Der Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf die Genre-Präferenzen - Konzeption einer Befragungsstudie

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Details

Titel: Der Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf die Genre-Präferenzen - Konzeption einer Befragungsstudie
Autor: Christian Schäfer
Fach: Medien / Kommunikation - Methoden und Forschungslogik
Veranstaltung: Empirische Kommunikationsforschung: Befragung
Institution/Hochschule: Universität Leipzig (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft (KMW))
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 34
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 123 KB
Archivnummer: V21357
ISBN (E-Book): 978-3-638-24995-9
Anmerkungen :
In der Arbeit wird in klar strukturierter Weise und unter Einbeziehung verschiedener vorhandener Messinsstrumente aus Kommunikationswissenschaft und Psychologie ein Befragungsinstrument zum Einfluss der Persönlichkeitsfaktoren Angst und Dominanz auf die Genre-Präferenzen in Film und TV erarbeitet. Der Anhang bietet den fertig layouteten Fragebogen.

Textauszug (computergeneriert)

Universität Leipzig
Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften
Lehrstuhl für Empirische Medienforschung

Seminar „Befragung“
Wintersemester 2001 / 02

Der Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften
Ängstlichkeit und Dominanz auf die Genre-Präferenzen
- Konzeption einer Befragungsstudie -

Christian Schäfer

 

Gliederung

1. Einleitung

2. Gegenstandsbenennung

3. Theorie- und Hypothesenbildung
a) Theoriebildung – Der Einfluss der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf die Genre-Präferenzen
b) Hypothesenbildung – Spezialisierung des Untersuchungsgegenstandes

4. Operationale und nominale Begriffsdefinitionen

5. Konstruktion des Untersuchungsinstrumentes
a) Wahl des Instrumentes
b) Makroplanung
c) Mikroplanung
d) Auswertung

 

1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit entstand als Seminararbeit im Rahmen des im Wintersemesters 2001 / 2002 von Frau Inga Schlimbach am Lehrstuhl für Empirische Medienforschung des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaften der Universität Leipzig gehaltenen Proseminars „Befragung“.

Inhalt des Seminars war neben einer allgemeinen Einführung in die Anwendung der sozialwissenschaftlichen Methode Befragung / Interview die Beschäftigung mit einer vorgegebenen medien- bzw. kommunikationswissenschaftlichen Problemstellung, die gemeinsame Konzeption eines entsprechenden Messinstrumentes zur Untersuchung dieser Problemstellung in Arbeitsgruppen sowie die abschließende individuelle Präsentation dieser Konzeption in einer Seminararbeit.

Die in diesem Sinne vorgegebene und damit dieser Arbeit zu Grunde liegende Forschungsfrage


„Welche fiktionalen Genres im Fernsehen und auf Video werden von ängstlichen Personen bevorzugt, welche von dominanten Personen und aus welchen Gründen werden sie bevorzugt?“

verknüpft sowohl medienwissenschaftliche („fiktionale Genres im Fernsehen und auf Video“) als auch psychologische („ängstliche und dominante Personen“) Dimensionen. Eine empirische Untersuchung der in der Frage implizierten Zusammenhänge zwischen den Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz und der Präferenz für bestimmte Genres durfte also sowohl in

  • psychologischer Hinsicht, z.B. in bezug auf den Umgang mit den psychischen Dispositionen Angst / Dominanz im Alltag („Wie geht der Mensch mit seiner Ängstlichkeit um?“)
  • medien- bzw. kommunikationswissenschaftlicher Hinsicht, z.B. im Bereich der Rezepientenforschung („Welche Faktoren bestimmen die Auswahl der rezipierten Produkte?“)
  • ökonomischer Hinsicht für die Anbieter von Fernsehen und Video, z.B. im Bereich der Programmgestaltung („Welche Nachfrage besteht bei einzelnen Konsumentengruppen?“)

interessante und verwertbare Ergebnisse erbringen und könnte damit von vielfältigem Nutzen sein.

Auch schien es dem Autor auf Grund dieser Verknüpfung als sinnvoll, zur Messung der psychischen Dispositionen Ängstlichkeit und Dominanz entsprechende standardisierte Messinstrumente aus der Psychologie zur Konzeption der Befragung heranzuziehen. Zur Messung der Persönlichkeitseigenschaft Ängstlichkeit wurde hier zunächst auf das 1981 konzipierte und in der psychologischen Praxis routinemäßig verwendete „State-Trait- Angstinventar“ (STAI)1 zur Messung von Zustandsangst und Angst als Eigenschaft zurückgegriffen, das allerdings durch Teile eines durch Prof. Dr. Michael Stark (Hamburg) entwickelten, jüngeren Instrumentes zur Messung von allgemeiner Ängstlichkeit 2 ergänzt wurde. Zur Messung der Dimension Dominanz wurden die entsprechenden Teile aus dem allgemeinen Persönlichkeitstest „Gießen-Test“3 entliehen und durch selbst entwickelte Items ergänzt.

