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Diploma Thesis, 2003, 75 Pages
Author: Jens Koopmann
Subject: Economics / Business: Investment and Finance
Details
Tags: Quantitative, Ermittlung, Mindesteigenkapitalrenditen, Auswirkungen, Geschäftspolitik, Beispiel, Universalbanken
Year: 2003
Pages: 75
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-23543-3
File size: 608 KB
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Excerpt (computer-generated)
Quantitative Ermittlung von Mindesteigenkapitalrenditen und
deren Auswirkungen auf die Geschäftspolitik am Beispiel
deutscher Universalbanken
Diplomarbeit
vorgelegt am 14.04.2003
an der
Berufsakademie Berlin
-Staatliche Studienakademie-
Bereich: Wirtschaft
Fachrichtung: Bank
von
Jens Koopmann
Studienjahrgang: 2000
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis ... IV
Abbildungsverzeichnis ... V
Tabellenverzeichnis ... VII
1. Einführung ... 1
2. Eigenkapitalrendite, Eigenkapitalkosten und Kapitalkostenverläufe ... 2
2.1 Eigenkapitalrendite ... 2
2.2 Eigenkapitalkosten ... 2
2.3 Kapitalkostenverläufe ... 4
3. Empirische Eigenkapitalrenditen und –kosten in Europa ... 6
3.1 Überblick über die Datenbasis ... 6
3.2 ROE vs. Eigenkapitalkosten ... 7
3.3 Einflüsse auf die Eigenkapitalkosten / den ROE ... 9
3.4 Schlussfolgerungen und Wertung der Ergebnisse ... 12
4. Ermittlung der Mindesteigenkapitalrenditen ... 14
4.1 Vorbemerkungen ... 14
4.2 Best-Practice-Ansatz / Unternehmensvergleichsverfahren ... 15
4.3 Discounted Dividend-Methode ... 17
4.4 CAPM / Marktmodell ... 19
4.4.1 Grundlagen des CAPM / Marktmodells ... 19
4.4.2 Risikolose Anlagemöglichkeit / risikofreier Zins ... 22
4.4.3 Marktrisikoprämie ... 23
4.4.4 Beta-Faktor ... 26
4.4.5 Bewertung des CAPM ... 29
4.5 Mindestmargenkonzept nach Rappaport ... 29
4.6 Zusammenfassung ... 31
5. Mindesteigenkapitalrenditen und Unternehmenssteuerung in Banken ... 32
5.1 Eigenkapitalrenditen und Eigenkapitalkosten bei Banken ... 32
5.2 Eigenkapitalallokation auf Geschäftsbereiche und Produkte ... 35
5.3 Produkt- und Geschäftspolitik ... 40
5.4 Eigenkapitalrenditeforderung der Deutsche Bank AG ... 43
5.5 Eigenkapitalrenditeforderung der Sparkassen-Gruppe ... 47
6. Fazit ... 51
Anhang ... 53
Anhang 1: Regressionsanalyse zwischen Eigenkapitalkosten und Eigenkapitalrenditen ... 53
Anhang 2: Untersuchung des Größeneffektes ... 54
Anhang 3: Erklärungsmodelle für Eigenkapitalkosten und Eigenkapitalrenditen ... 56
Anhang 4: Eigenkapitalkosten und Eigenkapitalrenditen von Banken ... 59
Literaturverzeichnis ... 62
Internetverzeichnis ... 67
1. Einführung
Sind 15% Eigenkapitalrendite der Maßstab, an dem sich eine Bank messen lassen muß? Oder ist eine geringere Eigenkapitalrendite ebenfalls ausreichend für ein Unternehmen? Vielleicht ist sie aber auch nicht geeignet, um den Unternehmenserfolg zu messen?
Diese Fragen sollen in der Arbeit erörtert werden. Ziel ist es, Mindesteigenkapitalrenditen zu quantifizieren und ihre Auswirkungen auf die Geschäftspolitik darzustellen.
Beispielhaft soll dies anhand der ROE-Forderung1 von 15%2 der Deutsche Bank AG sowie der ebenso hohen Forderung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes für alle deutschen Sparkassen geschehen. Während es dabei bei der Deutsche Bank AG vorrangig um das Ziel der Eigenkapitalmarktwertmaximierung und damit um den Shareholder Value sowie die Abwehr feindlicher Übernahmen geht3, ist diese Zielsetzung bei der Sparkassengruppe nicht zwangsläufig gegeben. In diesem Zusammenhang ist zu hinterfragen, inwiefern Sparkassen dem Shareholder Value als Oberziel verpflichtet sind.
