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Diplomarbeit, 2001, 107 Seiten
Autor: Stefanie Mohr
Fach: Dolmetschen / Übersetzen
Details
Tags: Internet, Eine, Untersuchung, Mediums, Internet, Nutzungsmöglichkeiten, Sprachenpaares, Englisch-Deutsch, Fachtextes)
Jahr: 2001
Seiten: 107
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 44 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-11059-4
Dateigröße: 705 KB
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Eine Untersuchung des Mediums Internet hinsichtlich
seiner Nutzungsmöglichkeiten für den Übersetzer des
Sprachenpaares Englisch-Deutsch (anhand eines
juristischen Fachtextes)
Diplomarbeit zur Erlangung des Grades einer DiplomÜbersetzerin
vorgelegt von:
Stefanie Mohr
Saarbrücken, im August 2001
Inhaltsverzeichnis
Vorwort/ Gegenstand dieser Arbeit ... 6
1. Eine Einführung in die geschichtlichen und technischen Hintergründe ... 7
1.1. Kurzer Überblick über die Geschichte des Internet ... 7
1.2. Technische Voraussetzungen ... 10
1.2.1. Voraussetzungen für die Arbeit mit dem Internet ... 11
1.2.1.1. Der Computer ... 11
1.2.1.2. Das Modem/die ISDN-Karte ... 12
1.2.2. Der praktische Nutzen für den Übersetzer ... 13
2. Die verschiedenen Internet- Dienste ... 14
2.1. Das World Wide Web, WWW ... 14
2.1.1. Was das WWW zu bieten hat ... 15
2.2. Electronic Mail, E- Mail ... 16
2.2.1. Zweck und Nutzbarkeit für den Übersetzer ... 18
2.2.2. Mailinglisten ... 18
2.2.2.1. Die Suche nach bestimmten Mailinglisten ... 19
2.2.2.2. Interessante Mailinglisten für Übersetzer ... 20
2.2.2.3. Der Nutzen für den Übersetzer ... 23
2.3. FTP, File Transfer Protocol ... 24
2.3.1. Wie FTP arbeitet ... 24
2.3.2. Bedeutung und Nutzen für den Übersetzer ... 25
2.4. Usenet /Newsgroups ... 26
2.4.1. Kurze Geschichte des Usenet ... 26
2.4.2. Wie das Usenet funktioniert ... 27
2.4.2.1. Rubriken für Newsgroups ... 28
2.4.3. Interessante Newsgroups für Übersetzer ... 28
2.4.3.1. sci.lang.translation/sci.lang.marketplace ... 29
2.4.4. Der direkte Nutzen für den Übersetzer ... 30
2.5. Telnet ... 31
3. Wie der Übersetzer das WWW auf der Suche nach Informationen für sich nutzen kann ... 32
3.1. Wie findet man seinen Weg durch das WWW? ... 32
3.1.1. Der Benutzer ... 32
3.1.2. Auf der Suche nach Informationen ... 33
3.1.2.1. Kataloge ... 34
3.1.2.2. Indizes ... 34
3.1.2.3. Metasuchmaschinen ... 35
3.1.2.4. Boolesche Suchoperatoren ... 35
3.1.2.4.1. Beispiele für die Verwendung Boolescher Suchoperatoren ... 36
3.1.2.5. Welche Suchhilfe soll man wofür wählen? ... 37
3.1.2.6. Weitere Hinweise zur optimalen Recherche ... 38
3.1.2.7. Woher beziehen die Suchhilfen ihre Informationen? ... 40
3.1.2.8. Die Suchfibel - Kurze Vorstellung einer Website ... 42
3.2. Terminologierecherche im Internet ... 44
3.2.1. Möglichkeiten und Grenzen der Terminologierecherche im Internet ... 44
3.2.2. Term Mining - Auf der Suche nach Terminologie im WWW ... 46
3.2.2.1. Beispiel anhand des Begriffs ,,directive" ... 47
3.2.2.1.1. Travlang ... 48
3.2.2.1.2. The New English-German Dictionary ... 48
3.2.2.1.3. LEO ... 49
3.2.2.1.4. Abschließende Bemerkung ... 50
3.3. Hintergrundwissen und Paralleltexte ... 52
3.3.1. Lexika und Wörterbücher im WWW ... 52
3.3.2. Zeitungen und Zeitschriften im WWW ... 54
3.3.3. Datenbanken im WWW ... 56
4. Vorstellung der Startseite der FR 4.6 ... 57
4.1. Der inhaltliche Aufbau der Seite ... 58
4.1.1. Studienbezogene Informationen über die FR 4.6 ... 58
4.1.2. Relevante Informationen für Übersetzer ... 59
5. Praktische Arbeit an einem Gesetzestext ... 63
