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Subtitle: Wie drückt sich Benachteiligung gegenüber Frauen in der beruflichen Weiterbildung aus und wie begegnet die Universität Kassel dieser Herausforderung?
Termpaper, 2008, 28 Pages
Author: Sven Moos
Subject: Pedagogy - Job Education, Occupational Training, Further Education
Details
Institution/College: University of Kassel
Tags: Benachteiligung, Weiterbildung, Frauen, Interviews
Year: 2008
Pages: 28
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-45322-1
ISBN (Book): 978-3-640-45333-7
Die Arbeit wurde in einem Forschungsseminar erarbeitet. Durch meine Studienordnung brauchte ich keine Note für diese Hausarbeit, aber die Professorin hat die Arbeit als gut beschrieben.
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Abstract
Die vorliegenden Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Frauen heutzutage in der beruflichen Weiterbildung noch benachteiligt werden. Gerade in der heutigen Zeit, in der der Fortschritt jeden Tag voran schreitet, ist es für jeden Beschäftigten wichtig, ständig den neusten Wissenstand zu kennen, um in seinem Job konkurrenzfähig zu bleiben. Know-how ist bei jedem Arbeitnehmer Voraussetzung dafür, seinen Arbeitsplatz gesichert zu wissen. Neben dem Begriff der Weiterbildung ist längst ein neuer entstanden, nämlich der des Lebenslangen Lernens. Diese Thematik soll in dieser Hausarbeit jedoch nicht aufgegriffen werden. Doch wird wirklich jeder Arbeitnehmer gleichberechtigt, wenn es um das Thema Weiterbildung geht? Dieser Frage soll in dieser Arbeit nachgegangen werden, die speziell die Gruppe der Frauen untersucht. Zu Beginn dieser Arbeit wird der Begriff der Benachteiligung definiert, um anschließend auf Maßnahmen, die der Staat ergreift, um Benachteiligung zu begegnen, einzugehen. Anschließend wird der Begriff der Weiterbildung definiert. In Punkt 4 werden Teilnahmequoten an Weiterbildungsmaßnahmen vorgestellt, während in einem anschließenden Punkt die Gründe für die Nichtteilnahme von Frauen an beruflicher Weiterbildung dargestellt werden. Im Punkt 5 werden anschließend Zahlen und Fakten vorgestellt, die belegen, dass Frauen immer noch seltener an Weiterbildung teilnehmen als Männer. Punkt 6 stellt eine empirische Untersuchung zum Thema an der Universität Kassel vor. In einem ersten Teil werden die Weiterbildungsmaßnahmen, die den Mitarbeitern der Universität Kassel angeboten werden, vorgestellt. Der Hauptteil dieses Kapitels macht jedoch das Experteninterview aus, das mit der Frauenbeauftragten sowie einer Mitarbeiterin der Personalentwicklung geführt wurde.
Excerpt (computer-generated)
Universität Kassel
Fachbereich 07
Institut für Berufsbildung
Seminar: Forschungsseminar lebensbegleitendes Lernen
Im SoSe 2008
Thema der Hausarbeit
,,Benachteiligung in der beruflichen Weiterbildung"
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG 3
2. BENACHTEILIGUNG 4
2.1. Definitionen 4
2.2 Maßnahmen des Staates 5
3. WEITERBILDUNG 5
4. BENACHTEILIGUNG IN DER WEITERBILDUNG 6
4.1 Teilnahmequoten an Weiterbildung 6
4.2 Gründe für die Nicht-Teilnahme an beruflicher Weiterbildung 7
5. NICHTTEILNAHME AN BERUFLICHER WEITERBILDUNG AM
BEISPIEL DER FRAU 9
5.1 Begriffliche Ein- und Ausgrenzungen 9
5.2 Nichtteilnahme der Frau an Weiterbildung 11
5.3 Zahlen und Fakten 12
5.4 Zwischenfazit 19
6. BEFRAGUNG AN DER UNIVERSITÄT KASSEL 19
6.1 Weiterbildungen an der Universität Kassel 19
6.2 Arbeiten mit Experteninterviews / Befragung 20
6.3 Experteninterview zum Thema: ,,Wie begegnet die Universität Kassel
dem Problem Benachteiligung von Frauen in der beruflichen
Weiterbildung?" 21
7. FAZIT 24
8. LITERATURVERZEICHNIS 26
2
1. Einleitung
Die vorliegenden Hausarbeit, die die Forschungsfrage ,,Wie drückt sich Benachteiligung
gegenüber Frauen in der beruflichen Weiterbildung aus und wie begegnet die Universität
Kassel dieser Herausforderung?" trägt, beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Frauen
heutzutage in der beruflichen Weiterbildung noch benachteiligt werden.
