2. Ökonomische

Grundlagen

Der Konsum, auch privater Verbrauch genannt, umfasst die

Ausgaben der Haushalte für Waren und Dienstleistungen mit

Ausnahme des Erwerbs von Grundstücken und Gebäuden sowie des

Neubaus von Häusern und Wohnungen.4 Nach dem Monatsbericht

der Deutschen Bundesbank (DBB) für September 2007 stellen die

privaten Konsumausgaben nach dem Ausgabenkonzept der

Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (VGR) mit einem Anteil

von mehr als 40% die quantitativ bedeutendste Komponente der

gesamtwirtschaftlichen Nachfrage in Deutschland dar. Die privaten

Haushalte haben im Jahr 2006 insgesamt 1357 Mrd. für Konsum-

zwecke ausgegeben. Je Einwohner gerechnet waren dies im

Durchschnitt 16 480 .5

Abgesehen von der Vermögensposition bestimmt der über den

Lebenszyklus erzielte Einkommensstrom die Konsummöglichkeiten

eines Haushalts.6 Das Einkommen einer Person ist abhängig von

Angebot und Nachfrage nach der Arbeitskraft dieser Person, die

ihrerseits von natürlicher Begabung, Humankapitalausstattung,

Lohndifferenzierungen, Diskriminierung usw. bestimmt werden.7 In

der VGR wird das Einkommen anhand des verfügbaren Einkommens

bestimmt, welches auch als ausgabefähiges Einkommen oder

Nettoeinkommen bezeichnet wird. Dieses errechnet sich, indem vom

Bruttoeinkommen Steuern zum Einkommen sowie die Pflichtbeiträge

zur Sozialversicherung abgesetzt werden und Einnahmen aus dem

Verkauf von Waren sowie sonstigen Einnahmen addiert werden.8

Das verfügbare Einkommen aller privaten Haushalte hat sich von

1991 bis zum Jahr 2007 um knapp 52% erhöht. Unter

Berücksichtigung einer gestiegenen Einwohnerzahl von 2,3 Mill.,

4 Vgl. Mankiw (2004), S. 547.

5 Vgl. Monatsbericht DBB (09.2007), S. 42.

6 Vgl. Monatsbericht DBB (09.2007), S. 46.

7 Vgl. Mankiw (2004), S. 457.

8 Vgl. Statistisches Bundesamt (2005), S. 9.


2. Ökonomische Grundlagen

4

entspricht dies einer Steigerung des verfügbaren Einkommens je

Einwohner um 47%.9

Bei gegebenem Einkommenspfad bedeutet ein Konsumverzicht

heute letztlich eine Erhöhung der Konsummöglichkeiten in der

Zukunft. Eine Verschiebung von Konsumwünschen in die Zukunft ist

allerdings in der Regel nur dann von Vorteil, wenn der heutige

Konsumverzicht und der damit einhergehende Nutzenentgang

vergleichsweise hohe Erträge in der Zukunft versprechen oder wenn

eine geringe Präferenz für Gegenwartskonsum besteht.10 Obwohl

realistischerweise eine ausgeprägte Vorliebe für heutigen Konsum

eher als typische Grundeinstellung eingeschätzt wird, lässt sich eine

erhöhte aggregierte Sparneigung beobachten. Als Gründe für diese

Entwicklung sind neben Verschiebungen der Einkommensverteilung,

demographische Einflüsse, wie Belastungen der sozialen

Sicherungssysteme oder ein erhöhtes Vorsorgemotiv für Renten-

zeiten sowie Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt zu erwähnen.11

Die Belebung des privaten Konsums kommt somit bislang nur

allmählich und stockend voran.12 Gemessen am BIP und der

derzeitigen zyklischen Erholung in Deutschland hätten die realen

Konsumausgaben seit Mitte 2003 mit einer durchschnittlichen

Jahresrate von etwa 2% wachsen müssen. Man kann allerdings

lediglich einen Anstieg der Konsumausgaben seit 1991 von etwa

1,25% pro Jahr nach Einbezug der angestiegenen Preise

beobachten. Als wichtige Faktoren für die lang anhaltende

Konsumschwäche können die bereits Ende 2005 angekündigte

Anhebung der Mehrwertsteuer zum Jahresbeginn 2007 sowie

anziehende Preise für Mineralölprodukte und Nahrungsmittel und die

Abwärtskorrektur am Aktienmarkt angenommen werden.13

9 Vgl. Schwarz (2008), S. 204.

10 Vgl. Monatsbericht DBB (09.2007), S. 46.

11 Vgl. Monatsbericht DBB (09.2007), S. 50-51.

12 Vgl. Monatsbericht Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

(02.2008), S. 30.

13 Vgl. Monatsbericht DBB (09.2007), S. 45-51.



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/128440/konsumausgaben-und-einkommen-eine-kointegrationsanalyse-fuer-die-brd
please wait Please wait