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Scholary Paper (Seminar), 2000, 22 Pages
Author: Catrin Schmitz
Subject: Psychology - Learning Psychology, Intelligence Research
Details
Institution/College: University of Cologne (Institut für Psychologie)
Tags: Lerntheorien, Behaviourismus, Kognitivismus
Year: 2000
Pages: 22
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-11700-5
File size: 191 KB
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Excerpt (computer-generated)
Einführung in die Lernpsychologie
von Catrin Schmitz
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Behaviorismus
2.1 Watson
2.2 Pawlow
2.3 Guthrie
2.4 Thorndike
2.5 Skinner
3 Übergangsphase
3.1 Hebb
3.2 Tolman: Der zielgerichtete Behaviorismus
4 Kognitivismus
4.1 Köhler, Koffka, Wertheimer: Die Gestaltpsychologie
4.2 Bruner: Kategorien und Konzepte
4.3 Piaget: Kognitive Entwicklung
5 Soziales Lernen (Bandura)
6 Schlusswort
7 Literaturverzeichnis (2 Angaben)
1 Einleitung
Die Lerntheorie befasst sich hauptsächlich mit Verhaltensänderungen und versucht diese Änderungen im Verhalten zu erklären und vorherzusagen. Wenn man die Beobachtungen der Hypothesen, Ideen Gegensätze, Prinzipien und Vermutungen, die über das menschliche Verhalten gemacht worden sind, zusammenfaßt, so entstehen daraus Theorien des Verhaltens. Diese Arbeit soll - wie unser Referat - einen groben Überblick über die bisherigen Lerntheorien geben.
2 Behaviorismus
2.1 John Broadus Watson (1878-1958)
Der Ausdruck Behaviorismus wurde durch Watson geprägt (1913). Behaviorismus bedeutet die Beschäftigung mit den beobachtbaren Aspekten des Verhaltens (Behavior). Man ging davon aus, daß sich Verhalten aus Reaktionen zusammensetzt, die beobachtet werden können und die mit Bedingungen zusammenhängen, die diese Reaktion hervorgerufen haben. Watsons Ziel und das Ziel der gesamten behavioristischen Lernpsychologie war es, Gesetze abzuleiten, die die Beziehungen zwischen den verschiedenen dem Verhalten vorrausgehenden Bedingungen (Reizen), dem Verhalten (Reaktion) und den Konsequenzen (Belohnung, Bestrafung oder neutralen Effekten) erklären.
Das Lernen wird aus behavioristischer Sicht definiert als eine Verhaltensänderung, die auf Erfahrung beruht. Ein großer Teil der Theorie Watsons basiert auf den Untersuchungen des russischen Physiologen Pawlow, auf den wir später eingehen werden. Bei der klassischen Konditionierung ( Pawlowscher Hund ) wird durch wiederholte Paarung von Reizen neues Verhalten hervorgerufen. Watson führte eines seiner berühmtesten, aber auch grausamsten Experimente durch, um seine Ansichten über die emotionale Entwicklung von Menschen zu verdeutlichen. Der Proband bei dem Experiment war ein elf-jähriger Junge namens Albert, der sich gerade mit einer weißen Ratte angefreundet hatte. Watson führte eine "Furchtkonditionierung" durch, indem er jedes Mal, wenn Albert die weiße Ratte gezeigt wurde, ein lautes unangenehmes Geräusch machte, worauf Albert erschrocken reagierte. Nach einigen Wiederholungen reichte Albert schon der Anblick der Ratte und er zuckte erschrocken zusammen.
Watson nahm an, daß es praktisch keine individuellen Unterschiede gebe und daß alle Menschen mit einer beschränkten Anzahl von Reflexen auf die Welt kämen. Alle späteren Reaktionen kämen aufgrund der klassischen Konditionierung zustande. Watson glaubte fest an den Einfluß der Umwelt auf menschliches Verhalten. Sein wahrscheinlich meist zitierter Ausspruch ist seine Behauptung, er sei im Stande, aus zwölf gesunden Säuglingen das zu machen, was immer er wollte, wenn man ihm freie Hand bei der Gestaltung ihrer Umwelt ließe. Watsons Theorien konnten im Laufe der Zeit nicht standhalten.
2.2 Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936)
Pawlow war ein russischer Physiologe. Er entwickelte das Modell der klassischen Konditionierung, welches vielen frühen theoretischen Formulierungen als Grundlage diente (z.B. Watson). Auch heute wird es noch als ein wichtiger Bestandteil des psychologischen Wissens angesehen.
Pawlow beobachtete, daß einige seiner Hund im Labor eine Speichelabsonderung zeigten, bevor ihnen Futter gegeben wurde. In seinem Experiment zeigte Pawlow, daß nicht nur die visuelle Wahrnehmung des Futters, sondern auch andere Reize dieselbe Wirkung hatten, wenn sie oft genug mit der Einnahme des Futters zusammenfielen. Das Futter stellt in diesem Experiment den unkonditionierten Reiz (UCS), die ursprünglichen Speichelabsonderungen bei Einnahme des Futters die unkonditionierte Reaktion (UCR) dar. Der unkonditionierte Reiz und die unkonditionierte Reaktion bilden zusammen eine Reiz-Reaktions-Einheit.
Erscheint ein Ton immer dann, wenn das Futter gegeben wird, so ruft dieser Ton - der jetzt einen konditionierten Reiz darstellt (CS)- nach einer gewissen Zeit die Reaktion der Speichelabsonderung -jetzt eine konditionierte Reaktion (CR)- hervor.
Die Leichtigkeit, mit der eine klassische Konditionierung durchgeführt werden kann, hängt einerseits von der Klarheit des bedingten Reizes ab, andererseits von der zeitlichen Folge von bedingtem und unabhängigem Reiz.
Das Modell der klassischen Konditionierung ist nützlich für die Erklärung von emotionalen menschlichen Reaktionen. Besonders bei Kindern können Ängste/ Furcht etc. auf Erfahrungen zurückgeführt werden, bei denen ursprünglich neutrale Reize mit emotionsgeladenen Reizen assoziiert wurden.
[...]
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