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Hausarbeit, 2002, 22 Seiten
Autor: Diplom-Betriebswirt Andre Hiller
Fach: Statistik
Details
Tags: Volkswirtschaftliche, Gesamtrechnung
Jahr: 2002
Seiten: 22
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-20753-9
ISBN (Buch): 978-3-638-64415-0
Dateigröße: 255 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Das Thema dieser Hausarbeit ist die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Zu Beginn werden die Fundamente der VGR anhand der Zielsetzung, den Kreislauftheoretischen Grundlagen und Erläuterungen zum Bruttosozialprodukt und Bruttoinlandsprodukt erläutert. Danach werden die möglicherweise auftretenden Probleme im Vorfeld und bei den Berechnungen zur VGR geklärt. Das dritte Kapitel hat die unterschiedlichen Berechnungsmethoden der VGR zum Thema. Es beschäftigt sich mit der Entstehungs-, Verteilungs- und Verwendungsrechnung. Am Ende dieses Kapitels wird dann noch auf Revisionen zur VGR eingegangen. Abschließend werden noch mögliche Anwendungen der Ergebnisse der VGR aufgezeigt.
Textauszug (computergeneriert)
Hausarbeit
Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
Andrè Hiller
Studiengang: BWL
Studienfach: Wirtschaftsstatistik
Datum: 30.03.2002
Gliederung:
Abbildungsverzeichnis 3
Abkürzungsverzeichnis 4
0. Zielstellung 5
1. Grundlagen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung 6
1.1 Zielsetzung der VGR 6
1.2 Kreislauftheoretische Grundlagen 7
1.3 Abgrenzungen und Zusammensetzung des Bruttoinlandsprodukts und des Bruttosozialprodukts 9
2. Probleme bei der VGR 10
2.1 Abgrenzungsprobleme 11
2.2 Bewertungsprobleme 12
2.3 Erfassungsprobleme 12
3. Berechnungsmethoden der VGR 13
3.1 Entstehungsrechnung 14
3.2 Verteilungsrechnung 16
3.3 Verwendungsrechnung 17
3.4 Revisionen 19
4. Anwendungen der Ergebnisse der VGR 20
Quellenverzeichnis 22
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abb. 1: Wirtschaftskreislauf 7
Abb. 2: Diagramm zur Entstehungsrechnung 15
Abb. 3: Diagramm zur Verteilungsrechnung 16
Abb. 4: Diagramm zur Verwendungsrechnung 18
Abb. 5: Wachstumsrate des BSP in Deutschland in % 20
Abb. 6: Wirtschaftsleistung in Deutschland 2000 21
Tabelle 1: Entstehungsrechnung 14
Tabelle 2: Verteilungsrechnung 16
Tabelle 3: Verwendungsrechnung 18
Abkürzungsverzeichnis
BIP Bruttoinlandsprodukt
BSP Bruttosozialprodukt
EU Europäische Union
MPS Material Production System
SNA System of National Accounts
VGR Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
0. Zielstellung
Das Thema dieser Hausarbeit ist die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung. Zu Beginn werden die Fundamente der VGR anhand der Zielsetzung, den Kreislauftheoretischen Grundlagen und Erläuterungen zum Bruttosozialprodukt und Bruttoinlandsprodukt erläutert. Danach werden die möglicherweise auftretenden Probleme im Vorfeld und bei den Berechnungen zur VGR geklärt.
Das dritte Kapitel hat die unterschiedlichen Berechnungsmethoden der VGR zum Thema. Es beschäftigt sich mit der Entstehungs-, Verteilungs- und Verwendungsrechnung. Am Ende dieses Kapitels wird dann noch auf Revisionen zur VGR eingegangen. Abschließend werden noch mögliche Anwendungen der Ergebnisse der VGR aufgezeigt.
1. Grundlagen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung
1.1 Zielsetzung der VGR
Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen (VGR) sind die Zusammenfassung mehrerer Strom- und Bestandsrechnungen, die das wirtschaftliche Geschehen in einer abgelaufenen Periode darstellen. Die VGR bestehen aus der Inlandsproduktsberechnung, der Input-Output-Rechnung, der Finanzierungs-, der Arbeitsvolumen- und der Vermögensrechnung. Weitere Sachverhalte werden teilweise in so genannten Satellitensystemen (z.B. Haushaltsproduktion, Umwelt) abgebildet. In etwa fünf- bis zehnjährigen Abständen finden große Revisionen der Ergebnisse statt.
Die Inlandsproduktsberechnung ist eine zahlenmäßige Darstellung des wirtschaftlichen Geschehens in einem abgelaufenen Zeitraum. Die ermittelten Größen - allen voran das Bruttoinlandsprodukt - sind wichtige Daten für die Beurteilung und Gestaltung der Wirtschaftspolitik. Im Jahr 2001 lag das Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen bei 2 063,00 Mrd. EUR, preisbereinigt hat es um 0,6 % gegenüber 2000 zugenommen. Das Bruttonationaleinkommen (früher Bruttosozialprodukt) belief sich 2001 in jeweiligen Preisen auf 2 054,57 Mrd. EUR. Seit 1988 wird das Bruttosozialprodukt als Bemessungsgrundlage für die EU-Eigenmittel herangezogen. Berechnet und veröffentlicht werden die Angaben für die Entstehung, Verwendung und Verteilung des Bruttoinlandsprodukts. Für die Ermittlung der Ergebnisse werden alle geeigneten laufenden wirtschaftsstatistischen Erhebungen verwendet. In der Input-Output-Rechnung werden ebenso wie in der Inlandsproduktsberechnung die Produktion von Waren und Dienstleistungen und ihre Verwendung sowie die im Produktionsprozess entstandenen Einkommen dargestellt. Während die Inlandsproduktsberechnung vor allem auf die Darstellung von Marktvorgängen ausgerichtet ist, zielt die Input-Output- Rechnung auf einen detaillierten Nachweis der güter- und produktionsmäßigen Verflechtungen zwischen den Bereichen der Volkswirtschaft und mit der übrigen Welt ab. Die Darstellungseinheiten in den Input-Output-Tabellen werden nach produktionsrelevanten Merkmalen abgegrenzt. Einen Übergang von den Ergebnissen der Inlandsproduktsberechnung zu Ergebnissen der Input-Output- Rechnung und umgekehrt ermöglichen die Aufkommens- und Verwendungstabelle. Wichtige Verwendungszwecke der Input-Output-Rechnung sind die Erforschung des Strukturwandels sowie Modellrechnungen im Rahmen der Input-Output-Analyse.1
1.2 Kreislauftheoretische Grundlagen
Für jede Wirtschaft, sei sie markt- oder zentralverwaltungswirtschaftlich organisiert, ist der Wirtschaftskreislauf ein geeignetes Modell des wirtschaftlichen Gesamtprozesses (Abb. 1). Für die Tauschvorgänge, die diesen Prozess ausmachen, ist jeweils charakteristisch:
1. zwischen welchen Personen (Institutionen) sie stattfinden
2. welche Art von Leistungen getauscht werden, d.h. welche wirtschaftliche Funktionen damit erfüllt werden und
3. welche Menge bzw. welcher Wert von Leistungen getauscht wird.
[....]
1 http://www.destatis.de/presse/
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