5.1. Kontext des Fachtextes ... 63
5.2. Vorgehensweise bei der Arbeit mit dem WWW ... 65
5.2.1. Referenzmaterial ... 65
5.2.2. Vorstellung des Textes ... 66
5.3. Die verschiedenen Probleme bei der Übersetzung ... 69
5.3.1. Vorschläge für die Übersetzung der gesuchten Begriffe und Formulierungen ... 73
5.3.2. Die Übersetzung ... 76
5.4. Abschließende Bemerkung ... 79
6. Weitere Nutzungsmöglichkeiten und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen ... 81
6.1. Die eigene Homepage ... 81
6.1.1. Die Erstellung der eigenen Homepage ... 82
6.1.2. Wie mache ich meine Seiten öffentlich zugänglich? ... 83
6.2. Stellensuche im WWW ... 84
6.2.1. Festanstellungen ... 84
6.2.2. Praktika ... 86
6.2.3. Aussichten für die Zukunft ... 87
6.3. ASP, Application Service Provider ... 88
6.3.1. Die Frage der Sicherheit der Daten bei der Verwendung von ASP-Programmen ... 89
6.3.2. Welche Rolle kann ASP für den Übersetzer spielen? ... 90
6.4. Askme.com ... 92
6.4.1. Wie askme.com funktioniert ... 93
6.4.2. Möglicher Nutzen für Übersetzer und Dolmetscher ... 94
7. Schlußwort und Ausblick auf künftige Entwicklungen ... 95
Glossar mit Erklärungen der fremden Begriffe ... 97
Literaturliste ... 102
Vorwort/Gegenstand dieser Arbeit
Diese Arbeit untersucht speziell für das Berufsbild des Übersetzers die Nutzungsmöglichkeiten, die durch das relativ neue Medium Internet zugänglich gemacht werden und die für den Übersetzer/die Übersetzerin (im folgenden nur noch als ,,der Übersetzer" bezeichnet) bei der täglichen Arbeit eine große Hilfe darstellen können.
Zunächst wird in Kapitel 1 kurz die Geschichte des Internet vorgestellt, danach die technischen Voraussetzungen für die Arbeit mit dem Internet, welche für eine befriedigende und erfolgreiche Arbeit erfüllt werden müssen.
Im Anschluß daran im zweiten Kapitel erfolgt eine Beschreibung der verschiedenen Internetdienste, die für die Arbeit des Übersetzers von Bedeutung sein können.
Das dritte Kapitel stellt detaillierte Ansätze zu konkreten Nutzungsmöglichkeiten des Internet vor allem im Hinblick auf die Suche nach Terminologie, Paralleltexten und Hintergrundwissen für Übersetzer vor.
Das vierte Kapitel dient der Vorstellung der Internetseite der Fachrichtung 4.6, welche als ,,Einstiegsseite" für Übersetzer und Dolmetscher bezeichnet werden kann und viele nützliche Informationen liefert.
Kapitel 5 beinhaltet ein praktisches Beispiel dafür, wie und mit welchen Mitteln das Internet bei der Erstellung einer Übersetzung - hier die Übersetzung einer EU-Richtlinie (Englisch-Deutsch) - genutzt werden kann.
Das sechste und letzte Kapitel bezieht sich auf weitere Nutzungsmöglichkeiten des Internet und seiner Dienste wie beispielsweise die Stellensuche und der eigene Auftritt im WWW und bietet einen kurzen Ausblick auf weitere Entwicklungen.
1. Eine Einführung in die geschichtlichen und technischen Hintergründe des Internet Definition:
- Internet: ein weltweit verbreitetes dezentrales Telekommunikationsnetz für die Übertragung digitalisierter Informationen (Duden, 1999: S. 547)
Das Internet dringt in immer stärkerem Maße in den gewerblichen und privaten Bereich vor. So gut wie keine Berufssparte kann es sich noch leisten, dieses ,,Netz der Netze" (sybex 2000: S. 17) zu ignorieren. Gerade für das Berufsbild des Übersetzers bietet dieses Medium eine Vielzahl von Möglichkeiten, welche in der vorliegenden Arbeit mit besonderem Bezug auf das Sprachenpaar Englisch-Deutsch hinsichtlich der Arbeit mit juristischen Fachtexten näher untersucht und praktisch angewandt werden sollen.
