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Die Grundlagen des Internet - Eine sozialpsychologische Betrachtung

Termpaper, 2002, 21 Pages
Author: Jörg-Stefan Schöttler
Subject: Psychology - Work, Business, Organisational and Economic Psychology

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 21
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V21210
ISBN (E-book): 978-3-638-24878-5
ISBN (Book): 978-3-638-75939-7
File size: 556 KB
Notes :
Phänomene des Internets werden aus sozialpsychologische Sicht beleuchtet und analysiert.


Abstract

Das Internet ist im Begriff unsere Gesellschaft in vielerlei Hinsicht so stark zu verändern, wie es kaum eine andere Technologie zuvor getan hat. Hoffnungen und Ängste sind längst wach geworden; Optimisten schwärmen von den neuen Möglichkeiten während die Kritiker das Schlimmste für Kultur und Gesellschaft befürchten. Natürlich wirft diese Entwicklung viele, auch sozialpsychologische Fragen auf, die vermutlich noch vielfältiger sind als die Veränderungen selbst. Einige dieser Fragen sollen hier aufgegriffen und diskutiert werden. Dabei geht es um die Entstehung und Entwicklung des Internet, die soziodemografische Struktur der Internetnutzer, sowie Kommunikation und Identität im Netz.


Excerpt (computer-generated)

Grundlagen des Internets
Eine Betrachtung aus sozialpsychologischer Sicht

 



Von Jörg-Stefan Schöttler

Gliederung

0. Einleitung

1. Die Entwicklung des Internets und seiner Nutzerstruktur

1.1. Entstehung und Entwicklung des Internets
1.2. Nutzerstruktur

2. Nutzung des Internets

2.1. Kommunikationsanwendungen

2.1.1. Asynchrone Kommunikationsanwendungen
2.1.2. Synchrone Kommunikationsanwendungen

2.2. Sonstige Anwendungen

3. Kommunikation im Internet

3.1.Sozialpsychologische Ansätze zur Medienwirkung
3.2.Eigenschaften der CVK und Unterschiede zur Face-to-Face Kommunikation
3.3.Enthemmung
3.4.Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit

4. Identitäten und Internet

4.1. Theoretische Ansätze zu Identität und Selbst
4.2. Selbstdarstellung
4.3. Identitäten im Internet

4.3.1. Bestehende Identitäten im Internet
4.3.2. Identitätsgenese

4.4.Wirkung auf die Identität außerhalb des Internet

5. Fazit

Literaturverzeichnis

 

 

 


0. Einleitung

Das Internet ist im Begriff unsere Gesellschaft in vielerlei Hinsicht so stark zu verändern, wie es kaum eine andere Technologie zuvor getan hat. Hoffnungen und Ängste sind längst wach geworden; Optimisten schwärmen von den neuen Möglichkeiten während die Kritiker das Schlimmste für Kultur und Gesellschaft befürchten. Natürlich wirft diese Entwicklung viele, auch sozialpsychologische Fragen auf, die vermutlich noch vielfältiger sind als die Veränderungen selbst. Einige dieser Fragen sollen hier aufgegriffen und diskutiert werden. Dabei geht es um die Entstehung und Entwicklung des Internet, die soziodemografische Struktur der Internetnutzer, sowie Kommunikation und Identität im Netz.

Zunächst soll im ersten Abschnitt die Entstehung des Internet und einige Grundlagen erläutert werden, wonach dann eine Darstellung der soziodemografischen Struktur seiner Nutzer folgt. Im zweiten Abschnitt werden in alle r Kürze die Kommunikationsanwendungen des Internets vorgestellt und eine Auswahl sonstiger Nutzungsmöglichkeiten präsentiert, ohne Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen. Im folgenden dritten Gliederungspunkt wird die Kommunikation im Internet näher betrachtet und Unterschiede zur herkömmlichen persönlichen Kommunikation aufgezeigt Nachfolgend wird im vierten Abschnitt diskutiert, welcher Zusammenhang zwischen (virtuellen) Identitäten und den Besonderheiten des Internets besteht.

