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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 24 Pages
Author: Hendrikje Schulze
Subject: German Studies - Miscellaneous
Details
Institution/College: http://www.uni-jena.de/ (Institut für germanistische Sprachwissenschaft)
Tags: Diachrone, Syntax, Wortstellung, Althochdeutschen, Hauptseminar, Grundprobleme, Sprachwissenschaft
Year: 2003
Pages: 24
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-19048-0
ISBN (Book): 978-3-638-64284-2
File size: 245 KB
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Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird die Diachrone Syntax des Deutschen, d.h. die Veränderung syntaktischer Strukturen innerhalb des Satzes im Hinblick auf die historische Dimension und den Sprachwandel, untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Periode des Althochdeutschen. Diese älteste, schriftlich bezeugte Stufe der deutschen Sprache wird zunächst in Bezug auf inner- und außersprachliche Kriterien näher charakterisiert, um eine Abgrenzung von vorhergehenden und nachfolgenden Etappen vorzunehmen. Im Anschluss daran steht die Syntax dieser Sprachstufe im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Begriff "Syntax" kommt aus dem Griechischen ("syntaxis") und bedeutet soviel wie "Zusammenordnung" bzw. "Wortfügung". Auf die gesamte Bandbreite dieses Begriffs, sowie auf die verschiedenen Syntaxtheorien, kann und soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Diese Arbeit beschränkt sich auf die oberflächensyntaktische Sichtweise, d.h. auf die lineare Abfolge von sprachlichen Ausdrücken (Wörtern und Wortverbindungen) innerhalb des Satzes. Da für die Strukturierung des Satzes in den meisten Sprachen die Stellung des finiten Verbs eine entscheidende Rolle spielt (vgl. DÜRSCHEID, 2000: 11f.), wird vor allem dieser Aspekt der althochdeutschen Syntax näher untersucht.
Excerpt (computer-generated)
FSU Jena
Institut für Germanistische Sprachwissenschaft
HpS Grundprobleme der diachronen Sprachwissenschaft
Wintersemester 2002/2003
Diachrone Syntax:
Zur Wortstellung im Althochdeutschen
Hendrikje Schulze
Deutsch 9. Semester LAG
Englisch 8. Semester LAG
Jena, den 6.3.2003
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 03
2. Die Vorläufer des Althochdeutschen 03
2.1. Die indogermanische Sprachfamilie 03
2.2. Die altgermanischen Dialekte 04
3. Begriffsbestimmung Althochdeutsch 05
3.1. Inner- und außersprachliche Kriterien 05
3.2. Die schriftliche Überlieferung 06
4. Zur Wortstellung im Indogermanischen 08
4.1. Haupttendenzen des Satzbaus in den indogermanischen Sprachen 08
4.2. Die Stellung der finiten Verbform 09
5. Zur Wortstellung im Germanischen 09
6. Zur Wortstellung im Althochdeutschen 10
6.1. Haupttendenzen in der strukturellen Entwicklung des Satzes 10
6.2. Die Stellung des finiten Verbs im Hauptsatz 11
6.2.1. Die Stellung der nominalen Verbalglieder der zusammengesetzten
Verbformen 11
6.3. Die Stellung des finiten Verbs im Nebensatz 12
6.4. Die ausgeklammerten Satzglieder 13
7. Analyse eines Textbeispiels aus dem „Tatian“ 13
7.1. Tatian, 87, 1 (Christus und die Samariterin) 13
7.2. Textanalyse 14
7.3. Schlussfolgerungen 16
8. Analyse eines Textauszug aus „Christus und die Samariterin“ 17
8.1. Christus und die Samariterin 17
8.2. Textanalyse 17
8.3. Schlussfolgerungen 19
9. Zusammenfassung 20
10. Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Diachronen Syntax des Deutschen, d.h. mit der Veränderung syntaktischer Strukturen innerhalb des Satzes im Hinblick auf die historische Dimension und den Sprachwandel. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Periode des Althochdeutschen. Diese älteste, schriftlich bezeugte Stufe der deutschen Sprache soll zunächst in Bezug auf inner- und außersprachliche Kriterien näher charakterisiert werden, um eine Abgrenzung von vorhergehenden und nachfolgenden Etappen vorzunehmen. Im Anschluss daran soll die Syntax dieser Sprachstufe im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Der Begriff „Syntax“ kommt aus dem Griechischen („syntaxis“) und bedeutet soviel wie „Zusammenordnung“ bzw. „Wortfügung“. Auf die gesamte Bandbreite dieses Begriffs, sowie auf die verschiedenen Syntaxtheorien, kann und soll an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Diese Arbeit beschränkt sich auf die oberflächensyntaktische Sichtweise, d.h. auf die lineare Abfolge von sprachlichen Ausdrücken (Wörtern und Wortverbindungen) innerhalb des Satzes. Da für die Strukturierung des Satzes in den meisten Sprachen die Stellung des finiten Verbs eine entscheidende Rolle spielt (vgl. DÜRSCHEID, 2000: 11f.), soll vor allem dieser Aspekt der althochdeutschen Syntax näher untersucht werden.
2. Die Vorläufer des Althochdeutschen
2.1. Die indogermanische Sprachfamilie
Der größte Teil der gegenwärtig in Europa existierenden Sprachen geht auf die Sprachfamilie des Indogermanischen oder auch Indoeuropäischen1 zurück. Der Begriff Sprachfamilie wird von der historisch – vergleichenden Sprachwissenschaft als „[e]ine Gruppe von Sprachen, die aufgrund grammatischer und lexikalischer Parallelen als miteinander verwandt bezeichnet werden können […] definiert.“ (BERGMANN / PAULY / MOULIN-FRANKHÄNEL, 1999: 131) Neben dem Indogermanischen unterscheidet man derzeit über 280 weitere Sprachfamilien. (MEINEKE, 2001: 22)
Das Verbreitungsgebiet der indogermanischen Sprachen reicht vom einen genannten Punkt (indisch) bis zum anderen (germanisch). Als zeitlicher Rahmen wird die Periode von 5000 – 1500 v. Chr. angenommen. (MEINEKE, 2001: 21) Sprachzweige des Indogermanischen sind das Keltische, das Italische, das Germanische, das Baltische, das Slawische, das Albanische, das Griechische, das Armenische, das Iranische und das Indische, die sich wiederum in viele Einzelsprachen unterteilen. Ausgestorbene Sprachzweige des Indogermanischen sind das Tocharische und das Hethitische. (BERGMANN / PAULY / MOULINFRANKHÄNEL, 1999: 132f.)
Die Verwandtschaft der indogermanischen Sprachen zeigt sich sowohl auf lexikalischer als auch auf morphologischer Ebene. Durch den Vergleich von Wortschatz, Flexionssystemen und Lautstand lassen sich die verschiedenen Einzelsprachen systematisch aufeinander beziehen. (MEINEKE, 2001: 22)
2.2. Die altgermanischen Dialekte
[...]
1 Die beiden Begriffe werden in dieser Arbeit alternierend verwendet. In der vergleichenden Sprachwissenschaft außerhalb Deutschlands hat sich der Begriff indo-europäisch durchgesetzt. (MEINEKE, 2001: 21)
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