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Verfahrenstechnischer Vergleich von konventionellen Melkständen für Herden von 50-150 Tieren

Presentation (Elaboration), 2000, 23 Pages
Author: Regina Everinghoff
Subject: Agrarian Studies

Details

Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2000
Pages: 23
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V21276
ISBN (E-book): 978-3-638-24929-4

File size: 311 KB


Excerpt (computer-generated)

Verfahrenstechnischer Vergleich von konventionellen
Melkständen für Herden von 50-150 Tieren

 

 

von Regina Everinghoff

Gliederung

1. Einleitung

2. Übersicht über die praxisüblichen Melkstände

2.1. Fischgrätenmelkstand (standard)

2.1.1. Fischgrätenmelkstand 50°
2.1.2. Swing-over Melkstand

2.2. Side-by-side-Melkstand
2.3. Auto-Tandem-Melkstand
2.4. Melkkarussell

3. Raritäten aus der Praxis

4. Überblick über wichtige Einrichtungen zur Durchsatzsteigerung

4.1. Automatische Stimulation
4.2. Nachmelkautomatik
4.3. Abnahmeautomatik
4.4. Schnellaustrieb
4.5. Warteraum
4.6. Nachtreibehilfe

5. Vergleich der Melkständen bezüglich des Durchsatzes

6. Vergleich der Melkstände bezüglich der Investitions- und der veränderlichen Kosten

7. Abschließende Empfehlung der Autoren auf Grundlage dieser Arbeit

8. Zusammenfassung und Fazit

9. Quellenverzeichnis

10. Anhang









1. Einleitung

In der heutigen Zeit nimmt das Melken bei den auf Milchviehhaltung spezialisierten Betrieben, was den Arbeitzeitbedarf und die Wichtigkeit des Vorganges angeht, eine herausragende Stellung ein. Die Auswahl des Melkstandsystems ist also eine der wichtigsten Entscheidungen, die auf diesen Betrieben zu treffen ist, da diese maßgeblichen Anteil an der Wirtschaftlichkeit, der Arbeitseffizienz und natürlich auch dem Wohl der Tiere bzw. der Tierkontrolle hat. Hierbei muss aber strikt zwischen den unterschiedlichen Anforderungen von Familienbetrieben und Lohnarbeitsbetrieben unterschieden werden. Für den Familienbetrieb ist es am wichtigsten, dass die Arbeitszeit, die für die Melkarbeit aufgewendet wird, pro Tag 4 Stunden nicht überschreitet, damit die anderen Arbeiten wie z.B. Feldarbeiten etc. noch erledigt werden können und für das Familienleben noch genügend Zeit bleibt. In Lohnarbeitsbetrieben spielt dagegen lediglich die Wirtschaftlichkeit des Systems eine Rolle. Als nicht zu unterschätzenden Faktor möchten wir in diesem Referat, neben den bereits genannten Punkten, auch die Bedingungen für die Kühe nicht außer acht lassen, da nur das möglichst tiergerechte Melken den größten Erfolg bringt!

2. Übersicht über die einzelnen praxisüblichen Melkstände

2.1 Fischgrätenmelkstand (standard)

Abbildung 1: Skizze eines Fischgrätenmelkstandes (2x4) [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

Der Fischgrätenmelkstand ist der in der Praxis der am weitesten verbreitete Melkstand. Er zeichnet sich durch das gruppenweise Melken aus, das besonders beim Eintrieb der Tiere und beim Melken Vorteile bringt (=> Kühe sind Herdentiere), da sich die Tiere in Gruppen wohler fühlen. Als nachteilig ist hierbei die Tatsache anzusehen, dass jede Gruppe nur so schnell wie die langsamste Kuh gemolken werden kann. Kennzeichnend für den Fischgrätenmelkstand ist die charakteristische Anordnung der Kühe während des Melkens. Sie stehen ähnlich einer Fischgräte im 30-35°-Winkel zur Melkgrube nebeneinander. Diese Anordnung ermöglicht einen guten seitlichen Zugang zum Euter, was die beim Melken anfallenden Arbeiten sehr begünstigt. Desweiteren wird dadurch die Tierkontrolle kaum behindert, so dass die Tiere auch noch gut kontrolliert werden können, wenn "es mal schnell gehen soll". Als ein weiterer Vorteil dieses Melkstandtyps stellt sich der große Platz für Technik dar, der eine die Melkarbeit erleichternde Technisierung des Melkstandes z.B. durch eine Nachmelkautomatik möglich macht. Interessant dürfte auch für viele Betriebsleiter sein, dass es ohne größere Kosten zu verursachen möglich ist, den Melkstand zu erweitern und somit einen Neubau zu sparen. Das Melken in diesem Melkstandsystem kann bis zu einer Größe von 2 x 8 (bis 2 x 10) Melkzeugen von einer Person verrichtet werden, wobei man anmerken muss, dass hierbei die individuelle Leistung und die Technisierung des Melkstandes eine sehr große Rolle spielen. Die Geschwindigkeit des Melkens hängt maßgeblich von der Ein- und Austriebsgeschwindigkeit ab, so dass man dort ansetzen muss, um die Leistung zu erhöhen. (ERNST, ENGELLANDT 1994; ORDOLFF 1995; TRÖGER, GEIDEL, 1994, SCHEIBEL 2000)

2.1.1 Fischgrätenmelkstand 50°

[...]


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