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Qualitätsmängel und Folgekosten

Seminararbeit, 1996, 17 Seiten
Autor: Klaus-Martin Meyer
Fach: Statistik

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 1996
Seiten: 17
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V20113
ISBN (E-Book): 978-3-638-24089-5

Dateigröße: 217 KB


Textauszug (computergeneriert)

Qualitätsmängel und Folgekosten

 

 


Eingereicht von: Klaus-Martin Meyer

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

1.1 Problemstellung 2
1.2 Gang der Untersuchung  3

2 Qualitätsmängel 3

2.1 Ursachen von Qualitätsmängeln 3
2.2 Strategien gegen Qualitätsmängel 4

3 Qualitätskosten und Qualitätsfolgekosten 6

3.1 Systematisierung der Qualitätskosten 6
3.2 Kritik an der beschriebenen Gliederung der Qualitätskosten 7

4 Quantifizierung von Folgekosten aufgrund von Qualitätsmängeln 8

4.1 Am Beispiel eines Ansatzes zur Quatifizierung externer Fehlerkosten 8
4.2 Am Beispiel eines Ansatzes zur Quantifizierung entgangener Deckungsbeiträge 9

5 Ausblick 14

Literaturverzeichnis

 

 

 

 


1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Aufgrund des heute auf vielen Märkten herrschenden Wettbewerbs ist die Qualität neben Innovationskraft und Produktivität zu einem wichtigen strategischen Unternehmensziel für Unternehmungen geworden, die Güter und Dienstleistungen produzieren.1 Der Zusammenhang zwischen der Qualität der Produkte eines Unternehmens und dessen Erfolg ist leicht einsehbar, weil qualitativ ungenügende Produkte am Markt oft nicht absetzbar sind. Dieser intuitiv einsichtige Zusammenhang wird auch durch die bekannte PIMS-Studie des Stategig Planning Instituts bestätigt.2

Aufgrund der Wichtigkeit der Qualität für den Unternehmenserfolg sollte jede Unternehmung bestrebt sein Qualitätsmängel an den Produkten zu vermeiden. Die Produktion und die Sicherstellung von Qualitatät ist natürlich mit Kosten verbunden. So erfordert das Überprüfen von Qualität durch eine Qualitätskontrolle zusätzliche Zeit und Personalkosten. Aber auch das Nichtvorhandensein von Qualität kann mit Kosten verbunden sein. Dies ist z.B. der Fall, wenn aufgrund nicht ausreichender Qualität Nachbesserungen erforderlich sind, Kunden abspringen (entgangene Deckungsbeiträge), oder wenn aufgrund von Mängeln oder Fehlern Regreßansprüche seitens des Kunden geltend gemacht werden. Der Schwerpunkt dieser Arbeit sind Qualitätsmängel und besonders die daraus resultierenden Folgekosten. Es sollen Antworten auf die Fragen gegeben werden, warum Qualitätsmängel auftreten, welche Strategien es gegen dieselben gibt, und welche Kosten mit der Produktion von Qualität bzw. von Nicht-Qualität verbunden sind. Außerdem werden Ansätze aufgezeigt, wie Folgekosten in Form externer Fehlerkosten quantifiziert werden können. Aufgrund der Wichtigkeit der Qualität als Erfolgsparameter ist die Beschäftigung mit dem Thema Qualität für Unternehmungen eine ständige Herausforderung. Die Quantifizierung der Folgekosten gewinnt mit zunehmender Kostenintensivierung von Produktionsprozessen an Bedeutung. Sind die Folgekosten eines Produktfehlers nicht bekannt, so ist die produzierende Unternehmung beispielsweise nicht in der Lage rational zu beurteilen, ob es sinnvoller ist einen aufgetretenen Fehler zu tolerieren oder zu beheben. Sind die Folgekosten hingegen bekannt, so kann aufgrund von Vorteilhaftigkeitsüberlegungen entschieden werden, ob ein Produktionsprozeß unterbrochen oder ein Produktrückruf durchgeführt wird.

Zum besseren Verständnis werden zunächst die wichtigsten Begriffe definiert. Die Deutsche Gesellschaft für Qualität definiert den Begriff Qualität folgendermaßen: "Qualität : Gesamtheit von Eigenschaften und Merkmalen eines Pro- duktes oder einer Tätigkeit, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung gegebenderErfordernisse bezieht."3 Qualität wird hier also rein produktbezogen als Maß für die Übereinstimmung von Design und Ausführung verstanden. Diese funktionale Definition wird in der angelsächsischen Literatur auch oft mit "fitness for use" umschrieben. In Anlehnung an Horvàth/Urban erweitert Fröhling diese Qualitätsdefinition um eine kundenbezogene Komponente: "Qualität bezeichnet die Eignung der Unternehmensgesamtleistung zur Erfüllung aller an sie gerichteten kundenbezogenen Erwartungen"4 Ein Qualitätsmangel wird im folgenden als eine Abweichung relevanter Qualitätseigenschaften von der der jeweiligen Eigenschaft zugedachten Norm angesehen, wobei diese Norm seitens der Unternehmungen und der Kunden durchaus unterschiedlich definiert sein kann. Folgekosten von Qualitätsmängeln sind Kosten, die sich den Qualitätsdefiziten zurechnen lassen.

1.2 Gang der Untersuchung

[...]


1 Vgl. Rinne (1991), S. 1.
2 Vgl. Meyer (1992), S. 37.
3 DGQ (1979), S.13.
4 Fröhling (1993), S. 545.


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