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Termpaper, 2002, 38 Pages
Author: Andrea May
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Taylorismus, Führungskonzept
Year: 2002
Pages: 38
Grade: 1,9
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-21334-9
File size: 288 KB
Beruht vor allem auf Online-Quellen.
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Excerpt (computer-generated)
Vom Taylorismus zum humanistischen Führungskonzept
Wintersemester 2001/2002
Fach: Managementseminar
Studiengang: Betriebswirtschaftslehre
Andrea Koch
06.11.01
Inhaltsverzeichnis
1. Das amerikanische Industriewesen Ende des 19. Jahrhunderts
2. Taylor und die Betrachtung des Menschen
2.1. Exkurs Menschenbilder
2.2. Europa und das Taylor-System
3. Funktionsweise des Taylorismus
3.1. Zeit- und Bewegungsstudien
3.2. Ergänzungen der Studien
3.3. Trennung von Planung und Ausführung
4. Effektivitätsprobleme des Taylorsystems
5. Verbesserungen Henry Ford´s in Anlehnung an Taylor
6. Die Human-Relations-Bewegung
6.1. Exkurs Hawthorne-Experimente
6.2. Das Konzept der "Humanisierung der Arbeitswelt"
6.3. Motivationskonzepte
6.3.1. Die Motivationstheorien Maslows
6.3.2. Die X-Y Theorie von McGregor
6.3.3. Die Zwei-Faktoren-Theorie Herzberg´s
6.3.3.1. Hygienefaktoren
6.3.3.2. Motivatoren
6.3.3.3. Aufgabenerweiterung und Kritik
7. Neue Formen der Arbeitsorganisation
7.1. Job enlargement
7.2. Job enrichment
7.3. Job rotation
7.4. Teilautonome Arbeitsgruppen
8. Volvo
Literaturverzeichnis
1. Das amerikanische Industriewesen Ende des 19. Jahrhunderts
Die traditionelle Agrarwirtschaft der USA erlebte im Laufe des 19. Jahrhunderts eine starke Expansion des industriellen Gewerbes. Die Expansion ist in der Wertschöpfungssteigerung gut sichtbar. Die US amerikanische Agrarwirtschaft erwirtschaftete am Ende des 19. Jahrhunderts eine Wertschöpfungssteigerung um den Faktor 5. Der Industriesektor dagegen erlebte eine Steigerung um den Faktor 21. Gemessen an der industriellen Weltproduktion um 1900 hatte die USA einen Anteil von circa 30%. (North u.a. 1983, S.27/36[http://www. people.freenet.de/matkuch1/tayt2.htm]) Im Rahmen dieser Expansionsbewegung musste es unweigerlich zu grundlegenden technischen Neuerungen kommen. Vor allen Dingen im metallverarbeitenden Gewerbe.
Im 19. Jahrhunderts gab es eine wahre "Revolution der Maschinen". Erfindungen wie das Fließband, dass schon 1870 in den Schlachthäusern von Chicago eingesetzt wurde, ermöglichten den Betrieben einen Schritt in Richtung Massenfertigung zu gehen. Bemerkenswert ist, dass das Fließband schon vor der Erfindung der Glühbirne (1879) eingesetzt wurde. Im selben Jahr entwickelte Werner von Siemens die erste Elektrolok. Schon drei Jahre später erfand der Amerikaner Thomas A. Edison in New York das erste Kraftwerk. (http://www.gzg.fn.bw.schule.de/schulen/emigrate/dokument/german19/erfindun.htm) Durch all diese Maschinen wurde es möglich den riesigen amerikanischen Binnenmarkt mit billigen Massenartikeln zu überschwemmen
Im Gegensatz zur technischen Revolution, blieb die menschliche Arbeitskraft in den Betrieben, aber vor allen Dingen die Betriebsgesamtheit, auf der Strecke. Der technische Fortschritt bei den Maschinen hatte die Produktionszahlen so dramatisch erhöht, dass das Fehlen einer effizienten Arbeitsorganisation schmerzlich hervortrat. Die Organisation der menschlichen Arbeit wurde zum Engpaß der Produktionssteigerung. Es musste also eine neue Arbeitsorganisation geschaffen werden. Die Organisation ist das letzte der drei Standbeine (Beruf, Arbeitsmarkt und Organisation) der Arbeitswelt, der noch entwickelt werden muß.
