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Termpaper, 2003, 33 Pages
Author: Dipl.-Pflegewirt (FH) Markus Mitzenheim
Subject: Nursing Science
Details
Tags: Gesundheitssituation, Menschen, Ergebnisse, Epidemiologie, Gesundheitsberichterstattung
Year: 2003
Pages: 33
Grade: 2+
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-23117-6
ISBN (Book): 978-3-638-64594-2
File size: 254 KB
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Abstract
Die Gesundheit älterer Menschen hat, abhängig von der Betrachtungsperspektive, insgesamt einen sehr hohen Stellenwert. Es ist erkennbar, dass die älteren Menschen selbst, den Stellenwert ihrer eigenen Gesundheit zwar hoch einstufen, dennoch gewisse Abstriche in der Gesundheit als dem Alter entsprechend normal ansehen. Das heißt, dass die meisten älteren Menschen zwar Einschränkungen in der Gesundheit haben, diese aber nicht überbewerten, sie als gegeben hinnehmen und insgesamt - bei einem geringen Grad der Einschränkung - zufrieden mit ihrem Gesundheitszustand sind. Aus gesellschaftlicher Sicht hat die Gesundheit älterer Menschen ebenfalls einen sehr hohen Stellenwert, insbesondere in finanzieller Hinsicht. Gerade bei älteren Menschen ist die Wiederherstellung von Gesundheit meist sehr teuer, da sich Heilungsverläufe insgesamt komplizierter und zeitintensiver als bei jüngeren Menschen darstellen. Aus diesem Grund ist es ratsam, eher präventive Maßnahmen zu ergreifen, die die Gesundheit älterer Menschen zu schützen versuchen. Im weiteren Verlauf soll die Gesundheitssituation älterer Menschen detailliert betrachtet werden. Insbesondere wird auf die Mortalität, die Morbidität und zur Gesundheit im engeren Sinne (Gesundheitsbewusstsein, Gesundheitsverhalten) eingegangen werden. Weiterhin wird versucht, einen Zusammenhang zwischen sozial benachteiligten älteren Menschen und deren Gesundheitssituation sowie die Wechselwirkung zwischen Armut und Gesundheit herzustellen.
Excerpt (computer-generated)
Zur Gesundheitssituation älterer Menschen.
Ergebnisse der Epidemiologie und der Gesundheitsberichterstattung
Markus Mitzenheim
Inhaltsverzeichnis
1. Definitionen, Begriffsbestimmung und Allgemeines
1.1. Definition: "Epidemiologie"
1.2. Ziele und Inhalte epidemiologischer Forschung
1.3. Methoden der Epidemiologie / Epidemiologische Studientypen
1.4. Verhältnis von Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
1.4.1. Definition und Zielsetzungen der Gesundheitsberichterstattung
1.4.2. Verhältnis von Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung im Detail
1.5. Stellenwert der Gesundheit älterer Menschen
2. Die Gesundheitssituation älterer Menschen in bezug auf Morbidität, Mortalität, Gesundheitsverhalten und der Zusammenhang zwischen sozialen Status und Gesundheit.
2.1. Allgemeine Situation älterer Menschen in Deutschland und damit verbundene Probleme
2.2. Besonderheiten von Gesundheits - und Krankheitsproblemen im Alter
2.3. Entwicklung der Mortalität und Morbidität bei älteren Menschen
2.3.1. Begriffserklärung
2.3.2. Krankheit und Multimorbidität im Alter
2.3.3. Epidemiologische Aspekte der Morbidität im Alter
2.3.4. Morbidität in Nordrhein
2.3.5. Die Bedeutung des demographischen Wandels und der Morbiditätsentwicklung für das Gesundheitssystem
2.3.6. Veränderungen im Altersprozeß
2.3.7. Geschlechtsspezifische Unterschiede der Lebenserwartung / Mortalität im Alter
2.3.8. Entwicklung der Mortalität in den letzten 100 Jahren
2.3.9. Entwicklung der steigenden Lebenserwartung
2.4. Gesundheitsbewusstsein / Gesundheitsverhalten älterer Menschen
2.4.1. Definition "Gesundheitsverhalten" / Begriffserläuterung
2.4.2. Auswirkungen des Gesundheitsverhaltens auf die Gesundheit älterer Menschen
2.4.3. Regeln für gesundes Älterwerden / Wissenschaftliche Grundlagen
2.5. Zusammenhang zwischen Armut und Gesundheit / Gesundheitssituation sozial Benachteiligter
2.5.1. Definitionen / Begriffe / Allgemeines
3. Zusammenfassung, Schlußfolgerungen und Ausblicke
1. Definitionen, Begriffsbestimmungen und Allgemeines
1.1. Definition: "Epidemiologie"
"Nach einer weit verbreiteten Definition ist die Epidemiologie die quantitative Erforschung der Verteilung und der Determinanten (Risikofaktoren) von Krankheiten (oder allgemeiner gefaßt von Gesundheitszuständen) in Bevölkerungen und die Anwendung der Erkenntnisse auf die Kontrolle (Prävention und Behandlung) von Krankheiten" (SCHWARTZ, F.W. u.a., 1998, S.285/286).