Anzumerken bleibt in diesem Zusammenhang allerdings, dass die Handbücher zu den o.g. drei Messinstrumenten dem Autor leider keine ausreichenden Erläuterungen zu ihrer inhaltlichen Herleitung boten, sodass die Operationalisierungen der Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz auf der Basis entsprechender Literatur aus der Psychologie sowie der Items der übernommenen Messinstrumente selbst vorgenommen wurden. 

Auch hat der Autor – entgegen den eigentlichen Anforderungen an diese Arbeit – den Versuch einer eigenständigen Theoriebildung unternommen, aus der die Prüfungshypothesen abgeleitet wurden, auch wenn die mangelnden psychologischen Fachkenntnisse nur eine sehr rudimentäre Herleitung allgemeiner Aussagen über den Zusammenhang zwischen den Persönlichkeitsmerkmalen Ängstlichkeit und Dominanz und der Bevorzugung bestimmter Genres erlaubten. Sollte die vorliegende Arbeit den angedachten Umfang deswegen um einige Seiten überschreiten, so ist dies als Folge der zusätzlichen Theoriebildung zu sehen. 

Auffällig in diesem Zusammenhang war außerdem, dass - entgegen der Besprechung der Aufgabenstellung im Seminar – psychologische Zusammenhänge zwischen den Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz erarbeitet werden konnten, da nach den Angaben einschlägiger Literatur Ängstlichkeit auf einem mangelnden, Dominanz auf einem gesteigerten Selbstbewusstsein beruht. Aus dieser Tatsache ergaben sich allerdings weitreichende Konsequenzen für die Formulierung der Hypothesen, da der Faktor Selbstbewusstsein sich sowohl im Falle ängstlicher als auch dominanter Menschen als maßgeblich für die Formulierung der Gründe für die Genre-Präferenzen erwies und ein inhaltlicher Zusammenhang oder direkter Gegensatz der einzelnen Hypothesen deswegen nicht vermieden werden konnte. Mag diese Tatsache auf den ersten Blick als eine Vereinfachung der Aufgabenstellung erscheinen, so hat sie sich doch aus der theoretischen Herleitung des Zusammenhangs zwischen den Persönlichkeitseigenschaften Ängstlichkeit und Dominanz und bestimmten Genre-Präferenzen ergeben.

Sollten die Inhalte und Ergebnisse der vorliegenden Arbeit im Vergleich zu den anderen Mitgliedern der Arbeitsgruppe differieren, so ist dies darauf zurückzuführen, dass der Autor auf Grund eines Praktikums außerhalb von Leipzig keine Möglichkeit hatte, über die Seminarsitzungen hinaus an der gemeinsamen Konzeption teilzunehmen.

Abschließend bleibt an dieser Stelle anzumerken, dass der Autor es bedauert, dass es im Rahmen der Aufgabenstellung des Seminars leider zu ke iner Durchführung und Auswertung der im folgenden erarbeiteten Konzeption einer Befragungsstudie kommt. Für künftige Seminare bleibt zu bedenken, ob eine Umsetzung der erarbeiteten Konzeptionen nicht nur die Motivation der Seminarteilnehmer deutlich steigern könnte, sondern auch den theoretischen Lehrinhalt durch eine praktische Anwendung verständlicher machen könnte.

2. Gegenstandbenennung

[....]


1 Spielberger/Laux/Glanzmann/Schaffner: Das State-Trait-Angstinventar. Weinheim 1981. (Im folgenden: Spielberger.)

2 Stark, Michael: Fragebogen zur allgemeinen Ängstlichkeit. In: Drewes, Volker (Hrsg.): www. Beratungtheraphie .de. 23. Februar 2002, 17.21 Uhr. Diese Untersuchung bezieht im Gegensatz zum STAI auch körperliche Auswirkungen von Angst mit ein, was der Autor als sinnvoll erachtete (siehe Operationalisierung).

3 Beckann, Dieter: Der Gießen-Test. Ein Test für Individual- und Gruppendiagnostik. Bern/Stuttgart/Wien 1983. (Im folgenden: Beckmann.).

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