Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2009, 23 Pages
Author: Kateryna Mysak
Subject: Interpreting / Translating
Details
Tags: Übersetzen, Realia, jüdisch, Deutsch, Russisch, Dubnow, Buch des Lebens
Year: 2009
Pages: 23
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-45038-1
ISBN (Book): 978-3-640-45063-3
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Die vorliegende Arbeit gehört zum Bereich der Übersetzungswissenschaft. Ihr Gegenstand ist die Übersetzungsmethodik der Kulturspezifik in einem literarischen Text. Sie konzentriert sich auf Übersetzung der kulturspezifischen Elemente, Realia, aus der jüdischen Kultur. Als Materialgrundlage der vorliegenden Arbeit diente Kniga Žizni des russischen Autors Simon Dubnow und die Übersetzung seines Werks, Buch des Lebens. Die Wahl des Materials ist vor allem dem persönlichen Interesse der Autorin geschuldet. Weitere Gründe dafür werden in Kapitel 5 dieser Arbeit erklärt.
Excerpt (computer-generated)
Universität Leipzig
Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie
Hauptseminararbeit zur Übersetzungswissenschaft Russisch
Besonderheiten der Übersetzung
jüdischer Realia am Beispiel
Simon Dubnows
Kniga Zizni
Kateryna Mysak
Inhaltsverzeichnis
1
EINLEITUNG 3
2
GESCHICHTLICHER HINTERGRUND 3
2.1
JUDEN IN DEUTSCHLAND 3
2.2
SPRACHEN IN DEN DEUTSCHEN GEBIETEN 4
2.3
JUDEN IN RUSSLAND 5
2.4
SPRACHEN IN DEN RUSSISCHEN GEBIETEN 6
2.5
SIMON DUBNOW: SEIN LEBEN UND WIRKEN 7
3
INFORMATIONEN ZU DEN EDITIONEN 8
3.1
SIMON DUBNOWS ,,KNIGA ZIZNI": ERST- UND NEUAUSGABE 8
3.2
DIE ÜBERSETZUNG DER NEUAUSGABE INS DEUTSCHE 8
4
FORSCHUNGSSITUATION 9
4.1
DIE VORHANDENEN FORSCHUNGSARBEITEN IN DEN VERWANDTEN BEREICHEN 9
5
UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND 10
5.1
TEXTSORTE 11
5.2
ADRESSAT 11
6
LINGUISTISCHES MATERIAL 11
6.1
DEFINITIONEN 11
6.2
ANALYSE UND KATEGORISIERUNG DER BEGRIFFE 12
6.3
THEORIE ZU DEN ÜBERSETZUNGSLÖSUNGEN 13
6.4
ANALYSE DER ÜBERSETZUNG 14
7
,,VERFREMDENDE ÜBERSETZUNG" 17
8
DIE ROLLE DES ÜBERSETZERS 17
9
ZUSAMMENFASSUNG 18
10
REGISTER 19
11
BIBLIOGRAPHIE 20
2
1 Einleitung
Die vorliegende Arbeit gehört zum Bereich der Übersetzungswissenschaft. Ihr Gegenstand ist
die Übersetzungsmethodik der Kulturspezifik in einem literarischen Text. Sie konzentriert
sich auf Übersetzung der kulturspezifischen Elemente, Realia, aus der jüdischen Kultur. Als
Materialgrundlage der vorliegenden Arbeit diente
Kniga Zizni
des russischen Autors Simon
Dubnow und die Übersetzung seines Werks,
Buch des Lebens
. Die Wahl des Materials ist vor
allem dem persönlichen Interesse der Autorin geschuldet. Weitere Gründe dafür werden in
Kapitel 5 dieser Arbeit erklärt.
In Abschnitt 2 der vorliegenden Arbeit wird der geschichtliche Hintergrund für diese
Untersuchung dargestellt. In Abschnitt 3 folgen Informationen zu den behandelten Editionen.