Dazu wird zunächst die Eigenkapitalrendite vom Eigenkapitalkostenbegriff abgegrenzt. Darauf folgt eine empirische Untersuchung beider Größen und ihrer Zusammenhänge. Anschließend soll mit Hilfe verschiedener Verfahren die praktische Mindesteigenkapitalrendite- Ermittlung dargestellt und auf die Schwierigkeiten im Rahmen dieses Prozesses eingegangen werden. Schwerpunkt bildet dabei das Capital Asset Pricing Model.
Nachdem die Eigenkapitalkostenermittlung bearbeitet ist, wird im zweiten Teil aufgezeigt, welche Konsequenzen Mindesteigenkapitalrenditen für die Produkt- und Geschäftspolitik in Banken haben. Dies geschieht zunächst theoretisch und wird dann auf die Deutsche Bank AG sowie den Sparkassenverbund übertragen.
Abschluß der Arbeit bildet eine Empfehlung zur Verwendung von Mindesteigenkapitalrenditen als Wertsteigerungsmaßstab.
Abzugrenzen von dieser Arbeit ist die theoretische Auseinandersetzung mit der Eigenkapitalrendite als Kennzahl mit ihren Vor- bzw. Nachteilen.
[...]
2. Eigenkapitalrendite, Eigenkapitalkosten und Kapitalkostenverläufe
2.1 Eigenkapitalrendite
Die Eigenkapitalrendite ist eine Kennziffer des externen Rechnungswesens und baut auf den Gewinnen der Unternehmung auf. Sie spiegelt die Verzinsung des Eigenkapitals5 wieder. Die verwendete Eigenkapitalgröße ist dabei der Buchwert.
Durch die Verwendung des Gewinns ist der ROE nicht zahlungs-, sondern erfolgs- und periodenorientiert. Entscheidend ist daher nicht, wann Erlöse und Aufwendungen das Unternehmen zahlungsmäßig betreffen, sondern wann der Anspruch auf sie begründet wird. Das führt dazu, dass der Gewinn sich von den zur Ausschüttung verfügbaren Mitteln im laufenden Jahr unterscheidet.
Dem Anspruch, die Verzinsung des Eigenkapitals darzustellen, kommt die Eigenkapitalrendite damit nur bedingt nach. Zusätzliche Unschärfen können durch bestehende Bewertungswahlrechte bei der Bilanzierung sowie durch die Anwendung verschiedener Bilanzierungsstandards entstehen6. Bei Änderung dieser Größen ist eine Kontinuität der Eigenkapitalrendite und ihre Vergleichbarkeit nicht mehr gegeben.
Durch die Verwendung des Eigenkapitalbuchwertes ist die Aussage der Verzinsung für die Eigenkapitalgeber zudem problematisch, wenn Buch- und Marktwert des Eigenkapitals voneinander abweichen.
2.2 Eigenkapitalkosten
Im Zusammenhang mit der Eigenkapitalrendite ist oft die Rede von Eigenkapitalkosten. In der Literatur werden beide Begriffe häufig gemeinsam verwendet. Dennoch sind sie voneinander abzugrenzen.
Wie im vorherigen Abschnitt dargestellt wurde, ist der ROE eine gewinnorientierte Größe. Er basiert somit auf unternehmensinternen Daten aus dem Rechnungswesen. Im Gegensatz dazu stellen die Eigenkapitalkosten eine Soll-Größe dar. Sie bezeichnen die erwartete Verzinsung des Eigenkapitals durch die Eigenkapitalgeber. Problem ist hierbei die Feststellung der Höhe der Eigenkapitalkosten, da nicht, wie beim Fremdkapital, eine Verpflichtung des Unternehmens zur Zahlung eines festen Zinssatzes besteht7. Beim Eigenkapital ist die Höhe der Belastung zum Großteil vom Gewinn abhängig. Werden Verluste geschrieben, so kann eine Ausschüttung auch vollständig wegfallen. Dies darf jedoch nicht zu dem Schluss führen, dass Eigenkapital kostenlos sei.
[...]
1 Englische Abkürzung der Übersetzung der Eigenkapitalrendite (=Return on Equity)
2 Vgl. Handelsblatt (Hrsg., 2002), o.S., Angabe betrifft den Gewinn nach Steuern.
3 Vgl. Eigendorf (2002), o.S.
4 Vgl. u.a. Spremann / Dubs (1995), S. 1ff.
5 Zur Eigenkapitaldefinition vgl. Coenenberg (2000), S. 883ff.
6 Vgl. Heismann (2002), o.S.
7 Vgl. Schmidt / Terberger (1997), S. 198.
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