1.1. Kurzer Überblick über die Geschichte des Internet
Seine Ursprünge hat das Internet in den Sechziger Jahren. Zu dieser Zeit wurde im Pentagon in Washington die Schaffung eines im militärischen Sinne unzerstörbaren Kommunikationsnetzwerkes beschlossen, um auch im Kriegsfall eine reibungslose Kommunikation zu ermöglichen und damit die Handlungsfähigkeit zu erhalten.
Die Voraussetzung dafür war, daß das neue Medium über eine dezentrale Netzstruktur verfügen mußte, um auch bei Ausfall eines Knotens noch funktionieren zu können. Eine auf einem zentralen Netzverbindungsknoten basierende Netzstruktur könnte immer durch die Zerstörung dieses einzelnen Knotens zerstört werden.
Im Jahre 1969 wurde das ARPA-Net gegründet (Advanced Research Projects Agency Net), welches zunächst mehrere US-amerikanische Universitäten miteinander verband. Die Vorteile, die dieses Netz bot, sorgten dafür, daß sich in den Siebziger Jahren immer mehr Universitäten und auch außeruniversitäre Forschungseinrichtungen anschlossen - die Geburtsstunde des heutigen Internet.
Seit Anfang der Achtziger Jahre wuchs das Netz stark an. Damals waren die Nutzungsschwerpunkte E-Mail (nur Text) und Dateiübertragung per FTP (file transfer protocol, siehe Kapitel 2). Mit der Zeit entwickelte sich dann das sogenannte Usenet mit den Newsgroups, über die sich fortan Menschen in aller Welt zu den verschiedensten Themen austauschen konnten.
1989 wurde am Kernforschungszentrum CERN in Genf/Schweiz unter Leitung von Tim Berners-Lee das http-Protokoll entwickelt, welches den Austausch von Dokumenten aus unterschiedlichen Komponenten (z. B. Textund Grafikobjekte) über verschiedene Systeme vereinfachte. Das Ziel dieses Projekts war die Schaffung einer weltweiten Kommunikationsbasis für Physiker. Die im Rahmen dieses Projektes entstandenen Protokolle bilden die Basis des heutigen WWW.
Definitionen:
- ,,hypertext transfer protocol": bezeichnet das Übertragungsprotokoll des WWW (PC-Lexikon: S.132)
- Hypertext: Dokument, in dem weitere Verknüpfungen enthalten sind. Klickt man eine dieser Verknüpfungen (Links) an, wird je nach Programmierung eine neue Seite geöffnet, ein Programm geladen, ein Bild angezeigt oder ein anderer Computer angewählt. (Bibliothek der Universität Bielefeld, http://www.ub.uni-bielefeld.de, 10.04.2001)
Dieses Projekt am CERN gilt als Geburtsstunde des World Wide Web. Zunächst gab es zum Empfangen und Lesen von Hypertext-Dokumenten über das Internet nur reine Textbrowser (Programm, das Informationen aus dem Internet abruft und auf dem eigenen Rechner darstellt, vgl. Serges 2001, S. 4), die keine Grafiken unterstützten. Doch im Jahr 1994 brachte die Firma Netscape ihren Browser Navigator heraus, der die Erkundung des Netzes viel attraktiver machte, da nun auch die Darstellung von Grafiken möglich war. Später entwickelte das Software-Unternehmen Microsoft den Internet Explorer, der heute den Markt dominiert (s. Kap. 2).
Seit Mitte der Neunziger Jahre haben sich die Möglichkeiten, die die mit immer mehr Funktionsumfang ausgestatteten Browser dem Benutzer bieten, vervielfältigt und ermöglichen somit auch unerfahrenen Benutzern die Arbeit mit dem WWW. All dies führte zu einer ungeheuren Verbreitung und einem weltweiten Anstieg der Benutzerzahl.
Heute ist das Internet nicht mehr aus dem Alltag vieler Berufsfelder wegzudenken. Mehr als 400 Millionen Menschen in aller Welt (vgl. http://www.c-i-a.com/200103iu.htm: 9.4. 2001) nutzen das Netz privat oder auch beruflich. Auf Deutschland entfallen dabei laut einer aktuellen Forsa- Umfrage von April 2001 (vgl. http://www.heise.de/newsticker: 26.4.2001) 34,9 Millionen der Bundesbürger insgesamt, wobei allein im 1. Quartal 2001 3,4 Millionen neue Nutzer dazu kamen. Während 41 Prozent der Selbstständigen das Internet für ihre Arbeit nutzten, sind es gemäß der Umfrage bei den Arbeitern nur zwölf Prozent. Nur jeder Siebte (15 Prozent) hat den Umgang mit dem Internet in der Schule oder an der Universität kennengelernt. Und der Umfrage zufolge haben drei Viertel aller Deutschen noch überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit dem Internet.
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