1. Die Entwicklung des Internets und seiner Nutzerstruktur

1.1. Entstehung und Entwicklung des Internets

Die Wurzeln des Internet reichen zurück bis in die 60er Jahre. Damals, 1969, entstand das sog. ARPANet, benannt nach der Advanced Research Projects Agency. Diese Organisation war vom USVerteidigungsministerium im Zeichen des Kalten Krieges und anlässlich des Starts des ersten sowjetischen Satelliten 1957 gegründet worden und hatte zum Ziel, ausgewählte Forschungsprojekte mit finanziellen Mitteln zu fördern, um den (vermeintlichen) Rückstand der USA im Rüstungs- und Technologiewettlauf mit der damaligen Sowjetunion aufzuholen. ARPA bekam vom Verteidigungsministerium den Auftrag, die militärische Nutzung von Computernetzen zu prüfen und die bisherigen anfälligen und im Falle eines Atomarkrieges leicht zerstörbare Kommunikations- und Datenaustauschsysteme zu überarbeiten. Ziel war es, die Kommunikation und den Zugriff auf wichtige Dateien unter allen Umständen zu gewährleisten.

Es wurde daher eine neue, dezentrale Funktionsweise für diese Aufgaben entwickelt und es entstand ein Netzwerk mit mehreren Netzwerkknoten anstelle eines einzelnen Großrechners, so dass selbst bei Ausfall eines Knotens die Funktionsfähigkeit des Gesamtnetzwerks sichergestellt blieb. Ferner wurde die Datenübertragung in „Päckchen“ eingeführt, bei der jede Datei in mehrere Teile zerlegt und jedes Päckchen unabhängig an den Zielrechner geschickt wird. Dabei spielt es keine Rolle, auf welchem Weg die Päckchen zum Empfänger gelangen und welche Knoten dabei genutzt werden (so kann theoretisch heute ein Dateiteil vom Absender in München bis zum Empfänger in Nürnberg auch den Umweg über Tokio, New York und Moskau machen). Die Datenübertragung wurde damit sehr zuverlässig und ausfallsicher gestaltet. Ursprünglich existierten für das ARPA-Net lediglich zwei Anwendungen bzw. Dienste: FTP (File Transfer Protocol) zum Austausch von Dateien und Telnet (Telecommunication Network) zur Fernsteuerung von Rechnern. 1971 entwickelten dann zwei Programmierer den Email-Dienst, um auch den Austausch von Nachrichten zu ermöglichen, was bisher nicht möglich war. Diese Anwendung wurde schnell zur meistgenutzten im ARPA-Net und ist auch heute eine der wichtigsten Funktionen des Internet.

Mit der Entwicklung des TCP/IP Protokolls (Transfer Control Protocol / Internet Protocol) 1973 wurde die Zusammenschaltung ganzer Netzwerke möglich und es schlossen sich immer mehr Netzwerke an das ursprüngliche ARPA-Net an, so dass sich nach und nach ein größeres Netz aus vielen kleineren Netzwerken bildete. Ein weiterer Meilensteine war die Einführung des DNS (Domain Name System), wodurch die schwer zu merkenden numerischen Adressen in Namen konvertiert wurden (also z.B. statt 193.189.238.2 à AOL.de) 1990 entstand das WWW (World Wide Web), was heute oft als Synonym für das Internet als ganzes betrachtet wird, obwohl es lediglich einen Teil dessen darstellt. Es basiert auf den Standards HTML (Hypertext Language) und HTTP (Hypertext Transfer Protocol). Nicht zuletzt aufgrund dieses einfachen Standards, der die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten des Internets unter einer Oberfläche vereinte, kam es in den folgenden Jahren zu einem explosionsartigen Wachstum. Seit den Anfängen 1967 mit 4 Hosts 1 sind bis heute (07/01) über 125 Millionen Hosts im Netz.

1.2. Nutzerstruktur

[...]


1 Rechner mit festen Internetadresse; ursprünglich identisch mit den Netzwerkknoten


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