Daraufhin wird in Abschnitt 4 der Forschungsstand veranschaulicht. In Abschnitt 5 werden
Textsorte und Adressat diskutiert. Mit Abschnitt 6 beginnt die Untersuchung des
Gegenstandes, seine Kategorisierung und Analyse. Hier werden die Besonderheiten der
Übersetzungsmethoden aufgezeigt. Im Mittelpunkt des Abschnitts 7 steht die Rolle des
Übersetzers. Die Ergebnisse der Arbeit werden abschließend in Abschnitt 8 zusammengefasst.
Der Anhang der Arbeit besteht aus dem Register, das eine alphabetische Auflistung der
behandelten Begriffe aufführt. Die dafür ausgewählten 75 Begriffe stellen keine statistisch
vollständige Analyse des Werkes, sondern eine kleine für diese Untersuchung relevante
Auswahl der Begriffe dar.
2 Geschichtlicher
Hintergrund
2.1 Juden in Deutschland
Die Spuren jüdischen Lebens in Deutschland gehen weit in das Mittelalter zurück. Manche
Quellen zeugen von jüdischer Präsenz schon in den Zeiten des Römischen Reichs. Im
Mittelalter gab es große jüdische Gemeinden in Städten wie Worms, Mainz, Speyer,
Regensburg und anderen. Juden hatten das Recht auf Ausübung ihrer Religion und deshalb
gab es unzählige Synagogen sowie Jeschiwot1, in denen Juden ihre religiösen Studien
durchführen konnten. Sie lebten meistens in den Judenvierteln2, wo sie ihr religiöses Leben
einfacher führen konnten.
1 Jüdische Schulen.
2 Oft ,,Ghetto" oder ,,Judengasse" genannt.
3
Im Laufe der Zeit erhielten Juden in verschiedenen Orten Deutschlands verschiedene
Privilegien. Meistens konnten sie Kreditgeschäfte oder Handel betreiben. Es gab auch
unzählige handwerkliche Berufe, die Juden ausübten. Gerade Handel wird oft als der
wichtigste Grund dafür gesehen, dass Juden als Mittler agierten und ihre Sprache und Kultur
mit der Sprache und Kultur der lokalen Bevölkerung in Berührung kam. Andererseits
schienen die Handelsprivilegien sowie Geldgeschäfte den Juden eine gewisse Macht zu
verleihen eine Wahrnehmung, die, neben religiösen Gründen, ab dem 11. Jahrhundert
unzählige Pogrome verursachte.
Unter diesen Umständen zogen viele Juden in das östliche Europa, bis in die heutige Ukraine
und die baltischen Länder, wo es damals auch schon jüdische Gemeinden gab. Im 17.
Jahrhundert, nach den Chmelnitski-Pogromen, bei denen Tausende Juden starben, kehrten
viele jüdischen Überlebenden erneut in die westlichen Gebiete zurück und siedelten sich in
der deutschen Städten und Dörfern wieder an. Allerdings war ihr Leben auch in Deutschland
mitunter schwierig.
Die Epoche der Aufklärung war auch für Juden ein wichtiger Zeitpunkt in der Geschichte, ein
entsprechender Begriff entsteht auch in der jüdischen Kultur: Haskala (hebr. ,,Aufklärung").
Das 18. Jahrhundert warf viele neue Fragen auf, wie zum Bespiel die vollkommene
Assimilierung der Juden. In dieser Zeit betrachteten sich viele gelehrte Juden als Deutsche
oder sogar als deutsche Bürger, und sie führten unzählige Diskussionen in den gelehrten
Kreisen über ihre Zukunft.
2.2 Sprachen in den deutschen Gebieten
Es ist allgemein bekannt, dass sich Juden fast immer der Kultur und Sprache der
Wahlheimatländer anpassten. Ebenso beherrschten die Juden in Deutschland die deutsche
Sprache oder den entsprechenden Dialekt, soweit es für sie essentiell war, wie für Händler,
Gelehrte und auch später für Hofjuden3. ,,Die Juden sprachen damals genau so deutsch wie
ihre nichtjüdischen Nachbarn"4.