Gerade in der heutigen Zeit, in der der Fortschritt jeden Tag voran schreitet, ist es für jeden
Beschäftigten wichtig, ständig den neusten Wissenstand zu kennen, um in seinem Job
konkurrenzfähig zu bleiben. Know-how ist bei jedem Arbeitnehmer Voraussetzung dafür,
seinen Arbeitsplatz gesichert zu wissen. Neben dem Begriff der Weiterbildung ist längst
ein neuer entstanden, nämlich der des Lebenslangen Lernens. Diese Thematik soll in dieser
Hausarbeit jedoch nicht aufgegriffen werden.
Doch wird wirklich jeder Arbeitnehmer gleichberechtigt, wenn es um das Thema
Weiterbildung geht? Dieser Frage soll in dieser Arbeit nachgegangen werden, die speziell
die Gruppe der Frauen untersucht.
Zu Beginn dieser Arbeit wird der Begriff der Benachteiligung definiert, um anschließend
auf Maßnahmen, die der Staat ergreift, um Benachteiligung zu begegnen, einzugehen.
Anschließend wird der Begriff der Weiterbildung definiert. In Punkt 4 werden
Teilnahmequoten an Weiterbildungsmaßnahmen vorgestellt, während in einem
anschließenden Punkt die Gründe für die Nichtteilnahme von Frauen an beruflicher
Weiterbildung dargestellt werden.
Im Punkt 5 werden anschließend Zahlen und Fakten vorgestellt, die belegen, dass Frauen
immer noch seltener an Weiterbildung teilnehmen als Männer.
Punkt 6 stellt eine empirische Untersuchung zum Thema an der Universität Kassel vor. In
einem ersten Teil werden die Weiterbildungsmaßnahmen, die den Mitarbeitern der
Universität Kassel angeboten werden, vorgestellt. Der Hauptteil dieses Kapitels macht
jedoch das Experteninterview aus, das mit der Frauenbeauftragten sowie einer
Mitarbeiterin der Personalentwicklung geführt wurde.
3
2. Benachteiligung
2.1. Definitionen
Benachteiligung wird mit dem Begriff der Diskriminierung synonym verwendet und heißt
das Zufügen von Nachteilen. Das Fremdwörterlexikon bietet folgende Definition:
· ,,durch unterschiedliche Behandlung benachteiligen, zurücksetzen."1
· ,,Ungleichbehandlung, Verwehren der Rechte, die anderen in gleicher Situation
zuerkannt werden. In der Bundesrepublik Deutschland gehört das Recht auf
Gleichbehandlung zu den Grundrechten."2
· ,,Eine Benachteiligung liegt vor, wenn eine Person wegen ihrer Rasse oder
ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, des Alter, des
Geschlechts, einer Behinderung oder der sexuellen Identität schlechter behandelt
wird, als eine andere Person in vergleichbaren Situation."3
· ,,dass die Chancen eines einzelnen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, aufgrund von
Faktoren, die er nicht oder kaum beeinflussen kann, stark vermindert werden."4
1 (1982): Duden Band 5: Fremdwörterbuch, Mannheim: Dudenverlag
2 (http://www.socioweb.de/lexikon/lexgeb/begriffe/benachte.htlm) 26.08.08
3(http://www.gesamtmetall.de/Gesamtmetall/MEOnline.nsf/id/DE_Gleichbehandlung/$FILE/MusterMerkbla
tt.pdf) 26.08.08
4 Nuissl, E./Sutter, H. (1981): Bildungsbenachteiligte Personengruppen in Nordrhein-Westfalen.
Arbeitsgruppe für empirische Bildungsforschung, Heidelberg
4
2.2 Maßnahmen des Staates
Die Bundesregierung erlässt ein Gesetz, das in Art. 3 II des Grundgesetzes, Gleichheit vor
dem Gesetz, verankert ist und in dem die Benachteiligung aufgrund des Geschlechts
verboten ist. ,,(2) 1Männer und Frauen sind gleichberechtigt. 2Der Staat fördert die
tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf
die Beseitigung bestehender Nachteile hin."5 Das Ziel des Staates und dieses Gesetzes ist
es, dass Gleichberechtigung in der Realität herrscht.