1.2. Ziele und Inhalte epidemiologischer Forschung
Von der o.g. Definition lassen sich folgende Ziele und Inhalte für die epidemiologische Forschung formulieren:
· Identifikation von Risikofaktoren und Ursachen von Krankheiten (Krankheitsätiologie) bzw. Identifikation von gesundheitsförderlichen (salutogenen) Faktoren,
· Erklärung von geographischen und regionalen Unterschieden und von zeitlichen Veränderungen in der Häufigkeit bestimmter Erkrankungen,
· Beschreibung des natürlichen Verlaufs (Spontanverlaufs) von Erkrankungen,
· Beurteilung der Wirksamkeit und der Effizienz von medikamentöser Therapie, Präventionsmaßnahmen und medizinischen, rehabilitativen und psychosozialen Versorgungsmaßnahmen (vgl. SCHWARTZ, F.W. u.a., 1998, S.285)
Aufgabe der Epidemiologie ist es, Daten zu liefern, die in standardisierter Weise gemessen und unter Anwendung statistischer Verfahren quantitativ ausgewertet werden können. Die so gewonnenen Daten bilden die Entscheidungsgrundlage für Public - Health - Maßnahmen, die Teile der Bevölkerung oder die gesamte Bevölkerung betreffen. Bei diesem dargestellten Zusammenhang wird die enge Verbindung zwischen Epidemiologie und Public Health deutlich. Die Gesundheitswissenschaft ist von den Methoden, Analysen und Interpretationen der Epidemiologie abhängig, um aussagekräftige Daten zu erhalten, mit denen sich sinnvolle und begründbare Entscheidungen über eventuelle Veränderungen im Gesundheitswesen treffen lassen. Die Epidemiologie hat einen naturwissenschaftlich - quantitativen Ansatz, ist aber dennoch nicht mit experimenteller Forschung, die unter streng kontrollierbaren Laborbedingungen durchgeführt wird, vergleichbar. Epidemiologische Daten werden bei Menschen erhoben, die in ihrer natürlichen Umwelt einer Vielzahl heterogener Einflüsse ausgesetzt sind und unterschiedliche genetische Dispositionen aufweisen. Daher ist es zumeist auch schwierig, Ursache - Wirkungs - Beziehungen zwischen verschiedenen Faktoren und einer Krankheit zweifelsfrei zu belegen. Durch epidemiologische Forschung ist es allerdings möglich, Risikofaktoren zu identifizieren, die mit einem erhöhten Krankheitsrisiko verbunden sind und sie erlaubt Aussagen darüber, inwieweit ein Risikofaktor das Krankheitsrisiko erhöht. Erst wenn mehrere voneinander unabhängige Studien einen Zusammenhang zwischen Risikofaktor und Erkrankung nachweisen und andere Erklärungsmodelle ausscheiden, wird ein solcher Zusammenhang als ein ursächlicher akzeptiert. Meist sind Krankheiten durch mehrere Risikofaktoren bedingt. Hier kann von einer multifaktoriellen Genese gesprochen werden. Dieses komplexe Zusammenwirken ist eine der Hauptschwierigkeiten epidemiologischer Forschung (vgl. SCHWARTZ, F.W. u.a., 1998, S.285 f.).
1.3. Methoden der Epidemiologie / Epidemiologische Studientypen
[...]
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