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Dignitatis humanae

Subtitle: Die Erklärung über die Religionsfreiheit

Termpaper, 2008, 14 Pages
Author: Liwia Kolodziej
Subject: Theology - Systematic Theology

Details

Event: Das Zweite Vatikanische Konzil
Institution/College: University of Wuppertal
Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 14
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V129824
ISBN (E-book): 978-3-640-36531-9
ISBN (Book): 978-3-640-36504-3

Abstract

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Erklärung über die Religionsfreiheit „dignitatis humanae“, die 1965 während des II. Vatikanischen Konzils offiziell verkündet wurde. Religionsfreiheit ist im 21. Jahrhundert, zumindest für westeuropäische Länder, eine Selbstverständlichkeit. Besonders wenn der Wunsch nach einem atheistischen Lebensstil besteht, brauchen Menschen mit keinen weiteren Konsequenzen zu rechnen. Sie werden nicht gezwungen, einem Glauben anzugehören, der sich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren lässt. Aber wie weit geht die Toleranz, wenn Menschen einer Religion angehören, die nicht der Mehrheitsreligion eines Staates entspricht? Werden Menschen heutzutage, in einer aufgeklärten Gesellschaft, daran gehindert ihren Glauben frei auszuüben? Zwar ist das Recht auf Religionsfreiheit in Deutschland fest im Grundgesetz verankert, es ergeben sich jedoch aktuelle rechtliche Probleme angesichts der pluralen Gesellschaft. Darf eine türkische Lehrerin ein Kopftuch tragen, wenn sie in einer öffentlichen Schule unterrichten will? Dürfen in öffentlichen Schulen Kreuze aufgehängt werden? Und darf jede Art von Weltanschauung praktiziert werden, weil sie dem Prinzip der Religionsfreiheit folgt? Wie verhält es sich dann mit Sekten? Worin besteht also Religionsfreiheit und wo liegen ihre Grenzen? Diese Fragen sollen verdeutlichen, dass das Thema Religionsfreiheit immer noch eine aktuelle Bedeutung hat. „Dignitatis humanae“ ist eine Erklärung des II. Vatikanischen Konzils und somit eine öffentliche Stellungnahme der Katholischen Kirche zu Fragen der Religionsfreiheit. Eine besondere Brisanz erhält das Thema, wenn man bedenkt, unter welchen Umständen und zu welcher Zeit dieser Text entstanden ist. Der Zweite Weltkrieg lag nur wenige Jahre zurück, in dem Juden, grade wegen ihres Juden- Seins, systematisch ermordet worden sind. Von Freiheit und Menschenrechten konnte zur damaligen Zeit in Deutschland und in anderen Ländern keine Rede sein. Im Ostblock herrschte der Kommunismus der mit aller Anstrengung Religion auszurotten versucht hatte. Die Ausübung religiöser Akte wurde nicht geduldet und z.T. auch unter Strafe gestellt.


Excerpt (computer-generated)

0

Bergische Universität Wuppertal

Fachbereich A: Geistes- und Kulturwissenschaften

Katholisch- Theologisches Seminar

SS 2008

Seminar: ,,Das Zweite Vatikanische Konzil"

Dignitatis humanae-

Die Erklärung über die Religionsfreiheit

Liwia Kolodziej

Studiengang: LA G/H/R/Ges

Fächerkombination: Deutsch/ Katholische Theologie

4. Fachsemester

Datum der Abgabe: 29.09.08


1

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 1

1. Einleitung 2

2. Dignitatis humanae 2

2.1. Zur Entstehung des Textes 2

2.2. Allgemeine Grundlegung der Religionsfreiheit 5

2.2.1 Das Recht auf Freiheit und die Würde des Menschen 5

2.2.2. Suche und Realisierung der Wahrheit 6

2.2.3. Die religiösen Gemeinschaften 6

2.2.4. Die Freiheit der Erziehung 7

2.2.5. Der Schutz der Religionsfreiheit 7

2.2.6. Einschränkung und Bedingung der Religionsfreiheit 8

2.2.7. Die Gefährdung der Freiheit 8

2.3. Teil II: Die Religionsfreiheit im Licht der Offenbarung 9

2.3.1. Die Religionsfreiheit aus biblischer Perspektive 9

2.3.2. Lehre und Auftrag der Kirche 10

3. Schlusswort 11

Literaturverzeichnis 12


2

1. Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Erklärung über die Religionsfreiheit

,,dignitatis humanae", die 1965 während des II. Vatikanischen Konzils offiziell verkündet

wurde.

Religionsfreiheit ist im 21. Jahrhundert, zumindest für westeuropäische Länder, eine

Selbstverständlichkeit. Besonders wenn der Wunsch nach einem atheistischen Lebensstil

besteht, brauchen Menschen mit keinen weiteren Konsequenzen zu rechnen. Sie werden nicht

gezwungen, einem Glauben anzugehören, der sich nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren

lässt. Aber wie weit geht die Toleranz, wenn Menschen einer Religion angehören, die nicht

der Mehrheitsreligion eines Staates entspricht? Werden Menschen heutzutage, in einer

aufgeklärten Gesellschaft, daran gehindert ihren Glauben frei auszuüben? Zwar ist das Recht

auf Religionsfreiheit in Deutschland fest im Grundgesetz verankert, es ergeben sich jedoch

aktuelle rechtliche Probleme angesichts der pluralen Gesellschaft. Darf eine türkische

Lehrerin ein Kopftuch tragen, wenn sie in einer öffentlichen Schule unterrichten will? Dürfen

in öffentlichen Schulen Kreuze aufgehängt werden? Und darf jede Art von Weltanschauung

praktiziert werden, weil sie dem Prinzip der Religionsfreiheit folgt? Wie verhält es sich dann

mit Sekten? Worin besteht also Religionsfreiheit und wo liegen ihre Grenzen?

Diese Fragen sollen verdeutlichen, dass das Thema Religionsfreiheit immer noch eine

aktuelle Bedeutung hat. ,,Dignitatis humanae" ist eine Erklärung des II. Vatikanischen

Konzils und somit eine öffentliche Stellungnahme der Katholischen Kirche zu Fragen der

Religionsfreiheit. Eine besondere Brisanz erhält das Thema, wenn man bedenkt, unter

welchen Umständen und zu welcher Zeit dieser Text entstanden ist. Der Zweite Weltkrieg lag

nur wenige Jahre zurück, in dem Juden, grade wegen ihres Juden- Seins, systematisch

ermordet worden sind. Von Freiheit und Menschenrechten konnte zur damaligen Zeit in

Deutschland und in anderen Ländern keine Rede sein. Im Ostblock herrschte der

Kommunismus der mit aller Anstrengung Religion auszurotten versucht hatte. Die Ausübung

religiöser Akte wurde nicht geduldet und z.T. auch unter Strafe gestellt.

2. Dignitatis humanae

2.1. Zur Entstehung des Textes

Die Erklärung über die Religionsfreiheit hat von ihren Anfängen bis zu ihrer Endgestalt eine

längere und zum Teil auch mühsame und diskussionsreiche Entstehungszeit hinter sich.



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