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Sterbebegleitung bei Kindern - Kinderhospize in Deutschland

Scholary Paper (Seminar), 2000, 21 Pages
Author: Catrin Schmitz
Subject: Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education

Details

Event: Seminar für Körperbehindertenpädagogik - Begleitung von progredient Erkrankten als pädagogische Herausforderung
Institution/College: University of Cologne (Institut für Pädagogik)
Tags: Sterbebegleitung, Kinder, Hospiz
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2000
Pages: 21
Bibliography: ~ 17  Entries
Language: German
Archive No.: V2817
ISBN (E-book): 978-3-638-11698-5

File size: 192 KB


Excerpt (computer-generated)

Heilpädagogische Fakultät der Universität zu Köln
Seminar für Körperbehindertenpädagogik
Begleitung von progredient Erkrankten als pädagogische Herausforderung

SS 2000

Sterbebegleitung bei Kindern - 
Kinderhospize in Deutschland

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3
2 Hospiz - eine Begriffsklärung 3
3 Geschichte der Hospizbewegung 4


3.1 Hospize in den letzten 2000 Jahren 5
3.2 St.Christopher 8

4 Grundgedanken und Leitbilder der Hospizbewegung 9


4.1 Sterben heute - ein Tabuthema der Gesellschaft 9
4.2 Die vier Dimensionen des Lebens 10
4.3 Der Tod als natürlicher Bestandteil im Leben 12
4.4 Die Grundelemente eines Hospizprogramms 13
4.5 Aufnahmekriterien in ein Hospiz 14
4.6 Organisationsformen des Hospizes 15

5 Kinderhospize 15


5.1 Geschichte und Entstehung der Kinderhospize 15
5.2.1 Kinderhospiz Balthasar - das erste Deutsche Kinderhospiz 16
5.2.2 Die Gäste 18

6 Schlusswort 19
7 Literaturverzeichnis 20

1 Einleitung

Die folgende Ausarbeitung des Referates ,,Sterbebegleitung bei Kindern - Kinderhospize in Deutschland" hat das Ziel, die Idee der Hospizbewegung im Allgemeinen und die Bedeutung der Hospize für Kinder im Besonderen darzustellen.

In Deutschland sterben täglich Kinder an Krankheiten, durch Unfälle oder aufgrund einer bestehenden Behinderung. Viele Eltern sind mit der Aufgabe, ihre Kinder zu Hause in ihren letzten Tagen oder Wochen zu begleiten, überfordert. Sie stehen oftmals alleine da und erhalten keine adäquate Hilfe von aussen. Oft bleibt daher die letzte Möglichkeit, die Kinder in der Obhut eines Krankenhauses sterben zu lassen. Wie jedoch viele Erwachsene so möchten auch die meisten Kinder in der ihnen vertrauten Umgebung ihre letzte Lebenszeit verbringen. Um ihnen dies ermöglichen zu können, ist es unabdingbar, dass sich die Hospizbewegung vermehrt auch dieser Gruppe zuwendet. Denn gerade hier bestehen noch viele gesellschaftliche Tabugrenzen, die es zu überwinden gilt. In unserer Arbeit möchten wir einen groben Einblick liefern, wie dies geschehen kann.

Wir werden hierzu zunächst einmal klären, was der Begriff ,,Hospiz" beinhaltet, wie er sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat und welches die grundlegenden Gedanken der Bewegung sind. Danach folgt als konkretes Beispiel für ein Kinderhospiz, die Vorstellung des Hospizes ,,Haus Balthasar" in Olpe. Neben der Beschreibung der Einrichtung werden wir auch eine Familie vorstellen, die häufiger Gast in diesem Haus ist.

2 Hospiz - eine Begriffsklärung

Ursprünglich stammt das Wort Hospiz vom lateinischen hospitium ab, was etwa so viel bedeutet, wie Gastfreundschaft; gastliche Aufnahme, Bewirtung; gastliches Haus, Herberge, Quartier (vgl. Taschenwörterbuch, 1992, S. 252). Häufig bezeichnete man hiermit ein ,,bei einem Kloster befindliches Haus, in dem bes. Pilger übernachten können" (Duden, 1983). Dieser ursprüngliche Sinn des Begriffes hat sich mit der Zeit gewandelt. Heute, wo es nicht mehr so viele Klöster gibt, versteht man unter einem Hospiz vornehmlich ,,ein im christl. Geist geleitetes Gasthaus" (Bertelsmann Universal Lexikon, 1991, S. 378).

Das Verständnis, welches die Hospizbewegung von diesem Begriff hat, wird hier nicht konkret deutlich. Zwar verstehen sie ihre Häuser durchaus als Gasthäuser, aber die Besonderheit ihrer Gäste ist in den oben angeführten Begriffsbildungen nicht zu erkennen. Betrachtet man dagegen die englischsprachige Literatur, so wird einem sehr schnell bewusst, dass hier die Grundidee der Hospizbewegung bereits tiefer in der Gesellschaft verwurzelt ist, als dies in Deutschland der Fall ist. So ist zum Beispiel im Oxford Advanced Learner`s Dictionary die erste Erläuterung des Begriffes folgende: ,,hospice [...] 1 (a) hospital for dying people" (OALD, 1993, S. 602). Hier wird also das Grundanliegen der Hospizbewegung deutlich. Und dies ist auch die Begrifflichkeit, mit der wir im weiteren Verlauf arbeiten werden.

Unter Hospiz versteht man in diesem Zusammenhang eine Aufenthaltsmöglichkeit für sterbende Menschen, die hier im Sinne des frühmittelalterlichen Hospitalitätsgedanken, ,,Schutz, Erfrischung, Fürsorge und Beistand" (Stoddard, 1987, S. 15) erhalten sollen. Man möchte ihnen die Möglichkeit bieten, die letzten Tage des Lebens wirklich leben zu können.

Worauf sich dieses Gedankengut und die Bewegung begründen, wird im folgenden Kapitel anhand der geschichtlichen Entwicklung erläutert.

[...]


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