Am 18.08.2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz in Kraft getreten.
,,Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) hat das Ziel, ungerechtfertigte
Benachteiligungen aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der
Religion oder der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen
Identität zu verhindern oder zu beseitigen."
Das Gesetzt bezieht sich auf die Bedingungen für den Zugang zu Erwerbstätigkeit sowie
für den beruflichen Aufstieg, berufliche Weiterbildung sowie Umschulungen.6
3. Weiterbildung
Das Berichtssystem Weiterbildung subsumiert unter dem Begriff Weiterbildung sowohl
die berufliche als auch die allgemeine Weiterbildung. (Lehrgänge, Kurse, Vorträge usw.)
Als Weiterbildung werden alle Aktivitäten verstanden, die der Vertiefung, Erweiterung
und Erneuerung bestandener Kenntnisse und Fähigkeiten dienen und Qualifikationen
verbessern oder neu ausrichten. Die Teilnehmer einer Weiterbildung haben dabei die erste
Bildungsphase schon abgeschlossen und waren bereits erwerbstätig.7
Der Begriff der Weiterbildung ist so weit gefasst, dass auch Rhetorikkurse, Kochkurse und
Sprachkurse darunter fallen. Wir wollen uns an dieser stelle jedoch auf die berufliche
Weiterbildung beschränken.
5 Basistexte Öffentliches Recht, (20066) Grundgesetz, Beck-Texte im Deutschen Taschenbuch Verlag
6 http://www.fortbildung-bw.de/wb/07_personalentwickler/02_pe_pm/extra_sites/AGG/AGG_PE.php
7 http://www.step-on.de/277/409/index.htlm 26.08.08
5
Die berufliche Weiterbildung wird als Form der Erwachsenbildung gesehen und richtet
sich an Personen, die ihr Wissen aktualisieren, vertiefen oder ergänzen wollen.
Dabei wird zwischen Umschulung, Aufstiegsfortbildung und Anpassungsfortbildung
unterschieden. Wir sprechen von Umschulung wenn bereits Erwerbstätige sich zu einem
anderen Beruf orientieren oder ihren bestehenden Beruf z.B. aus gesundheitlichen Gründen
nicht mehr ausüben können. Die Umschulung wird meistens mit einem
Ausbildungsabschluss beendet. Die Aufstiegsfortbildung richtet sich an Diejenigen die
beruflich weiter kommen wollen und durch Erweitung ihrer Qualifikation z.B. eine
Position höher kommen. Bei der Anpassungsfortbildung wird das bestehende Wissen
erhalten oder angepasst um neuen Entwicklungen z.B. von Software gerecht zu werden.8
4. Benachteiligung in der Weiterbildung
4.1 Teilnahmequoten an Weiterbildung
Betrachtet man die Teilnahmequote an Weiterbildung insgesamt in Tabelle 1, so ist zu
sagen, dass sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Teilnahme von 1979 bis 1997
gestiegen ist. (Männer 49%, Frauen 47%)
Aber auch hier legen wir unseren Schwerpunkt auf die berufliche Weiterbildung. Die
Teilnahmequote an beruflicher Weiterbildung ist auch hier von 1979 bis 1997 sowohl bei
den Männern als auch bei den Frauen gestiegen, jedoch sieht man, dass Frauen deutlich
weniger an beruflicher Weiterbildung teilnehmen als Männer. ( Männer 35%, Frauen 26%)
Vergleicht man erwerbstätige Männer und Frauen oder nicht erwerbstätige Männer und
Frauen so ist die Teilnahmequote nahezu identisch.
Tabelle 1: Weiterbildungsteilnahme von Frauen und Männern nach Erwerbstätigkeit 1979
und 1997
8 http://www.step-on.de/277/411/index.htlm 26.08.08
6
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