Es entwickelten sich zwei Grundformen der Organisation: das Vertragsunternehmersystem und das Werkmeistersystem In beiden Systemen stellte der Unternehmer einen erfahrenen Arbeiter als Vorarbeiter bzw. Meister ab, der dann in seiner eigenen kleinen Abteilung die Arbeitsausführung übernahm.. Der Unternehmer gab also die Kontrolle über die Arbeiter und die Produktion aus der Hand. (Bendix 1956, S.82ff/286[http:// people.freenet.de/matkuch1/tayt2.htm])
Im Vertragsunternehmersystem war der Vorarbeiter ein "selbständiger Unternehmer". Er handelte den Preis und die Menge des herzustellenden Produktes mit dem Unternehmer aus und verfügte dann frei über die Betriebsmittel und das Personal in seiner Abteilung. Wirtschaftete dieser Vorarbeiter so gut, dass er Kosten sparen konnte, steckte er die Differenz zwischen Kosten und ausgehandeltem Preis in seine eigene Tasche. Unter anderem durfte der Vorarbeiter seine Hilfskräfte nach eigenem Ermessen einstellen oder entlassen.
Der Werkmeister erhält einen festgelegten Lohn, also keinen aushandelbaren Gewinn. Ansonsten ist er in der Handhabung der Maschinen, der Materialien und der Arbeitskräfte fast genauso unabhängig, wie der Vertragsunternehmer.
Beide Systeme stießen aber an ihre Grenzen, sobald der Produktionsausstoß in hohem Maße gesteigert wurde, da sie auf den kleinen Handwerksbetrieb ausgerichtet waren. In größeren Betrieben wurden die kleinen Produktionseinheiten aus dem Handwerksbetrieb lediglich aneinander gereiht. Dadurch war keine Organisation mehr möglich und der Gesamtbetrieb war unkontrollierbar. (Vgl.Bendix1956,S.84 [http:// people.freenet.de/matkuch1/tayt2.htm])
Die Unternehmer in der damaligen Zeit waren zumeist erfahrene Kaufleute, hatten aber auf dem handwerklichen Sektor keine Erfahrung. Sie waren also auf die traditionellen Fertigkeiten ihrer Arbeiter angewiesen. Das änderte sich aber mit der Modernisierung der Wirtschaft und dem steigenden Interesse der Unternehmer an der Technologie. Die Unternehmer gewannen die Kontrolle über ihren Betrieb wieder, indem die Vorarbeiter bzw. Meister zu Werksmeistern in fester Anstellung und die Arbeiter zu Beschäftigten mit entsprechendem Lohn wurden. Die Betriebe wurden neu strukturiert. Es entwickelten sich formale Organisationen mit Lohn- und Positionshierarchien. Die Unternehmer versprachen sich dadurch bessere Betriebsergebnisse und eine produktivere Arbeitsleistung.
Bei der Rationalisierung der Produktionsorganisation standen allerdings nicht nur die Gewinninteressen der Unternehmer im Vordergrund, sondern auch ein technisches Rationalisierungsinteresse. Dieses Interesse deckte sich mit der Philosophie von Frederick Winslow Taylor.
2. Taylor und die Betrachtung des Menschen
Frederick W. Taylor (20.03.1865 - 21.03.1915) stammte aus einer wohlhabenden Familie. Er verdiente sich sein Geld als Arbeiter in den Midvale Stahlwerken, wo er bald zum Meister aufstieg.
[...]
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