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"Der Kiez k(l)ickt."

Untertitel: Integration von muslimischen Jugendlichen durch das Straßenfußball-Projekt "Klickkicker" in Berlin-Kreuzberg.

Hausarbeit, 2008, 12 Seiten
Autor: Florian Unzicker
Fach: Sozialpädagogik / Sozialarbeit

Details

Veranstaltung: Hauptseminar "Islamische Präsenz in Deutschland"
Institution/Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2008
Seiten: 12
Note: 1-
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V129115
ISBN (E-Book): 978-3-640-35583-9
ISBN (Buch): 978-3-640-35618-8
Anmerkungen :
breiter Korrekturrand


Zusammenfassung / Abstract

In dieser Arbeit soll das Berliner Straßenfußballprojekt „Klickkicker“ vorgestellt werden, dass sich die integrative Wirkung des Fußballs zu nutze macht und sich an, in wirtschaftlich und sozial prekären Verhältnissen lebenden, oftmals als „chancenlos“ abgestempelten Kindern und Jugendlichen aus dem multikulturellen Stadtteil Kreuzberg wendet. Der Name „Klickkicker“ ist dabei Programm, er verbindet die generelle Chancengleichheit im Sport und den Aufbau von Kompetenzen im sinnvollen Umgang mit modernen Medien: Einerseits geht es ums „Kicken“ auf eigens dafür vorgesehenen Bolzplätzen rund um den Berliner Mariannenplatz. Andererseits geht es ums „Klicken“, d.h. die Jugendlichen sollen ihre Spiele über die zentrale Internetseite möglichst selbstständig und eigenverantwortlich organisieren. Einleitend soll jedoch auf die Besonderheiten der Lebenswelten junger männlicher Muslime in deutschen Großstädten eingegangen werden.


Textauszug (computergeneriert)

Georg-August-Universität Göttingen

Pädagogisches Seminar

Seminar: ,,Islamische Präsenz in Deutschland"

Sommersemester 2008

,,Der Kiez k(l)ickt."

Integration von muslimischen Jugendlichen durch das

Straßenfußballprojekt ,,Klickkicker" in Berlin-Kreuzberg

Florian Unzicker


Kapitelübersicht

1. Einleitung

2. Lebenswelten (männlicher) muslimischer Jugendlicher in deutschen

Großstädten

3. Freizeitangebote für junge Muslime in Berlin-Kreuzberg

4. Das Projekt ,,Klickkicker"

Der Kiez k(l)ickt.

2


1. Einleitung

Es ist der 25. Juni 2008, ein lauer Sommerabend. Das Spiel ist aus. In einem

mitreißenden Fußballkrimi hat die deutsche Nationalmannschaft die der Türkei in

wahrhaft letzter Minute geschlagen. Die

milli takim

ist ausgeschieden.

Fassungsloses Schweigen herrscht in den Hochburgen der türkischen Fans, doch

sie erholen sich schnell von ihrer Trauer. Viele schwenken auf die deutschen

Fahnen um, feiern Arm in Arm mit ihren deutschen Freunden und lassen sich von

ihnen die Tränen trocknen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen bleiben die im

Vorfeld befürchteten Krawalle aus.

Dass Fußball über soziale, kulturelle und religiöse Grenzen hinweg verbindet,

ist kein Geheimnis und es bedarf keines hochdramatischen Spieles wie dessen der

Türkei gegen Deutschland bei der EM 2008, um sich der Integrationswirkung von

,,König Fußball" bewusst zu werden. Sport im Allgemeinen und Fußball im

Besonderen kann dabei als eine besondere Vermittlerinstanz zwischen Menschen

unterschiedlicher Nationen, Kulturen und gesellschaftlicher Milieus fungieren.

Die alte Fußballer-Weisheit ,,Was zählt ist auf′m Platz" scheint sich auch unter

integrationspolitischen Gesichtspunkten zu bewahrheiten: Sprachliche Barrieren

und soziokulturelle Differenzen geraten (zumindest für einen gewissen Zeitraum)

aus dem Blickfeld und so bietet der Fußball gerade Kindern und Jugendlichen mit

Migrationshintergrund eine Alternative zur sozialen Realität an, in der ihr oft

Anerkennung und Chancengleichheit verweigert werden.

In dieser Arbeit soll das Berliner Straßenfußballprojekt

,,Klickkicker"

vorgestellt werden, dass sich die angesprochene integrative Wirkung des Fußballs

zu nutze macht und sich an, in wirtschaftlich und sozial prekären Verhältnissen

lebenden, oftmals als ,,chancenlos" abgestempelten Kindern und Jugendlichen aus

dem multikulturellen Stadtteil Kreuzberg wendet. Der Name

,,Klickkicker"

ist

dabei Programm, er verbindet die generelle Chancengleichheit im Sport und den

Aufbau von Kompetenzen im sinnvollen Umgang mit modernen Medien:

Einerseits geht es ums

,,Kicken"

auf eigens dafür vorgesehenen Bolzplätzen rund

um den Berliner Mariannenplatz. Andererseits geht es ums

,,Klicken"

, d.h. die

Jugendlichen sollen ihre Spiele über die zentrale Internetseite möglichst

selbstständig und eigenverantwortlich organisieren.1

1 Homepage des Projektes ,,Klickkicker", http://www.klickkicker.de, 15.09.2008.

Der Kiez k(l)ickt.

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