Seit den Zeiten des Untergangs Jerusalems und der Zerstreuung der Juden in die Diaspora war
ihre Religion das, was sie als besonderes Volk auszeichnete und ihr Weiterbestehen sicherte.
3 Juden unter dem Schutz von Fürsten, die ihre Berufe am Hof ausübten.
4 Rudersdorf, W. (1997):
Jiddische und hebräische Spuren in der deutschen Hochsprache und in unserer
Mundart
, 2. Auflage. Limburg: Kreisheimatstelle, (keine Seitenangaben; Zur Einführung).
4
Ihre sakrale Sprache war immer das Hebräische. Die heiligen Schriften wurden auf Hebräisch
studiert und weitere Schriften entstanden ebenso auf Hebräisch. Ungefähr im 12. Jahrhundert
entwickelt sich eine eigene Sprache, die von Juden gesprochen wird Jiddisch. Sie stammt
aus dem Mittelhochdeutschen und Hebräischen. Während der Verfolgungen in der Zeit der
Kreuzzüge zogen viele Juden in den Osten, ,,nach Polen, Litauen und Böhmen"5.
Darauffolgend wurde die Jiddische, die profane Sprache der Juden aus Deutschland, mit den
slawischen Sprachen vermischt.
Daraus folgt, dass all diese Sprachen einen Einfluss auf das Jiddische hatten und das Jiddische
seinerseits auf das Deutsche. ,,Gerade weil sie meist Händler und Kaufleute waren, gab es
viele Kontakte. So war es selbstverständlich, dass dadurch manche Ausdrücke aus dem
Jiddischen, zum Teil auch aus dem Hebräischen, in die deutsche Umgangssprache [...]
eingedrungen sind"6. Andreas Nachama drückt die Sprachsituation der Juden folgendermaßen
aus: ,,Sie sprachen Judendeutsch und beteten auf hebräisch oder aramäisch"7.
In den Zeiten der Aufklärung und der Haskala, als die meisten Juden sich mit der deutschen
Kultur identifizierten, trat Hebräisch wieder in den Vordergrund. Es wurden unzählige
wissenschaftliche und literarische Werke auf Hebräisch verfasst. Somit wurde das Hebräische
wiederbelebt. Das Jiddische war ,,ebenfalls nicht völlig verdrängt worden, [es] blieb in Resten
des Landjudentums bestehen"8.
2.3 Juden in Russland
Schon im 1. Jahrhundert v. Chr. lebten Juden in den griechischen Kolonien an der nördlichen
Küste des Schwarzen Meers. In den Zeiten des Chasaren-Reiches (7.10. Jh.) vergrößerte sich
die jüdische Bevölkerung, wobei die meiste chasarische Bevölkerung auch zum Judentum
konvertierte. Im 9. Jahrhundert bestand auch in Kiew eine jüdische Gemeinde, die dort im
Laufe der Geschichte fortbestand. In der Epoche der Kiewer Rus, wie manche Quellen
hinweisen, gab es auch in Tschernigow, Wladimir und anderen größeren Städten jüdische
Gemeinden. Im 13. und 14. Jahrhundert, nach der großen Auswanderungswelle aus
5 Ebd.
6 Ebd.
7 Nachama, A. (1996):
Jiddisch im Berliner Jargon oder hebräische Sprachelemente im deutschen Wortschatz
,
4. Aufl. Berlin: Stapp, S. 16.
8 Brenner, M. (2002):
Jüdische Sprache in deutscher Umwelt. Hebräisch und Jiddisch von der Aufklärung bis ins
20. Jahrhundert
. Göttingen: Venderhoek and Ruprecht, S. 8.
5
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: